König Asuphet's Rache

  • Habe dank eines neu gewonnenen Freundes mal mein Hirn sprudeln lassen und das kam dabei heraus. Ich hoffe ich habe keine Rechtschreibfehler drin und es macht ein bisschen spaß zu lesen. Wenn gewünscht, gibt es auch eine Fortsetzung, aber erst nach spielen der dazu passenden Schlacht! Ist ja klar! ^^ Viel Spaß beim lesen




    Staub und Sand. Jede Menge Sand. Das war alles was man hier fand. Die Wüste. Eine Einöde ohne jede Hoffnung. Eine Sackgasse für jegliches Leben, welches sich hierher verlief. Man findet hier nur den Tod. Es sei denn….
    Ja es sei denn, man trifft auf eine der großen Pyramiden oder Tempelstädten. Es heißt, sie bergen noch heute unendliche Reichtümer. Schätze von unendlichem Wert. Und viele, denen die Gier zu Kopf gestiegen ist, wagen eine Reise in diese trostlose und verlorene Gegend. So wie auch einst der Stefan Rheingut. Geplagt von Träumen und Visionen großer Heldentaten und Goldschätzen, zieht er los um sein Glück in der Ferne zu suchen. Mit den gesamten Ersparnissen seines Vaters (es sei erwähnt, dass er es ihm beim Glücksspiel abgenommen hat), heuerte er eine Mannschaft mitsamt Söldnern an, um ihn auf seiner langen Reise zu begleiten.
    Stefan trägt den Beinamen „Glücksjunge“ und das zu Recht, denn neben dem Glück beim Spiel hat er auch schon so manch gefährliche Situation glücklich überstanden. Als zum Beispiel eines Nachts von einer Liebschaft nach Hause kam, hielt sein Vater ihn für einen Einbrecher und zielte mit seiner Armbrust auf den für ihn Unbekannten. Er traf gut, genau auf die Brust seines Sohnes. Doch der Bolzen prallte an einem Anhänger ab, den Stefan um seinen Hals trug. Die Armbrust hätte den Anhänger einfach durchbohren sollen, doch es hat nicht sollen sein und der junge Stefan lebte weiter. Der Bolzen flog gerade aufwärts und hinterließ eine große Wunde an der Wange des Jungen, welche heute zu einer breiten Narbe zugewachsen war.
    Doch nun schien alles Glück ihn verlassen zu haben. Das Wasser ging zur Neige, die Sandstürme wurden stärker und die Moral der Männer sank um jeden Tag, den sie hier in der Wüste würden verbringen müssen.
    Stefan Rheingut ging voraus und versuchte den Drang zu unterdrücken, seine Wasserflasche mit einem mal zu leeren. Sein Mund war trocken und die Lippen aufgeplatzt. Die Beine wollten ihn eigentlich nicht mehr tragen. Manchmal fragte er sich, wie er es überhaupt schaffte noch aufrecht zu stehen. Es waren auch keine wirklichen Schritte mehr, sondern vielmehr ein Schlurfen. Der Sand verschluckte jeden Ton. Nur der Wind war zu hören, der über die Dünen strich. Das Stöhnen seiner Mitstreiter hinter ihm und sein eigener Puls klopfte in seinen Ohren.
    Dann, ganz langsam, versuchte sein Verstand etwas zu erfassen. Es war etwas, was der Anführer der Söldner gerufen hatte, nur schien sein Kopf die Information nicht richtig behalten zu wollen, als wäre es wie Nebel, den man sehen kann, aber nicht zu greifen vermag. Langsam änderte er in die Richtung, in der der Söldnerhauptmann stand und auf irgendetwas zeigte. Aufgrund der Düne, welche sich von Stefan aufgebaut hatte, konnte er das Ziel nicht erkennen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte er völlig erschöpft das Ende des Sandhaufens und schaute in die Richtung, in die nun fast alle seiner Mitabenteurer blickten. Unter heißem Flimmern der Wüstensonne erkannte er hohe Säulen und eine noch höhere Pyramide gen Himmel ragen. Mut keimte in ihm auf. Die Rettung! Möglicherweise eine Stadt oder doch noch die lang ersehnten Reichtümer auf die sie so lange gehofft hatten zu finden. Die
    Sinne schärften sich und er rang sich ein lächeln ab während er sich umdrehte und seinen Männern zurief, die Rettung sei nahe. Jubel brach aus und mit neuem Drang und mit noch größerer Hoffnung marschierten sie weiter auf die Pyramide zu.
    Stefan Rheingut machte seinem Namen mal wieder alle Ehre und auch sein Gefolge bereute es nun nicht mehr, sich ihm angeschlossen zu haben. Inmitten der Stadt stand ein riesiges Becken, vollgefüllt mit Wasser unter einem großen Dach aus Stein. Das Wasser war warm und nicht sonderlich genießbar, aber für die ausgemergelten Männer war es das beste Wasser, was sie jemals getrunken hatten. Nach langer und ausgiebiger Pause füllten sie ihre Vorräte wieder auf und machten sich daran ihre Umgebung zu erkunden. Stefan blieb am Becken und Inventarisierte das noch vorhandene Gut, als Schreie aus östlicher Richtung an sein Ohr drangen. Sofort waren alle mit gezogenen Schwertern in die Richtung gelaufen, aus der der Schrei kam. Doch ihre Vorsicht war unbegründet, denn es war ein Laut der Freude gewesen. Vor ihnen bot sich ein unglaublicher Anblick: Im Keller eines unscheinbaren Hauses fanden die Söldner Statuen aus Gold, Vasen, Schriftrollen, Juwelen, Goldmünzen und Juwelen, Amulette und Ringe halb vergraben unter jeder Menge Sand. Stefan sah sich im gesamten Raum um und kam zu Schluss, dass dieser Keller nicht bewusst angelegt worden ist, sondern mit der Zeit, die Erde von Oben herunter gerutscht sein musste. An der hintersten Wand führte ein langer Gang in die Richtung der Pyramide. Die Teile der Wände, die noch zu sehen waren, waren reich verziert mit eigenartigen Symbolen, die er nicht deuten konnte. Es hätte eine Sprache sein können, welche eine Geschichte erzählt, doch es war ihm nicht möglich diese zu entschlüsseln. Dazu hätte Stefan auch gar keine Zeit gehabt, denn während er fasziniert an die Wände des Raumes starrte, holten die Söldner alles Wertvolle aus der kleinen Kammer heraus, was sich tragen lies und er musste sich beeilen, um nicht alleine in dem kleinen Raum zurückgelassen zu werden.


