Der Tisch am Kamin (Hervorgegangen aus "Die Pen&Paper Taverne")

  • Moin,
    dieses Forenthema ist aus dem Thema "Die Pen&Paper Taverne" hervorgegangen und soll sich vor allem mit dem Warhammer Fantasy Rollenspiel und allem was dazu gehört auseinandersetzen. Vorrangig geht es mir um die zweite Edition.


    Zwar bin ich neu in diesem Forum und habe noch nie Tabletop gespielt, jedoch würde ich durchaus behaupten relativ reich an Pen and Paper Erfahrungen zu sein. Ich spiele das Warhammer Fantasy Rollenspiel seit einigen Jahren sehr exessiv. Und auch wenn ich ersteinmal nichts habe, was ich hier jetzt noch unbedingt loswerden möchte, freue ich mich auf die Konversationen und natürlich immer darauf anderen das Hobby oder das PnP-System "Warhammer Fantasy" näher zu bringen und beantworte daher sehr gerne Fragen aller Art von interessierten Rollenspielern und solchen, die es werden wollen.


    Was ich noch hinzufügen möchte, da es eventuell für WFRSP-Spieler interessant sein könnte, ist, dass ich seit etwa einem Jahr an einer Art Regelerweiterung für WFRSP, zweite Edition, arbeite. Für den Fall, dass sich jemand an ähnlichen Projekten übt, wäre es mir eine Freude sich mal ein wenig auszutauschen.
    Was es konkret mit den Regelerweiterungen auf sich hat?
    Nun wie man sich denken kann ist auch das Warhammer Fantasy RSP nicht über jede Kritik erhaben und hat auch wenige kaputte oder fehlende Regelmechanismen. Was, wie bei so vielen anderen auch, als Hausregelwerk begonnen hat, ist mittlerweile ein kleines Füllhorn an Regelerweiterungen und zusätzlichem Spielmaterial geworden und ich überlege daraus bei Zeiten mal einen richten Band zu machen.




    Nun möchte ich noch meine Gruppen vorstellen:


    Also ich meistere zwei feste Warhammer Gruppen und eine dynamische PnP-Gruppe:


    Die erste Gruppe heißt "Kleindorfs Erben", wird von mir gemeistert, trifft sich regelmäßig für bis zu sechsstündige Sessions in Leer (Ostfriesland) und spielt momentan die DORP-Kampagne "Nach dem Sturm" (Warhammer Fantasy).


    Die zweite Gruppe heißt "Die unersättlichen Vier", wird von mir gemeistert, trifft sich eher unregelmäßig für etwa achtstündige Sessions in Oldenburg (besteht lustigerweise nur aus Spielerinnen) und spielt momentan die offizielle Kampagne "Wege der Verdammten" (Warhammer Fantasy).


    Die dritte Gruppe heißt "Pentagonale Trapezoeder", ist wie gesagt eine eher dynamische Gruppe, bestehend aus etwa 20 Leuten, von denen immer gerade die kommen, die Zeit haben. (In dieser Gruppe sind auch einige Mitglieder der anderen beiden Gruppen.) Wir sind so etwas wie ein großer Freundeskreis, der zwischendurch an freien Wochenenden, meist spontan, Einzelabenteuer spielt. (Natürlich mit maximal 5 Spielern, je nach dem wer als erstes zusagt.) Wie lange unsere Runden dauern ist unterschiedlich, der Rekord für einen Abend liegt bei 18 Stunden. Wir spielen eigentlich immer in Leer (Ostfriesland) und bedienen uns dabei vor allem des Warhammer Fantasy Systems (WFRSP 2. Edition) und des Star Wars Edge of the Empire Systems (SW EotE).
    In dieser Gruppe kommt es auch vor, dass ich mal Spieler sein darf, eine Position, die ich auch sehr gerne einnehme.


    (Ich habe außerdem noch ein paar vergleichsweise wenige Erfahrungen mit Pathfinder, DSA und einem Zombie-PnP, Marke Eigenbau.)



    Nachfragen sind erwünscht. LG, Onno Smit.

  • Die pen&paper Taverne

  • Ich versuche diese Fragemal so gut es geht zu beantworten, kann hier aber selbstverständlich nicht die gesamte Tragweite dieser Thematik aufschlüsseln.



