Gruntys geheime Gedankenwelt

  • SCHLACHT I: ONLY WAR (ohne Objectives)


    Aeldari / Asuryani (Ulthwé) vs. Tyranids (Hivefleet Kraken)

    58 PL / 1191 Pts. 59 PL / 950 Pts


    ARMEELISTE Aeldari / Asuryani (Ulthwé) - 58 PL / 1191 Pts.


    ARMEELISTE Tyranids (Hivefleet Kraken) - 59 PL / 950 Pts.


    Da dies die erste Schlacht für uns nach den Regeln der 8. Edition war [und das erste Mal 40k seit ca. 4 Jahren], haben wir es möglichst simpel gehalten und quasi ne offene Feldschlacht (aka ONLY WAR ohne Objectives) auf einem 48*60“-Tisch gespielt.

    Unsere Armeen waren zwar battleforged, aber durch unsere Prämisse, nur bemalte Modelle einzusetzen, stark eingeschränkt in der Auswahl; mein Gegner hat einfach alles aufgestellt, was er an bemalten Tyraniden besitzt.

    Wir hatten dadurch ein Power Level von 59 als Obergrenze, wobei wir erst später festgestellt haben, dass fast 200 Punkte zwischen unseren Armeen klafften – bei unseren nächsten Zusammentreffen werden wir dann auch darauf achten, dass wir ne verbindliche Punktvorgabe beachten.


    Doch nun zur eigentlichen Schlacht:


    Nachdem wir gemeinsam ein einigermaßen stimmiges Schlachtfeld aufgebaut hatten [erster Einsatz meiner Mauern und zahlreicher anderer unfertiger Geländestücke], stellten wir auf; lange Seite vs. lange Seite ohne Objectives.

    Meine Ranger fanden anschließend ihren Weg auf den großen Tank in der Mitte des Schlachtfelds, die Vyper flogen noch in der unteren Atmosphäre und würden irgendwann per Cloudstrike eintreffen; zudem blieben der Lictor und die Gargoyles aus vergleichbaren Gründen zunächst abwesend.


    Die Tyraniden hatten die erste Runde und nutzten diese, um ein wenig vorzurücken - anschließend folgte ein zäher Schlagabtausch - zäh wegen ständigem Nachblättern und erneutem Lesen, weniger wegen der beteiligten Kämpfer.


    Nach der zweiten Runde brachen wir das Spiel ab und einigten uns auf ein Unentschieden – aus verschiedenen Gründen; nicht zuletzt die Uhrzeit (mittlerweile war es 2 Uhr nachts) spielte dabei eine entscheidende Rolle. Außerdem fühlten wir uns nun einigermaßen sicher in den Regeln, so dass wir den eigentlichen Zweck dieser ersten Begegnung abhaken konnten…

    Somit vertagten wir uns auf den übernächsten Abend – diesmal sollte es eine ‚komplette‘ Schlacht werden.

    Und der Schlachtbericht zu dieser Schlacht wird vollständig sein, versprochen. Mit Bildern und so...

    Vampire - 2500 Punkte / 80% bemalt
    Eldar - 7000 Punkte / 30% bemalt

  • SCHLACHT II: SECURE AND CONTROL (mit Objectives)


    Aeldari / Asuryani (Ulthwé) vs. Tyranids (Hivefleet Kraken)

    59 PL / 1142 Pts. 59 PL / 950 Pts


    ARMEELISTE Aeldari / Asuryani (Ulthwé) - 59 PL / 1142 Pts.


    ARMEELISTE Tyranids (Hivefleet Kraken) - 59 PL / 950 Pts.


    Hier habe ich meine 6 Dark Reapers durch einen Falcon ausgetauscht, ansonsten ist bei beiden Armeen alles beim alten geblieben; bei der Tyranidenstreitmacht fehlen auf dem Bild noch die 10 Gargoyles, die 30 Termaganten, sowie Hive Tyrant, Carnifex und Lictor.


    Diesmal hat meine Tochter Szenario und Art der Aufstellung ausgewürfelt – wir spielten also HOLD AND SECURE von schmaler zu schmaler Tischkante, erneut auf einem 48*60“-Tisch.


    Der eigentliche Schlachtbericht folgt aus der Perspektive meines Spiritseers Elravyn - im Anschluss der erste Teil, quasi bis zum Beginn der Schlacht, der Rest folgt zeitnah. [Man möge mir die Mehrfachposts nachsehen...]

