Der erste Grollreiter

  • Das hier wird mein erster Beitrag in diesem Teil des Boards. Ich habe einen Großteil der Geschichten verfolgt und habe nur angefangen eine eigene zu schreiben. Das ganze ist mehr eine Schnapsidee, die auf dem Thread "Zwergen-Reiter" beruht. Ich hatte die fixe Idee zu versuchen, eine Geschichte über einen Zwerg zu verfassen, der eben doch den Weg auf Reittier findet. Das erste Kapitel ist ohne rechte Vorbereitung in einer guten Stunde entstanden und ich bn gespannt ob es sich halbwegs lesen läßt.
    Solltet ihr gerade erst anfangen zu lesen, versucht es bitte inklusive des zweiten Kapitels. Das erste ist als Aufmacher nicht unbedingt der Burner. :)



    Kapitel 1. Stallarbeit.


    Mühsam wuchteten Dagda und Ivar die schwere Schubkarre auf die Spitze der Rampe und leerten ihren Inhalt in die Mistgrube. Fluchend richtete der weißbärtige Alte sich auf und streckte vorsichtig seinen steifen Rücken:. „Sandstein! Müssen die verdammten Viecher so viel Dreck produzieren?“ Sein Helfer Ivar schmunzelte nur still in seinen kurzen, schwarzen Bart und antwortete nicht auf die Frage. Er wußte es besser. Seit er dazu eingeteilt war dem alten Zwerg in den Ställen zu helfen, schimpfte und spuckte Dagda den ganzen Tag. Er verfluchte die Ponys, nannte sie „räudige Mähren“ und gab ihnen noch zahllose, andere Spitznamen, die weit unfreundlicher waren. Aber Ivar hatte auch gesehen wie Dagda dabei Möhren und andere Leckerbissen verteilte und jedes Tier aufmerksam versorgte. Unter der rauen Schale steckte ein Kern, der zumindest für die Tiere die er pflegte eine weiche Stelle aufwies.
    Ivar selbst war noch sehr jung. Zu jung um Erze abzubauen oder den Hammer an der Esse zu schwingen wie so viele ältere seines Klans. Jedenfalls war das offiziel so. Tatsächlich war Ivar, zu seinem Bedauern, einer der wenigen Kurzbärte, die nur wenig Begabung für solche Arbeiten mitbrachten. Glücklicherweise für ihn bestand aber auch die Zwergengesellschaft nicht nur aus Schmieden und Bergleuten. Und so bekam er den Auftrag bei der Ponypflege zu helfen, bis er alt genug war, das Kriegshandwerk zu erlernen.