    1. Die Spielmechanik: Was die Spielmechanik angeht unterscheidet sich WFRSP natürlich von anderen Systemen, doch um da jetzt nicht das ganze Regelwerk zu erklären, nenne ich einfach mal ein paar Dinge, die ich am WFRSP 2. Edition wirklich gut finde.


    1.1. Das W100-System: Beim WFRSP 2. Edition handelt es sich um ein W100 basiertes System, das hat einmal den Vorteil, dass es das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten im Gegensatz zu einem W20-System oder einem 3W6-System erheblich erleichtert. (Wenn es heißt "du darfst mit deinem W100 maximal 57 würfeln, sonst verfehlst du die Probe", hat man eindeutig eine Wahrscheinlichkeit von 57%)
    Der zweite große Vorteil ist, dass die Wahrscheinlichkeit einen kritischen Erfolg oder Misserfolg zu würfeln bei jeweils 1% (1:100) liegt. Das bedeutet man hat einerseits so selten kritische (Miss-) Erfolge, dass man sie auch als solche ausspielen kann, es passiert dann also was wirklich gutes oder was wirklich schlimmes (Nicht wie z.B. bei Pathfinder, wo für kritischen Erfolg und Misserfolg jeweils 5% (1:20) Wahrscheinlichkeit besteht.) und gleichzeitig so oft, dass man sie auch ein-, zweimal pro Spielabend erlebt. (Nicht wie z.B. bei DSA, wo für kritischen Erfolg und Misserfolg jeweils 0,0125% (1:8000) Wahrscheinlichkeit besteht.)


    1.2. Der Charakter-Kern: Ich finde eines der wichtigsten Dinge an einem Pen&Paper-Rollenspiel-System ist der regeltechnische Kern der Spielercharaktere, damit meine ich die, in den meisten Systemen durch die Charakterwerte dargestellten, Attribute wie z.B. Stärke, Intelligenz, Charisma etc. Der Grund dass ich finde, dass dies eines der wichtigsten Dinge an einem System ist, ist dass man viele missratene Regeln durch Hausregeln modifizieren kann, doch je tiefliegender das Problem ist, desto umfangreicher müssen die Hausregeln sein.
    Die Aufteilung der Persönlichkeit in diese Attribute ist, meiner Ansicht nach, der zweiten Edition des WFRSP so gut gelungen wie fast keinem anderen Regelsystem.


    1.3. Die ludonarrativen Dissonanzen: Bei diesem Fremdwort handelt es sich grob erklärt um Nuancen der Spielwelt, die von den Spielregeln des Systems nicht richtig abgebildet werden. Diese Anomalien treten im WFRSP, meines Erachtens, nur sehr selten auf, während manch anderes Spielsystem, wie z.B. Exalted nur so davor strotzen, auch DSA, so gerne ich es spiele, bekleckert sich da nicht gerade mit Ruhm.



    2. Die Spielwelt: Was die Spielwelt des WFRSP angeht, handelt es sich hierbei ganz einfach um die Warhammer-Fantasy-Welt. Genauer, in der zweiten Edition spielt man etwa 2520 Jahre nach Sigmar, während der Sturm des Chaos gerade tobt. Man befindet sich also, je nach dem wo man sich gerade aufhält, im Krieg oder kurz davor. Hier möchte ich auch ein paar Dinge nennen, die mir daran besonders gefallen.


    2.1.1. Dark-Fantasy: Muss man die Warhammer-Fantasy-Welt in ein Genre einordnen, so handelt es sich dabei in erster Linie um das Genre "Dark Fantasy". Dieses Genre ist erst einmal Fantasy, jedoch mit dem wichtigen Zusatz, dass das Böse stärker ist als das Gute. Während man also in einem "low oder high Fantasy"-System am Ende fast immer das "Happy End" hat, geht es bei Warhammer auch durchaus mal wirklich hässlich aus und wenn die Charaktere doch obsiegen, dann auch nur, weil sie wirklich alles gegeben haben, was sie geben konnten und genau das möchte ich beim Pen&Paper haben. Natürlich ist es auch irgendwo einfach eine Sache des Schwierigkeitsgrades, den man anlegt, aber ein hoher Schwierigkeitsgrad ist in einem Dark Fantasy System natürlich viel glaubwürdiger.


