[WFB 5. Edition] Schlachtberichte aus der Alten Welt

  • Bezieht sich das auf die 8. Edition? Hab da den Faden nicht ganz...

    Alle Spiele hier in diesem Thema wurden und werden nach den Regeln der 4./5. Edition gespielt.

    Für die Belagerungs-Szenarien nutzen wir das offizielle Buch Warhammer Festungen der 5. Edition.


    In der 8. Edi (=Armeebuch 7.Edi) , war es doch so, dass man eine Lanze RdK nehmen musste und nicht auf Punktwerte bezogen, oder?

    Für die 8. Edition benutzt ihr das Armeebuch der 6. Edition, oder? (Oder habt ihr eine inoffizielle Variante?)


    Was das Stellen von Rittern in der 5. Edition angeht, sagt das Armeebuch Bretonia grundsätzlich folgendes:


    ... während das Buch Warhammer Festungen den Spieler von dieser Armeebuch-Beschränkung hiermit entbindet:


    Im deutschen Buch ist der Text (m.b.M.n.) noch unmissverständlicher gehalten und lautet:

    "Du kannst beliebige Einheiten aus deiner Armeeliste auswählen und sie entsprechend ausrüsten."


    Alles in allem habe ich viele Belagerungen nach den Belagerungsregeln aus "Blut in den Düsterlanden" gespielt und finde die prima!
    Habt Ihr die in Betracht gezogen?

    Sind die vergleichbar oder gar deckungsgleich mit den Regeln der 5. Edition? Wenn es da coole Elemente gibt, die es in den 90ern noch nicht gab (und die das Spiel eindeutig bereichern) dann wäre es sicher etwas was man sich mal zu Gemüte führen könnte.

  • [Irgendwo in einer bretonischen Provinz, in den grauen Bergen, nahe der Grafschaften des Imperiums...]




    Dicker weißer Nebel kroch schwerfällig die steilen Hänge des Zentralmassivs des Grauen Gebirges hinab und füllte den Pass der Grauen Dame sowie alle anderen umliegenden Talsenken. Selbst von den Mauern der relaitiv hoch gelegenen Festung Sanglac aus konnten die Wachposten nicht weiter als rund 50 Meter sehen.


    Gerade heute kam dies mehr als ungelegen, da bereits seit Wochen vermehrt über beträchtliche Bewegungen von Grünhäuten im Umland berichtet wurde. Seit die ersten Nachrichten davon nach Sanglac gelangt waren, hatte man mit der Aushebung zusätzlicher Truppen begonnen und selbst die Bauern der umliegenden Siedlungen zum Dienst auf und an den Mauern verpflichtet. Diese Vorsichtsmaßnahme schien sich nun als gerechtfertigt herauszustellen. Denn als vor einer halben Stunde einer der Spähtrupps völlig außer Atem zur Burg zurückgekehrt war, berichteten die Männer von einer beträchtlichen Meute von Grünhäuten, welche nun genau auf die Bergfestung zumarschierte.


    Bereits wenige Stunden später standen Mann und Maus unter Waffen und versuchten entweder etwas im Nebel zu erspähen oder harrten hinter den Burgmauern stehend aus und lauschten ob sie die Feinde bereits ausmachen konnten.




    Über dem Haupttor flatterte die Fahne mit den ehemaligen Farben des Burgherrn im Wind. Hier hatten sich die Knappen des Haushaltes versammelt und warteten darauf, dass Frederick, Champion und Bannerträger von Sanglac, sich ihnen anschließen möge, nachdem die Ritterschaft den Verteidigungsplan besprochen haben und sich ebenfalls in Position begeben würde.



    Bertrand war nach der Lagebesprechung ein wenig missmutig, da er während der Schlacht wohl nicht in der Nähe des Burgherrn Antoine sein können würde, wo man die beste Gelegenheit haben würde ihn glänzen und siegen zu sehen. Stattdessen ritt er nun mit den Rittern zum Südtor, um dort einen Ausfall vorzubereiten und die Grünhäute zu überraschen, bevor sie sich im Geröll vor den Mauern eingraben könnten. Zähneknirschend fand er sich mit seiner Aufgabe ab und gab seinem Ross die Sporen.



    Zur selben Zeit stand rechter Hand des Haupttores Borinn Finbul Seite an Seite mit seinen Kumpanen und paffte verträumt an einer Pfeife, als genieße er die Erholung nach einem arbeitsreichen Tag. Die Zwergen Truppe, welche größtenteils aus Söldnern und Abenteurern bestand, hätte sich bis vor Kurzem nicht träumen lassen in eine ausgewachsene Belagerung verstrickt zu werden, aber solange es gegen den Erbfeind ging, war jeder von ihnen mehr als gewillt die geplante Schatzjagd hinten anzustellen. In stoischer Ruhe standen sie nun beisammen, hielten ihre Armbrüste bereit und warteten darauf, dass Telzad - welcher weit zu ihrer Rechten Spähposten bezogen hatte - etwas im tiefhängenden Dunst ausmachen würde.




    Ori Amonsson ließ währenddessen die raue Haut seiner Handfläche über den Stein der Zinnen vor sich gleiten, um abzuschätzen wie lange das Bauwerk wohl standhalten würde, wenn die Grünhäute sich wirklich in den Kopf gesetzt haben sollten eine Bresche in die Mauer zu reißen. Zugegebenermaßen handelte es sich bei dem Gemäuer nicht um den gröbsten Umgak den er je zu Gesicht bekommen hatte, aber dennoch bildeten sich ernste Sorgenfalten auf seiner Stirn und er grummelte etwas unverständliches in seinen Rauschebart.




    Etwas weiter entfernt, zwischen dem Haupttor und dem schräg dahinter befindlichen Ausfalltor gelegen, hatten sich Gaston Perrier und die Knappen von Lusignac ebenfalls auf der Mauer versammelt. Einigen von ihnen rasselten noch immer die Lungen von der hastigen Heimkehr. Denn es waren jene Männer, welche die Grünlinge am Morgen im dichten Nebel erspäht hatten und sich gleich darauf eilends zur Burg zurückgezogen hatten, um ihre Landsleute zu warnen. Die Knappen konnten sich noch immer am besten eine Vorstellung davon machen was hier gerade im Begriff war auf sie zuzurollen. Aber sie versuchten sich nichts anmerken zu lassen und hofften insgeheim, dass die Grünhäute sich auf dem Weg hier her eher gegenseitig in die Haare geraten würden, auf dass sie nicht von der geballten Macht der Horde getroffen würden.


    Unten im Hof war ein Gemisch aus Stimmen und Rumoren zu hören, als die letzten Männer in Position befohlen wurden und das Getrappel der Pferde des Adels von den Mauern wiederhallte.



    Bereit oder nicht, die Stunde der Entscheidung rückte unaufhaltsam näher.



    [Fortsetzung folgt... ]

  • Als sonst stiller Mitleser dieses Fadens, auch von mir ein paar Daumen! Klasse, macht Spaß.

    Es buckeln und huckeln die Gnomen vom Berge,

    mit Kiepen und Körben die Wichtel und Zwerge,

    von Klippen und Klüften hinunter zur Klause,

    zu bergen die Schätze im schützenden Hause.