Beiträge von Neithan

    So Aufbauprojekte und Challanges finde ich immer großartig- und die Idee mit einem Mulligan finde ich super fair!

    Viel Spaß und viel Erfolg :)

    Danke! Es ist ganz gut, um nicht die Motivation zu verlieren, wenn man einmal aussetzt.

    Der Initiator hat bereits eine Imperiumsarmee mit den gleichen Modellen in sehr schönen altdorfer Farben bemalt:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Derzeit bin ich schon daran, die Einheiten für den zweiten Monat vorzubereiten, da man ja regelkonform noch nicht mit dem Malen anzufangen hat.


    Seit Wochen kursieren Gerüchte über den unglückseligen estalischen Forscher und seine Expedition zur Geisterinsel vor der düsteren Küste Albions. Er fiel einem Grabunhold zum Opfer, als er sich die Krone des verfluchten Wesens aufsetzte.

    „Typisch“, denkst du. „Gierige Estalier.“ Du hättest die wandelnde Leiche verbrannt, bevor du deinen Triumph genossen hättest. Doch die Verlockung des Goldes… Du vermutest, es war Gold – es muss Gold gewesen sein! Und sicherlich war es mit funkelnden Juwelen besetzt! Die Versuchung war einfach zu stark, um ihr zu widerstehen. Ein solcher Mann war vielleicht würdig, die Krone zu finden, aber nicht, sie zu behalten. Nein, das war er nicht.

    Einige deiner Quellen, zumindest die zuverlässigeren, haben sich bei dir gemeldet und die Richtigkeit dieser Geschichte bestätigt – oder zumindest einen Großteil dieser. Es gab eine Krone. Es gab einen Estalier. Und es gibt einen Untoten, der sie noch immer nicht hergeben will. Oder war es ein Totenbeschwörer? Ach, was spielt das schon für eine Rolle! Die Hauptsache ist, dass diese Krone niemandem etwas nützt, wenn sie in einer spinnenbefallenen Gruft liegt. Sie braucht einen würdigen Besitzer, der sie auch zu nutzen weiß.

    Nun, du bist nicht von der Sorte, die einfach abwartet, oder? Du bist jemand, der die Dinge in Bewegung setzt. Du bist jemand, der fest daran glaubt, sein Schicksal in dieser chaotischen Welt selbst zu lenken.

    Ja, ja…

    Du spürst beinahe, wie die Krone zu dir spricht. Sie beschäftigt dich nun in fast jedem wachen Augenblick. Sogar in deinen Träumen verfolgt sie dich, obwohl du hoffst, der Schlaf möge dir etwas Erholung bringen. Du siehst sie vor deinem inneren Auge glänzen…

    „Genug!“

    Die Kraft deiner eigenen Stimme durchbricht den Nebel des Tagtraums, reißt dich aus der Vorstellung von der muffigen Gruft und der Krone in den knochigen Händen des Untoten. Du wirst sogleich deine Streitkräfte sammeln um dieser Qual ein Ende zu setzen.

    Dein Verstand beginnt bereits, Pläne zu schmieden, wie du schnell und effizient Verbündete gewinnen könntest…



    Im Oktober beginnt der sechsmonatige Bemalwettbewerb des Crown of Command Hörfunkprogramms.

    Die Regeln, auch Richtlinien genannt
    Im ersten Monat gilt es, den General der Armee und ein bis zwei Kerneinheiten zu bemalen

    Von dem Gedanken an die verwunschene Krone ist nun vor allem einer besessen: Marius Leitdorf, der verrückte Kurfürst des Averlandes. Er hat bereits einen genauen Plan erarbeitet, der ihn zu ihr führen soll. Nur wimmelt sein Hofstaat leider vor Verrätern und Taugenichtsen, die ihn hintergehen wollen und die Krone für ihre eigenen Zwecke beanspruchen würden. Insofern darf niemand etwas vom Ziel seines Strebens erfahren und die zu musternde Truppe muss klein und verschwiegen sein.