    2.1.2. Einer wie jeder: In vielen Fantasy-Rollenspielen legt das Spielkonzept mehr oder weniger fest, dass die Spielercharaktere schon am Beginn eines Abenteuers große Helden sind, die vom Leben gesegnet wurden, um im Namen der Reinheit das Böse zu bekämpfen. Im WFRSP hingegen startet man meist viel weiter unten in der Gesellschaft. In diesem Spiel existieren Professionen wie der Bauer (Peasant), der Sklave (Slave) oder der Scheißesammler (Dung Collector). Rang und Namen gilt es sich zu verdienen, dass ein Charakter dabei draufgeht oder den bösen Mächten anheim fällt, ist alles andere als ausgeschlossen.
    Ein Zugeständnis ist hier allerdings zu machen, so haben die Charaktere, die in Warhammer erstellt werden nämlich eine Ressource die auch als "Erwählung" interpretiert werden kann. Diese nennt sich "Schicksalspunkt" und kann eingesetzt werden um seinen Charakter vor einer Verstümmlung, Mutation oder dem Tod zu bewahren. Jedoch stehen Schicksalspunkte sinnbildlich für die Aufmerksamkeit der Götter, die auf den Charakter gerichtet ist. Ob es sich dabei dann um gute oder um finstere Götter handelt, hängt allerdings von der Gesinnung des Charakters ab.


    2.1.3. Das Chaos: Im vorangegangenen Text habe ich viel über die "bösen Mächte" gesprochen. Bezogen auf die Warhammer-Welt ist diese böse Macht in aller erster Linie das Chaos. Selbstverständlich gibt es auch die eigentlich nicht chaotischen Grünhäute, sowie genügend freischaffende Kriminelle und diverse andere Bedrohungen. Doch das Böse in Gestalt des Chaos ist einer der bemerkenswertesten Feinde aller Fantasy Welten.
    Dafür möchte ich einmal die vier, meiner Meinung nach, einleuchtendsten Gründe nennen:
    Erstens gefällt mir die Aufteilung des Chaos in die Einflussbereiche der vier Chaosgötter, Khorne, Nurgle, Slaanesh und Tzeentch rein subjektiv gesehen sehr gut.
    Zweitens ist das Chaos, wie eingangs erwähnt auf jeder Ebene mächtiger als die Ordnung, sowohl in der Spielwelt, als auch im Regelwerk. (Wer zum Beispiel das Ziel hat irgendwann den stärkst möglichen Magier zu spielen, muss eine Chaoskarriere wählen, um dies zu erreichen.)
    Drittens bedienen sich die Anhänger des Chaos' ganz im Gegensatz zu z.B. den Orks, fast noch lieber der trickreichen und genialen Korrumpierung ihrer Feinde, als ihrer erbarmungslosen Ermordung. Das bietet nicht nur deutlich interessantere Möglichkeiten beim Gestalten eines Abenteuers, sondern ist einfach viel intelligenter. (Denn wenn du deine Feinde bekämpfst, kannst du sie schwächen, aber wenn du sie auf deine Seite holst kannst du dich gleichzeitig stärken.)
    Viertens finde ich, dass es sowohl in der Literatur, wie auch im Pen&Paper, für einen glaubhaften Widersacher (vor allem für einen, der für sich beansprucht ehrliche, intelligente Menschen auf seine Seite ziehen zu können) absolut notwendig ist einen sinnvolles, nachvollziehbares Motiv zu haben, das ihn dazu bringt all die bösen Dinge zu tun. Während viele Rollespiele einfach sagen "die Bösen sind böse, weil sie halt einfach böse sind", folgt jeder der Chaosgötter einer schlüssigen und durchdachten Philosophie. Dies ist sicher ein Stück weit meine Interpretation, jedoch nur auf Basis der offiziellen Beschreibungen der Chaosgötter und ihrer Ideen. (Genannte Interpretationen kann ich gerne näher ausführen, wenn da bedarf ist.)