    Eine Stunde später war das meiste in Rucksäcken verstaut und der Rückweg stand an. In den alten Schriften fand man eine Karte der näheren Umgebung, welche eine kleine Stadt der Menschen in westlicher Richtung zeigte. Wenn die Karte stimmte, dann würden sie nun auf relativ kurzem Wege diese Einöde verlassen können. Frohen Mutes zogen sie los. Ein fröhliches Lied auf den Lippen pfeifend. Der Glücksjunge hat mal wieder bewiesen, dass er mit Stolz diesen Namen tragen darf.
    „Sir Rheingut, meinen Glückwunsch! Das war eine Reise, die es sich anzutreten gelohnt hat. Danke, dass ich mit Ihnen reisen durfte!“
    „Jetzt übertreiben Sie mal nicht Hauptmann und lassen Sie diese Schmeicheleien. Wir hatten Glück diese tote Stadt gefunden zu haben. Noch sind wir nicht aus der Wüste heraus. Aber wenn wir es erst einmal geschafft haben, dann heben wir einen großen Humpen auf uns unser Glück!“



    Licht flammte auf in der Dunkelheit. Der König saß regungslos auf seinem Thron, die Augen geschlossen. Sein verschrumpeltes Gesicht hatte das lächeln seit damals verlernt. Ruhe. Ruhe war alles was er sich ersehnte. In Ruhe auf seinem Thron über seine Stadt zu Wachen. Doch es war etwas geschehen, er spürte es, nur konnte er nicht sagen was. Schlaf überkam ihn erneut, doch dieser nagende Gedanke ließ ihn nicht los. Etwas war anders als er es gewohnt war. Nur was? König Asuphet öffnete die Augen. Der Thronsaal war in violettes Licht getaucht. Das Zeichen dafür, dass jemand in seine heilige Stadt eingedrungen war. Wut erfüllte sein totes Herz. Er musste die Eindringlinge aufhalten. Niemand hatte das Recht, hier ungebeten herum zu laufen. Langsam, mit knirschenden Bewegungen stand er auf. Nach Jahren seiner Ruhe erhob er sich nun. Seine Kräfte kamen langsamer zurück, als er es sich gedacht hatte. Schlurfend erreichte er den Ausgang der großen Pyramide, welche inmitten seiner prächtigen Stadt stand.
    Der Sand war noch aufgewühlt und roch noch nach Leben. Jemand war hier gewesen und hat seine königliche Ruhe gestört. Dieser Frevel musste gesühnt werden. Angelehnt an der zu ihm am nächsten stehenden Säule sandte er seine Magie durch die gesamte Stadt aus. Mit einem Stechenden schmerz seines Bewusstseins wurde ihm der ganze ausmaß klar. Es waren nicht nur Eindringlinge sondern Diebe! Dreckige kleine Diebe, die sich hier eingeschlichen und die wertvollen Schätze der alten Könige gestohlen hatten. Rache! Das schrie förmlich nach Rache!


    Ein Markerschütternder Schrei fuhr aus König Asuphet, dieser legte die gesamte Stadt unter einen riesigen Schatten und die gesamte Stadt erwachte dabei zum Leben: der Boden vibrierte und Skorpione von der Größe eines Pferdes stiegen aus der Erde, Statuen erwachten zum Leben, bewaffnet mit riesigen Bögen und Äxten aus Stein in den Händen. Ganze Sphinxen erhoben sich vom Wüstensand ab, Legionen von Skelettkriegern in Rüstungen und Kettenhemden, bewaffnet mit Speeren und Schwertern marschierten aus den Häusern und Gräbern, aus der Pyramide fuhren prunkvolle Streitwagen vor, gezogen von Skelettierten Pferden und von Skeletten in goldenen Rüstungen angetrieben. Diese wurden von ganzen Regimentern Skelettrittern begleitet. Geier mit zerrissenem Gefieder und offenen Gedärmen kreisten um die Stadt, Skarabäen krabbelten aus ihren Ecken hervor, riesige Schlangen erschienen am Stadtrand um sich der wachsenden Armee von Untoten anzuschließen. Währenddessen wuchs auch der Schatten am Himmel und verdunkelte bald die Sonne. Priester des Todes erwachten aus ihrem Jahrhundert währendem Schlaf und stärkten die Macht König Asuphets mit ihren Zaubern.


    König Asuphet stand auf seinem Streitwagen und war mehr als zufrieden. Seine Armee war noch immer so groß, prächtig und mächtig wie zu seinen Lebzeiten. Es war an der Zeit Rache zu üben und das wiederzubeschaffen, was man ihm so töricht entwendet hat!


