Die Geschichte des Grok Knochenmahler

  • Durch die Kritik an meiner Geschichte im Kurzgeschichten Wettbewerb angespornt,
    habe ich den entschluß gefasst hier eine mehrteilige Geschichte zu verfassen.
    Hauptperson ist ein Ogerjäger
    Über Kritik, Lob und Verbesserungsvorschläge bin ich immer dankbar. :)
    Ich beginne mit der Beschreibung des Charakters und seiner Vorgeschichte
    Der zweite Teil folgt bald. :D


    Die Geschichte des Grok Knochenmahler
    1) Die Vorgeschichte und Beschreibung der Hauptfigur

    Die Sonne ging auf über den Trauerbergen. Riesige Rhinoxbullen maßen schon am frühen Morgen ihre Kräfte und das Geräusch aneinander stoßender Hörner erfüllte das Tal.
    Von diesem Geräusch geweckt erhob sich Grok aus seinem behelfsmäßigen Bett aus Stein und den Knochen und Fellen einiger Steinböcke die er vor kurzem erjagt hatte.



    Grok war etwa 2 Meter groß was für einen Menschen zwar groß erscheint, doch war er ein Oger und wurde deshalb von seinen Mitogern wegen seiner geringen Größe so lange schikaniert bis er den Entschluss fasste seinen Stamm verlassen und sich seinen Traum vom Jäger da sein zu erfüllen.
    Schon immer faszinierten ihn die Geschichten der Älteren Oger über die riesigen Mammuts und der vielen weiteren Kreaturen die in den Ebenen der Trauerberge umherstreiften.
    Bei einem durchziehenden Jäger ließ er sich kurz vor seinem Aufbruch noch die Grundtechnicken der Jagd erläutern. Dieser Jäger schenkte Grok auch einen Speer, der aus dem angespitzten Knochen eines Yaks bestand.
    Mit dieser Waffe und dem Grundwissen machte er sich auf den Weg in die Ebenen.



    Er begann damit Steinböcke und anderes Niederwild zu jagen, da diese nicht sehr wehrhaft waren allerdings durch ihre Schnelligkeit eine gewisse Schwierigkeit darstellten.
    Gegen die Kälte trug er einen Mantel aus dem Fell eines einsamen Wolfes, der ihm ein erbeutetes Rentier abjagen wollte und tödliche Bekanntschaft mit seinem Speer machte.
    Sein fettiges braunes Haar wurde von einer Mütze aus der Haut des Rentieres halb verdeckt und sein Gesicht wurde von einem kurzem Stoppelbart geziert.
    Es war erst seine dritte Woche in der Wildnis,
    und langsam kam in ihm der Wunsch auf, etwas größeres als ein Rentier zu erlegen und so schlich er in Richtung der Rhinoxe.

  • Schön das du genug Motivation gefunden hast :)


    Freue mich auf die Fortsetzung. Eine Story über einen Ogerjäger hatten wir hier, glaube ich, auch noch nicht.


    Einen kleinen Fehler habe ich entdeckt:
    Im Betreff heißt der Held Grok, im ersten Absatz Grom und im zweiten Absatz wieder Grok ;)
    Das solltest du noch mal ändern.


    Viel Erfolg!

  • Danke Drachenzorn, für deine aufmerksamen Augen.
    Heute gibts den zweiten Teil. Der nächste folgt im Laufe der nächsten Woche.


    2) Unerwartete Hilfe
    Hinter einem großen Findling verborgen, beobachtete Grok die etwa acht Tiere umfassende Herde der Rhinoxe. Angeführt wurden sie von einem kolossalen Bullen dessen Hörner lang genug waren einen Oger vollständig zu durchbohren.
    Ein jüngerer Bulle maß seine Kräfte mit dem Alphatier, doch war dieser eine Nummer zu groß für ihn. Grok wusste das seine Ausrüstung für das Jagen eines gesunden Rhinoxbullen nicht geeignet war,
    und so schweifte sein Blick weiter durch die Herde, vorbei an mehreren grassenden Kühen und blieb an einem Kalb hängen, was etwas abseits der Herde einige Vögel aufschreckte, und dabei viel Spass zu haben schien.


    Der Wind stand günstig und so bemerkten die schlecht sehenden Rhinoxe nicht, wie Grok sich in großem Bogen dem Kalb näherte.
    Er holte den Speer hinter seinem Rücken hervor, und warf ihm dem Kalb genau zwischen die Schultern. Das sterbende Jungtier ließ einen kurzen Schrei ertönen und brach dann zusammen.
    In diesem Moment drehte sich jedoch der Wind und die Mutter des Kalbes stürmte rasend auf Grok zu.
    Dieser völlig überrascht von der Situation schloß die Augen und rechnete damit das er jeden Moment zerfetzt würde, doch da hörte er ein Brüllen das in der ganzen Ebene erschalte.
    Zwei Säbelzähne stürzten sich auf das Rhinox, gruben ihre Krallen und Zähne in dessen zähes Fleisch und zerfetzten mit bestialischer Brutalität dessen Kehle.
    Die anderen Rhinoxe hatten sich nach dem kräftigen Brüllen der Katzen aus dem Staub gemacht und stellten keine Gefahr mehr da, doch waren die Säbelzähne noch nicht zufrieden mit ihrer Jagdbeute und rannten auf Grok zu.