    Was seinem Vater eher peinlich war, hatte sich für Ivar als recht angenehm erwiesen. Er bedauerte zwar noch immer kein Schmied zu sein, aber die Arbeit mit den Tieren machte ihm viel Spaß. Nach ersten Berührungsängsten, hatten sie sich als freundliche, harmlose Geschöpfe herausgestellt.
    Die Ponys waren nötig um auf Handelsreisen oder Kriegszügen die Wagen und Kanonen zu ziehen. Sonst hätten die Zwerge sie wohl kaum behalten. Die meisten seines Klans trauten den Tieren nicht über den Weg und hielten sie für unberrechenbar. Aber Ivar hatte, erst wiederstrebend, dann mit steigender Begeisterung, herausgefunden das dem keineswegs so war. Die Tiere hatten eine ganz eigene Sprache und reagierten sehr zuverlässig auf verschiedene Situationen.
    Diese Einsicht war irgendwie sogar in den harten Schädel von Dagda gelangt und auch er nutzte sie aus. Das war ihm sicher nicht voll bewusst, aber benutzte die Leckerbissen und anderen Aufmerksamkeiten, um die Tiere dazu zu bringen seinen Wünschen nachzukommen. Er konnte die Tiere beruhigen, dazu bringen einen Huf zu heben und brachte ihnen auch alles andere bei, was für ein Pony nötig war um arbeiten zu können.
    Ivar lernte das auch alles und er ging sogar einen Schritt weiter. Er hatte einfach nicht die Vorbehalte und Abneigungen, mit denen Dagda vor einigen Jahrzenten diese Arbeit begonnen hatte, nachdem er viele Jahre als Zwerg unter Zwerge im Heer gedient hatte. Und so wurde ihm viel bewußter, das die Tiere weit mehr waren als ein paar hundert Pfund Muskeln um Karren zu ziehen. Er hatte einigen beigebracht auf Pfiffe zu reagieren. Als Dagda ihn irgendwann erwischte, hatte er ihnangeschnauzt, er solle aufhören zu spielen, erwachsen werden und ihm verdammt nochmal bei der Arbeit helfen.
    Ein paar Wochen später spannten sie die Tiere ein. Dagda holte seine Tiere fluchend eins nach dem anderen aus den Boxen und legte ihnen die Geschirre an.
    Ivar ging zum ersten Wagen, pfiff, legte das Geschirr an und pfiff auf dem Weg zum nächsten Wagen wieder. Das Pony wartete geduldig am Wagen als er eintraf um das Geschirr anzulegen.
    Ivar war schnell fertig und ging zu seinem Gefährten um ihm bei den restlichen Tieren zu helfen.
    Er sagte keinen Ton, aber als sich ihre einmal Blicke kreuzten, konnte er ein leises Schmunzeln nicht ganz unterdrücken. „Halt bloß den Schnabel du besserwissender Milchbart“ war alles was Dagda dazu von sich gab. Aber Ivar war sicher das der alte Zwerg sich nur deshalb so rasch abwandte, weil er auch grinsen musste.
    Die Wagen sollte eine kurze Handelsreise begleiten und Ivar war als Führer der Tiere ausgewählt worden. Er war furchtbar aufgeregt deswegen. Seine erste Reise an die Oberfläche. Das musste ein unfreundlicher Ort sein. Nach allem was man hörte, gab es keine Decke und die Menschen waren so hoch, das man immerzu den Kopf in den Nacken legen musste.
    Trotz alledem freute er sich auf die Reise. Zwerge lehnten zwar normalerweise kategorisch alles ab, was ihnen nicht seit hundert Jahren bekannt war, aber Ivar war fast noch ein halbes Kind. Und sogar bei Zwergen sind die Jungspunde neugierig.

  • Ich finde das ist eine gute idee. Bin schon jetzt gespannt wie es weiter geht :D

    Wirklich gestellte fragen im Restaurant:


    -Ist das Schnitzel Wiener art vom Kalb vom Schwein?
    -Du Meister, das Bier in meinen Glas wird immer weniger, sicher das du richtig eingeschenkt hast?
    -(Nachdem ich ein Holzfass vor den Augen des Gastes auf den Ganter gehoben und angeschlagen habe ) Das ist aber schon eine atrappe, oder? Da unten verläuft ne leitung, gell?
    - Hach ja, das waren noch zeiten als wirklich aus dem Holzfass ausgeschenkt wurde

  • Nur weiter so, bin schon gespannt wie er vom Pony auf den Bären kommt. *g*

    10.000 Pkt. Imps
    10.000 Pkt. Orkse
    8.000 Pkt. Bretonen
    5.500 Pkt. Zwerge
    2.500 Pkt. Waldelfen

  • Klingt gut, allerdings kommt mirs ein bisschen übertrieben vor , dass Ivar noch nie an der Oberfläche war.

    MfG DD
    5000 punkte Dunkelelfen
    3000 punkte Zwerge
    2000 punkte Orks und Goblins
    Das Imperium 2000 punkte


    1500 punkte Space Marines

  • Klingt gut, allerdings kommt mirs ein bisschen übertrieben vor , dass Ivar noch nie an der Oberfläche war.


