Also ich will hier niemandem auf die Nerven gehen, aber ich muss noch mal nachbohren 
Ausgangspunkt war die Frage, wann beim Ausprechen eines Zaubers die Entfernung zum Ziel gemessen wird, und was passiert, sollte das Ziel nicht in Reichweite sein.
Alle, die sich bisher dazu geäußert haben waren der Meinung, dass nach Energie- und Bannwurf gemessen wird, und der Zauber ersatzlos verfällt, wenn das Ziel außerhalb der Reichweite ist. Einige waren sich dieser Sache sehr sicher, andere nicht so 100%, belegen konnte es bisher aber noch keiner.
Tja, dieses Vorgehen ist sicher nicht das schlechteste, aber ohne regeltechnische Grundlage ist es eben bloß eine gütliche Einigung oder Interpretation oder wie immer man das nennen will.
Fest steht eigentlich nur eins: Im Regelbuch steht absolut nichts dazu (höchstens in einem neueren Druck, den ich aber nicht habe oder an einer Stelle, die mir in all den Jahren immer entgangen ist).
Oft verschwinden scheinbare Unklarheiten, wenn man sich die Regeln noch mal sorgfältig durchließt und GENAU auf die Formulierung achtet. Von ein paar Spezialfällen abgesehen, habe ich damit bisher fast jedes Problem klären können.
In diesem Fall bringt eine wörtliche auslegung der Regeln jedoch mehr Probleme als sie löst:
Wie ich bereits beschrieben habe, weisen viele Sprüche die Formulierung auf 'darf auf ein Ziel in x Reichweite gezaubert werden'. Daraus folgt, dass der Spruch NICHT auf ein Ziel außerhalb der Reichweite gesprochen werden darf, eine solche Einheit mit anderen Worten gar nicht erst zum Ziel erklärt werden KANN. Damit wäre auch jede Diskussion was passieren würde WENN ein Ziel außer Reichweite ist hinfällig, da es niemals zu einer solchen Situation kommt. Dann wäre es auch nicht verwunderlich, dass das Regelbuch auf einen solchen Fall nicht eingeht. Soweit wäre alles wunderbar, doch in zweiter Konsequenz würde dies zum oben beschriebenen 'Vermessen' des Spielfeldes führen, wenn die Spieler bestimmen, auf welche Einheiten sie zaubern dürfen 
Eine wörtliche Auslegung der Regeln wäre in diesem Fall also nicht wirklich ratsam. Zudem gibt es auch sprüche, bei denen diese Formulierung nicht auftaucht. Stattdessen steht dort einfach 'hat x Reichweite', was wieder alle Fragen offen lässt...
Im Prinzip wären vier Stellen in der Zauberabfolge denkbar, an denen gemessen werden kann, mit unterschiedlichen Konsequenzen:
1) vor Nominierung des Ziels - Vorteil: es können nur legale Ziele bestimmt werden. Nachteil: Vermessung des Spielfeldes.
2) nach Nominierung des Ziels, vor dem Energiewurf - Vorteil: es werden keine Energie/Bannwürfel verschwendet für Zauber die eh nicht hinkommen (und die Magiephase geht schneller, weil niemand erst überlegen muss ob er eine Rolle einsetzt). Nachteil: Unklar, was passiert wenn Ziel außer Reichweite ist (Würfel verloren? anderes Ziel nominieren?)
3) Nach Energie- aber vor Bannwurf. Nachteil: bevorzugt bannenden Spieler. Unklar, was passiert wenn Ziel außer Reichweite ist.
4) Nach Energie- UND Bannwurf. Nachteil: Unklar, was passiert wenn Ziel außer Reichweite ist.
Was könnte denn alles passieren wenn das Ziel außer Reichweite ist? An den Punkten 3 und 4 wäre es noch das logischste, wenn die bereits genutzten Würfel dann verfallen und der Zauber keinen Effekt hat. Ein besonders sturrer Spieler könnte aber auch auf andere Effekte bestehen, z.B. ein anderes Ziel zu nominieren! Und ich könnte es ihm nicht widerlegen!! an Punkt 2 sind sowieso eine Menge Dinge denkbar...
Ihr seht also wie kompliziert die Beantwortung dieser Frage selbst für einen 'Regelexperten' wie mich ist (sonst hätte ich sie auch nicht gestellt). Der Kompromis nach dem ich spiele funktioniert gut, die Methode die ihr mehrheitlich spielt wohl auch, trotzdem würde ich gerne was handfestes haben, was ich meinem Gegner zur Not schwarz auf weiß zeigen kann. Ein einfacher Erretta in irgendeinem White Dwarf von nicht mehr als 3 Zeilen könnte das Problem für immer klären, nur warte ich bis heute vergeblich auf so etwas.
Also wenn irgendwer irgendwas findet, wäre ich doch sehr erleichtert.