Ich spiele nicht gegen Orks...........

  • oddman : Das er lieber mit gleichaltrigen spielen würde kann ich durchaus verstehen. Doch seine Freunde haben dahingehend weniger Interesse an Warhammer.

    Das ist dann sogar noch ein wenig bitterer. Wenn ich mich an meine Jugend zurück erinnere, hatte ich mit meinem Vater regelmäßige Schachpartien. Die gabs ab einem bestimmten Punkt auch nicht mehr. Ich hatte zwar nie (wortwörtlich) Streit mit meinem Vater, da wir beide dafür nicht der Typ sind, aber gemeinsames Spielen hat sich in dem Alter auch erledigt.


    Die beschriebene Sturheit ist ebenso ein Zeichen der Pubertät. Man macht sich frei gegenüber den Meinungen und Regeln der Eltern. Und man schaut, welche Macht man gegenüber Autoritätspersonen ausüben kann.


    Seine Aussage: Ich spiele nur mit dir, wenn du dich meinen Regeln beugst!


    Und jetzt überlege genau, was dein Sohn lernen soll. Ganz fern davon, was du selbst gerne tätest.


    Meine persönliche Meinung. Respektiere und akzeptiere, dass dein Sohn keine Lust mehr hat, ständig gegen Orks zu spielen. Und suche mit ihm gemeinsam Möglichkeiten, mit denen ihr noch gemeinsam Spielen könnt, obwohl er keine Lust mehr hat, gegen Orks zu spielen (kann ich übrigens sogar verstehen).


    Da sind ja auch Kompromisse und zukünftige Variationen möglich:


    Da die Orks deine Armee sind, wirst du sie gelegentlich weiter spielen. Du kommst ihm aber entgegen und spielst ab und zu Space Wolves (und hier sollte er zumindest am Anfang proxen erlauben).


    Ihr tauscht gelegentlich mal die Armee. (Völlig andere Perspektiven.)


    Ihr spielt kleinere Schlachten und würfelt vorher aus, welche(n) Einheitentyp(en) ihr nicht aufstellen oder ausschließlich aufstellen dürft.

  • also mit der zusätzlichen Info, dass er statt dem Samstagstreffen lieber mit Freunden was unternimmt lässt mich zum Entschluss kommen, dass es höchstwarscheinlich (genau kann man es wenn man die Person nicht kennt ja nicht sagen), an der Pubertät liegt.
    Er "beugt" sich deinen Regeln nicht mehr ohne Widerstand zu leisten, geht lieber mit Freunden weg (deutliches Indiz, da sich in der Pupertät die "Peer Group" ändert, d.h. dass Personen, die vorher die 1. Ansprechpartner waren [= Eltern] treten in den Hintergrund und andere Personen sind ab sofort eher als Ansprechpartner gewünscht [in den meisten Fällen die Freunde]), hat eine Sturheit entwickelt...


    Was Oddman und Volantuir geschrieben haben finde ich sehr passend.
    Du kannst ihn dann nicht zwingen und selbst wenn du ihn zwingst wird es keinem dann mehr Spaß machen an so einem Treffen.
    Ich würde die Treffen fortsetzen. Auf jeden Fall noch mit ihm reden und ihm erklären, dass wenn er Lust hat mitzuspielen, dass er das dann immer kann und "die Tür immer offen steht" (was ja eigentlich selbstverständlich ist, ich würde es trotzdem nochmal sagen).


    Gruß Dome

    Meine Armee:


    Hochelfen - 2500 Punkte (mehr im Aufbau)

  • Oh man, ich dachte, das hätte sich in dem Alter schon erledigt. Ich kenne das nur von meinem 5-Jährigen. Wenn wir was zusammen spielen - bei ihm halt eher Mau-Mau, Brettspiele oder seit neuestem Lego Heroica - und je nachdem wie er drauf ist, sitzt er dann auch da und weint, wenn er verliert.
    Man kann das ja in dem Alter noch ein wenig steuern, wie häufig ich oder er gewinne, finde aber schon, dass meiner in dem Alter lernen sollte, dass man nicht immer gewinnt...er hat zwar auch schon Interesse an Miniaturen, aber zum Spielen ist das da ja noch etwas zu früh. :)


    aber da kann ichz mich ja noch auf etwas gefasst machen :D (vor allem, da unser zweiter auch noch irgendwann kommt).

    Für den Fluff!

  • Ok, ich mische mich jetzt auch mal in das Thema ein. Ich hab war keine Kinder und bin def. zu jung um welche groß zu ziehen, jedoch erinnert mich der Sachverhalt an eine begebenheit aus meiner Kindheit. Damals war ich so um die 11. Mein Vater spielt hierbei zur Information gerne Schach, profimäßig in einem Verein und so. Lange Zeit bin ich dort hin immer mitgefahren und habe das eine oder andere Spiel dort auch getätigt. Als ich dann älter wurde habe ich mit Schach aufgehört und mich anderen Dingen gewidmet. Allgemein war mein Vater mir nicht böse und er hat es auch nicht versucht mich wieder dazu zu bewegen mitzufahren. Ich meine ok er hat mich gefragt ob ich heute wieder mitfahre und so aber eben nicht sowas um es jetzt auf deine Situation umzulegen 'Fahr mit und dafür spiele ich mit den SW gegen dich.'. Und heute spiele ich zwar immer noch kein Schach allerdings würde ich es cool finden wenn mein Vater sich bereit erklärt Warhammer Fantasy mitzuspielen.


    Damit will ich sagen, wenn er keine Lust mehr hat gege deine Orks zu spielen, dann nim das hin als seine Entscheidung. Vll. kommt er ja zu dem schluss das er gerne wieder mit dir etwas unternehmen will, es wird nur eine längere Zeit dauern.

  • Was ich noch ganz entscheidend finde, ist, ob er auf dich zukommt und fragt: "Hey Paps, Lust auf ne Runde 40k?" und du packst dann deine Orks aus und er sagt dann "nein danke" oder ob du auf ihn zugehst. Vor allem letzteres (der peinliche Vater, der mit seinem Sohn ein lächerliches Spiel spielen will) will er vermeiden, um bei seinen Freunden, wo 40k nicht allzu in ist, nicht als douchebag dazustehen. Ich kenne ja weder ihn noch seine Freunde, doch wenn er nicht gerade das Alphatier in seiner Clique ist, dann achtet er vielleicht vermehrt darauf, dass er von den anderen akteptiert wird, wobei die samstagliche Runde 40k statt mit Freunden aus zu gehen nicht gerade dazu beitragen mag. Selbst wenn er 40k mag.


    Aber vielleicht liege ich da auch völlig falsch, aber als Jugendlicher mache ich mir auch solche Überlegungen.