• So hier nochmal ein weiters Bruchstück aus dem Waaahg von Omen Doomhammer. Der Stamm Morks Kloppaz hat sich Doomhammers Unaufhaltsamer Horde berreits angeschlossen und kurz erscheint auch der in 'Das Ritual' benannte Gobbo Schamane...

    Viel Spaß beim lesen und wie immer freue ich mích selbstverständlich über jeglich Art von Kritik


    Bolgrim Donnerfaust

    Ungeduldig schritt Omen Doomhammer in seinem Zelt auf und ab. Sie waren schon viel zu lange in diesen verkommen Ruinen dachte er bei sich. Bald würden ihre Nahrungsvorräte ausgehen und seine Horde würde in Unruhe ausbrechen und nicht selten bedeutete eine solche Unruhe den Zerfall des gesamten Waahgs, da ein hungriger Ork jeden Artgenossen als das schmackhafteste Nahrungsmittel auf der Welt betrachtete.
    Doomhammer lachte kurz, als er sich bei dieser Gelegenheit an seinen ehemaligen Stamm erinnerte, in dem er aufgewachsen war, und den er eigenhändig vernichtet hatte, nachdem sie sich ihm und seinen Vorhaben widersetzt hatten.
    Ausgelacht hatten sie ihn als er sie aufforderte sich ihm unverzüglich anzuschließen und sich auf die Suche nach Macht und Blutvergießen in die Lande der Menschheit zu begeben.
    Jetzt hatte er es geschafft und sein eigener Stamm bafand sich nun unter seiner Führung irgendwo am nördlichen Rande der Düstelande. Bald würde Doomhammer beginnen können die ärbermlichen Dörfer und Stadte der sich vor Angst windenden Würmer heim zu suchen und ihre ach so großen Bauten nieder zu brennen, auf dass sich weitere Stämme der Grünhäute von dieser gewaltigen Zerstörung angezogen fühlen und seinem Waaahg folgen werden.
    Doomhammer war sehr zufrieden mit diesem Gedanken, aber jetzt gab es ersteinmal andere Probleme um die er sich kümmern musste und zu deren Lösung wie er sich überlegte einige Goblins als Appetitthappen nicht schädlich sein dürften. Wenn nicht bald etwas geschehen würde, waren Gobbos eine gute Alternative zu den ausgehenden Nahrungsmitteln.
    Doomhammer hatte vor zwei Tagen einen Suchtrupp entsandt um nach seinem Schamanen Gorb Halgitz zu suchen, der seit jener Schlacht um die Ruinen, in denen sie nun ihre Zelte aufgebaut hatten und in der der Nachtgoblin eher dürftige Ergebnisse erzielt hatte, verschwunden war.
    „Wänn ich diesan Snoottraiba erwische…“ schrie Doomhammer laut auf und donnerte dabei seine Faust so stark gegen einen Querbalken, dass dieser zusammen mit der hinteren Hälfte des sehr geräumigen Zeltes mit einem ohrenbetäubenden Krachen einstürzte.
    Dieses Ereignis machte Doomhammer noch tobender vor Wut und er packte sich einen grinsenden Goblin, der alles mit angesehen hatte und es scheinbar recht belustigend fand wie sein oberster Boss einen Wutanfall erlitt. Mit aller Gewalt schmiss der Waaahgboss nun die armselige Kreatur gegen den letzten Balken des Zeltes, ohne sich über die damit verbundenen Konsequenzen im Klaren zu sein, denn nun fiel auch der Rest des grobschlächtigen Zeltes insich zusammen und begrub den schreineden und lärmenden Ork unter sich.
    Als Doomhammer sich mit wilden herumfuchtlnden Armen aus dem riesigen Haufen Tuch und diversen Leinen, die als „Befestigung“ gespannt worden waren befreit hatte, bemerkte er etwas, was seine Wut noch mehr schürte. Einige Zelte weiter nördlich, hinter einer halb eingefallenen Mauer, schritt ein Trupp aus fünf Orks auf ihn zu und natürlich ohne den Schamanen, der sich seine gehörige Strafe abholen, und danach wieder seinen magischen Aufgaben in der Horde zuwenden sollte. Doomhammer hatte eine ganz besondere Aufgabe für den Goblin gehabt, doch noch länger hier in den Ruinen zu verbringen und den Trupp erneut auf die Suche zu schicken war ein zu großes Risiko um es für einen Goblin zu riskieren.
    Der Schamane hätte seine visionell/thelepatischen Fähigkeiten nutzen sollen, um ein nahe gelegenes Plateau nach Kreaturen zu untersuchen, die er für seinen Waahg und die weiteren Schlachten einzusetzen plante.
    Alles schien nun schief zu laufen und kurze Zeit später war einer der Orks des Suchtrupps in seine Reichweite gekommen, was er auch sogleich mit einem eisenbesetzten Schlag auf die Nase zu büßen bekam. Noch während der blutüberströmte Ork zu Boden ging, tauchte hinter ihm Glatz Rotauge, einer der führenden Orkbosse auf, dem Doomhammer die Suche nach dem Schamanen aufgetragen hatte, und der klug genug gewesen war nicht an der Spitze des fehlgeschlagenen Kommandos zu marschieren.
    Aber auch dieser traf nun auf einen immernoch wütenden Waaahgboss und musste sein Unglück den Schamanen nicht ausfindich gemacht zu haben mit einer von immensen Kräften durchgeführten Kopfnuss büßen und sank daraufhin neben seinem blutüberströmten Untergebenen zusammen.
    Diese Reaktion Doomhammers hatte auf die restlichen Orks des Truppseinen sehr einschüchternden Charakter und sie warfen sich ebenfalls zu seinen Füßen hin, wo berreits zwei andere von ihnen brüllend vor Schmerz lagen und sich versuchten wieder auf ihren jähzornigen Boss zu konzentrieren.
    Kurz überlegte Doomhammer ob diese nichtsnutzigen Kreaturen eventuell sein Hungerproblem lösen sollten, doch da sein erster Anflug von Agression abflaute und ihm der Schamane und seine ihm zugedachte Aufgabe grade wieder einfiel, entschied er sich dagegen.
    „Wenn ia den Gobbo nicht find'n wollt... dann müsst ia jetz seine Aufgabe mach'n...“ schrie Doomhammer seinen vor ihm am Boden liegenden Artgenossen entgegen, welche eifrig nickten und dabei genau darauf achteten ihm nicht direkt in die Augen zu schauen um nicht noch mehr Zorn und Wut hervor zu rufen.
    Doomhammer grinste, er war sehr stolz auf seine Entscheidung, somit würde er vielleicht doch noch mitkriegen wer dort oben auf dem Berg hauste, auch ohne den Schamanen.

