Meiner bescheidenen Meinung nach haben wir hier mal wieder ein Thema bei dem die Weltanschauungen kollidieren (werden).
Ich könnt jetzt zwar etwas ausführlicher dazu schreiben, wie ich genau darüber denke, aber das würde wahrscheinlich zu sehr ins philosophische abdriften. Das wiederum könnte seinerseits zu noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema führen. (Will ich das? Nein, nicht wirklich.)
Andererseits zeigen solche Themen eben auch immer wieder wie viele Mitmenschen die unangenehmen Aspekte des Menschseins außer Acht lassen bzw. bewusst ausblenden. Und freilich, so kommt man unbeschwerter durch den Alltag, indem man sagt "soetwas sollte es nicht geben" oder "soetwas sollte man nicht bewerben bzw. verbreiten" (Haha! Merrhok, spielen wir wieder den Anwalt des Teufels?!).
Die von der Aufklärung geprägte Gesellschaft an sich will einem da zwar keinen Vorwurf draus machen, aber eben auch nur weil sie vom kantschen Modell geprägt ist und jene die ihm folgten seinen Blick durch die Brille im größten Teil übernahmen, ohne etwas daran gerade zu rücken. Denn jener (Kant) hat leider den menschlichen Aspekt gänzlich aus seinem Welt- und Wertebild heraugelassen bzw. geradezu willentlich verbannt. (Das wiederum führt dazu, dass seine Lehre nicht alltagstauglich ist und lediglich als Maxime innerhalb gewisser Parameter taugt.)
Wie gesagt... Komplexes Thema, das ich mich nicht kurz und knapp zu würdigen im Stande sehe.
Aber der Mensch ist eben auch SO.
Es nutzt nichts das zu leugnen und damit die daraus resultierenden (möglichen) gesellschaftlichen Probleme noch zu verschärfen bzw. intensivieren, weil man sich quasi dazu entscheidet weder daran noch damit zu arbeiten, einfach weil es unangenehm ist und als gesellschaftlich nicht akzeptiert gilt. (Ganz so als würde man eine sich ausbreitende Krankheit nicht bekämpfen oder auch nur in ihren Grundzügen verstehen wollen, nur weil es gleichsam unangenehm und gesellschaftlich tabuisiert ist.)
Die Folgen kann man sich ausmalen, wenn man das Muster (wieder-)erkennt.