Beiträge von antraker

    Aber dieses Beispiel ist das extremste, das du finden kannst, daher solltest du es nicht als allgemein aussagekräftig hinstellen. Das Königreich von Equitaine hat eben mit der Lanzenformation eine Besonderheit, um Ränge zu brechen. Das haben nur die und, wenn sie es nicht hätten, wären die Beschwerden sicherlich deutlich größer.

    Mag sein.
    Allerdings haben die Ritter den Block nicht über negierung von Standhaftigkeit (=Glieder) gebrochen sondern simpel über das Kampfergebnis. Auto-Break. Mag ich einfach nicht.

    einen sehr dicken Block Rats at Arms und einen dicken Block Plague Brotherhood.

    Lass mich mal raten: In eienm war eine Höllenglocke im anderen ein Seuchenmenetekel?
    Das wird in der Tat als das (letzte/einzige?) funktionierende Spielkonzept für Vermin Swarm angesehen derzeit.

    im Aqua Pub

    Als ich den Namen das erste Mal gelesen hab, sah ich mich in Gedanken mit einer Schwimm-Nudel um den Rücken in einem Kneipp-Becken Warhammer spielen. :woot:

    Das ist eigentlich Zufall, dass Antraker im Zentrum "Preußens" lebt. Oder etwa nicht?

    Also, wenn Du es genau wissen magst:
    Mein Vater stammt aus Berlin, flüchtete vor dem Bombenkrieg nach Osten und dann vor den russischen Panzerarmeen zurück nach Westen. Letztlich wurde Dortmund die Heimat unserer Familie.
    Ich hab nach meiner ersten Ausbildung kurz nach der Wende beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg gearbeitet, gewohnt in Schöneberg. Bei der Fahrt mit der S-Bahn nach Babelsberg sagte mein Herz und Meine Seele mir, dass ich endlich "nach Hause" gekommen war. Vier Jahre apäter - Anno '97 bin ich dann von Frankfurt Main hierhin gezogen und hab es keine Minute bereut. Potsdamer und Babelsberger mit Leib und Seele seitdem. Und wenn ich Abwechselung brauche - wir haben eine schöne Vorstadt (Berlin :-) ).

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    Was genau soll ich mitnehmen? Preußen-Oger? Ja, das wäre was.
    Bei "Imperial Glory" hab ich auch sehr, sehr gern Preußen gespielt, auch, wenn ich häufig zwischen Russen und Franzosen zerquetscht wurde.


    Ich hatte kurz überlegt, ob ich Dich für das erste Spiel fordern möchte (jeder von uns hat eine Debut-Armee, oder?).
    Allerdings gibt es kaum Armeen, die ich mehr fürchte, was an meinem Rattenherz liegen kann.

    Danke für Eure Meinungen zu dem Thema. Mir wird beim Lesen gerade deutlich, wo ich das (mein!) Problem eigentlich verorten müsste.
    Leider ist es wesentlich verzwickter als zunächst angenommen.


    Meine Erfahrung mit Kern-Truppen beschränkt sich weitgehend auf Infanterie (dass meine Kern-Ordensritter des inneren Zirkels einen passablen Todesstern bilden können, war wohl eher ein "Unfall" auf seiten derm Regeldesigner). Aber bei Skaven hab ich es in selbst in der 8 Edition oft nicht geschafft, die Schlachtlinie stabil zu halten. Vielleicht auch, weil ich meinem Gegner niemals 3x100 auf ewig standhafte Sklaven hinstellen wollte, wie ich das in einigen Schlachtbericht-Videos gesehen hab.

    Letztlich lag es weniger an einer eventuell mangelhaften Statline sondern daran, dass meine Infanterie einfach viel zu unbeweglich und hüftsteif daher kommt, bei üblichen Spielgrößen immer mindestens eine offene Flanke hat und die Kommandoreichweite nur mit Höllenglocke ausreichend ist. Meine Gegner waren stets beweglicher, hatten gefährliche Buffs und konnten in Ruhe die Schwachstellen ausgucken und dann die Linie aufbrechen (Hexen mit Gedankenskalpell waren da höufig meine Nemesis). Letztlich liegt es wohl an der Spielgröße.