    Die Toten sind erwacht!

  • Immer ich, immer bin ich für die Drecksarbeit hier! Sigur mache Dies, Sigur mache Jenes. So langsam habe ich es satt!
    Sigur Gentick plagten öfter solche oder ähnliche Gedanken. Oftmals waren auch noch Flüche und diverse Verwünschungen dabei. Dies alles galt seinem Vorgesetzten, niemand anderem als dem Stadthalter dieser Stadt. Doch nicht nur ihm galten die gedachten Beschimpfungen, sondern auch ab und an mal seiner Mutter, welche ihm immer gepredigt habe, er solle doch was Ordentliches lernen und ein Amt in der Stadt annehmen. Leider hatte Sigur es nicht weit gebracht. Sein Mangel an Mut und Durchsetzungsvermögen hat ihn zwar zum Sekretär des Stadthalters gemacht, aber weiter würde er es nie bringen, was auch bedeutet, dass seine Gedanken auf immer und Ewig in seinem Kopf schlummern werden.
    An diesem Tag war es mal wieder besonders schlimm, während Oswald Grünwald hinter seinem Schreibtisch im Obergeschoss ein paar seiner Dokumente durchging, schuftete Sigur im Erdgeschoss beständig gegen die Imperiale Bürokratie, indem er diverse hundert Schriftstücke zu sortieren versuchte. Die Übersicht war schier unmöglich und das Zimmer mittlerweile mit Papyrusrollen und diversen Ordnern vollgestopft. Jeder, der hier in das Zimmer einen Blick werfen würde, würde meinen, hier hätte ein Gyrokopter gewendet.
    Doch das war nicht alles, denn Oswald war ein sehr ordentlicher und pingeliger Mensch, besonders wenn es um Pünktlichkeit ging. Stets drei Stunden, nach dem die Sonne ihren Zenit erreicht hatte, verlangte der Stadthalter seinen Tee (für Kenner auch als Earl-Sigmar-Tee genannt), für welchen er alles stehen und liegen ließ und sich diesen zu hohen Preisen liefern lies. Denn der Wald, der zur Stadt Wüstenquell führte, war gefährlich.
    Wilde Goblins die auf Spinnen reiten, so wurde berichtet, begleitet von wilden, bunt bemalten Orks, durchstreifen diesen Wald und dieser wird um jeden Preis gemieden. Auch haben Händler schon von Arachnaroks erzählt. Jene Riesenspinnen, die selbst große Häuser noch überragten, durchstreifen den Wald, von fanatischen Goblins gelenkt. Doch sollten jene reich belohnt werden, welche diese Gefahren trotzten und zum Handeln nach Wüstenquell fuhren.
    Die Stadt war groß und zum Wald hin mehr als gut befestigt, da Grünhäute immer wieder versuchten die Mauern zu stürmen. Seit mehr 200 Jahren hielten die Mauern stand und sie würden auch noch weitere 200 Jahre überdauern. Oswald Grünwald schwor, am Tag seiner Amtsantretung, diese Stadt mit seinem Leben zu verteidigen und dies tat er auch mit überschwänglicher Leidenschaft. Bis heute, hat es noch kein Goblin und auch noch kein Ork geschafft, je einen Fuß in die Stadt zu bekommen.
    Weit hinter der Stadt lag die Wüste, weit, sandig und heiß. Hier standen nur noch vereinzelt Häuser und auch die Stadtmauern endeten hier. Es ging von dieser Einöde keine Gefahr aus. Und auch sonst verhieß die Aussicht keine wirkliche Freude.
    Sigur Gentik schaute auf seine große Standuhr. Nur noch wenige Minuten, bis Oswald seinen Tee zu sich nehmen wollte und er musste sich beeilen, ja rechtzeitig im Obergeschoss zu sein. Mit Tablett, Kandis-Zucker, Tasse, Kräutern und heißem Wasser stand er nun vor der großen Flügeltür zum Saal seines Vorgesetzten. Er straffte sich, atmete noch einmal Tief durch und wollte gerade die Tür aufstoßen, als er die Unterhaltung wahrnahm, die aus dem inneren heraus rührte.
    „Also kann ich mich auf Eure Hilfe und Rückendeckung verlassen?“ Sigur kannte diese Stimme nicht. Entweder war es einer aus dem entlegeneren Stadtviertel oder aber ein Fremder von Außerhalb. „Aber Sicherlich, mein lieber Stefan Rheingut! Wie könnte ich Dein so Großzügiges Angebot ablehnen?“ Das war jetzt Oswald, seine tiefe Stimme war unverkennbar. „Ich weiß nicht was da hinter uns her ist, aber es macht den Männern Angst. Es ist eine Art von Magie, welche ich noch nie zuvor gesehen habe. Wie kann sich eine so schwarze Wolke einfach so hinter uns her bewegen ohne jeglichen Wind?“ Das war wieder der Fremde. „Nun mach dir mal keine Sorgen, ich werde sogleich die besten Magier meiner Stadt aussenden, um diesem… sagen wir Phänomen auf die Spur zukommen! … Da fällt mir ein, wo bleibt eigentlich mein …“ Das war sein Stichwort. Sigur stieß leicht die Tür auf und ging so vorsichtig wie es ihm das Tablett zuließ auf Oswald zu. Dieser lächelte breit und wandte sich wieder dem Fremden zu. „Einen Schluck Tee gefällig?“ Doch Stefan schüttelte kurz den Kopf. „Ach und Sigur?“ „Ja mein Herr?“ Sigur wusste was jetzt kommen würde, aber er hoffte inständig, dass er nur eine zweite Tasse besorgen sollte, doch er wurde enttäuscht und seine Befürchtung traf ein. Oswald erhob wieder das Wort: „Sei doch bitte so gut und suche Anwil auf. Er möchte die Winde der Magie zu rate ziehen und sich die schwarze Wolke näher ansehen, welche auf die Stadt zukommt. Und Eile, ich möchte unsere Mitbürger nicht mehr als nötig Sorgen bereiten!“ Mit einem breiten Lächeln drehte er sich um und trank einen schluck Tee, ohne eine Antwort zu erwarten. Sigur hatte zu folgen und tat wie geheißen. Beim hinausgehen hörte er noch Oswald sagen: „Und wir beide besprechen jetzt noch meinen Anteil des Goldes, welches ihr mitgebracht habt. Lasst uns gleich zu meinem Schreibtisch hinüber gehen und den Vertrag besiegeln. Nicht doch noch eine Tasse Tee gefällig?“