    Vampire - 2500 Punkte / 80% bemalt
    Eldar - 7000 Punkte / 30% bemalt

  • Dunkelheit umfing ihn. Nicht in der materiellen Welt, in der die ersten Sonnenstrahlen die Wolkendecke durchbrachen und die öde Landschaft vor ihm erhellten, sondern in der immateriellen, durch die Elravyns Geist sonst so ungehindert streifte. Anstatt der schier unendlichen Weite der silbernen Stränge, die das Geflecht des Schicksals, der Entscheidungen und Konsequenzen bildeten, hing diesmal über allem ein bedrohlicher Schatten, eine erdrückende, nahezu undurchdringliche Schwärze, kälter als die Leere zwischen den Sternen. Und doch war die Schwärze nicht tot, sondern erfüllt von unbändigem, gierigem, kreischendem Leben, das in seiner Fremdartigkeit selbst für einen Aeldari nicht fassbar war; nur ein Gedanke, eine Intention, ein Verlangen war unüberhörbar: Hunger. Der Wunsch, alles Lebendige zu verschlingen, dem Schwarm einzuverleiben, bis nichts anderes mehr existierte.


    Schaudernd schloss der Spiritseer sein geistiges Auge, errichtete erneut seine mentalen Barrieren und spürte, wie sich die Dunkelheit an die äußersten Grenzen seines Geistes zurückzog, dort lauerte wie ein Raubtier auf Beute, einem Dämon nicht unähnlich und doch so verschieden... eine Paradoxie, die einer weiteren Betrachtung würdig wäre, doch nicht hier, nicht jetzt. Später, bei seiner Rückkehr nach Ulthwé, würde er diese Gedanken mit seiner Gefährtin Taelara teilen - doch noch waren beide hier gebunden. Sie, stets eher der materiellen Welt zugeneigt, als Führerin ihrer Guardians, und er, auf dem schmalen Grat zwischen den Lebenden und den Toten wandelnd, als Kommandeur der kleinen, hastig zusammengestellten Streitmacht. Der psionische Schatten der Tyraniden hatte die Farseer des Weltenschiffs daran gehindert, mit gewohnter Weitsicht Ort und Zeitpunkt des Zusammentreffens mit dem Feind zu wählen - stattdessen hatte sich diese Gelegenheit, einen zu weit vorgedrungenen Tentakel der Schwarmflotte hier und jetzt zu kappen, erst vor wenigen Stunden offenbart. Elravyn gestattete einem kleinen Lächeln, seine Mundwinkel zu umspielen, als er an den ungewöhnlich treffenden Namen dachte, den ausgerechnet die Mon-Keigh dieser Flotte gegeben hatten - Kraken.

    Doch genug der Reflexionen und Betrachtungen, beschloss er. Mühelos verbannte er jegliche ablenkenden Gedanken in einen weit entfernten Winkel seines Geistes und richtete seine Aufmerksamkeit auf die physische Realität vor ihm. Die psychokristallinen Strukturen seines Helms reagierten auf seine Stimmung, lautlos schloss sich das schwarzglänzende Visier seines Helms vor seinem Gesicht, während er das zukünftige Schlachtfeld musterte.


    Das Imperium hatte diesen einst fruchtbaren Planeten schon vor Dekaden in eine Aschewüste verwandelt, ausgelöst von den nicht enden wollenden Vulkanausbrüchen, mit denen sich der Planet zur Wehr setzte gegen die Mon-Keigh, die ihm in ihrer Gier nach Rohstoffen jedes Quentchen Erz entreißen wollten. Immer tiefer bohrten sie, immer größer wurden die Stollen, Minen und Abbaugebiete, bis sie schließlich an der falschen Stelle ansetzten und die erste Serie der vulkanischen Aktivitäten auslösten.