    so das wars fürs erste, diese Story geht noch um einiges weiter, ich bin bisher aber nicht dazu gekommen sie abzutippen *Scheiß Zwei-Finger-Suchsystem* ;(

  • Dankeschön,
    ich habe versucht Brutalität und ein wenig Tolpatschigkeit bzw Unüberlegtes Handeln unter einen Hut zu bringen, da ich mir denke, Orks sind halt so (was sich ja größtenteils in ihren Regeln wiederspiegelt)

    Ich würde auch gerne mal einen Roman lesen aus der Sicht der 'Bösewichte' d.h. am liebsten Orks... ich habe schonmal was gehört über son Buch, aber das soll nicht so toll sein
    und da muss man sich ja irgendwie helfen hab ich mir gedacht :D

  • So es ist soweit, ich habe heute Abend den zweiten Teil der Story Bolgrim Donnerfaust fertiggestellt und möchte sie keinem länger vorenthalten...


    Glatz Rotauge verfluchte diesen unheilvollen Tag.
    Er war jetzt schon den ganzen Nachmittag damit beschäftigt mit der Handvoll Orks, die mit ihm erst am selbigen Morgen von dem aussichtslosen Auftrag, diesen nichtsnutzigen Schamanen zu suchen, zurückgekommen waren, einen schier unendlich scheinenden Hang hinauf zu steigen.
    Die Sonne stand hoch am Himmel und obwohl Orks so etwas wie Schmerz nur sehr gringfügig kennen brannte Rotauges Kopf und Rücken wie nach den Peitschenhieben, die er erst letzte Woche für eine von ihm provozierte Keilerei um den Bauchspeck eines der Pferde die sie auf dem Schlachtfeld gegen die Ruinen-Verteidiger hatten finden können, kassiert hatte. Natürlich hatte dieses gierige Monster Omen Doomhammer den Speck für sich beansprucht und alle die dies vor ihm getan hatten dafür bestrafen lassen.
    Er erinnerte sich an das feiste und selbstgenügsame Grinsen in Doomhammers Gesicht als dieser beaobachtete wie Rotauge und noch drei andere seiner Artgenossen von mehreren Orks fixiert und mit der steinenbesetzten Peitsche der Streitwagen gepeinigt wurden. Dabei war Doomhammer sehr erpicht darauf gewesen dass sie alle mit ansahen, wie er sich den Pferdespeck in seinen fetten Wanst stopfte.
    Rotauge spie angewiedert vor sich auf den Boden als er sich an diesen Anblick erinnerte und um sich selbst wieder zu fassen und nicht wie sein Waaahgboss in Aggressionen auszubrechen, griff er nach rechts, wo er sich einen seiner direkten Untergebenen grabschte, der ein kleines Fässchen unter dem Arm trug, um dessen ihn Rotauge nun erleichterte.
    Der starke Alkohol aus den seltsamen Bauwerken der Zwerge, den sie vor längerer Zeit erbeutet hatten wirkte ware Wunder im Bezug auf seine momentane Situation.
    Es gab ihm das Gefühl von Stärke gegenüber seinem Boss, der ihnen dieses Fässchen als Handelsmaterial mitgegeben hatte. Er schien wirklich damit zu rechenen dass sie dort oben wirklich etwas finden würden für das sie es brauchen könnten.
    Rotauge überlegte kurz ob er nicht einfach hier bleiben sollte und sich dieses Fässchen einzuverleiben. Doch dieses Vorhaben verwarf er gleich wieder, als er sich an die selbst für einen Ork sehr schmerzhafte Kopfnuss erinnerte, die ihm seineletzte Begegnung mit dam Waaahgboss eingehandelt hatte. Er nahm noch einen tiefen Zug aus dem Fass, dass er danach wieder zurück an seine Lakaien gab der es auch murrend wieder zurück unter seinen Arm steckte, sichtlich unzufrieden damit, dass er es sich nicht erlauben konnte sich etwas aus dem Fass einzuverleiben.
    Rotauge konzentrierte sich wieder auf seine derzeitige Aufgabe um sie für seinen Boss zufriedenstellend auszuführen, obwohl er überlegte, wie er ihr noch entgehen könnte, da es selbst seinem beschränkten Intellekt auffiel, dass es ein Himmelfahrtskommando war nach Wesen zu suchen, die eventuell weit oben auf dem Plateu leben sollte, das man vom Tal aus ganz schwach sehen konnte.