    Geistesgegenwärtig hatte er seinen Speer aus dem Rhinoxkalb gezogen, als die Säbelzähne das Muttertier erlegten, und war nun bereit den Kampf mit den Topjägern der Trauerberge aufzunehmen.
    Es waren zwei männliche Exemplare die durch ihr Mähnen artiges Fell an den Schultern noch imposanter wirkten als sie schon waren. Grok ging vorsichtig einige Schritte zurück, stolperte dann allerdings über einen Stein und verlor das Gleichgewicht.
    Eine der Katzen ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und sprang auf Grok zu. Reflexartig griff Grok seinen Speer und hielt ihm der anspringenden Katze entgegen.
    Scharfe Krallen rissen zwei blutende Wunden in das Gesicht des Ogers, doch sein Speer durchbohrte gleichzeitig den Körper der Katze.
    Allerdings war der Stoß so heftig, dass der Speer in der Hälfe durchbrach und Grok nur noch ein stumpfes Ende blieb. Er richtete sich auf und sah sich seinem nächsten Gegner gegenüber.


    Der anderen Katze musste er sich nun unbewaffnet stellen. Es war ein majestätisches Tier und war sicherlich eines der größten seiner Art dachte sich Grok, der aber in diesem Moment der Unachtsamkeit direkt von dem Raubtier zu Boden gerissen wurde.
    Der Säbelzahn versuchte, mit seinen kräftigen Kiefern den Hals seines Gegners zu packen, doch gelang es Grok den Ober und den Unterkiefer der Katze zu packen und diese weit auseinander zu reißen.
    Er wusste, dass sein Schicksal besiegelt war falls ihm die Kraft verlassen sollte. Mit einem letzten Aufbäumen seiner Kräfte schleuderte er den Säbelzahn von sich weg.
    Dieser landete deutlich geschwächt auf seinen Pfoten.
    Grok dachte die Bestie würde nun kurzen Prozess mit ihm machen, doch winselte die große Katze auf einmal, und setzte sich unterwürfig vor Grok hin.
    Grok wusste das sich Säbelzähne nur jenen Jägern unterwürfig zeigten die sie stark beeindruckten. “Graumähne” grunzte Grok in der Sprache der Oger und benannte so seinen neuen Begleiter.
    Mit Hilfe von Heilkräutern die er in der Nähe fand versorgte er seine Wunden und gab seinem Begleiter einige Stücke der beiden Rhinoxe zu fressen bevor er sich selbst ans
    verschlingen der Beute machte.
    Aus dem Oberschenkelknochen der Rhinoxkuh stellte er eine Keule her, an der er die Hörner der beiden Rhinoxe sowie die Krallen und Zähne des getöteten Säbelzahns befestigte.
    Mit dieser Waffe und seinem neuen Wegbegleiter machte er sich auf den Weg gen Norden, dem Territorium der großen Bestien der Trauerberge.

  • Aus langeweile schon heute der dritte Teil von Groks Abenteuern.
    Kritik ist immernoch herzlich willkommen. :D