    Nur wenige Zyklen später waren die Konditionen so katastrophal, dass sich die imperialen Prospektoren auf lohnendere Ziele konzentrierten und auf XR-37993 nur eine kleine Garnison zurückließen, um den Schein zu wahren, dass dieser Himmelskörper dem Reich ihres toten Imperators angehörte. Eine Garnison, die der über sie hereinbrechenden Flut aus Chitin und Klauen nichts entgegen zu setzen hatte – und sich dennoch entschlossen zum Kampf rüstete, ohne jegliche Anzeichen von Verzweiflung. Verantwortlich für diese mutige, wenn auch fatalistische Einstellung sei – so sagten die Farseer – nicht ihr Kommandeur, sondern ein junger Kommissar namens Gaunt. Um diesen vor dem sicheren Tod durch die herannahenden Tyraniden zu bewahren, waren die Aeldari heute erschienen – der Mon-Keigh würde zu einer Schlüsselfigur im immerwährenden Kampf gegen das Chaos, den alten Feind, werden und dessen Pläne oft vereiteln, sagten die Runen. Doch dazu musste er überleben, nicht als Biomasse absorbiert werden. Aber die Imperialen waren zu engstirnig, um sich auf ein offenes Hilfsangebot der Asuryani einzulassen, also musste ein verschlungenerer Weg beschritten werden: Eine Flotte des Imperiums war bereits in das System eingetreten und hatte die Bioschiffe der Tyranidenvorhut gestellt; es war nur eine Frage der Zeit, bis sie diese durch überlegene Feuerkraft zerschlugen. Zeitgleich näherte sich eine Landungsstreitmacht dem Orbit des Planeten, um die auf der Oberfläche befindlichen Kreaturen zu vernichten; doch würde diese zu spät kommen, um Gaunt und seine Kameraden zu retten. Ein besonders dominanter Hyve Tyrant würde zu diesem Zeitpunkt schon seinen Schwarm gegen die Imperialen entfesselt und diese absorbiert haben.

    Würde die Vorhut dieses Schwarms jedoch hier und jetzt gestellt, so eröffneten sich neue Wege im Geflecht der Schicksalsstränge – einerseits würde der Schwarm temporär geblendet werden, unsicher, was vor ihm lag und seine Vorhut getötet hatte, andererseits erhielten die imperialen Verteidiger einen freien Zugang zu den Promethiumtanks, die sonst unerreichbar bleiben würden. Mit der hier gelagerten Menge würden sie ihre Verteidigungsanlagen gegen den verlangsamten Feind lange genug versorgen können, bis die Entsatzarmee einträfe.


    So hatten es die Farseer in den Runen gelesen, so würde es geschehen, das hatte Elravyn gelobt – ein Rückzug vor der erfolgreichen Sicherung der Tanks kam nicht in Frage.


    Die Guardians haben Stellung bezogen, Elravyn, informierte ihn die geistige Stimme seiner Gefährtin, ohne ein Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit, die sonst immer mitschwang. Mit dem geistigen Äquivalent eines Kopfnickens nahm er die Nachricht zur Kenntnis und sandte eine lautlose Frage an den Rest seiner Truppen.

    Wir sind bereit, möge Asuryan uns lenken, meldete Calruin, Exarch der Dire Avengers und für einen kurzen Moment sah der Spiritseer die Aspektkrieger – ein Trupp aufgesessen in ihrem schwersten Element, dem Falcon, der andere an der rechten Flanke zwischen Tank und Containern, unterhalb der Stellung, die die Ranger – Stellung bezogen – für sich ausgewählt hatten.

    Befinden uns auf Angriffsvektor, Spiritseer. Yldras, Führer der Vyper-Schwadron, ließ bei seiner Meldung wie immer ein Gefühl der Geschwindigkeit, Zügellosigkeit, Waghalsigkeit mitschwingen – er genoss die Freiheit, die ihm seine Funktion bot, spürbar.

    Ein Anflug von Genugtuung über die Effizienz seiner Gefährten strich an Elravyns Geist vorbei, verschwand aber sofort, als er seinen Blick auf die Wraithguard richtete. Von ihnen erwartete, benötigte er keine Meldung – sein Geist war stets mit den ihren verbunden, ein Leuchtfeuer des Lebens für die in ihnen geborgenen Seelen der Aeldari in einer sonst so farblosen und kalten Welt. Es widerstrebte ihm zutiefst, seine gefallenen Brüder und Schwestern erneut in den Krieg führen zu müssen, doch die Bedeutsamkeit der Mission erforderte es – und sie gehorchten, willig, aber von einer Melancholie erfüllt, die nur seine Präsenz unterdrücken und mit Wut und Kampfeswillen überlagern konnte.

    Der kleine Trupp hielt die linke Flanke – selbst die Tyraniden konnten nur wenige Tötungsmaschinen aufbieten, die ihrem Zorn standhalten würden.