    Es soll sogar Zwerge geben die nur darum die Sonne je gesehen haben, weil sie auf der Weide arbeiten. Des passt schon

    Wirklich gestellte fragen im Restaurant:


    -Ist das Schnitzel Wiener art vom Kalb vom Schwein?
    -Du Meister, das Bier in meinen Glas wird immer weniger, sicher das du richtig eingeschenkt hast?
    -(Nachdem ich ein Holzfass vor den Augen des Gastes auf den Ganter gehoben und angeschlagen habe ) Das ist aber schon eine atrappe, oder? Da unten verläuft ne leitung, gell?
    - Hach ja, das waren noch zeiten als wirklich aus dem Holzfass ausgeschenkt wurde

  • Also ich finde den Anfang bisher durchaus gelungen, kann sich sehen lassen. Mal schauen wie es weitergeht! Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, waren ein paar inhaltliche Wiederholungen. Klar, es ist nunmal wirklich untypisch für Zwerge, dass sie neugierig sind und was neues kennenlernen wollen, aber ich glaube das er jung ist hast du gerade zum Schluss hin ein bisschen übertrieben... ;)


    Zur Erklärung:

    Zitat

    Ivar selbst war noch sehr jung. Zu jung um Erze abzubauen oder den Hammer zu schwingen

    Zitat

    Er war einfach zu jung um die Vorbehalte und Abneigungen zu haben, mit
    denen Dagda vor einigen Jahrzenten diese Arbeit begonnen hatte.

    Zitat

    Zwerge lehnten zwar normalerweise kategorisch alles ab, was ihnen nicht
    seit hundert Jahren bekannt war, aber Ivar war jung. Und sogar Zwerge
    sind in jungen Jahren etwas neugierig.

    Ich kann deine Intension sehr gut verstehen, da es halt sowas besonderes, in gewisser Maßen dem Charakter der Zwerge nicht entsprechendes, ist, wolltest du es besonders hervorheben. Dabei bist du meiner Meinung nach aber etwas über das Ziel hinausgeschossen, da auf mich die ständige Wiederholung des gleichen Arguments fast ein bisschen so vorkam, als ob du den Leser für ziemlich beschränkt hälst und es daher so oft sagen musst. HIer wären variablere Argumente oder eine größere Zusammenfassung der Beispiele (damit du nicht jedesmal das Argument bringen musst) vielleicht angebracht. Ansonsten wäre eine noch intensivere Nutzung der Zwergensprache hier noch ne Möglichkeit, obwohl du mit Mich- und Kurzbart eigentlich auch diese Schiene zu genüge bedient hast (mMn genau passend, also vielleicht nicht damit die Übernutzung von "jung" kompensieren :mauer: ).


    Soweit von mir, hoffe ich konnte helfen und auch an dich die Bitte, wenn du die Geschichten alle liest und verfolgst, schreib doch kurz was dazu! Muss ja kein Roman werden, aber wie du sicher hier auch schon merkst, es motiviert doch ungemein, wenn sich noch andere Leute mit dem Thema auseinandersetzen :tongue:

  • Ich habe einen Teil der Passagen geändert. Das sind Formulierungen die einem als Schreiber einfach viel schwerer auffallen. Das seine Motivation aus seinem mangelden Alter entsteht, will ich nach wie vor erwähnen. Aber man muss natürlich nicht immer "jung" schreiben. :D
    Das mit der Zwergensprche mag noch kommen. Im ersten Kapitel gibt es kaum Dialoge und ich muss mich auch erst etwas rein denken. Ich hab das wie gesagt, heut morgen aufgrund einer fixen Idee geschrieben. Mit dem Zwergenfluff werd ich mich jetzt wohl auch beschäftigen müssen.

  • Wie gesagt, war nur eine Anregung und eigentlich gefällt es mir soweit echt gut. Man hat als Schreiber immer ein paar Floskeln drinne, die einem selbst gar nicht mehr wirklich auffallen und man sie daher öfters verwendet, als angebracht. Deshalb ist ja die "Kritik" von neutralen Lesern so wichtig und ich kenne nur zur genüge schnell runtergeschriebene Kapitel, die sich gut anhören, wenn man sie aber jemandem vorlegt (oder nach 2 Tagen nochmal in Ruhe und konzentriert angeht), so kann man doch einiges finden ;)


    Aber schlussendlich geht es ja auch darum sich zu verbessern und dafür hilft es, wenn man drauf hingewiesen wird, mir zumindest immer sehr!