    Am ehesten kann sich Leitdorf noch auf seine Staatstruppen verlassen. Einige Hellebardiere, die er als besonders vertrauenswürdig erachtet, hat er für die delikate Angelegenheit ausgewählt. Mit von der Partie sind auch eine Handvoll Bihandkämpfer seines Averheimer Leibregiments.

    Bemalbeginn ist der 1. Oktober. Es wird sich zeigen, ob Leitdorf der Herausforderung gewachsen ist...

    Hier einmal die Einführung: https://limewire.com/d/4wivQ#qGw1mtE8D9

    Gebt mir gerne Rückmeldung, ob Euch die Stimme, Sprechgeschwindigkeit und generelle Qualität zusagt, oder was ihr ändern würdet.

    Es wäre auch möglich, das Buch zuerst ins Deutsche zu übersetzen und dann zu mp3 zu konvertieren...

    Vor 10 Jahren hätte so ein Unternehmen (Übersetzen + Einlesen eines 130-seitigen Buches) noch hunderte Stunden und zehntausende Euro gekostet - heute bezahle ich 20 Dollar und investiere ein paar Stunden zum korrekten Formatieren...

    Ich bin allerdings auf 1 Million Zeichen pro Monat beschränkt, insofern höre ich vor der Konversion erst Probe, was aber während des Malens geschieht.

    Kürzlich habe ich damit experimentiert, Texte aus den Quellenbüchern des Warhammer-Rollenspiels in Audioformate umzuwandeln um sie dann während des Malens anzuhören.

    Angefangen habe ich mit einem Klassiker: Sigmar's Heirs.

    Die LLMs des Dienstes, welchen ich dafür nutze, finde ich ziemlich gut - die Stimmen sind angenehm und klingen fast wie echte Menschen.

    Falls entsprechendes Interesse vorhanden ist, könnte ein Bekannter von mir die Audiodateien kapitelweise zur Verfügung stellen. Ich selbst würde natürlich nie urheberrechtlich geschütztes Material im Netz verbreiten. ;)

    Kürzlich las ich Darkness Rising, welches ich für nicht unerheblichen Obulus beim Altdorfer Verlagshaus erworben hatte.

    Zwar will die offiziöse Geschichtsschreibung der Akademien und Universitäten nichts mehr vom sagenumwobenen Sturm des Chaos wissen, doch scheint er laut diesem Wälzer tatsächlich stattgefunden zu haben.

    Wie die anderen Hintergrundbücher jener Zeit ist das komplette Werk aus der Perspektive eines Bewohners der Warhammer-Welt verfasst. Bei diesem handelt es sich um den alten Gelehrten Frederich Weirde. Regelmäßig unterbricht er seine Ausführungen, um neben den Plagen des Chaos auf auf jene hinzuweisen, welche seine Xanthippe von Ehefrau über ihn bringt. Neben den Kampfhandlungen wird auch viel über die Gesellschaft des Imperiums berichtet, und wie sie sich in jenen Tagen verhielt, als das Chaos von allen Seiten gegen sie heranbrandete.

    Während der gesamte Zeit korrespondiert Frederich mit seinem Sohn, welcher für ihn die Ereignisse an der Front verfolgt. Es beginnt bei den ersten Gerüchten über einen neuen Kriegsherrn des Chaos im fernen Norden, erzählt den Aufstieg des Valten und endet mit einem verwüsteten Imperium und einem alten Mann, welcher nur noch Resignation kennt.

    Kritikwürdig ist die eklektische Auswahl an Illustrationen, welche häufig nichts mit den behandelten Themen zu tun haben - manche sind jedoch auch sehr stimmig, wie die beiden Diptycha von der Belagerung Middenheims.

    Dass man im Klappentext Erstaunliches aus den Lebensläufen der Autoren erfährt (so war Phil Kelly einst Hausmeister an einer Mädchenoberschule) ist heute nicht mehr der Standard bei Games Workshop.

