9th age mit Uhr spielen...ein Gedankenspiel

  • Hallo zusammen,

    ich hatte das auch schon auf ttw gepostet und dachte mir, vielleicht bekomme ich hier noch ein paar mehr Meinungen. Das Gedankenspiel nimmt seinen Ursprung auf unserem letzten Turnier, der Baunatal Romantika - Der Froschkönig. Bereits nach Runde 1 hatten wir fast 60 Minuten Verzögerung. Hier lag es gleich an mehreren Punkten:
    1. Die Zeit war mit 2:45 einfach zu knapp.
    2. Ich war nicht konsequent und habe nicht abgebrochen.

    Als passionierter Warmachine und Guildball Spieler bin ich einfach Fan einer Clock. Sie sorgt für deutlich mehr fairness im Spiel und hilft der Orga, den Zeitplan einzuhalten. heiner meinte, dass dies auch Spieler verschrecken kann und ich glaube, dass wir auch so wieder Spieler gewinnen können. Also, Telefon in die Hand genommen und miteinader etwas Hirnschmalz investiert um eine Basisregelung zu finden, die ihr nunu leidenschaftlich kritisieren könnt. Hierbei haben wir uns an bestehenden Systemen mit Clock orientiert. Besonders gut fände ich es, wenn ihr es erst mal testen würdet bevor ihr was dazu schreibt. Das hat dann einfach mehr Inhalt als eine theoretische Diskussion. Ich werde es die nächsten Spiele ausprobieren und dann können wir ja Feinjustierungen vornehmen.

    Was ist das Ziel des Ganzen?
    - Verhindern von absichtlich langsamen Spielen mit beschuss/magiestarken Armeen

    - Einhalten der Zeitpläne auf Turnieren

    - Faire Verteilung der Zeit auf die Spieler

    Wir haben auch einen Teil dieser Gedanken bereits mit anderen Spielern auf dem Turnier besprochen. Es gab auchs chon kritische Stimmen mit "Ich spiele drei mal so viele Modelle wie mein Gegner, das ist nicht fair". Kenne ich auch aus anderen Systemen, liegt dann an einem selbst. Wir spielen ja immerhin ein Spiel mit Würfeln, also kann es schon gar nicht mehr fair und gerecht sein. Von daher kann ich mit dem Argument oben sehr gut leben. Wenn einem eine Bewegung sehr wichtig ist, muss er halt mehr Zeit dafür investieren. Dann muss man zusehen, dass man sie wo anders wieder reinholt.

    So, genug der Worte, nun die Ideen die um Feedback und Testung bitten!

    Ideen zum Spiel 9th age mit Clock


    1. Masterclock

      1. die Orga hat eine Masterclock. Diese Beträgt Spielzeit + 10 Minuten

      2. Ist die Masterclock abgelaufen, gibt es ein Dice down (alle Würfel fallen lassen, nichts darf mehr gemacht werden).


    2. Spieleruhren

      1. Die Uhren dürfen nicht von den Spielern angehalten werden, nur vom Schiedrichter. Ausnahme ist das Ende des Spiels (ende 6. Runde zweiter Spieler)

      2. Die Spieler müssen die Uhren starten bei Aufforderung der Orga

      3. Strafen für Überschreiten der Zeit:

        1. Das Spielergebnis verändert sich zu Gunsten des Spielers der noch Zeit auf der Uhr hat um 2 Punkte pro angefangene 5 Minuten, die von dem anderen Spieler „überzogen“ wurden.


    3. Fairplay und Uhren switchen

      1. Im Zug des aktiven Spielers obliegt es dem aktiven Spieler, die Uhr bei der Entscheidung seines Gegners zu switchen. Empfohle Kulanzzeit: 5 Sekunden


    4. Schiedrichter zu sich rufen

      1. es ob liegt dem Judge, die Uhr anzuhalten um seine Entscheidung zu treffe

      2. wenn der Schiedrichter der Meinung ist, dass Zeitspiel (stalling) vorliegt, kann der Schiedsrichter Punktestrafen verteilen


    Einmal editiert, zuletzt von DeadRabbit ()

  • die Idee finde ich sehr gut.