    Entweder war die Kreatur, die dort oben hauste ihm und seinem Trupp weit überlegen und würde sich somit wohl kaum dazu bewegen lassen sich ihnen wegen eines lächerlich kleinen Fässchens Alkohol anzuschließen, das sie sich auch mit Gewalt holen könnte.
    Andererseits, wenn sich dort oben ein schwaches oder garkein Wesen befinden würde, würde Rotauge den nächsten Wutanfall Doomhammers wahrscheinlich nicht überleben.
    Dieser aussichtslosen Lage relativ gewahr, stapfte Glatz und sein Trupp weiter den Berg hinauf, da ihm nichts anderes einfiel und er bisher in seinem Leban auch nichts anderes gelernt und getan hatte als Befehle auszuführen.
    Mehrere Stunden kämpften sie sich durch Gestrüpp und Unterholz weiter ihrem ungewissen Ziel entgegen.
    Als hinter ihnen die Sonne berreits den gegenüberliegenden Berg, der mit dem, den sie grade bestugen ein Tal umramte, an deren tiefsten Punkt, weit unter ihnen die Ruine lag, berührte, wurde der Hang seichter und erstreckte sich bald zu einem Platau.
    Die Bäume, die seit ca zwei Stunden ihren Weg zwar stark behinderten, die Sonne jedoch zurückielten, die jedoch nun immer schwächer schien, waren zum Plateau hin immer weniger geworden und die wenigen die noch dort standen waren schwer ramponiert oder teilweise umgestürtzt.
    Das Plateau hatte felsigen Boden und war übersäht von hohen Felssäulen, die ausahen, als habe etwas sehr kräftiges sie bearbeitet, denn die etwas mehr als Baumdicken und hohen Säulen wiesen tiefe Scharten und Risse auf, die nur von einer unnatürlichen Stärke hervorgerufen worden sein mussten.
    Das Plateau erstreckte sich über ungefähr eine halbe Meile, wobei das gegenüberliegende, weiter den Berg hinaufführende Ende nicht zu sehen war, da die vielen Säulen eine solch weitreichende Sicht nicht zuließen.
    Genau von dieser uneinsichtbaren Seite drang ein lautes Rumsen zu dem schwitzenden Trupp herüber, das unregelmäßig Laut auf etwas Lebendes hinwies, dass kräftig genug scheinbar gegen den Fels schlug, um noch bei ihnen den Boden leicht erzittern zu lassen.
    Ausser dieser Tatsache, dass dort jemand mit gewaltiger Kraft ca. alle 10 Sekunden ein Donnern erzeugte, dass selbst die Orks sich klein im Gegansatz zu diesem Geräusch vorkamen, zeugte noch etwas anderes von der Anwesenheit einer Kreatur von mächtiger Stärke. Überall verstreut lagen halb angenagte Kadaver und Knochen von so ziemlich allem, was es in der Gegend zu fangen oder zu erlegen gab, dazu gehörte unter anderem wie Schweinen, Schafen und menschenähnlichen Kreaturen auch einige Orkkadaver.
    Sie schienen den Trupp ihrer Artgenossen mit leeren Augenhölen begrüßen zu wollen. Der näheste der Kadaver lag zur rechten der ankommenden Orks und war berreits ein Heim für allerlei Maden und anderes Gewürm geworden.
    Bei diesem Anblick zögerte Rotauge einen Moment und auch die vier Orks die ihm folgten schienen etwas eingeschüchtert durch diesen bewohnten Artgenossen.
    „Wenigst'ns schiens ihr nicht g'schmeckt zu hab'n.“, grollte Rotauge mehr zu sich selbst als zu seinem Gefolge.
    Allerdings waren sie sich alle im Klaren darüber, dass ihr Schicksal weitaus besiegelter wäre, würden sie ein weiteres Mal mit leeren Händen zu Doomhammer zurück kehren, und so stapften sie auf das Plateau hinaus, begleitet von dem stetigen Donnern das ihnen nun immer lauter werdend von der anderen Seite entgegen schallte.
    Nach einem kurzen Marsch konnte Rotauge erkennen was dieses Geräusch, dass sich zu einem ohrenbetäubenden Pegel aufgeschaukelt hatte, je näher sie ihm gekommen waren, verursachte.
    Diesen Anblick nicht erwartend blieb der Trupp wie angewurzelt stehen, vor ihm bot sich eine
    grauenvolle Szene...