    Na super, wieder so eine Lauferei und das, nur wegen diesem Fremden… Wenn ich könnte wie ich wollte, ich würde diesem… diesem Stefan ein Schwert zwischen die Rippen jagen… Man hat nichts als ärger mit Fremden… Am liebsten würde ich jetzt…
    Doch weiter kam er gedanklich schon gar nicht mehr. Während er aus dem Haus sprintete und um die nächste Ecke bog, prallte Sigur mit einem Soldaten zusammen. Wie aus einem Traum gerissen, versuchte er sich zu Orientieren. Sein Gegenüber lag auf seinem Allerwertesten, das Gesicht weiß, die Augen weit aufgerissen, mit zitternden Knien und schwerem Atem. Doch bewegter er sich nicht. Der Soldat beschwerte sich auch nicht oder tat sonst irgendetwas. Er saß nur da und starrte auf dem Bauch von Sigur. Dieser schaute reflexartig an sich herunter, konnte aber nichts Beunruhigendes an sich feststellen. Er ging auf die Knie und winkte mit der Hand vor den Augen des Soldaten, doch er rührte sich immer noch nicht, sondern stammelte etwas vor sich hin: „A…rm…!“ „Wie bitte? Was ist los? Ist was passiert?“ Sigur packte den Mann an den Schultern und schüttelte ihn leicht. „Si…e kom…. Kommen….!“ „Was? Wer kommt? Sind die Orks wieder aktiv?“ Sigur kam es vor, als hätte der Soldat noch nicht einmal geblinzelt, so sehr starrte dieser vor sich hin. Als wäre Sigur ein Geist, durch den man einfach hindurch sehen könne. Der Soldat schüttelte den Kopf. Er hauchte etwas vor sich hin, was Sigur nicht gleich verstand: „To….mmen!… Sie …mmen … Wüs..!“ Dann kippte sein Körper schlaff zur Seite weg. Er ist ohnmächtig geworden. Und nun? Wer kommt? Oder Was kommt? Das sah jedenfalls alles nicht gut aus. Mensch, die dem kleinen Schauspiel zugeschaut hatten drehten sich nun alle um und blickten in den Himmel. Der Schatten wurde immer größer und das Licht wich immer mehr dem riesigen Schatten. Sigur bemerkte es erst, als der Soldat vom Licht abgeschnitten wurde. Ein riesiges Objekt flog auf den Bereich zu, wo Sigur und die anderen Stadtbewohner gerade standen. Die Sonne blendete und zu spät erkannten einige das Geschoss. Mit einem lauten Knacken trafen mehrere Kanonenkugel ähnliche Objekte auf die Erde und rollten und sprangen in verschiedene Richtungen davon, wobei drei Menschen sogleich ihr Leben ließen. Frauen schrien auf und auch Sigur, welcher nicht der mutigste war, schrie laut auf, als er wahrnahm, was da angeflogen kam. Es waren Köpfe. Menschliche, blutüberströmte Köpfe, teilweise noch in ihren Helmen, welche auf so abscheuliche Weise als Geschosse missbraucht wurden.
    Alarm! Das war das erste, was er dachte… er musste Alarm schlagen, doch sein Körper wollte ihm nicht gehorchen. Er starrte weiter auf den leblosen Kopf eines der Soldaten, welcher vor ihm lag. Dann drangen Stimmen von Fern an sein Ohr und das Blut gefror in seinen Adern! Es waren die selben Worte, die auch der bewusstlose Soldat geflüstert hatte, das war ihm in diesem Moment klar geworden.
    Ausgerechnet aus dem unbefestigtem Teil der Stadt! Dies könnte das Ende sein. Sigur musste schnell sein. Noch während in der gesamten Stadt, die Alarmglocken läuteten, stürmte er die Treppe hinauf zu Oswald Grünwald. Vorbei war es mit der guten Erziehung und des guten Benehmens. Es ging einzig und allein ums überleben. Alles andere war unwichtig geworden. Wahre Horror Szenarios wirbelten jetzt in Sigurs Kopf herum, welches klares Denken mehr als schwer machte. So schrie er auch nur noch die Worte in den Saal des Stadthalters, welche der Soldat ihm vor kurzem noch gesagt hatte, kurz nachdem er die Flügeltüren mit einem Ruck aufriss: „Die Toten kommen! Sie kommen aus der Wüste!“



    König Asuphet thronte auf einer mächtigen Statue. Seine goldene Sänfte bildete einen starken Kontrast zu dem schwarz glänzenden Stein seines Reittieres. Die Augen des Ungetümes glühten grün und sein langer Schwanz wirbelte Sand auf. Bei jedem Schritt bebte der Boden und das Gebrüll dieser magisch wiederbelebten Kreatur lies jeden tapferen Mann vor Angst in Panik davonlaufen. Er bildete die Spitze ein wahrhaft prächtigen wie auch unheimlichen Armee von Untoten. Prunkvoll behängte Skelette marschierten ohne Mühe langsam vorwärts durch den heißen Sand. Flankiert von unzähligen skelettierten Streitwagen und unsagbar schrecklichen Kreaturen.