  • Ich kann deine Intension sehr gut verstehen, da es halt sowas besonderes, in gewisser Maßen dem Charakter der Zwerge nicht entsprechendes, ist, wolltest du es besonders hervorheben. Dabei bist du meiner Meinung nach aber etwas über das Ziel hinausgeschossen, da auf mich die ständige Wiederholung des gleichen Arguments fast ein bisschen so vorkam, als ob du den Leser für ziemlich beschränkt hälst und es daher so oft sagen musst.


    Könnte das wohl an der Diskussion im Zwergenforum liegen, frag ich mich? :D


    Ansonsten werde ich deine Geschichte natürlich mit Interesse verfolgen um zu schauen, wie das alles von statten geht ;)


    Das mit der Zwergensprche mag noch kommen. Im ersten Kapitel gibt es kaum Dialoge und ich muss mich auch erst etwas rein denken. Ich hab das wie gesagt, heut morgen aufgrund einer fixen Idee geschrieben. Mit dem Zwergenfluff werd ich mich jetzt wohl auch beschäftigen müssen.


    Buchtipp: "Dwarfs" von Nick Kyme und Gav Thorpe
    Da findest du hinten drin nicht nur einen Haufen Wörter der Zwergensprache sondern auch das kleine Einmaleins der khazalid'schen Grammatik + mehr als genug Zwergenfluff ^^

    >>Eine Zwergenarmee ist wie ein gut gearbeitetes Kettenhemd: Jeder
    Krieger ist ein eisenhartes Kettenglied, mit den anderen verbunden durch
    Pflicht, Ehre und Loyalität. Und wie ein Kettenhemd soll kein Schlag
    sie durchdringen, solange die Kettenglieder stark bleiben.<<
    - Zwergensprichwort -


    Die Geschichte meiner Stadt

  • Das zweite Kapitel.... Ich hab eine kleine Weile Karten angeschaut, um einen Ort für das Geschehen zu finden. Leider finde ich keine Angaben wie groß Zwerge sind.
    Kapitel 2. Im Zwielichtwald