    In einer klassischen (realistischen) Schlacht (Mittelalter/Rennaissance/Vormoderne) gäbe es eine Phase des Beschusses ("Du must ihnen mit Kanonen Angst machen, bevor Du stürmst!") bei dem versucht wird, den gegner weichzuklopfen. Dieses Weichklopfen entfällt, da (Moral-)Verluste durch Beschuss im (Warhammer-)Spiel keine lang anhalte Wirkung haben.


    Dazu kommt, dass in Warhammer schwere und mittlere Kavallerie sehr wohl auch große Infanterie-Blöcke und Artillerie frontal angehen kann. Etwas, was gegen (halbwegs disziplinierte) Kerntruppen in der Geschichte eher ein hohes Risiko war. Vorausgesetzt, die Infanterie kann den Schock einer heran donnernden Stahlwand ohne weglaufen überstehen. In meinem Kopfkino müsste ein Frontalangriff von Kavallerie gegen Infanterie einen Paniktest auslösen, wenn dieser aber bestanden wird, wird es für die Kavallerie blutig bis fatal. Kriegsmaschinen würde ich Abwehrfeuer zugestehen (wofür haben Kanonen Kartätschen dabei, wenn sie die beim drohenden (Kavallerie-)Strum-Angriff nicht verwenden? Man könnte das so regeln, dass sie eine Runde Kartätschen laden und keine Kugeln verschießen dafür aber ein starkes Abwehrfeuer gegen Charges geben können.


    Zu T9A:
    Die Regel eines Auto-Breaks nervt mich ziemlich. Denn - ich bin da wieder in Gedanken bei Skaven - sie macht Sklaven imho quasi unnütz. "Früher" konnte ein 45er Sklavenregiment durchaus mal etwas Zeit erkaufen, weil sie einfach stehen geblieben sind. Und jetzt? Skaven spielen sich mit Infanterie-Blöcken meiner Erfahrung nach gar nicht mehr rund. Aber das ist doch mein Kopfkino: Eine Rattenflut! Wenn die Meta mich jetzt dazu bringt, auf kleine Plänkler-Trupps mit Beschuss, Kriegsmaschinen und Monster zu setzen um erfolgreich zu sein, dann bin ich, was Ratten angeht raus aus T9A.

    Ein Beispiel aus der Weihnachtskampagne: Meine Skaven sollten im ersten Szenario Groudon s Bretonen am Durchbrechen hindern. Ich hatte 4 große stabile Infanterie-Blöcke, eine Brut und eine Warpblitz-Kanone (wie schlecht die geworden ist, wurde mir erst im Laufe dieses Spiels klar :-( ). Das sollte mMn reichen, um die Ritter lange genug zu bremsen. Geht aber nicht: Auto-Break sei dank. Dass dann noch eine Monsterkiller-Lanze (Gralsritter?) mit Flammenattacken gegen die Brut rammeln machte das spiel nicht wirklich interessanter.

    Verzeihung, das war jetzt sehr Skaven-speziell.


    Auch bei Gruftkönigen (=allen Untoten) finde ich die "Kampfergebnis=>Verluste"-Regel als nicht besonders gelungen an. Die Skelette fallen nach dem Nahkampf aufgrund des Kampfergenisses um - unabhängig davon, ob sie allein dastehen oder ein Pharaoh ihnen seinen Willen aufzwingt? Nee - nicht wirklich.


    Aber auch beim EoS sehe ich - trotz der wirklich gelungenen und fluffigen "Orders"-Regel - eher keine Armee die hauptsächlich aus Staatstruppen besteht (abgesehen von der etwas faden Gunline mit Armbrüstern en masse). Und selbst diese wird ausgekontert und überrannt, wenn der Gegner beweglich ist. Und falls es zum Nahkampf kommt, fallen die Hellebardiere wie die Fliegen. Klar, kann man sie mit Hass-Prälaten etwas aufbürsten, aber das hilft die erste Runde und bindet zusätzlich unbewegliche Punkte in der Infanterie.