    3) Der kreischende Schwarm
    Ein anstrengender Tagesmarsch lag hinter Grok und Graumähne. Sie hatten die grünen Ebenen verlassen und waren nun an einem Steilhang angekommen den die Oger Knochenhügel nannten.
    Er war etwa 2 Tagesreisen breit und hinter ihm lag die Froststeppe, ein ausgedehntes Grasland in dem viele große Höhlenbestien lebten. Grok hatte von diesen Orten bisher nur aus Geschichten gehört,
    und verstand nicht warum die alten Oger immer recht respektvoll von der Knochenhöhe redeten. Für ihn war es einfach ein karges Gebiet mit recht wenig Leben. Nur einige Steinhühner und Schneehasen ließen sich blicken und Graumähne erbeutete noch eine Gämse die aufgeschreckt durch die beiden Jäger erfolglos vor dem Säbelzahn davon lief.
    Da sah Grok plötzlich etwas großes einige Schritte vor ihnen. Es war ein Haufen abgenagter Knochen verschiedener Tiere. Grok erkannte die Hörner von Steinböcken, Gämsen und junger Yaks doch auch Knochen die eindeutig von Menschen stammten konnte er entdecken. Desweiteren war der Schädel eines Ogers am Fuße des Haufens zu sehen. Irgendetwas musste hier seinen Futterplatz haben.
    Etwas weiter entfernt lagen einige zerbrochene Knochen aus denen etwas da Knochenmark entfernt hatte. Und mehrere pechschwarze Federn waren dazwischen verborgen.
    Grok ging im Kopf die möglichen Kandidaten durch. Geier würden nicht alles an einen Ort bringen um es dort zu fressen. Auch Adler konnten es nicht gewesen sein da sie ihre Beute in ihre Nester brachten um sie zu verspeisen.
    Blieb eigentlich nur noch eine Möglichkeit welche Gleichzeitig auch die gefährlichste war. “Harpyen” sagte Grok mit Sorge in der Stimme. Diese Mischwesen aus Mensch und Vogel waren alte Feinde der Oger und manche Stämme waren schon von großen Gruppen dieser Kreaturen komplett ausgelöscht worden. Da sah er eine schwarze Wolke die sich genau auf ihn und Graumähne zu bewegte.
    Es waren etwa zwanzig Harpyen die mit schrillen Schreien auf die beiden Jäger zustürzten. Mit einem Hieb seiner Keule erlegte er gleich drei von ihnen. Graumähne riss mit seinen Pranken zwei der Bestien nieder.
    Doch setzten ihm die scharfen Klauen der Harpyen spürbar zu. Inzwischen hatten Grok und Graumähne zehn der Angreifer getötet, doch hatten diese Groks Mantel fast komplett zerfetzt und ihm an den Armen einige Wunden zugefügt. Als sich gleich drei der Kreaturen auf seinen Begleiter stürzten griff Grok nach einer der Harpyen und brach ihr das Rückrad. Die beiden anderen wurden von Graumähne zu Boden gerissen und zerfetzt.
    Die übrigen Harpyen flogen davon, doch eine blieb auf dem Schlachtfeld und flog auf die Spitze des Knochenhaufens. Diese Harpye sah wesentlich anders aus als die restlichen ihres Schwarms. Sie besaß keine Federn sondern ledrige Schwingen die rötlich gefärbt waren und lange gebogene Krallen. Ihre Wirbelsäule endete in spitze Stacheln und wurde durch einen schuppigen Schlangenartigen Schwanz verlängert.
    Mit einem ohrenbeteubenen Schrei flog sie an Grok vorbei und stieß im vorbei fliegen ihre Krallen in seinen Wanst. Rasender Schmerz durchfuhr ihn, und als er seine Keule nach ihr schwang, blockte das Wesen den Schlag mit einer verächtlichen Bewegung ab. Er merkte das ihn seine Kräfte verliesen und dies in einer hohen Geschwindigkeit.
    Grok fühlte immer deutlicher, dass seine Kräfte schwanden und er hielt sich nur noch mit Mühe auf den Beinen.
    Etwas stimmte nicht mit seinem Gegner. Graumähne hatte sich inzwischen auf den Feind geworfen und verwundete die Kreatur.
    Als sie schmerzerfüllt aufschrie spürte Grok, wie ein Teil seiner Kräfte zurückkehrte. Graumähne wurde von einem Flügelschlag der Bestie zu Boden gerissen und diese versuchte ihn nun mit ihren scharfen Zähnen zu zereißen,
    doch diesmal war die Keule von Grok stark genug das Biest zu Boden zu werfen.
    Die Hörner an ihrer Spitze rissen die Haut der Harpye auf und es ergoss sich ein Strahl grünen Blutes, der einige der herumliegenden Steine und Knochen auflöste.
    Grok steckte die Keule wieder hinter seinen Rücken, und packte die am Boden liegende einstmals stolze Gestalt am Hals.
    Je länger er drückte um so mehr Energie durchflutete seinen Körper, bis die Kreatur mit einem heiseren Schrei ihr Leben aushauchte.
    Grok wusste nicht, mit was er es da zu tun hatte. Von so einem Wesen hatte er noch nicht mal in den Legenden seines Volkes gehört aber er war sich sicher das dort etwas höheres im Spiel sein musste.
    Er schlug sein Lager in der Nähe des Kampfplatzes auf und entfachte mit Hilfe von Moosen und Feuersteinen ein kleines Feuer auf dem er die erlegten Harpyen briet.
    Als es Abend wurde hatte er zwei Lektionen gelernt.
    Erstens: Die Wesen die hier lebten waren alles andere als ungefährlich,
    und Zweitens: Harpyen schmecken scheußlich.

  • Also, meine Kritik wäre dass die Geschichte eigendlich nur auf "Gegner tot hauen" basiert, aber eigendlich solls so sein. Auserdem glaub ich nich das EIN Oger gegen ZWANZIG Harpyen siegen kann. :augenzu:

    Der Wunsch klug zu erscheinen, verhindert oft, es zu werden.
    Beton lebt ! zumindest vermehrt er sich rasend.
    Der Mensch hat die Atombombe erfunden. Keine Maus käme auf die Idee eine Mausefalle zu konstruieren.
    Der Mensch steht immer im Mittelpunkt, also immer im Weg.


    Beste Sprüche

  • Danke.
    Ja da muss ih dir Recht geben. Aber was macht ein Ogerjäger auch sonst. :D
    Ich werde im nächsten Teil der Geschichte mal was anderes versuchen. Das Monster tot hauen bleibt aber Hauptthema