    ...soweit erstmal, möchte ein bisschen Spannung für den nächsten Teil, der bald folgen wird, zurückbehalten...

    aber jetzt ist es erstmal wieder Zeit für Kritik, Änderungsvorschläge, Lob, etc...
    schönen Dank schonmal :D

  • Hat mir auch gut gefallen, hoffentlich gibts bald ne Fortsetzung

    Zitat

    Original von Omen Doomhammer
    Aber ich glaube es gibt ganz unterschiedlich dumme Orks, wie bei den Menschen auch. ;)

    Stimmt, die einen sind dumm und die andren noch dümmer :tongue:

    15:38:47 [Fenris] aus of's leben könnte man einen vox-porno drehen...zu geil^^

  • Und hier ein weiterer Teil aus dem Auftrag von Glatz Rotauge...


    Etwa 30 Fuß vor der Gruppe, an der Wand die weiter den Berg hinauf führte, stand ein riesiges Ungetüm. Es war mindestens dreimal so groß wie Glatz Rotauge, und das obwohl er die meisten seiner grünen Vettern mit einer Kopflänge überragte.
    Das Wesen wies eine menschliche Statur auf und war übersäht mit Narben. Manche davon waren von so seltsamer Gestalt, dass es sie sich selbst zugefügt haben musste, denn in der Schlacht entstanden solche Wunden nicht, das wusste Rotauge,. Er selbst hatte sich bei Gelagen nach den Kämpfen, einige ähnliche 'Tättowierungen' zugefügt, aber nie von solcher Form und Größe.
    Die Kreatur trug nichts weiter ausser einer verschmutzten Hose, die scheinbar aus vielen verschiedenen Arten von Stoff zusammengenäht worden war. Unter anderem wies sie Farben von imperialen Bannermustern auf, die Rotauge vor kurzer Zeit noch gesehen hatte.
    Auf den Trupp aus fünf Orks machte die riesige Kreatur einen gewaltigen Eindruck und die vier untergebenen Grünhäute schauten verängstigt zu ihrem Boss, der nun, sich davon nicht beirren lassend, zielstrebig auf die Kratur zu marschierte. Die anderen Orks taten es ihm zögernd gleich.
    Rotauge hatte mit seinem Leben abgeschlossen. In dem Moment, als der Riese in Sicht gekommen war, schaltete in seinem kleinen, durchgeprügelten Gehirn eine Sicherung zur Lebenserhaltung aus. Es war zuviel für ihn jetzt etwas anderes zu tun als das was ihm befohlen wurde. Die Kreatur, die dort gefunden werden würde musste zum Anschluss an die Horde Doomhammers gebracht werden. Einen anderen Weg gab es nicht. Jedenfalls nicht für Rotauge.
    Der Riese bemerkte nichts von den, im Vergleich zu ihm, jämmerlich kleinen, auf ihn zu stapfenden Trupp. Er war damit beschäftigt die Felswand vor ihm mit seiner gewaltigen Keule zu bearbeiten, sodass die gesamte Umgebung bei jedem Schlag erzitterte.
    Rotauge hatte sich nun bis auf einen Keulenschwung der Kreatur genähert und brüllte nun so laut er konnte um das Gedonner der riesigen Keule zu übertönen: „Du musst dich anschließan der Hordä und mitkomman ins Tal zu Doomhammar!“
    Kurze Zeit wurde es ganz still, der Riese hatte aufgehört mit seiner Steinmetzkunst, die er an der Wand betrieb, tat aber sonst nichts, sondern stand nur da und glotzte stumpf vor sich in die Luft.