    Aber noch eine Verständnisfrage, für die Zeit pro Runde?

    die spiel zeit wird auf 180min fest gelegt also hat jeder Spieler 90 min für seine 6 Runden zeit.

    am Anfang braucht man ja immer etwas länger, am ende geht's meistens schneller.

    aber z.B.: hat Spieler A in seiner Runde 5 keine zeit mehr übrig aber die Gesamtzeit liegt erst bei 140min was passiert dann? bekommt er dann für Runde 6 die er spielt und 15 min braucht 6 Punkte Abzug?

  • Ich kenne einige die jetzt laut "Jawohl!" schreien würden. Einfach weil das Thema ja nicht neu ist, sondern gerade von WarMa/Hordes Spielenden eingeworfen wird.

    Ich persönlich finde es schwierig. Zum einen wegen dem Punkt, den du selber eingetragen hast. Es gibt Armeen, die einfach zeitaufwändiger zu spielen sind. Ich glaube da gibt es auch nicht zu diskutieren, natürlich kann gesagt werden: Selbstgewähltes Elend, dann spar die Zeit woanders ein. Ist ein Punkt den ich verstehe, aber für schwach halte. Das ist aber persönliches Abwiegen.


    Stärker wiegt für mich ein anderer Punkt. Es ist absolut Unfreundlich für Neulinge. Natürlich ist die 9th Age Zielgruppe die der erprobten Veteranen und Vielspieler. Aber wenn die Einstiegshürde nicht abgesenkt wird, dann wird über die Jahre die Gefahr wachsen, dass die Spielgemeinde abflacht. Neuanfangende/ Wechsler:innen/ Wiedereinsteigende sind im Spiel nicht derart zeiteffizient im Spielen. Und gerade in ländlichen Gebieten fehlt es an organisierter Spielerschaft, sodass einige ihre Erfarhungen und Übungen nur auf Turnieren generieren können. Wenn ihnen da direkt ein Brett vor den Kopf gehämmert wird, dann kommt es nicht zum effektiven Einspielen und der Anschluss wird verpasst.


    Die Clock ist also eine Grundsatzentscheidung: Welcher Zielgruppe will ich ermöglichen einen schönen Spieletag zu haben?

    - Will ich offen sein für alle möglichen Spielnievaus? Dann brauchet es mehr einkalkulierte Zeit. Für schnellspielende ggf nette Nebenplänkeleien zum Zeitvertreib.

    - Will ich vor allem Topspieler:innen ansprechen? Dann kannst die Clock und andere Verschärfungen geben.


    Bei deinen unten stehenden Punkten und dem von mir darin gelesenen Ton hab ich den Eindruck, dass vor allem Hardliner kommen sollen. Zeigt sich für mich auch immer in einer rigiden Judge Thematik. Dann zieh das mit der Clock durch, aber eben im Bewusstsein, dass es ein konkreten Klientel ansprechen wird und andere abschrecken kann.


    Für den Kontext hier ein Kommentar aus welcher Ecke ich komme. Ich hab Hordes gespielt, aber vor allem in mk1 und Anfang mk2. Die Clock, Mentalität der meisten Spieler:innen, ewige Diskussionen übers Ausmaxen waren zum Beispiel Punkte für mich, warum ich meinen Circle trotz guter Erprobung restlos verkauft und mich vom System abgewandt habe. Und aus ähnlichen Gründen scheitere ich immer wieder daran, einen Fuß in die Tür "9th Age" reinzubekommen. :)

  • Man müsste das natürlich mal in Praxis testen, aber dazu werde ich nicht kommen. Allgemein bin ich kein Freund von Uhren. Es gibt natürlich einige wenige Leute, die das absichtlich machen. Mit denen will ich eh nicht spielen, auch wenn sich das auf Turnieren nicht verhindern lässt. Im Normalfall komme ich aber lieber (auch zu meinem Nachteil) nicht durch, aber habe eine freundschaftliche Atmosphäre beim Turnier. Ich kann die Gegenmeinung verstehen, aber ich hatte noch nie Probleme mit dieser Einstellung.

