13. Big Trouble Maker Cup - Koblenz

  • 13. Big Trouble Maker Cup


    Mit grimmigem Blick und glühender Zigarre betritt Kommissar August Zorn die rauchige Bar. Die Schlacht war lang und verlustreich. Doch letztendlich hat die Imperiale Armee ihre Linien gehalten. Niemand ist zurückgewichen. Na ja, niemand wichtiges. Einen Sieg würde er es nicht nennen, doch eine Niederlage war es auch nicht. Der Feind ist an den Reihen der Garde abgeprallt und als schließlich die Space Marines landeten, wurden ihre Gegner zum Rückzug gezwungen. Müde und erschöpft schleppt er sich an die Bar, während der Wirt ihm wortlos einen Amasec hinstellt. Vor sich hinbrütend lauscht der Kommissar den Gesprächen seiner Soldaten. So viel hat sich verändert in den letzten Tagen. Diese Welt, nein, der ganze Sektor ist ein anderer geworden. „Weißt du eigentlich, was das für eine scheiß Arbeit war, die ganzen Wachposten neu einzuteilen?“, fragt ein griesgrämiger Pionier in einem schmutzigen, beigen Einsatzdress seinen Kameraden und genehmigt sich dabei einen Schluck aus einem großen Glas Bier. „Ich meine, früher war das ganz einfach. Jede neunte Grabensektion hat einen Wachturm, damit uns niemand mit Sprungtruppen oder Fallschirmjägern im Hinterland überraschen kann. Nicht ein einziges Mal ist das jemandem gelungen. Doch jetzt reicht das dem Administratum nicht mehr. Jetzt müssen wir alle acht Grabensektionen einen Wachturm aufstellen. Verdammt, wir sind aus dem Schuften nicht mehr rausgekommen.“ In einer anderen Ecke, schlägt ein missgelaunter, weißbärtiger Krieger mit der Faust auf den Tisch.
    Seiner lallenden Stimme nach zu urteilen hat er schon mehr als nur ein paar Gläser zu viel. „Zu meiner Zeit hätte es das nicht gegeben. Bei uns herrschte noch Zucht und Ordnung. Wir haben uns in Deckung gestellt, wenn die Schießerei losging. Aber heutzutage ...“ Er schüttelt mit dem Kopf und spuckt auf den Boden. „Erst gestern habe ich ein paar Typen von der Fünften dabei erwischt, wie sie völlig im Freien vor ein paar Mauerresten rumstanden und den Feind anglotzten. Diese Idioten haben noch nicht mal nach ihren Laserkarabinern gegriffen, ganz so, als ob sie damit nicht gesehen würden. Tja, und dann sind ihnen ein paar Chaosanbeter doch zu nahe gekommen. Da sind sie gelaufen. Wie die Hühner. Unglaublich.“„Habt ihr schon gehört?“, beugt sich ein junger Rekrut zu seinen Kameraden rüber. „Das 38. soll jetzt mit den 55. Catachanern zusammengelegt werden?“ „Kann ich mir nicht vorstellen“, schüttelt ein anderer mit dem Kopf. „Die Catachaner gehören doch zu einem ganz anderen Kontingent, mit ganz anderen Doktrinen. Das sind Kundschafter, die auf Ortung spezialisiert sind. Das 38. hingegen setzt auf mobile Infanterie. Die passen doch nicht zusammen.“ Doch der Rekrut zuckt nur unbeirrt mit den Schultern. „So hat es der Hauptmann jedenfalls gesagt.
    Die sollen wohl irgendwie ihre Doktrinen kombinieren.“ „So ein Blödsinn. Die ballern sich eher gegenseitig die Birne weg.“ „Aber wenn ich es dir doch sage“, ereifert sich am Nebentisch eine junge Soldatin mit einer ledernen Panzerschutzhaube auf dem Kopf, „das Getriebe ist der Hammer. Früher haben wir immer massiv an Geschwindigkeit verloren, wenn wir auch nur den kleinsten Schlenker gefahren sind. Aber mein neues Baby ist der Wahnsinn. Damit fahre ich diese verfluchten Häretiker schwindlig, bevor ich ihnen eine Salve über den Pelz brenne. Ich sage es dir, der Imperator beschützt wirklich.“ „Ja, findest du?“, ruft ein anderer Soldat wütend zu ihr rüber und rammt sein Messer in den Tisch. „Sag das mal Sergeant Kelly. Der hat wie verrückt auf diesen Mutanten eingedroschen, der einfach nicht sterben wollte. Selbst im Tod hat er noch weitergekämpft wie ein Wilder. Tja, und als wir dann alle fertig waren und einfach nicht mehr konnten, kam der nächste Trupp Häretiker auf uns zugestürmt. Die Fünfte hat uns am Ende rausgehauen. Aber Sergeant Kelly ist jetzt tot. Also scheiß auf dich und scheiß auf den ...“ Der Schuss einer Boltpistole donnert durch den Raum. Der Soldat geht zu Boden. In seiner Stirn klafft plötzlich ein blutiges Loch, aus dem immer noch ein feiner Rauchfaden austritt. Mit einem Mal wird es ganz still in der Bar. Vorsichtig wandern die Blicke der Männer und Frauen des Bataillons rüber zu Kommissar August Zorn. Dieser beginnt mit leiser Stimme zu sprechen. „Als ich an der Akademie war, lehrte man mich genau zwei Dinge. Niemand lästert wider den Imperator, und jeder seiner Soldaten, sei er auch noch so unbedeutend, kann sich zu seinen Kriegern zählen. Dieser Gedanke erfüllte mich stets mit Stolz. Er gab mir Hoffnung in den hoffnungslosesten Zeiten.
    Selbst der Kleinste unter euch, vermag das Licht des Imperators in den dunklen Raum zu tragen und die Unwissenden zu erleuchten. Aber wenn ich euch so anschaue, entdecke ich nichts davon. Offenbar seid ihr nur ein weinerlicher Haufen kleiner Kinder, die darauf warten, dass Mami ihnen ihren Schnuller wiedergibt.“ Er spukt den Zigarrenstummel in seinem Mundwinkel aus. Die glühende Spitze zertritt er mit seinem Stiefel. „Doch das wird sich jetzt ändern. Ihr werdet euch beweisen. Ab sofort seid ihr alle abkommandiert. Morgen erhaltet ihr neue Marschbefehle. Ich schicke euch zum 13. Big Trouble Maker Cup.“ Der Kommissar fletscht die Zähne. Manch einer mag das mit einem Lächeln verwechseln. Doch in Wirklichkeit ist es das Knurren eines Raubtiers. „Dort werde ich euch zeigen, was sich in unserem Sektor noch alles geändert hat.“

    Was: 13. Big Trouble Maker Cup - Koblenz

    Wo: Haus der offenen Tür in Koblenz-Metternich

    Wann: SA 18.07.2026

    13. Big Trouble Maker Cup - Koblenz
    Warhammer 40K Turnier in Koblenz 2000 Punkte
    www.tabletopturniere.de

    Gruß

    ProfessorZ