    Grade als sich Rotauge fragte ob das Monstrum eingeschlafen sei, oder ob er hingehen sollte, sprang es ihm entgegen und wirbelte seine Keule in einem weiten Bogen in seine Richtung. Mit einem weiten Satz rettete Rotauge sein Leben, doch ein anderer Ork, der die ganze Zeit zu seiner Linken gegangen war hatte nicht so viel Glück. Der Riese hatte ihn mit seiner Keule erwischt und dieser flog nun rückwärts an eine der Säulen, an deren Fuß er tot und unantürlich verdreht liegen blieb.
    „ Waaaas... ?“ donnerte der Riese mit einer gewaltigen Stimme zu den restlichen Orks, die sich allesamt jeweils hinter den naheliegendsten Säulen verkrochen hatten. „Iah wollt Bolgrim saina klaine Menschlain klauen...“ gab er weiter von sich, wobei er wieder einen Satz machte und, nun Rotauge gefährlich nahe kommend, ein weiteres Mal seine Keule schwang. Diesmal traf diese den Fels direkt vor ihm, welcher bedrohlich wackelnd einige Teile seiner Spitze verlor.
    Was der Riese meinte konnte Rotauge nun auch erkennen, denn zu seiner Rechten, wo das Ungetüm eben noch die Felswand malträtiert hatte, klammerte sich ganz oben ein Mensch an einer, aus einem Spalt entspringenden Wurzel fest, an der er sich nun sichtlich erleichtert über die Ablenkung herauf zu ziehen begann.
    „Nein, nein“, versicherte Rotauge, „ wia wolln dia ein Geschäft anbiet'n.“
    Dies schien den Riesen zu überraschen, denn er hielt kurz inne und überlegte. Dieses nahm einige Sekunden in Anspruch und in dieser Zeit starrte er Rotauge an, als könne er durch ihn hindurch blicken und sähe etwas ganz Seltsames hinter ihm.
    „Iah wollt Bolgrim übertumpeln und ihm saina klaine Menschlain mit ainem billigan Geschäft abnehman“ sagte der nun stutzig gewordenen Riese in einem etwas unsicheren Ton.
    Erst eine Augenblick später begriff er was er gesagt hatte und warf sich gegen die Felswand an der immernoch der Mensch hing, welcher nun von der überraschenden Wucht den Halt verlor und hinabstürtzte. Unten empfing ihn ein breit grinsender Bolgrim, der ihn sogleich gepackt hatte und in seine Hose steckte.
    Rotauge kniff angewiedert die Augen zusammen, ein solches Schicksal würde ihm hoffentlich erspart bleiben, er konnte sich keinen unangenhemeren Ort vorstellen als den Innenraum dieser zusammengeflickten Hose.
    Den Gedanken verdrängend konzentrierte Rotauge sich nun wieder seinem Bestreben den Riesen irgendwie zu überzeugen, ihnen auf Omen Doomhammers Waaahg zu folgen.
    Er überlegte angestrengt, und ihm viel das kleine Fässchen ein, das er auf einen Wink hin zu der monströsen Gestalt hinüberrollen lies.
    „Nein, wia wollen dainen Menschan nicht“, rief er ihr entgegen, während diese verdutzt das Fass anstarrte, das holprig auf sie zurollte.
    Als Rotauge überlegte ob es nicht etwas zu früh gewesen war, den Alkohol auszuhändigen schaute er sich die Kreatur genauer an, die sich nun nach dem Fass bückte und es problemlos mit einer Hand aufnahm.
    Eine kleine Beule in seiner Hose verriet den aktuellen Standort des Menschen, der sich nun aufgrund der Ablenkung des Riesen aus dessen linken Hosenbein befreien konnte. Schnell lief er hinüber zu einer der Felssäulen, die er sofort zu erklimmen begann.
