EoS - Unser Armeebuch unter 2.2

  • Ich lege mal los, noch interessanter wirds natürlich mit den Gegnern der neuen VS.

    Dazu kommt die relativ statische Linie, die das Imperium zwangsläufig bildet. Beide Schützenblöcke wollen sich möglichst nicht bewegen, die Garde kann sich mit Bewegung 4 nicht so viel bewegen. Das gibt schon mal ein unbewegliches Zentrum

    Das Problem haben wir ja schon länger und es ähnelt finde ich auch dem defensiver Zwergenlisten.

    Mein Eindruck ist, dass dies auch einer der Gründe für die Beliebtheit der Inquisitoren zu Pferd ist.

    Die sorgen für Mobilität und besseres Zoning, mit lethal strike und Multiwunden bei eigenem wiederholbarem Einserrüster

    hat man hier einfach einen veritablen Konter gegen gewisse Monster und feindliche Helden.

    Daher ist man zwingend darauf angewiesen, den Gegner zunächst auszudünnen. Vor allem durch den Beschuss. Wenn der dann nicht klappt, ist es meistens schon ganz übel. Die Abhängigkeit von der Beschussphase ist insofern bedeutsam, als dass man kein Modell auf dem Feld hat, was sich mit einem Dämonenprinz/Drachenlord/Vampirlord usw. messen kann. Man muss diese eigentlich vorher immer zumindest anschießen.

    Richtig analysiert, wobei auch das ja eigentlich immer schon der Fall war.

    Worin siehst Du hier eine neue Entwicklung, noch mehr Monster oder gepanzerte Helden unterwegs?

    Auch hier könnte der Inquisitor allerdings ein Teil der Lösung darstellen(wenn die verdammte Kanone schon wieder die "1" gewürfelt hat...).

    Beim EMpire hat man mit den gängigen Listen nur 12 Zoll Moralwert auf AST und General. Den einen spielt man aktuell meist auf Pferd, den anderen zu Fuß. Das ist schon mal ein ganz großes Problem. So habe ich auf dem Turnier immer wieder nicht wiederholbar auf die 7 oder 8 getestet, was statistisch halt irgendwann schief geht. In Spiel 4 gegen PrinzKaos konnte ich sehen, wie stabil die WDG daherkommen.

    Ich nehme immer das 18" Banner. Weil meine Garde eben Zweihänder trägt und das rending banner nicht benötigt.

    Ohne das Banner wäre bei mir in den vergangenen Monaten auch vieles einfach weggepanickt.

    Zustimmung auch zu den Kriegern- dass deren Eliteeinheiten fast alle ihren (ohnehin schon sehr soliden) Moralwert wiederholen

    können ohne AST-Bubble macht diese Armee pflegeleichter und vielleicht auch weniger fehleranfällig.

    Die Ergebnisse auf dem Turnier (soweit ich dies überblickt habe), zeigen auch, dass das Empire im aktuellen Meta einen schweren Stand hat. Besonders gegen die neuen Bücher. Ich denke, dies hat vielfältige Gründe, aber ich habe ein paar bereits aufgezählt. Dazu kommt, dass man bei der Mehrheit der Szenarien einen eher schweren Stand hat.

    Hier mag ich mich nicht so vollen Herzens anschließen, zumindest was den statistischen Part betrifft.

    Bei den großen Online-Team-Turnieren des letzten Jahres(Cinco de Wingo-Reihe, New Years Revolution usw.),

    waren die Ergebnisse des Imperiums eigentlich endlich mal gut, also mindestens im statistischen Mittel.

    Bei der ETC waren sie leicht unterdurchschnittlich und mit nur 5 Spielern vertreten, aber die war ja dieses Jahr

    eh bisschen kleiner und erzeugt nicht so richtig valide Daten.

    Aber Spielstärke leitet sich nicht nur aus Zahlen und Daten ab. Wenn Du aktuell deutlich weniger Punkte mit dem Imperium

    machst als vor einem Jahr(als Beispiel) und den Eindruck eines schwächeren Imperiums hast,

    dann nehme ich das schon ernst. Hatte Tore den gleichen Eindruck?

    By the way: ich fühle mich aktuell mit Ogern und Orks auch robuster aufgestellt bzw beide spielen sich entspannter

    und verzeihen gefühlt auch eher mal Stellungsfehler(gerade die Oger, aber wir reden hier auch von meinem eigenen

    überschaubaren Spiel-Level).