    Sie waren jetzt seit fünf Tagen unterwegs und Ivar hatte noch immer nicht alles gesehen. Seit sie ­karaz-a-karak, den ­Immergipfel, verlassen hatten, zockelten die Wagen auf der alten Zwergenstraße in Richtung Schwarzfeuerpass.
    Nach den runenverzierten Toren der Stadt und den majestätischen Gipfeln des Weltrandgebirges machte der Zwielichtwald zwar kein so beeindruckendes Bild, aber es wimmelte von den unmöglichsten Kreaturen. Insekten, kleine Nagetiere und zahlreiche Vögel waren überall zu sehen.
    Außerdem hatte das Laubdach über der Straße den Vorteil, das man den freien Himmel nicht so gut sehen konnte. Ivar hatte noch immer seine Schwierigkeiten mit der Tatsache, dass nicht mehrere ­tausend Tonnen guten, verlässlichen Felsens über seinem Kopf hingen. Trotz allem machte die Reise durchaus Spaß. Die Ponys schienen aufzuleben und die vielen neuen Eindrücke, machten die Strapazen mehr als wett.
    Eine harte, eisenbewehrte Hand traf ihn unsanft am Hinterkopf und schob ihm den Helm in die Augen. „Junge, hör auf zu träumen und halt die Augen offen!“ Ivars Onkel Thorleif funkelte ihn unter seinen dichten Brauen an. „Die verdammten Schwarzspinnen treiben sich öfter in dieser Gegend rum und ich habe keine Lust auf einen Überraschungsbesuch, nur weil mein Neffe die Eichhörnchen bewundert.“
    Ivar nickte hastig, schob den Helm wieder auf seinen runden Schädel und schloss die Hand um den Schaft seines, kleinen Kriegshammers.“Was glaubst du, was du da machst?“ Thorleif war sichtlich unzufrieden. „Ich hab's dir hundertmal gesagt. Beim ersten Anzeichen, das dieser Abschaum sich blicken lässt, schwingst du dich und deinen Bartflaum auf den Wagen. Da greifst du dir die Armbrust und schießt auf alles, was auch nur entfernt wie ein Goblin aussieht. Du wirst nicht an einem Nahkampf teilnehmen! Hast du das verstanden? “
    Thorleif war eine einschüchternde Erscheinung. Mit seinen gut fünf Fuß, überragte er Ivar bei Weitem. Er war sogar für einen Zwergen kräftig gebaut und trug einen schweren Kettenpanzer, der ihn vom Hals bis zu den eisenbeschlagenen Stiefeln bedeckte. Sein Helm war mit Essig und Sand poliert worden, bis der Stahl und die kunstvollen Goldverzierungen glänzten. Sein Bart war geflochten, mit Steinklammern zusammengehalten und steckte hinter einem breiten Gürtel. Dazu trug der Krieger im Moment immer seinen Rundschild in der linken und die rechte Hand lag unruhig auf dem Kopf seiner Streitaxt.
    Die südlichen Gebiete des Zwielichtwaldes waren die Heimat der Schwarzspinnen, einem Stamm Goblins und deren berüchtigten Reittieren. Obwohl Goblins allgemein als feige galten, hatten sie schon öfter Handelskarawanen der Dawi überfallen. Die gesamte Gesellschaft war auf der Hut. Daher trug auch Ivar Kettenpanzer und Helm. Zwar war seine Brünne nur kurz und sein Helm hatte auch keine Wangenklappen, aber es war gute Zwergenarbeit.
    Ivar seufzte schwermütig. Die Aussicht bei einem Kampf auf dem Wagen zu sitzen war bitter. Er wollte nicht mit der Armbrust schießen. Als echter Zwerg gab es nur den Schildwall. Goblins! Also wirklich. Als ob er sich vor stinkenden Goblins fürchten würde. Gesehen hatte er natürlich noch keinen, aber man hörte um so mehr über sie. Die kleinen, grünen Wesen gehörten zu den verhasstesten Feinden der Zwerge.
    Wieder traf ihn die Hand seines Oheims. Diesmal aber nur mit einem Klaps auf die Schulter. „Hör auf zu schmollen Ivar. Du bist noch nicht so weit. Im Schildwall würdest du nur deine Nachbarn in Gefahr bringen. Heut Abend zeige ich dir noch mal ein paar Kniffe für den Kampf. Wenn du dann noch immer deinen Panzer trägst, machen wir einen Krieger aus dir, bevor die Reise zu Ende ist.“
    Was natürlich schamlos gelogen war. Es brauchte mehr als ein paar Übungskämpfe am Lagerfeuer um ein Krieger der Dawi zu werden. Aber Ivar freute sich trotzdem.
    Als sie ihr Tagesziel erreichten, begannen die Zwerge ihr Lager zu errichten. Die Wagen wurden eng in einem Kreis gestellt. Jeder Wagen hatte auf der linken Seite ein zusätzliches Schanzkleid aus gutem Eichenholz. Diese klappten jetzt krachend herunter und schlossen den Wagen seitlich zu einer kompletten Wand. Die Deichseln passten unter das jeweils vordere Fahrzeug. Damit bestand das Lager der Karawane aus einem geschlossenen Wall, mit nur einem schmalen Durchlass.
    In diesem Kreis wurde gegessen und das Feuer entzündet. Gingen die Zwerge schlafen, löschten sie das Feuer und trieben die Ponys in den Freiraum. Der Durchlass wurde verschlossen und zwei Wächter patrouillierten auf den Wagen, um jeden der sich näherte sofort melden zu können.
    Das ihre improvisierte Festung nur aus Holz bestand störte einige Zwerge immer wieder. Aber es half nichts. Die Straßen der Menschen würden oft nur unzureichend sein und auch zwei Ponys konnten keinen Eisenwagen über weichen Boden ziehen.
    Nach der gemeinschaftlichen Mahlzeit griffen Thorleif und Ivar zu ihren Waffen. Sie stellten sich auf und begannen ihre Übung. Ivar hielt seinen Schild, wie er es gelernt hatte, ein Stück vor dem Körper und lugte über den Rand. Der Stiel seines Hammers lag leicht am Schild und verhinderte Treffer von der rechten Seite. Die beiden Zwerge belauerten sich eine Weile, bis Ivar der Geduldsfaden riss. „Grimnir!“ Er machte einen Ausfallschritt und stieß seinen Schild seitlich gegen den seines Onkels. Dann setzte er nach und schwang den Streithammer. Aber Thorleif hatte sofort die Schulter hinter seinen Schild gestemmt und behielt ihn so in Position. Da der Gegner nicht zurückwich, prallte Ivar hart gegen ihn und taumelte zurück. Schnell wie eine Musketenkugel zuckte Thorleifs Axt vor. Er hakte das Blatt über Ivars Schildrand und zog kräftig. In seinem unsicheren Stand hatte Ivar dem nichts entgegenzusetzen. Der obere Teil seines Schildes kam nach vorn und Thorleifs eigener Schild fegte waagerecht darüber hinweg und traf den Helm seines Neffen. Ehe Ivar es sich versah, lag er auf dem Rücken. Ivars Stiefel trat seinen Schild zur Seite und seine Axt deutete auf sein Gesicht. „Das soll alles gewesen sein?" Thorleif grinste: "Das kannst du doch sicher besser?“ Ivar packte den Kopf der Axt und wurde mühelos wieder auf die Füße gezogen. „Komm schon Kurzer! Und langsam diesmal!“ Das würde ein langer Abend werden.