  • Es gibt wahrscheinlich für beide Varianten einen ganzen Strauß von Argumenten für und wider einer Chess-Clock.

    Wenn eine Turnier-Orga das vorschreibt, würde ich mitmachen und das einmal austesten.

    Warum ich persönlich da nicht besonders hinterher bin:

    Ich fahre zum Turnier nicht nur, um kompetitiv zu spielen. Wenn das mein einziges Ziel wäre, passt die Clock da gut rein.

    Aber für mich ist das auch ein sozialer Austausch, bei dem man über 9th Age und das Leben fachsimpelt.

    Da gibt es Nix Besseres als neue Leute kennenzulernen oder alte Bekannte wieder zu treffen.

    Natürlich kann man sich auch abseits der Platte unterhalten, aber seien wir ehrlich- das gestattet der Zeitplan an den Wochenenden kaum.

    Also verquatsche ich mich regelmäßig die ersten 10-15 min. Danach spiele ich wohl relativ zügig,,

    ich kriege die 6 Runden meist durchgespielt. Durch den Wechsel in den letzten Jahren auf reine Nahkampflisten

    bin ich selbst eher leidtragend, wenn wir die 6 Runden nicht durchbekommen. Damit kann ich ganz gut leben.

    Die ganze Atmosphäre ist eine andere mit dem Zeit nehmen, wie ich es für die ETC oder andere

    wichtige Turniere auch angemessen halte. 9th Age erfordert aufgrund der Komplexität ohnehin schon eine

    hohe Konzentration, die wird mit den Clocks noch mehr beansprucht.

    Kleine lokale Turniere wie das der Brudergilde oder die Romantika sollten ein einsteigerfreundliches, nettes, angenehmes Zocken unter Gleichgesinnten ermöglichen- zumindest aus meiner Sicht.

    Es gibt wie gesagt aber sicher auch gute Gründe dafür, sowas mal auszuprobieren.

    Gefühlt ist Warmachine aber für reine Turnierspieler, für die nur der kompetitive Gedanke und das Absolvieren der vollen turns zählt, die bessere Plattform.

    9th Age sollte gemäß seinem Credo weiterhin für beide Gruppen attraktiv sein- die Turnierspieler und die Casual Gamer.

  • DeadRabbit ich habe das vor Jahren bereits vorgeschlagen und wurde dafür geteert und gefedert und als ahnungslos abgetan. Ich habe auch vor Jahren den Szenariokram immer wieder und wieder gefordert so langsam scheint sich bei 9th Age ja insgesamt etwas zu bewegen und es gibt Ansätze neuen Wind in verstaubte Strukturen zu bringen. Mich würde eine Clock und ein Punktesystem, was von Runde zu Runde abgehandelt wird, wieder an den Turniertisch bringen.


    Das unterschiedliche Factions unterschiedliche Anzahl an Modellen auf den Tisch stellen ist in meinen Augen kein Argument gegen eine Clock, denn niemand ist gezwungen jedes seiner Modelle in jeder Phase zu aktivieren etc. Ich will ja nur Modelle aktivieren, deren Aktivierung zeitlich und punktetechnisch am effektivsten ist, damit ich nicht über die Zeit verliere.


    Viele Modelle beim Gegner können auch zum Nachteil sein, denn man muss viel machen um diese auszuschalten und das kostet auch Zeit und Zeit ist beim Spiel mit der Clock eine ziemlich wichtige Sache.


    Die Clock verändert einfach den Ansatz wie man ein Turnierspiel erfolgreich bestreitet und bringt somit eine weitere "win condition" mit sich, die ziemlich spannend ist.