    2.2. Die Magie: Sowohl göttliche als auch arkane Magie hat eine sehr interessante Funktionsweise, die unter anderem zur Folge hat, dass man im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Fantasy-Spielwelten im WFRSP zum Zaubern kein Mana oder eine ähnliche Ressource braucht. Stattdessen ist Zaubern einfach eine verdammt gefährliche Sache, sodass man bei jedem Zauber Gefahr läuft, dass die Magie sich manifestiert und für eine große Auswahl an schlimmen Dingen sorgt, die von schwachen "du bekommst Nasenbluten", über starke "deine Kleidung fängt Feuer" bis hin zu katastrophalen Manifestationen "du wirst ins Reich des Chaos gesogen und stirbst dabei einen qualvollen Tod". Natürlich steckt da eine entsprechende Wahrscheinlichkeitsverteilung hinter, sodass letzteres nur geschehen kann, wenn man ein besonders mächtiger Zauberer ist und mehr als nur einen Wurf verpatzt.


    2.3. Die Welt: Um diesen Punkt wirklich zu verstehen, ist es unumgänglich sich die Weltkarte der WFRSP-Welt anzuschauen, denn tut man genau das, so wird einem auffallen, dass man sich unsere Welt zum groben Vorbild genommen hat. Die Warhammer-Welt ist von ihrem Aufbau her unserer Welt gerade so nah, dass man sich schnell in ihr orientieren und mit ihr identifizieren kann (zumal der Mittelpunkt der Alten Welt "das Imperium" sehr stark an der deutschen Geographie und Kultur angelehnt ist) und dennoch ist sie so anders, dass sie doch fremd wirkt und so dazu einlädt sie zu erkunden.



    Das waren nun die Erklärungen, die mir so spontan eingefallen sind, doch wie auch anfangs gesagt, kann ich hier selbstverständlich nicht sämtliche Nuancen der Warhammer-Welt darlegen. Dennoch hoffe ich dir, Winterwolf, und auch allen anderen, die das hier lesen ein wenig die Nacht erhellt und den Tag versüßt zu haben.


    Liebe Grüße, Onno.

    Einmal editiert, zuletzt von Onno Smit ()

  • Während viele Rollespiele einfach sagen "die Bösen sind böse, weil sie halt einfach böse sind", folgt jeder der Chaosgötter einer schlüssigen und durchdachten Philosophie. Dies ist sicher ein Stück weit meine Interpretation, jedoch nur auf Basis der offiziellen Beschreibungen der Chaosgötter und ihrer Ideen. ...

    Volle Zustimmung meinerseits. Und als fluffbunny muss ich wohl unweigerlich sagen...

    (Genannte Interpretationen kann ich gerne näher ausführen, wenn da bedarf ist.)

    ... ja, bitte, bitte, führe aus! Der Bedarf ist da. :hihi:


    2.3. Die Welt: Um diesen Punkt wirklich zu verstehen, ist es unumgänglich sich die Weltkarte der WFRSP-Welt anzuschauen, denn tut man genau das, so wird einem auffallen, dass man sich unsere Welt zum groben Vorbild genommen hat. Die Warhammer-Welt ist von ihrem Aufbau her unserer Welt gerade so nah, dass man sich schnell in ihr orientieren und mit ihr identifizieren kann (zumal der Mittelpunkt der Alten Welt "das Imperium" sehr stark an der deutschen Geographie und Kultur angelehnt ist) und dennoch ist sie so anders, dass sie doch fremd wirkt und so dazu einlädt sie zu erkunden.

    Das war für mich immer eine ganz wichtige Sache und hat der Vorstellungskraft und Glaubwürdigkeit unheimlich auf die Sprünge geholfen!


    ... wie auch anfangs gesagt, kann ich hier selbstverständlich nicht sämtliche Nuancen der Warhammer-Welt darlegen.

    Och, im Laufe der Zeit... Wer weiß?! :D


    Wir haben hier auch schon hin und wieder über die Warhammer Welt diskutiert, wie sie funktioniert und warum. Es gibt mehr Interessenten, was dieses Thema angeht, als Du vielleicht denken magst. Mich interessiert Deine Sicht der Dinge dazu sehr! Deshal empfehle ich auch, dass Du eventuell hier mal reinschnupperst:


    Warhammer Metaphysik (Zum Thema, wie funktioniert die Warhammer Welt)
    Warhammer - wissenschaftliche Betrachtung (ditto)
    Storyboard (Eine Sammlung vieler Hintergrundgeschichten aus den Köpfen und Federn unserer Nutzer)


    ... und auch sonst lohnt es sich mal hier und da zu stöbern! :winki:


    "Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers." - O. Wilde


    "Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen." - F. Nietzsche



    #MakeGorsGreatAgain

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  • Hey Onno Smit,


    vielen Dank für einen sehr ausführlichen, sehr präzise formulierten, sehr leidenschaftlichen dabei aber sehr sachlichen Blick auf das Warhammer Fantasy Rollenspiel.