  • Ok, das hat mir sehr gefallen. Besonders die Kampf übung, schön detaliert und nach voll ziehbar :D

    Wirklich gestellte fragen im Restaurant:


    -Ist das Schnitzel Wiener art vom Kalb vom Schwein?
    -Du Meister, das Bier in meinen Glas wird immer weniger, sicher das du richtig eingeschenkt hast?
    -(Nachdem ich ein Holzfass vor den Augen des Gastes auf den Ganter gehoben und angeschlagen habe ) Das ist aber schon eine atrappe, oder? Da unten verläuft ne leitung, gell?
    - Hach ja, das waren noch zeiten als wirklich aus dem Holzfass ausgeschenkt wurde

  • Winterwut
    Drück mal korrigieren. ;)


    Dient denke ich zu Demonstrationszwecken.


    Zur Geschichte:
    gefällt mir bis hierhin auf jeden Fall sehr gut. :)
    Du hast den ersten Zwerg geschaffen den ich mir beritten vorstellen kann. :D
    Aber wie wirst du ihn zu seinem Reittier führen? á la Eragon?
    Nein. Sag es nicht. Schreib es einfach :]


    Edit:
    hab den Text gar nicht ganz gelesen gehabt (von der Dudenseite), ist ja sogar erklärt :mauer:

    Fantasy:
    Echsen
    Delfen


    40k:
    Space Wolves


    HdR:
    Harad + Reiche des Ostens
    Waldelben + Dunedain

  • Freut mich wenn es euch gefällt, Ich hab Urlaub und daher etwas Zeit. Hoffentlich halte ich das bis zum Ende durch. :D


    Shurmakh
    Mag sein das es wie in Eragon wird. Das wäre aber Zufall. Das hab ich nicht gelesen. :D


    Ich hatte auch korrigieren gedrückt. Der Text war zu lang und es dauert auch einfach ein paar Sekunden.... :O

  • Hey Winterwut,


    klingt seht gut, hab eigentlich nichts zu beanstanden, einzig zwei Sachen die mir nicht ganz klar sind... Hat da das Rechtschreibprogramm gemogelt?!?


    Was ist das hier?!? Editieren Schaedel? Elitaer? Verwirrt ich bin ;)

    Zitat

    schob den Helm wieder auf seinen runden Editieren


    Schädel

    Und hier hast du glaube ich mal was editiert und der Satz macht so keinen rechten Sinn mehr, wahrscheinlich einfach das "im" weg...


    Zitat

    Die Wagen wurden im eng zu einem Kreis gestellt.