    Ruhig und friedlich lag die Stadt dar. Der König Asuphet spürte das Leben in dieser Stadt, spürte den Verrat, die Angst vor dem Tod. Das alles würde es bald nicht mehr geben. Die Stadt DURFTE es nicht mehr geben. Nicht so lange seine Rache nicht vollendet und die Schätze wieder in seinem Besitz sind. Während seine untote Armee sich hinter ihm formierte, spürte der König eine Präsenz in der nähe. Ein Trupp auf Pferden ritten zu dicht heran. Zu Dicht, als dass sie es verdient hätten noch länger am leben zu bleiben.
    Asuphet schickte seine Magie aus und ließ seine Ritter auf die Reiter zu reiten um sie schnell und ohne Gnade seine Rache als erste zu spüren zu lassen. Sein Zorn war so gewaltig, dass er nicht nur die Ritter zum Kampfe rief, sondern auch noch seine Todesgeier zum Angriff befahl.
    Es war eine Hinrichtung. Ohne Chance hatten sich die Reiter der Stadt von zwei Seiten umstellen lassen. Es war so plötzlich passiert, dass eine Reaktion nahezu unmöglich war. Die Reiter griffen zu den Waffen und wollten ihr Leben so gut es ging verkaufen. Jedoch ohne Erfolg. Endgültig entmutigt dadurch, dass wie durch Zauberei, die Knochen wieder zu dem vollständigen Ritter zurückflogen ohne auch nur einen Kratzer davon getragen zu haben. Alle bis auf einen Soldaten wurden getötet. Dieser eine, letzte Überlebende wurde von einem der riesigen Raubvögel von der Stadt abgesetzt. Viele Soldaten glaubten an ein Wunder, eilten zu dem Soldaten um ihm zu helfen, doch dieser schritt wie unter Hypnose auf die Stadtmitte zu, in die Richtung des Stadthalters.
    Auf einen magischen Befehl Asuphets hin, wurden die Köpfe der Leichen abgetrennt und nur Minuten später als Geschosse mit riesigen Katapulten in Richtung der Stadt geschleudert.
    Der König lachte in sich hinein. Und zum ersten Mal seit Jahrhunderten sprach er laut vor sich hin, und kein geringerer als er selbst konnte seine heisere Stimme hören, welche rau und staubig seine gedachten Worte ausspuckte: „Euer Ende ist Nahe, Sterbliche! Und mit jedem Tod, wird meine Armee wachsen!“


    Fortsetzung folgt......


    Es geht weiter! ^^ Hoffe es ist für Euch spannend und ihr wartet wie ich mit voller Vorfreude auf die bevorstehende Schlacht (wird in echt ausgetragen, also dauert es noch ein wenig! ^^

  • Hi Kartas, tolle Story ist jetzt dabei rausgekommen. Ich bin schon gespannt was die Imperialen den Skeletten entgegenstellen werden :-) Ich würde die Teile aus der Sicht des Königs noch etwas weiter ausführen, ansonsten find ich die Geschichte echt klasse.

    Universal Battle: Aemkei81


    9k Druchii
    8k Khemri

  • Eine Geschichte mit Gruftkönig gefällt mir und ist mal was
    neues.Auf jeden Fall einen tolle Geschihcte Daumen Hoch von Mir.

    MfG Warhammer Zwerg


    "Bis zum Ende, bis zum Untergang"


    Warhammer Fantasy:


    750pkt Bretonen "Die Flügel von Parravon"
    500pkt Zwerge "Grenzer der Zwergenstraße.

  • Hey, finde deine Geschichte auch total spannend und will wissen wie es weitergeht. finde auch, dass es insgesamt gut geschrieben ist aber ein sache stört mich dann doch: warum sagt der Gruftkönig

    „Klopf, Klopf, der Tod steht vor Eurer Tür!“


    ich finde, dass es dem ganzen doch sehr die ernsthaftigkeit nimmt und die aufgebaute Spannung und Androhung des Todes und totalen Untergangs kaputtmacht.


    Gruß Julius

  • danke für die netten worte!