    Wer es sich leisten kann und GW für den Sturm des Chaos nicht böse ist, für den ist das ein sehr schön gestaltetes Buch. Alle anderen mögen sich hier bedienen (wieder nur 1 Woche Gültigkeit): https://limewire.com/d/dI4oZ#Ya7aXW7cMW

    Für die Energieversorgung wird es vermutlich darauf hinauslaufen, dass man Kernkraftwerke baut und Rechenzentren direkt daneben stellt, da diese ja ziemlich ortsunabhängig sind.

    Dass sich Joblandschaften wandeln ist unvermeidlich.

    Ja, ist es. Bisher hat die Automatisierung aber immer dafür gesorgt, dass er Mensch die mühselige Arbeit den Maschinen überlassen hat und dafür etwas tat, was die Maschinen nicht konnten.

    Das hat dazu geführt, dass es mittlerweile 20 Millionen Büroarbeitsplätze in Deutschland gibt. 50% der Erwerbstätigen gehen einer solchen Beschäftigung nach. Die meisten dieser Arbeiten (Dinge am Rechner klicken und schreiben) werden in einigen Jahren aber von spezialisierten KIs ausgeführt werden können. Nur muss man der KI kein Gehalt und keine Sozialversicherung zahlen.

    Welche Arbeit, die die Maschine nicht kann, tun dann diese 20 Millionen stattdessen?

    KI ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. Faktor Nummer eins ist der gigantische Stromverbrauch. Lustige Bildchen und Texte erstellen frisst dermaßen viel Energie...

    Neben Energie fressen sie aber nicht besonders viel. So erscheint auch der folgende Absatz im Goldman-Sachs-Report zur KI von 2023 ziemlich abwegig:

    Zitat

    In addition, jobs displaced by automation have historically been offset by the creation of new jobs, and the emergence of new occupations following technological innovations accounts for the vast majority of long-run employment growth, according to the report. For example, information-technology innovations introduced new occupations such as webpage designers, software developers and digital marketing professionals. There were also follow-on effects of that job creation, as the boost to aggregate income indirectly drove demand for service sector workers in industries like healthcare, education and food services.

    https://www.goldmansachs.com/insights/articles/generative-ai-could-raise-global-gdp-by-7-percent

    Denn es ist zu bezweifeln, dass die KI sonderlichen Bedarf an Krankenversicherung, Bildung und Bewirtung hat. Mir soll mal jemand die vielen Arbeitsplätze zeigen, die durch KI angeblich entstehen. Abgesehen von ein paar hochqualifizierten Instandhaltern und Entwicklern braucht es da nämlich nichts. Ich vermute, dass es zu einem Überangebot an Arbeitskraft kommen wird, welches den unteren Dienstleistungssektor überschwemmt. Die KI-Oligarchen werden den arbeitslosen Massen aber gönnerhaft ein Grundeinkommen zugestehen.

    Da generative KI bekanntermaßen schlecht in Mathematik ist, überrascht es wenig, dass die meisten LLMs auch in IQ-Tests sehr unterdurchschnittlich abschneiden.

    Eine Ausnahme scheint o1 zu sein, dessen Veröffentlichung schon im letzten Jahr war: https://www.maximumtruth.org/p/massive-brea…ai-intelligence

    o1 ist anscheinend nur in der Bezahlversion von Chat GPT verfügbar.

    Wenn die KI aber nicht bloß über mehr Wissen und Eloquenz als ihr Nutzer verfügt, sondern ihn auch in Intelligenz übertrifft, fragt sich, wer in dieser Beziehung am Ende Meister und wer Sklave sein wird.

    Zumindest wird man in Turnieren die Verwendung von Smartphones verbieten müssen, sonst lässt sich in Zukunft jeder die Wahrscheinlichkeiten im Detail von der KI ausrechnen.


    Denn alles Fleisch, es ist wie Gras

    So könnte es ein Haufen fatalistischer Stirländer bei seinem Marsch gen Osten auf der Standarte tragen. Und ein reisender Arabianer, welcher im fernen Ind die Lehre der Brahmanen verinnerlicht hat, mag sich überraschen, dass es unter den Barbaren des Imperiums so verständige Leute gibt.