    Meine Vorstellung von Dark Fantasy (bestes RPG Genre mMn) wurde sehr stark von dem alten Realm of Chaos Buch beeinflusst - ohne dass ich wirklich damals etwas mit dem Fantasy Tabletop als solches zu tun gehabt hätte. Ich habe damals schwarz/weiß Bilder gesammelt, gerade auch um sie "meinen" Spieler zeigen zu können. Wie ich mittlerweile weiß, waren 90% davon Warhammer Fantasy Bilder :D


    Mein aller erster Kontakt überhaupt mit Warhammer war das aller erste Hero Quest, dann Star Quest und später Space Hulk...oh ich schweife ab ;)


    Ich will nur sagen - die Produkte von GW hatten so eine magische Anziehung - kann ich gar nicht beschreiben. Und das lag irgendwie an dem Setting...es war anders...irgendwie intensiver, ernster, düsterer - keine Märchengeschichte, "brutaler" Heldenalltag, in Ermangelung eines besseren Wortes - vielleicht ein Stück "erwachsener" (?)


    Eigentlich bin ich kein Freund des "Systemhoppings" (in der Regel gilt für mich - ein Genre - ein System). Aber ich glaube ich muss mal ein Blick in das WHFRPG werfen.


    Rattenpestilente und tzeentchige Grüße.

  • Sehr schade das eure Truppe so weit weg ist, es hätte mich schon sehr gereizt mal ein paar Abende mitzuspielen und das System auszuprobieren.
    Dafür bin jetzt wenigstens hier dabei und lese fleißig mit (:

    Zigaretten sind wie Eichhörnchen. Komplett ungefährlich, bis man sie sich in den Mund steckt und anzündet.


    Fantasy (und AoS):
    Imperium ca 20k (ca. 50% bemalt)
    BoC ca 3k (ca. 40% bemalt)
    WE ca 3k (ca. 40% bemalt)
    DE ca 2k (100% bemalt)


    40k:
    nope

  • Deshal empfehle ich auch, dass Du eventuell hier mal reinschnupperst:

    Danke für die coolen Links.
    Meine Interpretationen führe ich gerne nochmal aus, aber beantworte mir doch vorher bitte noch was ein "fluffbunny" ist?
    Und danke für die postitive Rückmeldung. Wirklich interessant seine Gedanken zu diesen Dingen mal zu teilen.

  • Hey Onno Smit,


    [...]
    Rattenpestilente und tzeentchige Grüße.

    Sehr schön, sowohl deine Ausführungen über deinen eigenen Hintergrund, als auch deine Erklärung weshalb Dark Fantasy, nochmal eine Stufe interessanter, als "Fantasy" ist (kann ich mich auch mit identifizieren)...

  • ... aber beantworte mir doch vorher bitte noch was ein "fluffbunny" ist?

    Fluff ist in Tabletop Kreisen meist das was man sonst den "Hintergrund" oder "Lore" nennen würde. Das Gegenteil nennt sich Crunch und bezeichnet quasi Spielmechaniken.


    Ein "fluffbunny" ist also am ehesten jemand dem die Story und die Charaktere im Hobby wichtiger sind als das Gewürfel und das Tabellendurchforsten. Während eines Spieles geht es so jemandem eher darum mit den Beteiligten ein Abenteuer zu erleben und Zeit in der Warhammer Welt zu verbringen, weniger darum sich zu messen oder sein Können zu beweisen.