    Julius
    ja es stimmt und wird geändert! das kann ich so nicht stehen lassen! War wohl doch ein bisschen spät.... 8o


    @Aem_Kei


    wird gemacht Grosser! Ich baue vor der Schlacht noch ein wenig geplänkel ein, bis es dann zum Showdown kommt. Sobald ich Zeit finde setze ich das noch rein, mit ausgeführtem Khemri-König touch. :king:



    EDIT: Das Ende soeben geändert! ^.-

  • hier die Fortsetzung, ich hoffe ich konnte den Wünschen entsprechen! Viel Spaß beim lesen und bitte auch gerne Kritik da lassen, damit ich besser werden kann! ^^




    „Mmmmhh… diese Pilze sind einfach wunderbar! Einfach Kööössstlich.. mjam! … Muss mehr haben… muss was finden, was Goblins freut, etwas, dass sich für sie lohnt! Ohhh diese Farben! Dieses Glücksgefühl! Brauche mehr davon! Viel Mehr!“


    Es war einer dieser schwülen Tage, wo es die beste Idee war, etwas Trinken zu gehen. Und der beste Ort in Wüstenquell war die Schänke mit dem treffenden Namen Sigmars Oase. Hier traf sich jeder aus der Stadt. Von Staatsoberhäuptern bis hin zum Abschaum der Gesellschaft, aber das Störte Johann nicht. Der Wirt der Schänke hieß jeden in seinen vier Wänden stets willkommen, solange er genügend Bares dabei hat, um seine Zeche zu bezahlen.
    Ein Tag wie jeder anderer, so hatte es jedenfalls den Anschein. Alle seine Stammgäste waren wieder einmal hier, um sich bis in die Abendstunden voll laufen zu lassen. Es gab nur eines, was ihn doch stark beunruhigte. Und das war der Fremde, welcher sich schon den ganzen Tag in einer Ecke, des sonst so gemütlich eingerichteten Raumes, saß und seit seinem Erscheinen lediglich an einem Humpen Met schlürfte. Johann hatte nichts gegen Fremde in seiner Gaststätte, seinem Heiligtum, wie er es gerne nannte. Doch dieser junge Mann, mit den langen schwarzen Haaren und dem langen Mantel, verbreitete eine düstere Stimmung, welche sich auf seine anderen Gäste auszuwirken schien. Nicht offensichtlich, mehr nach und nach, still und heimlich, wurde es immer ruhiger und die Stimmung immer gedrückter. Ob das wirklich seine Schuld war? Wer war dieser dunkle Fremde und was will er hier in unserer Stadt? Gerade wollte Johann sich daran machen und den jungen Mann auffordern zu gehen, brach das Chaos los!
    Alarmglocken schlugen, Bürger und Soldaten liefen wie Ameisen wild durcheinander und man hörte wehklagen und Schmerzensschreie. Hier und da wurden Befehle gerufen und Soldaten und Bürgern Aufträge erteilt. Dann hörte man etwas zerbrechen, Metall prallte auf Stein. Kleine dunkle Kugeln flogen vom Himmel herab und jeder der eines dieser Geschosse erblickte, war vom entsetzen geplagt und versuchte nur noch schneller sich in Sicherheit zu bringen.
    Bis auf den Fremden, waren alle Gäste auf und davon. Mischten sich unter das Getümmel und versuchten irgendwie heraus zu bekommen, was eigentlich los war. Johann schaute auf das Treiben draußen und eigene Panik ergriff ihn. Er schaute sich nochmal um, ob wirklich alle gegangen waren und wollte gerade seine Tür verriegeln, als er den Fremden in der Ecke wahrnahm. Dieser schien sich nicht im Geringsten dafür zu interessieren, was dort draußen vor sich ging. Hörte er den Alarm nicht? „Hey Du!“ schrie Johann ihn an, „raus hier, ich will zu machen! Hörst du nicht was dort draußen vor sich geht? Mach dass du verschwindest!“
    Keine Reaktion. Nicht mal den Kopf hob er, als wäre Johann Luft und die Worte würden gar nicht existieren. Eine dunkle Wolke schob sich in rascher Geschwindigkeit über die Stadt und wo sie erschien, flogen auch riesige, schwarze Kreaturen mit leuchtend grünen Augen. Manche von Ihnen waren stark Verwest und die Luft stank danach. Organe hingen leblos an Ihren fetten Leibern herab und ein lautes Krächzen begleitete sie bei jedem Schlag ihrer löchrigen Flügel. Sie stürzten hinab und krallten sich einen Menschen nach dem anderen, flogen dann hoch in die Luft und ließen die Unschuldigen fallen, wo Ihre Leiber auf dem Boden hart aufschlugen oder sie rissen sie in Stücke.
    Johann schaute wie gebannt auf diese Skurrile Szene des Grauens. Eine Hand erschien in seinem Blickfeld und ergriff fest seine Schulter. Er erschrak und schaute nun in das Gesicht des Fremden, dessen Blick in den Himmel gerichtet war und eine Pistole in der anderen Hand hielt. Johann verstand die Welt nicht mehr. Der schwarzhaarige junge Mann schaute ihm in die Augen und nickte dann leicht in Richtung Ausgang. Dann verabschiedete er sich mit den Worten: „Das ist mir Neu!“ Lächelte dem Wirt noch einmal zu und verschwand in der Menge während er im Lauf Schüsse auf die abscheulichen Kreaturen abfeuerte. Johann schaute ihm noch eine Weile hinterher, dann versperrte er die Tür und lief in den Keller.