    Glatz Rotauge begriff, dass es der Grund sein musste, warum die Säulen so angeschlagen aussahen. Der Riese war eindeutig zu behäbig und schwerfällig um die Verfolgung auf solch eine Säule anzutreten und am Zustand des Felsens konnte man erahnen wie oft dieser bereits als Zufluchtsort genutzt worden sein musste.
    Der Riese hatte indessen das Fass aufgenommen, den Korken abgebissen und nun schnupperte er an der eben entstandenen Öffnung. Als er den Inhalt erroch zog sich ein breites Grinsen über sein Gesicht und kurz enthülle eine Reihe unregelmäßige, gelbe Zähne.
    Einen Moment später setzte Bolgrim das Fässchen an. Es war für ihn nicht größer als ein Krug und er konnte das es bequem mit drei Fingern halten.
    „Guuut..“, brummte er nachdem er das Fass mit einem gierigen Zug geleert hatte. „Bolgrim will mehr davon...“ er machte eine kurze Pause in der er zu überlegen schien „danach Bolgrim folgän klainen Orkz...“
    Mit diesen Worten lies er sich demonstrativ zurückfallen und saß nun, sichtlich zufrieden mit seiner für ihn genialen Entscheidung, rittlings an der Felswand und schaute Rotauge schief an.
    „Du wirst mehr krieg´n wenn du ins Tal kommst“ gab dieser etwas zu fordernd zurück.
    Die Art dieser Antwort schien dem Riesen überhaupt nicht zu gefallen.
    Jemand wollte scheinbar auf seinen genialen Clou nicht eingehen, obwohl es ihm soviel Anstrengung gekostet hatte sich ihn auszudenken.
    Bolgrim, sehr erbost über diese Schandtat stand auf und rannte mit einem wutentbrannten Gebrüll auf Rotauge zu, verfehlte ihn um Haaresbreite und stieß mit einer der Felssäulen zusammen, die daraufhin mit einem lauten Krachen in sich zusammenbrach und den Riesen dabei unter einem Haufen Geröll verschwinden lies.
    Rotauge begriff das es sinnlos war jetzt hier oben zu bleiben, der Riese wurde nur agressiver und würde sich nicht ohne Alkohol überzeugen lassen.
    Deshalb beeilte er sich, als Bolgrim wieder aufstand und sich etwas verdutzt den Schädel rieb, ihm mitzuteilen, dass er sich auf den Weg machen und in kurzer Zeit mit einem neuen Fass Alkohol zurück kommen würde.
    Der Gedanke an mehr dieser raren Flüssgkeit zu kommen schien den Riesen etwas zu besänftigen und er bezog wieder seinen Posten an der Fleswand.
    Rotauge dachte nach was nun zutun war und kam zu dem Entschluss zwei der Orks hier oben zulassen um den Riesen im Auge zu behalten und selbst mit dem dritten Ork runter ins Tal zu gehen um ein weiteres Fass aufzutreiben ohne Doomhammer in die Arme zu laufen.
    Was er mit der Aufgabe des 'nicht aus den Augen lassends' bezwecken wollte, wusste er nicht genau, doch er hatte in früherer Zeit gelernt, dass man am besten mit so wenig Orks wie möglich loszog, wenn man nicht wegen Krawallen auffallen wollte und das er nicht im Lager der übrigen Orks auffallen wollte, dessen war er sich durchaus bewusst.
    Mit dem Gedanken an den bevorstehenden Abstieg und den Erlang eines weiteren Fasses, verlies Rotauge das Plateau, auf dem zwei ziemlich ängstliche Orks einer Kreatur gegenüberstanden, die sie verstohlen angrinste...