    Viele Spieler sind sich gar nicht unbedingt bewusst, dass es soetwas überhaupt gibt und verstehen auch nicht unbedingt wenn man Dinge sagt wie, "Warhammer ist kein Spiel". :)


    "Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers." - O. Wilde


    "Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen." - F. Nietzsche



    #MakeGorsGreatAgain

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  • So viel Zeit zum Abenteuern möchte ich auch mal haben!
    Bleiben da echt alle noch am Ball, nach 18 Stunden (geistiger) Action?!
     :) 
    Wäre jedenfalls voll mein Ding...!
    Ich klinke mich einfach mal mit ein:
    Wenn ich in Deiner Gegend sein sollte, durchleben wir ein Abenteuer (beschließe ich einfach mal)...Oder, falls eine Deiner Spiel-Gruppen mal einen Ausflug machen mag, kommt nach Berlin und ich organisiere uns einen schicken Raum!
     ;) 
    Und auch von mir danke für die Erläuterungen...

    Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein; es ist noch trauriger, keine zu sein...!


    8)

  • Naja so viel Zeit fürs Rollenspiel, hatte ich das letzte Mal auch vor einiger Zeit und würde das auch mal gerne wieder hinkriegen, aber ab Freitag hab ich dann zwei Wochen Urlaub und dann wird wieder richtig gezockt :D 
    Und gerne, solltest du mal in Leer sein, bist du zu unseren PnP-Runden natürlich herzlich willkommen.

  • Bei so viel positiver Beschreibung eines Pen&Paper Warhammer Spiels fühle ich mich doch glatt versucht in Ostfriesland einzufallen und es hautnah mitzuerleben. Für mich als Schleswig-Holsteiner ist das ja quasi um die Ecke ;) 
    Es wäre natürlich sehr interessant noch genauer zu erfahren wie genau das ganze aussieht also für mich wäre tatsächlich Regeln und Durchführung ein ganz spannendes Thema ansonsten kann ich mich Merrhok nur anschließen hier im Bord kann man zu sehr vielen Themen sehr schöne Gedanken finden. Ich würde sogar darauf wetten das man in diesem Bord eine Diskussion über die Dialektik von Gut und Böse führen könnte und es genug Leute gibt die das anspricht... Aber ich und meine philosophischen Gedanken schweifen etwas zu sehr aus ^^



    @Onno Smit: Ich kann voll und ganz verstehen warum dich Warhammer so begeistert auch ich liebe wie du besonders die Tiefe mit dem das Dunkle ausgestattet ist und jene heroische Stimmung des letzten erbitterten Widerstandes welche das Gute bei Warhammer verkörpert, die wahrhaft größte Tugend ist sich der ständigen Versuchung des Bösen zu entziehen (verdammte philosophische Gedanken) und gerade das macht Warhammer auch für mich so reizvoll es geht nicht um einen Sieg es geht um die Reinheit und das Gute in der Welt so lange zu bewahren wie möglich.


    Ansonsten ein fröhliches Aloha und sollte ich demnächst mal Zeit und einen Grund finden nach Ostfriesland zu fahren melde ich mich und stelle mich gerne für eine Partie an :D

    Wenige Wissen, wieviel man wissen muss, um zu wissen wie wenig man weiß. Sokrates
    Lernen ohne zu denken- das ist nutzlos. Denken ohne etwas gelernt zu haben das ist verderblich. Konfuzius

  • Ich würde sogar darauf wetten das man in diesem Bord eine Diskussion über die Dialektik von Gut und Böse führen könnte und es genug Leute gibt die das anspricht... Aber ich und meine philosophischen Gedanken schweifen etwas zu sehr aus ^^ 

    Klingt spannend :D


    @Merrhok Bin ich jetzt sehr albern wenn ich sage, Du bist kein Fluffbunny, eher eine Fluffgoat :D *Ich hoffe Du verstehst den kleinen Spaß*

  • Dann möchte ich auch mal am Kamin platz nehmen. Ich bin selber durch Whfrp in die wunderbare Welt des Rollenspiels gekommen und ich finde das System einfach klasse.
    Onno Smit, mit welchen Erweiterungen spielt Deine Gruppe? Habt Ihr schon mal fan made Erweiterungen benutzt? Hast Du Dir die dritte Edition schon mal angeguckt und kannst Du dazu was sagen? Meine Gruppe und ich haben uns damals gegen die dritte Edition entschieden, weil wir nicht wieder so viel Geld ausgeben wollten und wir mit der zweiten Edition sehr zufrieden waren und sind. Trotzdem würde es mich mal interessieren.