    Vorwärts.


    Vampire - 2500 Punkte / 80% bemalt
    Eldar - 7000 Punkte / 30% bemalt

  • Also dein Einstiegstext ist einfach nur toll. Habe ihn verschlungen, wie ein 40k-Buch. Qualitätiv ganz große Klasse meiner Meinung nach :love::S:]Bin gespannt, wie die Eldar sich schlagen werden.


    Das einzige was mir jedoch dann nicht gefällt, sind die unnötigen neuen englischen Begriffe. Die deutschen hätten mir deutlich besser gefallen. Das ist natürlich Geschmackssache, aber mich reißt das immer raus. Ich finde, nur im äußersten Fall sollten englische Begriffe stehen, zb. die Ordensnamen der Space Marines, Blood Angels, Grey Knights, aber bei den Eldarn gibt es ja schöne Übersetzungen, wie Phantomkrieger, Gardisten, Runenseher etc.

    Aber wie gesagt, der Text ist dennoch einfach Klasse :)

    Bretonia: 3000 Punkte, Krieger des Chaos: 4500 Punkte, Orks und Goblins: 3700 Punkte


    Blood Angels: 4200 Punkte, Imperiale Armee: 2200 Punkte, Tyraniden: 1500 Punkte


    Erebor: 1800 Punkte

  • Da sagst Du was, Der König unterm Berg .

    Hab mich schwergetan bei der Entscheidung, mag die deutschen Begriffe eigentlich auch lieber... Bin ja mit der 2ten Edition aufgewachsen.


    Was ist denn das Äquivalent zu Spiritseer? Das hat mir nämlich gefehlt, sobald ich da was hab, ändere ich gern alles Relevante. :)

    Vampire - 2500 Punkte / 80% bemalt
    Eldar - 7000 Punkte / 30% bemalt

  • Tja, ich dachte, ein Spiritseer wäre ein Runenseher, aber nach kurzer Recherche bei GW scheint ein Runenseher ein Warlock zu sein und ein Runenprophet ein Farseer.

    Ich bin leider kein Experte bei den Eldarn und stoße wohl an meine Grenzen :totumfall: Weißt du, seit wann es den Spiritseer gibt? Und wie mächtig er ist im Vergleich zu den anderen (noch mächtiger als ein Runenprophet)?


    Wenn es keinen deutschen Namen für das Modell gibt, da es zu jung ist, kann man natürlich nur improvisieren. Ich würde dann sowas wie Geisterseher/Schicksalsseher vorschlagen.


    Mir ist noch aufgefallen. Nennen die Eldar die Menschen nicht Chem Pan-Say? Oder was sind die Mon-Keigh?

    Bretonia: 3000 Punkte, Krieger des Chaos: 4500 Punkte, Orks und Goblins: 3700 Punkte


    Blood Angels: 4200 Punkte, Imperiale Armee: 2200 Punkte, Tyraniden: 1500 Punkte


    Erebor: 1800 Punkte

  • Dazu zitiere ich das Lexikanum:


    Zitat

    Hintergrund

    Bezeichnung(en) der Eldar für alle Nicht-Eldar (also z.B. Menschen, Orks oder Tau) mit deutlich abwertendem Unterton. Eigentlich sind Chem-Pan-Sey halbintelligente Bestien, die im Zwielichtreich Koldo lebten. Diese Monströsitäten sind kannibalische, missgestaltete Bestien, von denen die Galaxis schließlich durch den Helden Elonhir befreit wurde. Es kann geschlussfolgert werden, dass sich Chem-Pan-Sey auf jedes Volk bezieht, welches die Eldar als unterlegen betrachten und das vom Antlitz der Galaxis entfernt werden muss.1 S.48

    Zusätzliche Informationen

    Das Ganze ist auch ein Wortspiel: Chem-Pan-Sey spricht sich wie das englische Wort "chimpanzee" [Schimpanse].

    (Dasselbe Wortspiel gibt es noch einmal: Mon-keigh [engl. Begriff] klingt wie "monkey" [Affe], wurde in Chem-Pan-Sey eingedeutscht.)

    Quellen

    1* Codex Eldar, dritte Edition

    Vampire - 2500 Punkte / 80% bemalt
    Eldar - 7000 Punkte / 30% bemalt