    Schon bei Listenbau kann ich mir überlegen, ob ich den Gegner mit einer Flut an Modellen zuschmeiße und er einfach massiv in die Clock gedrückt wird, da er einfach Würfel schmeißen muss bis seine Zeit abgelaufen ist. Macht er dies nicht gewinne ich vielleicht Über Szenario oder so.


    Ich finde die Diskussion spannend und werde verfolgen wie es da bei 9th Age weitergeht :)

  • Da gibt es ja schon ein paar Argumente. Wer von denen, die argumentiert haben, haben denn das vorgeschlagene System getestet? Ich teste es spätestens in den nächsten 14 Tagen.


    Ich selber sehe mich noch als Mediumeinsteiger und mache immer wieder Fehler. Das ist aber ok, ich bin Einsteiger und da kann ich nicht erwarten, ganz oben mitzuspielen. Ehrlich gesagt hat mich das fehlen der Clock bisher mehr genervt als mit dir Anwesenheit abgeschreckt hat.

    Aus meiner Sicht kann man auch als Einsteiger mit Clock spielen. Der Versuch, bereits am Anfang perfekt zu spielen, ist äußerst anstrengend für den Gegner. Ich denke, eine gewissen offene und ehrliche Art hilft uns allen hier weiter.


    Zur Technik:

    Frage ich etwas, geht's auf meine Clock. Überlegt mein Gegner zu lange für meinen Geschmack, ob er bannen will oder wie die Angriffsreaktion aussieht, switche ich die Clock. Er switched zurück wenn er sich entschieden hat/gewürfelt hat. Einfach testen wie es läuft und dann ein Feedback geben. Das Finetuning kann Mann bestimmt noch machen.


    Aus meiner Erfahrung hat das Fehler einer Clock bisher zu mehr Frust geführt als eine Anwesenheit. Wir sollten das nicht vorher zerreißen, sondern erst Mal testen. 1,5 Stunden pro Spieler finde ich ne Menge Zeit.


    Hier Mal ein Beispiel wie es auf einem Turnier aussehen könnte:


    Runde 1 beginnt um 9 Uhr. Die pairings sind um 9 Uhr ausgehangen. Die Masterclock startet um 9. Um 9:10 startet die Clock der Spieler. Der Spieler der die erste Unit aufstellen muss, beginnt und es wird seine Uhr gestartet. Er stellt die erste Einheit und switched.


    "Aber was ist wenn wir noch nicht bereit sind? Es fehlen noch die spells".


    Lösung: Spieler 1 (der aufstellen muss) wählt seine Zauber (gerne auch verdeckt) und stellt seine Einheit. Danach muss der Gegner sein Auswählen zuerst beenden bevor er eine Einheit aufstellt.


    Ich denke, dass dies aber eher die Ausnahme ist. 10 Minuten reichen um sich das Pairings anzuschauen, sich zum Tisch zu begeben und seine Vorbereitungen zu treffen.


    Wie gesagt, testet es bitte Mal, gerne auch in Bier und Brezel Spielen und gebt dann ein Feedback.

  • Szenariokram?


    Jedenfalls ist deine Idee, was das mit dem Listenbau und Co macht, ziemlich genau der Inbegriff meiner Horrorvorstellung von Turnierspiel. Wir haben offenbar sehr unterschiedliche Vorstellungen, was an unserem Spiel Spaß macht. Ist ja legitim. Um auch neue Spieler anzuziehen, scheint mir dein Ansatz aber nicht unbedingt geeignet. Ob das ein Ziel von Turnieren sein sollte, kann man natürlich unterschiedlich sehen.

  • Ich sehe durch eine Clock keinen Nachteil für einen Casualplayer, denn er würde auch ohne Clock gegen eine Pro verlieren. Der Nachteil liegt hier ganz klar beim Pro, der das Ziel verfolgt ein Turnier zu gewinnen. Spielt der Pro nun gegen einen Spieler, der so langsam spielt, dass die Zeit nicht ausreicht um über die volle Rundenanzahl zu spielen, verliert der Pro wichtige Punkte im Kampf um den Turniersieg, da er einfach nicht die Punkte holen konnte, die er vielleicht in 6 Runden geholt hätte.


    Teilt man die Gesamtspielzeit auf 2 Spieler auf, gibt man auch dem pro die Chance sein Spiel zu spielen.

    Für den Casualplayer ist die Clock meiner Meinung nach gar kein Unterschied er kann einfach mit oder ohne Clock sein Spiel spielen.

  • Als Casual Player muss ich widersprechen. Für mich persönlich macht das einen großen Unterschied, weil das ganze Setting ein anderes und zwar härteres und kompetitiveres ist. Dass einige Progamer das nicht sehen und verstehen, kann ich mir vorstellen, aber das macht es nicht weniger wahr und legitim.

  • Wo liegt denn da genau das Problem. Die Clock führt doch eher dazu, dass alle Teilnehmer eines Turniers gemäß ihren Ambitionen ihr Spiel spielen können.

    In meinen Augen ist das einfach nur fair oder nicht ?

  • In meinen Augen ist das einfach nur fair oder nicht ?

    Fair ja, aber erstrebenswert ist es vielleicht dennoch nicht für alle (potentiellen) Spieler im gleichen Maße.


    Denn es wäre z.B. auch "fair" (im Sinne von Gleichheit bei Vorraussetzungen und Chancen) wenn alle Spieler nüchtern antreten müssten oder z.B. die Verwendung von technischen Geräten reglementiert bzw. eingeschränkt wäre.


    Das würde sicher einem gewissen Teil der Spielerschaft zusagen, aber die Gesamtzahl an möglichen Spielern wäre sicher größer wenn die Reglements sich auf ein Minimum beschränken.



    In vielen Fällen reicht es wahrscheinlich bereits, wenn die Organisatoren vor jedem Spiel daran erinnern würden, dass man ein bewusstes und gegenseitig faires Zeitmanagement am Tisch anstreben sollte, um ein für alle erstrebenswertes Erlebnis zu kreieren. Und für Fans der Schachuhr gibt es immer die Möglichkeit eine aufzustellen. Für die Person selbst ist es dann Teil der eigenen Disziplin und Zeitkontrolle, während man dem Mitspieler signalisiert, dass dies für einen selbst eine gewisse Signifikanz hat. Der Mitspieler hätte automatisch allemal einen unverfänglichen Indikator dafür ob er/sie der Person auf der anderen Seite des Tisches jetzt gerade Zeit und Möglichkeiten stielt oder nicht. Und das bewusst gemacht zu bekommen ist für die meisten Leute durchaus ein Ansporn sich diesbezüglich nicht lumpen zu lassen.


    Reden wir hier von Theorie? Dann ist das wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Ich würde.mich weiterhin freuen wenn es getestet wird.

    Für Cr4ck3m ist es praktische Erfahrung (aus anderen Systemen), die zu seinen Überzeugungen geführt haben. Also nicht pure Theorie.

    (I respect that btw.!)

  • DeadRabbit : Wir können das demnächst mal testen, auch wenn ich dieses Prinzip für abendliche Freundschaftsspiele nicht gut finde.

    Wie auch arnadil bin ich kein Freund der Uhr. Das Spiel hat schon genug Raffinessen und dann kommt noch die Uhr dazu, auf die man achten muss. Wann darf man drauf drücken, wann ist der Gegner dran, ... Überlegt man bei einem Bannversuch etwas und der Gegner switched die Uhr, obwohl man selbst noch gar nicht realisiert hat, was noch für Sprüche kommen oder was der Gegner eigentlich gezaubert hat, weil es einfach zu schnell ging...

    Die Vorbereitung auf ein Turnier muss eventuell auch anders ablaufen. Eine Liste muss eingespielt sein und am besten man kennt alle Regeln vom Gegner. Einfach mal was spontan neues probieren, ist dann nichts für ein Turnier. Wenn man dann noch eine Frage stellt, was eine Einheit kann, dann überlegt man sich möglicherweise noch, in welcher Zeit man antwortet oder ob man auf die Uhr drückt.

    Meinem ersten Gegner hab ich die Regeln seiner Armee erklärt. Ich denke, dass er nicht zum Turnier gekommen wäre, wenn wir mit Uhr gespielt hätten. Die Magielehre war noch eine alte Version, sodass ich ihm das sagen musste und er im Internet nach der neuen Version gesucht hat. Ich fand dies überhaupt nicht schlimm und er hat es auch als Vorteil gesehen, dass er jetzt seine Armee besser kennt und wir hatten unseren Spaß. Ob das auch mit Uhr im Hintergrund so abgelaufen wäre, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

    Eine größere Teilnehmerzahl für ein Turnier, das auch Spaßspieler und neue Spieler anspricht, erwarte ich eher wenn keine Schachuhr im Hintergrund läuft.

  • Ist die Frag ob die Uhr so gestaltet werden muss?


    vielleicht gibt man einen andern Anreiz in der vorgegeben zeit die 6 runden bzw. das Spiel ende zu erreichen.

    Wenn man jetzt die spiel zeit von 2.5 Stunden angibt und auch in der zeit komplett fertig ist bekommt man 2 Zusatz Punkte. also wäre ein mögliches spiel Ergebnis ein 12:12 oder ein 22:2.

  • Man kann sich ja einfach mal vorstellen, wie man vom Turnier nach Hause kommt, wenn man (wie beim Schach) vergessen hat, die Uhr zu drücken und irgendein überkompetitiver Gegner geschwiegen hat, was einen am Ende das Spiel kostet. Das hat mich schon beim Schach geärgert, aber beim Tabletop verschreckt das Gelegenheitsspieler mMn sehr schnell... und zwar nicht, weil es nicht fair wäre, sondern weil es dem Ganzen eine Ernsthaftigkeit und einen Wettkampfcharakter gibt, den viele auch auf Turnieren gar nicht suchen. Wie Jones schreibt: Ich erkläre Regeln, ich plaudere, manche trinken was zusammen, ich weise Gegner auf Fehler hin, die aus Unkenntnis resultieren, und lasse Dinge nachholen, die vergessen wurden. Dieser Spirit ginge für mich verloren.

    Aber klar: Wer will, kann es ja testen. Ich kenne mein Ergebis schon jetzt... ebenso wie ich nicht testen muss, ob es mir gefällt, einander keine Regelfragen zu beantworten, fuschen zu dürfen, solange es meinem Gegner nicht auffällt etc. Das widerspricht einfach meiner Idee von Spielen.


    Aber das ist ja auch ein bekannter Punkt: Turniere haben diesen Mischcharakter zwischen Sport für einige und Spiel für andere. Für Sport passt eine Uhr sehr gut.


    Erinnert sich jemand an die Geschichte bei 40k, wo ein Spieler im Finale irgendeine Reihenfolge verplant hat und der Gegner das dann nicht mehr erlaubt hat? Das hat damals unsere Community ähnlich in Sport vs Spiel oder meinetwegen in diesem Fall Kompetiton vs Fairplay gespalten. Ich denke, das lässt sich auch nicht ändern. Wir suchen nicht alle das Gleiche bei Turnieren.

  • Ich habe nach ca. 10 Jahren TT mit Clock festgestellt: es geht sportlich, fair und trotzdem kompetativ. Wenn jemand unter Zeitdruck anfängt zu hudeln, dann ist das eine Frage des Charakters.

    Meiner Erfahrung nach kann man das Spiel mit einer Clock lernen. Ja, ich habe das anfangs auch vergessen mit der Clock. Die ersten 10 Spiele gingen so gut in die Hose. Von daher finde ich es wichtig, wenn man VOR einem Turnier übt. Daher bitte ich euch, es zu testen. Bitte mehr als nur ein Spiel um auch zu schauen, ob es sich verändert.

    Ich glaube auch, dass die Clock hier relativ verteufelt wird. Ich meine, ihr habt ja immer noch 3 Stunden für das Spiel. Klar, wenn ein Spieler sehr schnell spielt, seid ihr schneller fertig. Find ich nicht so schlimm, kann man anderen zusehen. Ich denke, dass ich ein relativ schneller Spieler bin, aber das ist nur ein Gefühl. Die Clock wird es ja zeigen.

    Ich finde, dass wir mehr Ordnung brauchen in unserem Spiel. Allein der Punkt "welche Zauber können noch kommen" ist ja so was. Ich überlege mir mal eine Art Anzeiger, auf dem man so was notieren kann. Gebt mir etwas Zeit, der Kram muss ja auch am Rechner designed werden ^^

    Jones
    Gerade für Freundschaftsspiele finde ich das gut. Die verlaufen sich nämlich sehr schnell in einem 5 Stunden Marathon. Wenn man eine strategische Analyse einlegen will, dann pausiert man. Auf einem Turnier geht das natürlich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von DeadRabbit () aus folgendem Grund: Big Brain Energy!

  • @ Arnadil heute spiele ich seit Jahren nur noch mit Measuresticks und Proxybases und ich zeige meinem Gegner auch anhand meiner Proxybases wie ich vorhabe mich zu bewegen bevor ich eine meiner Figuren bewege, mein Gegner kann das dann gern nachmessen allerdings auf Kosten seiner Zeit oder via Judge.

    Auf Wunsch erkläre ich auch gern ausführlich meine Armee vor dem Spiel. Während des laufenden Spiels beantworte ich auch gern Fragen zu meiner Armee, umfangreichere Fragen beantworte ich jedoch nur Zeitkosten des Gegners, schließlich kann er ja selbst in den Regeln nachlesen während ich meine Moves mache.

    Sollte etwas unklar sein kann man auch gerne eine Judge zur Hilfe rufen.


    Ich selber lasse mir so gut wie nie Armeen erklären:


    1. ich kann es mir eh nicht merken

    2. wenn es wichtig ist habe ich das Erklärte im Eifer des Gefechts auch nicht unbedingt parat

    3. Lernen durch Schmerzen :) das funktioniert bei mir zumindest besser als wenn mir alles vorgekaut wird. Meist Laufe ich nur 1 x blind in eine Kreissäge:)


    Zum Thema Takebacks:


    Man kann ja zu Beginn des Spiels ausmachen, ob man sich gegenseitig vor Gotchas warnen möchte oder halt nicht.

    Ich bin eigentlich immer dagegen, da dadurch einige Regeln keine Anwendung finden, da sie nur stechen sofern der Gegner sie nicht kennt oder nicht bedenkt.

    In solchen Situationen frage ich allerdings immer meinen Gegner, ob er etwas machen möchte und switche die Clock lediglich, wenn er etwas tun möchte ansonsten spiele ich einfach weiter. Man bekommt schnell ein Gefühl dafür was angemessen ist und was nicht,


    All das funktioniert auch mit der Deathclock im Nacken, es bedarf lediglich etwas Übung und Organisation.


    Unsauberes Wischiwaschiplay kenn ich eigentlich nur aus alten Warhammerzeiten, in denen noch mit Maßband gespielt wurde und es eben als unsexy angesehen wurde sauberes Spielen einzufordern.


    Wenn man übt dann wird man seine Armee im Rahmen der Zeitvorgabe auch sauber spielen können ohne in Hektik und Wischiwaschi zu verfallen.:)

    Ich halte es für ratsam auch unter Zeitdruck sauber weiterzuspielen , denn selbst wenn man dadurch über die Zeit verliert wird man immer schneller in seinen Abläufen und Mechaniken:)