    Ich spiele:


    Warhammer Fantasy 5., 6. und 7. Edition


    Kings of War 2. Edition


    und


    Infinity

  • *schnipst mit den Fingern* "Wirt! Noch eins für den Neuen!"
    Gute Frage, Herr Pinguinbaer,
    also meine Gruppe und ich haben uns Warhammer 3 und auch 1 jeweils einmal angeschaut, ohne es wirklich zu spielen und es sagte uns eigentlich gar nicht zu. Allein die neune Würfel bei WH3, außerdem fand ich schnell die ein oder andere positive Sache am WH2 System, die bei WH3 schlicht fehlte und konnte mir nicht erklären weshalb man es entfernt hat. Naja, auf jeden Fall...
    "Ah. da kommt das Bier!"
    ...wo war ich... Ach genau, Warhammer 2 und die Erweiterungen. Also ich bin schon über viele Regelerweiterungen und Expansionen gestolpert und habe mir bisher immer rausgepickt und teilweise auch übersetzt, was meine Spieler und ich gut fanden. Da sind ein paar kleine Sachen aus den "Liber Fanatika" dabei gewesen, das "Old world Animals" von Kalevala und natürlich das "Charakterbuch" oder wie wir ihn nennen "der gute Charakterbogen".
    Außerdem, wie gesagt, mittlerweile etwa 100 Seiten eigene Erweiterungen.

  • Ohne das jetzt zu sehr ins Detail zu führen, liegen viele deiner Pros von WH und Cons von anderen Systemen sehr im Auge des Betrachters (was bei dem Thema nur natürlich ist).


    Meiner Erfahrung nach beginnt man sich als Rollenspieler unweigerlich in bestimmten Systemen wohl zu fühlen, sobald man da genug positive Spielerfahrungen gesammelt hat. Alle früheren und folgenden Editionen sind anders und für einen selber nicht mehr so gut.... (bis man sie evtl spielt ^^)


    Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass das komplette Setting genauso "unwichtig" ist wie das System. In meinen Augen steht und fällt jedes P&P und jede Gruppe zum größten Teil mit dem Spielleiter und danach mit dem Zusammenspiel der Gruppe. Alles andere ist letztlich Beiwerk. Wenn die Chemie stimmt und der DM was drauf hat, macht so ziemlich alles Spaß.


    (natürlich habe ich trotzdem eine bevorzugte Edition von D&D, DSA und Shadowrun :-D Und möglicherweise sogar von Warhammer, aber das ist zu lang her)
    Trotz dieser Vorlieben und der Tatsache, das mir manche Settings nicht schmecken hatte ich aber ein paar tolle Erfahrungen mit Call of Cthulhu, Plüch -Power and Plunder (beides nach der Spielemesse auf dem nächtlichen Messeparkplatz :-) ) und auch mit Paranoia. Obwohl mir das alles eigentlich nicht liegt.
    Wider diesem Wissen habe ich einfach zu viel Earthdawn, DSA3 und AD&D gespielt, um die Systeme nicht trotzdem zu favorisieren. Für mich sind diese Welten und Regeln einfach dichter im Hintergrund und irgendwie heimelig. Ich nehme an so geht's dir mit Warhammer. Verständlich aber genauso wenig objektiv wie meine Liebe zu z.B. AD&D (das ein paar echt grausame Regeln hatte).


    Aber hey, dafür ist's ein Hobby. :thumbup:

  • Bei der ersten Edition, da hab ich mir auch nur aus Jux das Grundregelbuch billig gekauft, schienen mir sie nichtmenschlichen Rassen viel zu stark. Bei der dritten Edition hätte ich gerne mal das System ausprobiert, aber da wir uns einig waren beim alten bleiben zu wollen, ist es dann im Sande verlaufen.
    ...nimmt einen Schluck...
    Bei den Fanerweiterungen sind das auch meine Hauptbezugsquellen. Hat Kalevala nicht auch das Norsca Quellenbuch geschrieben?Jemand aus meiner Gruppe kam dan auch nochmit Regeln für Oger Charaktere an, ist ganz lustig, und dann haben wir noch ein Quellenbuch zu den Waldelfen im Laurelorn gefunden, kann sein, dass das auch von "Liber Fanatica" kam, welches uns aber zum Teil recht merkwürdig erschien. Bei den offiziellen Quellenbüchern sind meine Favoriten "Realm of Chaos" und "Lure of the Lich Lord".