    Der nächste Teil ist noch in seinem Grundstadium (größtenteil in meinem Kopf :D ), aber er kommt gewiss.

  • Oh, hast recht einiges hab ich jetzt auch noch gefunden :O komisch dabei habe ich den Text mehrmals gelesen bevor ich ihn gepostet habe...
    Ich nehm mir mal heraus das nicht zu korrigieren, da ich glaube es stört den Lesefluss nicht wirklich.
    Wenn jemand dennoch etwas stark störendes findet, dass ich auch diesmal überlesen habe, kann er mir gerne Bescheid geben und ich werde es dann ändern...

    MfG
    Doomhammer

  • So, nun wieder ein weiteres Bruchstückl (diesmal etwas kleiner) aus dem Waaahg von Omen Doomhammer...

    Nach einem sehr unangenehmen Abstieg, der sich bis in die späten Abendstunden hinzog, kroch Rotauge der Geruch von verbranntem Fleisch in die Nase.
    Sofort viel ihm sein unermesslicher Hunger auf, der aufgrund der Aufregung von seinem Körper verdrängt worden war.
    Hier in dieser Halbdämmerung, nahe des für ihn so gefährlichen, jähzornigen und höchst wahrscheinlich betrunkenen Waaahgbosses, schien ihm keine Gefahr zu groß seine Hauer in das nächste Stück Fleisch zu schlagen, dass ihm begegnen würde.
    Ohne weiter darüber nachzudenken und von der plagenden, Leere in seinem Magen getrieben schritt Rotauge durch die letzte Reihe Tannen, die ihm eben noch die Sicht zum Lager versperrt hatten und erblickte den Platz mit der halb zusammengestürzten Ruine.
    Das Lager war leer.
    Überall lagen verstreute Gebrauchsgegenstände herum, gegenüber von der Stelle an der der verdutzte Ork aus dem Wald getrampelt war, lag ein Haufen, der scheinbar mal das Lagerzelt gewesen sein musste, in dem die Orks ihre größeren Waffen lagerten. Es war von hastig grabschenden Händen zerfetzt, und von vielen Füßen in den Lehm getreten worden. Scheinbar waren die Waffen in Benutzung.
    Rotauge verspürte allerdings nicht den Drang dieser Vermutung nachzugehen, denn abermals stieg ihm der bekannte Geruch in die Nase. Nun viel ihm auch auf woher dieser Duft stammte:
    An einer Stange zu seiner Rechten, schmorte über einem glimmenden Feuer eine kleine schwarz verbrannte Kreatur. Sie war an vielen Stellen angenagt, wurde allerdings scheinbar hastig verlassen, denn es war noch einiges an Fleisch übrig. Dem Volumen nach musste es ein ziemlich massiger Goblin gewesen sein und Rotauge dachte an die kleine Gestalt, die ihn heute morgen mit ihrem gejaule aus dem Schlaf geholt hatte. 'Pah gerächte Strafe musst du auch wecken große Orkz`e', dachte er und stürzte sich auf den Kadaver, riss Fetzen aus dem verbrannten Fleisch und stopfte sie sich zwischen seine Kiefer.