    „Sigur!“ Rief Oswald Grünwald dem hereinplatzenden Mann zu, „Was ist los?“ Völlig außer Atem wiederholte Sigur, was er zuvor schon blindlings herausgeschrien hatte: „Die Toten kommen! Sie kommen aus der Wüste!“ „Was?“ Oswald verlor jegliche Farbe aus seinem Gesicht. Er sah aus, als hätte ihn jemand unerwartet eine Ohrfeige gegeben. „Es ist… es sind… Skelette…“ Sigur versuchte krampfhaft genug Luft zu holen, um sprechen zu können. So eine körperliche Anstrengung war er nicht gewohnt. Dann fuhr er fort, „es sind die Boten des Todes, die gerade über der Stadt kreisen, Soldaten schreien von Untoten, Skelette, welche von der Wüste aus auf unsere Stadt zu marschieren! Auf den offenen Teil der Stadt! Wir sind dort Schutzlos. Sir Grünwald, unsere Stadt wird Fallen, wir müssen uns zurückziehen!“
    Während Sigur seinen Bericht erstattete, wich Stefan Rheingut ein paar Schritte zurück und aus dem Blickfeld Oswalds. Er hoffte inständig, dass dieser nicht auf die Idee kam, dass eigentlich er der Verursacher dieser Situation war und fragte sich nun, wo sein Glück geblieben sei. Er blickte noch schnell auf den Schreibtisch, wo soeben der Vertrag besiegelt wurde, dass er, Stefan Rheingut Unterschlupf und Schutz erhalten würde im Gegenzug von siebzig Prozent aller erbeuteten Goldbestände Rheinguts und dessen Mannschaft. Stefan wusste, dass nach Abzug dieser hohen Kosten, nicht viel für Ihn und seine Männer übrig blieb, aber besser Arm dran, als Arm ab. Oswald drehte sich mit finsterer Mine zu Ihm um, „Ihr wusstet, dass das passieren würde Richtig?“ dann ging er auf Stefan zu, und dieser wich weiter zurück , bis er an den Schreibtisch stieß. „Es tut mir leid, ich wusste nicht WAS da kommt! Ehrlich, Ihr müsst mir glauben Sir Grünwald!“ „Glauben? Was spielt jetzt noch eine Rolle, was ich Glaube!?“ „Ihr müsst mich Beschützen!“ Stefan griff hinter sich und hob den Vertrag hoch, den der Stadthalter von ein paar Sekunden noch Unterschrieben hatte. „Wir haben einen Vertrag!“ Oswald wollte gerade ansetzen und etwas Erwidern, als hinter Stefan am Fenster ein Mann vom Himmel fiel und ihm bewusst wurde, wie ernst die Lage war. Es gab keine Zeit zu verlieren!
    Ein Soldat rief den Stadthalter Wüstenquells aus seinen Gedanken. „Sir, es tut mir Leid, aber Eure Frau und Eurer Kind… Sie wurden soeben Tot aufgefunden!“ Oh nein, das war Stefans Todesurteil. Wenn seine Wut nun noch weiter anwachsen würde, wäre sein Leben, sein glückseliges Leben verwirkt. Doch er rührte sich nicht. Stattdessen fragte er nur: „Wie ist es passiert?“ Diese Frage jeden im Raum und der Soldat kam ins Stocken. „Wollen Sie das wirklich wissen…? Ich meine… also….“ „Nun raus damit, ich werde es überleben.“ In seinem Ton war kein Wort von Trauer oder Hass zu vernehmen. Er blieb extrem ruhig und auch seine Gesichtszüge verrieten nicht, was gerade in ihm vorging. „Sir, nun ja… wie sie meinen. Ihre Tochter wurde das Gesicht zerhackt und der Bauch aufgeschlitzt. Ihre Frau hatte da mehr … Nun ja… Glück könnte man es nennen. Ihr Genick brach wohl, als sie aus großer Höhe auf dem Boden aufschlug. Sie fand einen schnellen Tot, sagt man sich.“ Einige Sekunden der Stille hingen in dem Raum, auch wenn von außen Schreie, das brechen von Knochen und das kreischen der Todesengel zu hören war. Jedoch achtete keiner darauf. Alle Blicke ruhten auf Oswald Grünwald, der Starr aus dem Fenster schaute. Stefan rutschte am Schreibtisch herunter und saß nun kreidebleich auf dem Fußboden den mehrstöckigen Gebäudes. Unfähig etwas dazu zu sagen. Er fühlte sich unsagbar Schuldig.
    „Sigur, hol Karn!“ durchbrach Oswald die schwere Stille. „Aber Sir, sind Sie sicher?“ „Und lass meine Rüstung und mein Schwert bringen!“ Sigur war wie vor den Kopf gestoßen und sagte: „Sie wollen doch nicht etwa in die Schlacht ziehen?“ Oswald drehte sich zu ihm und schaute ihm in die Augen, „jetzt, ist es was Persönliches! Ich warte unten. Lass die Männer sich sammeln! Sobald Karn da ist, schlagen wir zurück!“ Er verließ den Raum und ließ die anderen drei alleine zurück. Sigur schaute sich noch einmal um und gab dann dem Soldaten ein paar Befehle, ehe er selbst hinaus eilte. Stefan konnte es immer noch nicht fassen, was hier gerade geschah. Wo kamen die Untoten her und was wollen Sie? Doch nicht etwa meinen Schatz? „Entschuldigung?“ Stefan erschrak und drehte ruckartig den Kopf zur Tür. „Man nennt mich Matthias Therdik, Hexenjäger, sind Sie der Stadthalter? Ich möchte meine Dienste zur Verfügung stellen“ stellte sich der Fremde mit den Langen schwarzen Haaren und dem dunklen Mantel vor. In einer Hand hielt er eine Pistole. Doch Stefan reagierte mehr, als dass er auch nur in der Lage war klar zu denken. Als Antwort zeigte er lediglich auf die Tür, aus der Matthias soeben hereingekommen war. Stefan Rheingut erkannte erst Minuten später, was passiert war, gab sich einen Ruck und verließ das Haus um sich ebenfalls in die Schlacht zu stürzen, wenngleich auch in einer der hinteren Reihen und hoffentlich auch mit seinem Glück auf seiner Seite.