    Natūrlich sind das alles nur rein subjektive Ansichten Winterwut. Aber darum geht es doch auch, die Sicht einer anderen Person auf einen, für einen selber interessanten Bereich mitgeteilt zu bekommen. Ich habe auch andere Systeme gespielt, von DSA4, über Schattenjäger, Pathfinder, D&D und weitere, aber keins hat mich so gepackt wie Whfrp und gerade bei Schattenjäger sind die Mechanismen doch sehr ähnlich.
    Der Grund, warum ich persönlich dieses System favorisiere ist, dass es leicht zu begreifen ist, aber man mit den Regeln einen großen Handlungsspielraum hat. Ich finde auch DSA super, aber da kann ich mich nicht so einfach hinsetzen, mit einem Neuling einen Charakter machen und losspielen. Wahrscheinlich würde ich mir selber nicht mehr so einfach einer Chrakter erstellen können. Aber am wichtigsten ist für mich der Grund, dass Whfrp das erste Rollenspiel war, dass ich richtig gespielt habe. Wie gesagt, das ist meine Sicht der Dinge (man kann es auch einfach Sentimentalität nennen... :saint: ), ich fühle mich da heimelig! :thumbsup:

    Ich spiele:


    Warhammer Fantasy 5., 6. und 7. Edition


    Kings of War 2. Edition


    und


    Infinity

    3 Mal editiert, zuletzt von Pinguinbaer ()

  • @Pinguinbaer
    Ich nehme an mit "Drachenzorn" meinst du mich? :D
    Kein Ding übrigens. Die Gespräche unter Spielern verschiedener Systeme basieren immer auf der Tatsache, das es reine Ansichtssache ist. Letztlich schreibst du genau was ich sagte. Du findest Warhammer toll, weil du da gute Erfahrungen gemacht hast.


    Der Punkt das es leichter ist als DSA mag stimmen. (Warhammer ist bei mir viel zu lang her, aber ich weiß das DSA eher schwer ist).
    Tatsächlich gibt es einige Gründe warum man dies oder das bevorzugen möchte, aber keiner ist "wahr" (mir fehlt ein gutes Wort dafür).
    Ich bin als Nachrücker in eine erfahrenen DSA-Gruppe gekommen und hatte keine nennenswerten Probleme mit den Regeln.... Kenne aber andere Beispiele. Dafür kann ich sagen, das wir das System sehr lange gespielt haben, ohne auch nur im Ansatz an die Grenzen des machbaren zu stoßen. Durch das offene Steigerungssystem (also nicht bei Stufenausfstieg) ist man viel flexibler als bei vielen "älteren" Systemen.
    Was ist nun wichtiger?
    Ich habe bei den meisten Spielen Gründe sie zu lieben.
    -DSA war vom Hintergrund sehr gut und ich fand die Regeln Klasse. Vor allem weil man sie super leicht modular nutzen konnte.
    -Earthdawn war das bisher leichteste System. Super easy zu lernen und außerdem was eher exotisches in Sachen Aufbau.
    -Harnmaster.... Heilige Sch... konnte man sich da Regelschlachten liefern (was mit den richtigen Leuten auch seinen Reiz hat)


    Das könnte ich für jedes System so ausführen. Warhammer und MERS waren für mich primär wegen des Hintergrundes spannend. Tatsächlich habe ich beide Welten schon mit anderes Systemen bespielt (was nur wieder beweißt wie austauschbar Regeln sind). Aber die Schönheit liegt eben im Auge des Betrachters (was auch ein tolles Spiel war :D)


    Letztlich kann ich zum Thema Warhammer-Rollenspiel aber leider nicht viel an Detailwissen und Liebhabertum anbieten. Nicht das es nicht verdient wäre, ich habe es nur einfach nicht genug gespielt. Ich wollte eure Runde hier auch nicht stören oder maßgeblich kritisieren. Im Gegenteil, ich wünsch euch viel Spaß dabei (und lese sicher mit). Aber loswerden wollte ich es. ;-D