    Sein Wegbegleiter tat es ihm gleich, kassierte jedoch sogleich einen Schlag durch Rotauges massige Faust und ließ von der verkohlten Kreatur ab. Rotauge verschlang hastig das Fleisch des angesengten Wesens, denn obgleich sein Hunger nicht annähernd gestillt war, war er sich durchaus bewusst in welcher Gefahr sie schwebten. Wahrscheinlich würde der Waaahgboss und ein hungriger Orkstamm bald zurück kommen und ihre Mahlzeit einfordern. Es war sowieso zu wenig dachte er sich und nachdem der Goblin mehr oder weniger verspeist war, erinnerte sich Rotauge an sein eigentliches Vorhaben, die Beschaffung von Zahlungsmitteln in Form von hochprozentigen Naturalien.
    Obwohl sein Magen weiter lauthals rebellierte, blieb Glatz keine andere Wahl und er raffte sich auf und schaute sich das sonst so rege bevölkerte Lager etwas genauer an.
    Es war leer, außer den Zelten, die, aufgrund ihrer spartanischen Befestigung, und der Tatsache, dass sie eilig verlassen worden waren, im Wind flatterten, war nicht eine Bewegung zu erkennen.
    Die Situation erschien Rotauge nicht sonderbar einleuchtend und er zerbrach sich sein kleines, sonnenverbranntes Gehirn an dem Grund für diesen Zustand des Orklagers. Die einzige Lösung, die ihm kam war, dass es einen Kampf gegeben haben musste, der alle Orks dazu getrieben hatte ihren besiegten Feinden nach zusetzen, um ihre Überlebenden abzuschlachten.

    Rotauge war stolz über diese, ihm von ihm ganz allein erbrachte, wunderbare Erkenntnis und dachte nun an die Tatsache, dass er mit dem Riesen kommen, und einen vom Kampfrauch euphorisierten betrunkenen Boss vorfinden würde, der ihn voll Dankbarkeit mit riesigen Berge von Fleisch entlohnen würde. Die Aussicht auf eine solche Gaumenfreude, ließ ihn seinen momentanen Hunger vergessen und weiter im Lager herum stöbern.
    Im Vorbeigehen gab er seinem Untertan, der mittlerweile dabei war die, von Rotauge verschmähten Gebeine des Goblins zu verspeisen, einen Wink in Richtung des Zeltes, in dem die persönlichen Alkoholvorräte Doomhammer lagerten.
    Dieser machte sich mit einem Murren in Rotauges Richtung auf den Weg sich mit Alkohol zu beladen.
    Zufrieden schaute Rotauge ihm zu und erblickte unter einem Haufen Unrat zu seine Füßen noch ein Stück gebratenen Goblin, den er als Vorgeschmack auf seine riesige Fressorgie nach seiner Rückkehr, sogleich verschlang.
    Was er nicht wusste war, dass dies das letzte Stück Fleisch sein sollte, dass er in der nächsten Zeit zu fressen bekommen würde...

    Schon von Weitem konnte Rotauge das bekannte, rhythmische Geräusch vernehmen...


    Hoffe der Teil, wenn auch mit weniger Action, macht Lust auf mehr, denn ich habe grade wieder richtig Spaß am Schreiben gefunden - und was soll ein Autor ohne Publikum ;)