    (und auch die Dunkelelfen)

    Also mein erstes Spiel gegen die "neuen" Dread Elves war wirklich kein Kindergeburtstag.

    Die Magiephasen sind sehr druckvoll und beim Bannen wirds schon richtig eklig.

    Gefühlt dürfen sehr viele Einheiten einfach nicht den Angriff kriegen(machen damit zu viel zuverlässigen Schaden) und das Thema ausdünnen ist hier auch

    ganz wichtig und für beschussarme Armeen wirds dann auch sehr anspruchsvoll. Ergebnistechnisch ist es zwar gegen

    Jan nochmal gut gegangen, aber ich stand schon das ganze Spiel massiv unter Druck.

    Ich höre aber auch immer wieder, dass dieses Volk selbst sehr beschussanfällig ist und auch mal richtig schlechte matchups haben kann.

  • Wer Lust hat, findet hier Schlachtberichte von mir:
    (Hauptsächlich Waldelfen, Vampire, Tiermenschen)

  • Moin,

    ich hab ziemlich viel Skaven gespielt. Empire eher weniger, aber ich glaube trotzdem, dass ich einen ganz guten Überblick habe.


    Zu den Skaven:

    Ich finde das neue Armeebuch sehr gelungen. Thematisch stelle ich mir Skaven auf jeden Fall so vor - ich spreche hier von Regeln und Spielfeeling, die Namen sind mir egal. Mit Life is Cheap haben sie eine sehr starke und interessante Regel gebaut, um Infanterie spielbar zu machen. Die (langweiligen und sehr starken) Elemente wie Rattendämon, Kanone, Moralstabilität wurden gegenüber dem alten Buch deutlich entschärft. Ich spiele also lieber mit dem neuen Buch und auch lieber gegen das neue Buch. Das muss man erstmal schaffen.

    Balancing ist natürlich an einigen Stellen noch etwas schwierig - einige Sachen (Klanratten) sind mir deutlich zu stark, einige (z.B. die Streitwagen) deutlich zu schwach.


    Zum Empire:

    Das Empire finde ich sehr stark, spiele aber weder gerne mit, noch gegen Empire. Ich finde das Buch relativ reaktiv. Damit meine ich nicht, dass man immer nur als eine Art statische Linie hinten stehen bleiben muss, sondern eher, dass man viel auf den Gegner reagieren muss, statt selber das Spiel zu diktieren. Die Truppen sind sehr stark aufeinander angewiesen (z.B. Abteilungsregeln), man muss also schon bei der Aufstellung sehr genau wissen, was man das Spiel über tun möchte. Es ist recht schwer die Position seiner Einheiten während des Spiels noch zu tauschen (wie bei Skaven übrigens auch).

    Das Empire hat definitiv aber auch Stärken. Ich finde nahezu keine Armee hat so gute Antworten - auf eigentlich alles - wie das Empire. Locket, Panzer, Inquisitor, Sigmarpriester, Countercharge - das alles setzt einige sehr wichtige Spielmechaniken außer Kraft, sodass eigentlich keine Armee ihr eigenes Ding machen kann, sondern man gegen Empire immer ein sehr spezielles und schwieriges Spiel spielen muss. Und das kann der Empire-Spieler am Ende dann natürlich meistens besser, weil der ja nur genau dieses Spiel spielt.

    In unserer 8er-Matrix auf der ETC schätzen wir uns gegen Empire immer durch die Bank weg ziemlich schlecht ein, für solche Turniere finde ich die Armee absolut klasse.

  • Mit dieser Liste möchte ich weitermachen:



    Ich habe versucht, Elemente, die gut funktioniert haben, beizubehalten. Als wesentlicher Punktelieferant mussten die Demis fliegen, obwohl sie mich eigentlich nie enttäuscht haben. Dafür ist die Garde nun nicht nur größer, sondern dank Zweihänder auch kampfstärker. Eine weitere Einheit Ranger sorgt für mehr Umlenker.

    Der General wurde ein wenig verändert, außerdem bekommen so sowohl die Ritter also auch die Garde je Magieresistenz 2.

  • Ich finde den Musiker auf den Armbrüsten immer ein bisschen unnötig. Man will sie ja eigentlich nicht bewegen, da sie dann eh nur noch auf die 6 (im besten Fall) treffen. Sicherlich gibt es Situationen, in denen man das mal brauchen kann, aber ich investiere die Punkte lieber woanders. Ich würde tatsächlich sogar noch den Champion dem Musiker vorziehen, da man so mal fordern kann.