    „Oh, was haben wir denn hier? Wer lässt denn so etwas einfach so herum liegen? Und dann aus so schönem Gold? Sieht aus wie eine Haarspange. Kann ich nicht gebrauchen. Aber Moment!? Jaaa, das wird den Goblins sicher gefallen! Dafür bekomm ich bestimmt viele Pilze! He he he!“



    Währenddessen stand König Asuphet auf seiner Sänfte und versuchte das Ausmaß seiner Macht einzuschätzen und hatte alle Mühe, seinen Rachedurst im Zaum zu halten, um nicht blindlings in die Stadt einzufallen um dann Hinterhältig niedergestreckt zu werden. Er machte sich Luft, als er seine Todesboten, die schwarzen Geier auf die Stadt zu fliegen ließ, um die Ordnung der Menschen zu vernichten. Und jeder Tote Mensch, würde früher oder später seiner Armee zugute kommen und dann für seine Zwecke wieder auferstehen. Propheten und Todespriester waren in seinem Gefolge, bereit, alles für sein Unleben zu tun. Zurzeit arbeiteten sie daran, die schwarze magische Wolke aufrecht zu erhalten, welche es ihm ermöglichte, ohne große Schwierigkeiten über seine Diener zu verfügen. Ohne diese Wolke magischer Energie, würde es ihn zu sehr schwächen und ein Großteil seiner Macht würde zu schnell aufgebraucht sein. Von weitem konnte er erkennen, wie die erbärmlichen Feuerzauberer des Imperiums versuchten seine geliebten Kreaturen zu vertreiben. „Wie erbärmlich und vergeblich doch eure Versuche sind!“ Könnte ein Mumifizierter Leichnam lächeln, so hätte er dies jetzt wohl getan. So mächtig fühlte er sich.
    Langsam marschierte seine Armee voran. Mit gesenkten Speeren, die Schilde hoch erhoben, konnte sie nichts aufhalten. Riesige steinerne Statuen flogen heran um Ihren Platz in den Reihen ihrer Untoten Kameraden einzunehmen, während weiter hinten noch mehr Katapulte aufgebaut wurden. Skelette stellten sich auf um ihre magischen Pfeile über Ihresgleichen hinweg zu verschießen, während sich wiederum andere auf riesigen Schlangen einen Weg an die vorderste Front bahnten. Einige davon verschwanden im Erdboden, gelenkt vom König selbst, um die Menschen in den Rücken zu fallen, sollten diese Schwächlinge es doch noch wagen, sich gegen ihn zu stellen.
    Er spürte eine Macht in seinem Rücken, die er nur zu gut kannte. Es war ein Ritualstein, bewacht von zwei Wächtern und voll von magischer Energie, bereit auf die unglückseligen Lebenden frei gelassen zu werden. Ein Todespriester sprach bereits die magischen Formeln des Bindens und es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Bereit war. Diese Zeit musste er überbrücken. Doch die Menschen kamen ihm zuvor. Zwei Reiter kamen auf ihn zu, einer davon mit einer weißen Flagge in der Hand, das Zeichen des Friedens. „Die Menschen wollen also verhandeln. Ich werde Ihnen zeigen, was ich davon halte.“ Mit einer leichten Geste seiner linken Hand, flog ein Speer von der Länge eines Pferdes direkt in den Kopf des einen Reiters und durchbohrte diesen völlig. Der kopflose Reiter hüpfte im Takt der Hufschläge noch etwas weiter, bis dieser dann Blutüberströmt vom Pferd viel. Erschrocken über den Verlust seines Gefährten wollte der andere Mensch das weite suche, aber die Rache und der Hass waren zu Groß, als diesen elendigen Wurm am Leben zu lassen. König Asuphet war gierig nach Vergeltung und es fiel ihm immer schwerer diesem Drang stand zu halten. Mit der rechten Hand vollführter er mit gespreizten Fingern eine Drehung und lies diese dann zu einer Faust werden, während er den Arm zu sich heranzog. Die gepeinigte Seele des Soldaten wand sich noch in seinem Körper, während dieser laut aufschrie und zu zittern begann. Wie schwarzer Rauch schwebte das Leben aus ihm heraus und flog geradewegs vor das Antlitz des Königs. Nach kurzem studieren der Seele öffnete der König seinen Mund und saugte sie gierig in sich auf. Er fühlte sich mächtig. Mächtig und zu allem Bereit. Er hatte zu lange geruht, es war an der Zeit, sein Reich wieder aufzubauen und zu neuem Reichtum und Stärke zu Führen. Rache allein war nicht genug. Die Stadt sollte nun nicht nur brennen, sondern sich auch sein Eigen nenn! Doch es war noch zu früh. Noch durfte er nicht zuschlagen! Noch! Aber seine Zeit wird kommen. Es dauert nicht mehr lang….



    Fortsetzung folgt......

  • Sehr schöne Fortsetzung wieder mal sehr spanndend.
    Bin sehr gespannt was aus dem Hexenjäger wird.

    MfG Warhammer Zwerg


    "Bis zum Ende, bis zum Untergang"


    Warhammer Fantasy:


    750pkt Bretonen "Die Flügel von Parravon"
    500pkt Zwerge "Grenzer der Zwergenstraße.

  • Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Wegen deiner geilen Story hab ich jetzt wieder die Gruftkönige angefangen xD.

  • Ich warte auch schon wie gebannt auf eine Fortsetzung.

  • In der Zwischenzeit kannst du ja einen Appetit Anreger dazwischen schieben. Z.B wie das Imperium seine Verteidigung organisiert :tongue: