Tiermenschen Geschichte

  • Nachdem ich mit Begeisterung die vielen Geschichten hier gelesen habe, bin ich auf die Idee gekommen hier selbst einmal eine Geschichte zu Präsentieren. Über Lob und Kritik würde ich mich sehr freuen, also lasst euch aus ;)




    Die Zerstörung von Hirschenburg


    Es war ein warmer Sommertag in Hirschenburg, einer gut befestigten Mittelgroßen Festungsstadt des Imperiums. Sie lag am Fuße des Reikwaldes und stand so immer wieder plündernder Horden der Tiermenschen gegenüber. Diese wurden allerdings immer zurückgeschlagen, da Hirschenburg über einige ausgezeichnete Kanonen, elitäre Soldaten und eine in ganz Reikland bekannte Kavallerie verfügte, die den Tiermenschen schon häufig starke Verluste zufügten.


    Doch an diesem Tag sollte es anders sein den Gnugor Eisenhorn, ein Großhäuptling der Tiermenschen der schon viele Invasionen auf Hirschenburg miterlebte sammelte seit geraumer Zeit die umliegenden Kriegsherden, des Reikwaldes um die verhassten Menschen hier endgültig zu vernichten. An seiner Seite stand der Schamane Ixabras Krähenrufer, ein berüchtigter Magier der die Lehre der Wildnis beherrschte und Gnugor als Berater zur Seite stand. An seinem riesigen Herdestein sammelte er seine Herde und sprach zu ihnen: “ Schon oft hat unser Volk versucht diese verfluchte Menschenstadt niederzubrennen, viele von uns sind von den Kriegsmaschienen zerfetzt worden, werfen wir sie in den Dreck, durchbohren wir ihre Leiber, fressen wir ihre Pferde. Meine Brüder heute wird Hirschenburg brennen und die Tiermenschen werden den Chaosgöttern zeigen, dass sie ihre wahren Kinder sind!” Mit einem gewaltigen Brüllen schloss er seine Ansprache ab und seine Bestigor, Gor und Ungor schlossen sich ihm an, zu einem Brüllen das im ganzen Wald zu hören war.

  • Es dämmerte bereits als Gnugor seiner Herde den Marschbefehl gab. Er legte seine Waffen an, in der Rechten Hand hielt er eine Sichel die an einem langen Griff befestigt und mit den Schädeln von Feinden und Rivalen geschmückt war. Auf seiner linken Hand trug er den Schädel eines riesigen Chaoswidders den er selbst erlegt hatte. Er benutzte die Hörner des Widders wie Kampfklauen, und war im Umgang damit sehr geübt. Nach einem Marsch von etwa einer Stunde kamen sie an die Grenze des Waldes von der man Hirschenburg schon sehen konnte. Er befahl einige Harpyenschwärme, die der Herde gefolgt waren an die Mauern zu treiben und so die Kriegsmaschinen auszuschalten. Jedoch bemerkten die Wachen auf der Mauer das näherkommen der Herde und der Harpyen und schlugen Alarm. Ein Pfeilhagel erfüllte die Luft und ließ zahlreiche Harpyen zu Boden gehen. Die Mischwesen schafften es immer hin, zwei Kanonen zu zerstören und mehrere Wachen zu töten bevor sie stark dezimiert die Flucht ergriffen. Nun trat Ixabras hervor und murmelte einen Zauberspruch vor sich hin. Sekunden später erschien unter fürchterlichem Gebrüll ein Ghorgor aus dem Wald der sich vor der Herde positionierte. “ Tötet jeden Menschen den ihr seht!” Schrie Gnugor und stürmte mit seinen besonders großhörnigen Bestigor voraus. Massen an Gor und Ungor folgten ihm, auch mehrere Chaoshunde stürmten auf das Tor zu. Die Verteidiger schossen mit Bögen und Musketen von den Mauern, doch konnten sie den Strom der anstürmenden Tiermenschen nicht lichten. Im Gegenzug schossen die Plünderer der Ungor die Wachen von den Mauern. Doch da war ein donnernder Knall zu hören. Eine Salvenkanone schoss in einen großen Gorblock der gerade zusammen mit dem Ghorgor versuchte das Tor zu zerstören. Die Gor erlitten schlimme Verluste und flohen zurück in den Wald obwohl Gnugor sie noch zornig anbrüllte.



    Mit einem gewaltigen Hieb zertrümmerte der Ghorgor das Tor und stürmte in den Innenhof der Stadt. Die Bestigor mit Gnugor in ihrer Mitte stürmten hinterher und begannen die Schwertkämpfer und Lanzenträger anzugreifen.Diese waren der bestialischen Kraft der Tiermenschen nicht gewachsen, und so metzelte sich Gnugor von Regiment zu Regiment und liess nichts als verstümmelte und getötete Soldaten zurück. Plötzlich aber waren Tiermenschenschreie zu hören. Die Kavallerie der Stadt war durch ein Seitentor in den Rücken der Tiermenschen gestoßen. Nun töteten sie viele Gor und Ungor, die Salvenkanone wurde ebenfalls erneut bereitgemacht, doch sie explodierte in einem lauten Knall, und riss ein Loch in die Mauern. Im Innnenhof zogen sich die Truppen des Imperiums in einen anderen Stadtring zurück und so nutzte Gnugor die Zeit um in ein Horn zu blasen welches er mit sich führte. Darauf hin brachen unter hirnerschütternem brüllen eine große Gruppe Minotauren aus dem Unterholz hervor. Geführt wurden sie von dem Sturmbullen Nelrok dessen Körper zahllose Narben von bestandenen Kämpfen zierten. Er trug eine Keule mit sich die einen eisernen Morgenstern auf ihrer Spitze hatte. Die andere Faust war mit einem Kampfhandschuh bewaffnet, an dessen Ende eine rostige Klinge befestigt war. Die Reiterei des Imperiums saß die Bedrohung kommen, doch konnten sie wenig ausrichten gegen die wütenden Stiermenschen. Als Nelrok und sein Gefolge die Reiterei vertrieben rannten sie in die Stadt. Gerade rechtzeitig um Gnugor,s Bestigor zu unterstützen, die sich mit den Bihandkämpfern der Stadt anlegten. Unter ihnen war auch Herman von Stolzfels, der Befehlshaber der Stadt. Dieser trieb seine Krieger zu Höchstleistungen sie töteten einen Bestigor nach dem anderen und auch die Minotauren konnten ihnen wenig entgegen setzen.


    So kam es das von Stolzfels es schaffte Nelrok zu verwunden, dieser tötete zwar einige Bihandkrieger, wurde dann aber von einem gezielten Schwertstoss gefällt. Da betrat Ixabras mit seiner Gorwache den Hof und murmelte erneut vor sich hin. Die Bihandkämpfer hörten auf einmal auf zu kämpfen und fingen an laut aufzuschreien. Einige von ihnen bildeten Reisszähne aus und ihre Nägel wurden zu langen Krallen, nun begann ein Kapf unter den Soldaten, die verfluchten waren zwar in der Unterzahl, doch waren sie letzten Endes siegreich gegen ihre Kameraden. Von Stolzfels, der alles fassungslos mit an sah, wandte sich Gnugor zu dieser willigte mit einem Schnaufen in die stumme Herausforderung ein. Der Imperiale versuchte mit seiner Klinge die ungepanzerten Arme des Großhäuptlings abzuschlagen. Dieser wiederum parierte die Schläge seines Gegners und fügte ihm mit seinen Knochenklingen, eine klaffende Verwundung zu. Schließlich nutzte Gnugor einen kurzen Augenblick, in dem von Stolzfels nicht damit rechnete, dazu seinen mit einer Klinge bewehrten Helm in seinen Feind zu schlagen. Dieser war nun tödlich getroffen und sein Tod brachte die letzten Verteidiger dazu, ihre Stellungen zu verlassen und sich der Evakuierung der Stadt, die bereits beim durchbrechen der Tore begann anzuschließen.



    Die Tiermenschenhorden plünderten die Stadt und nahmen jeden der dumm genug war in der Stadt zu bleiben gefangen. Es war nun Mitternacht, und Morslieb stand voll am Himmel. Die Gefangenen wurden geopfert und Hirschenburg wurde niedergebrannt, so wie es Gnugor Eisenhorn vorausgesagt hatte.

  • Hübsche Geschichte, nur geht es für meinen Geschmack alles etwas zu schnell... Ich meine du arbeitest ne recht epische Schlacht in 2 Seiten Text ab, das hätte man doch schon noch ein bisschen mehr mit Leben füllen, bzw. ausführlicher beschreiben können.
    Der Anfang vom zweiten Teil, also die Beschreibungen der Waffen und so, so ausführlich würde ich mir den Rest auch noch wünschen und das ganze sollte dann in nem Zweikampf enden, der wirklich anschaulich beschrieben ist und nicht etwas "lieblos" in nem halben Absatz abgefertigt wird.


    Vielleicht als kleines Fazit:
    An sich gut geschrieben, einige nette Ideen (die Sache mit der Klinge am Helm z.B.), insgesamt aber in der Größe der Aufgabe verloren gegangen... Vielleicht solltest du dich erst einmal auf kleinere Gemetzel, Hinterhalte, oder Scharmützel beziehen, so eine Schlacht spannend und storytechnisch dicht zu schreiben ist meiner Erfahrung nach echt ne Herausforderung!!!
    Also, fleißig weiter üben, denn die Ansätze sind durchaus gut... ;)


    Zum Schluss noch eine Sache:
    Ich fände es schön, wenn du alle Geschichten gelesen hast (wie du ja selbst gesagt hast) vielleicht den ein oder anderen Kommentar hinterlässt, was nicht so schlüssig ist, was dir gut gefällt oder dergleichen... Notfalls halt einfach ein "so geht gar nicht", oder "weiter so", denke jeder der hier postet, freut sich auch über den ein oder anderen Kommentar, ich schaffe es auch nicht immer, versuche aber doch, positive/negative Kritik loszuwerden. Wir wollen uns ja alle verbessern und dabei helfen Kommis ungemein! Außerdem sind die gut für die Motivation :rolleyes:

  • Danke für dein Komentar.Du hast Recht, vielleicht war so eine große Schlacht für den Anfang etwas zu viel.Ich werde deine Tipps auf jeden Fall in meiner nächsten Geschichte berücksichtigen und die anderen Geschichten hier fleißig komentieren ;)