    Ein großer Teil der Ästhetik des Imperiums geht spätestens seit Mortheim in eine gotisch anmutende Richtung, welche die Vergänglichkeit des Lebens zum Kernpunkt hat.

    Dabei könnte die Religion Sigmars lebensbejahender nicht sein. Sigmar ist der Übermensch, welcher den alten Göttern zum Trotz sich selbst zur Göttlichkeit emporgeschwungen hat und seine Anhänger eifern seinem Beispiel nach. Fatalismus, Lebensverneinung und Abwendung von der Welt müssen einem klardenkenden Hexenjägern als haeresi proxima erscheinen. Sigmar ist der Gott der Tat. Kontemplation dagegen erscheint sinnlos angesichts der Bedrohung durch das Chaos.

    Viel angemessener als gotische Wasserspeier, Totenschädel und Memento Mori wären daher heidnische Statuen wie jene der Antike, welche neben Sigmar auch seine Heiligen in heroischer Pose darstellen würden.

    Die größten Gegenspieler der Kirche Sigmars sollten die Kulte der Shallya und des Morr sein.

    Shallya als Göttin des Mitleids und Morr als Gott des Todes sind die Antithese der radikalen Lebensbejahung Sigmars, welcher keine Zeit für Schwächlinge und Totengräber hat. Zumindest ist es sehr passend, dass Shallya eine Tochter des Morr ist.

    Der Kult des Ulric und des Sigmar sind Erzfeinde, wo sie doch letztlich eine sehr ähnliche, kriegerische Lehre haben. Eigentlich müssten sich beide verbünden um die verbleibenden mystizistischen Kult im Imperium auszurotten, welche mit ihrer diametral gegensätzlichen Lehre schon fast die Anstrengungen im Kampf gegen das Chaos unterminieren.

    Wenden wir uns nun diesem Chaos zu. Wie sehr unterscheidet sich denn Sigmars Aufstieg vom Pfad des Ruhmes, welchen so mancher Held des Chaos mehr oder weniger erfolgreich beschritten hat? Bekämpfen die Sigmariten nicht bloß Feuer mit Feuer, wenn sie sich inbrünstig und voller Hass den Horden des Chaos entgegenwerfen, welche sich gerade aus ihren Emotionen und ihren Willensakten nähren?

    Ist das Chaos selbst nicht reiner Wille zum Leben um einen Begriff Schopenhauers zu borgen? Und ist nicht der nietzscheanische Chaosheld derjenige, welcher die Sklavenmoral der Weichlinge aus den Südlanden abgelegt hat?

    Die Anhänger Sigmars und die Anhänger des Chaos wollen beide das Leben, bloß unter anderen Vorzeichen. Dabei ist den Gelehrten des Imperiums doch zumindest dunkel bewusst, dass die Kreaturen des Chaos bloße Erscheinungen eines verborgenen Willens sind. Dieser durchdringt die gesamte Warhammer-Welt und manifestiert sich am stärksten dort, wo das Leben in besonderer Weise bejaht wird.

    Sie begnügen sich tragischerweise mit dem Kampf gegen die Erscheinung. Wären die Pfaffen Sigmars in all den Jahrtausenden des Krieges zu einer grundlegenden Erkenntnis über die Natur des Chaos gelangt, hätten sie feststellen müssen, dass die Aufhebung des Willens an sich auch den Sieg über das Chaos zur Folge hätte. Sie fürchten die Vernichtung des Fleisches durch die Diener des Chaos - jenes Fleisch, welches ohnehin dem Tod geweiht ist. Wenn sie stattdessen den Schleier lüften und den Willen in sich selbst bekämpfen würden, könnten sie durch Resignation und Askese dem Chaos die Nahrung nehmen. Vielleicht wird sich diese Weisheit der Mönche von Cathay eines Tages auch in unseren Gefilden breit machen und den wahren und endgültigen Sieg über das Chaos ermöglichen ...