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    Letztlich sehe ich mich nach einer "richtigen Schlacht", lange Infanterie-reihen, dazwischen ein zwei Kriegsmaschinen und an den Flanken Kavallerie. Davor ein paar Plänkler. Deswegen gefällt mir Battles of Westeros so gut. Viel "normale" Truppen dazu zwei, drei Helden, die mit ihren Befehlen die anderen in Schwung bringen.


    Das läuft darauf hinaus, dass ich vielleicht (zumindest, was das Gameplay angeht) bei Warhammer wirklich in den falschen Spielsystemen bin und historisches Tabletop das ist, was ich eigentlich bräuchte. Aber da gibt es ja keine Zauberer, elfen, Drachen, Chimären. Seufz!
    Schade, dass ich erst nach der "Warmaster" oder "Epic" Ära angefangen habe. Das wäre sicher was für mich gewesen.

    Beim Imperium sind die Hellebardiere wie die Kernritter bei WHB ganz brauchbar, bei 9th Age sogar noch die leichte Infanterie im Kern.

    Bretonnia hatte auch ordentliche Kerntruppen, solange man Ritter statt Bauern nahm.

    Kennst Du denn schlagkräftige Listen, die mit wesentlich mehr als den vorgeschriebenen Prozenten an Kern agieren?
    Selbst mit den "ordentlichen" Hellebardieren, Rittern des Königs und Gruftkönigstreitwagen geht man doch letztlich kaum jemals wesentlich über die Untergrenze!?

    Hält mich aber nicht davon ab meine Armeen dennoch fast ausschließlich aus Standard Infanterie zusammenzusammeln und so auch ins Feld zu führen.

    Und? Wieviel Spaß macht das (gegen wahrscheinlich elitäre Spezialistenhaufen)?

    abhängig welche Armee man spielt, da die Kerneinheiten hier doch deutlich unterschiedlich abschneiden...

    Das stimmt, jetzt, wo Du es sagst: Bei meinen Necrons nehme ich sehr gern Immortals. Krieger finde ich nicht so prall. Allerdings trotzdem eben meist nur so viele, wie ich für Stabilität und CP benötige.
    Bei Space-Marines und den Chaotischen Vettern finde ich die Archetypen wirklich nicht gut. Interessant, dass GW die POrimaris auch nicht wirklich besser gemacht hat als die herkömmlichen taktischen. :/:ugly:

    Ganz konkret an meinen just fertig gestellten 40 Skelett-Kriegern bekomme ich es wieder deutlich zu spüren: Kerneinheiten sind sehr oft eher "Tax-Units", notwendiges Übel um 'die guten Sachen' 'freizuschalten'. Und das beobachte ich in vielen Systemen.


    Mir gefällt das nicht so gut, weil in meinem Kopfkino würde eine Khemri- Armee aus 80% Kern bestehen (6000 Speerträger, nur wenig "Besonderes" (Monster, KM...). Bei Skaven und Imperium ist es mMn ähnlich.


    Wie seht Ihr das: Geht es dabei vor allem darum, GWs kommerzielle Interessen zu bedienen (Besonderes kann teurer verkauft werden)?


    Oder ist es (auch) ein Zugeständnis an die Spieler/Bastler/Maler? Wer hätte schon Lust, die 6000 Skelette zu malen? Wem würde eine solche Armee genug Abwechslung bieten? Wie elitär muss es fur Euch sein?


    Bei historischem Tabletop wird das ja realistischer sein, denke ich.


    Mich wundert, dass auch (zunächst /derzeit noch) nicht-kommerzielle Systeme wie T9A den gleichen Weg eingeschlagen haben. Würdet Ihr das System gut finden, wenn der Kampfwert einer Kern-Einheit dem eines Monsters oder einer Elite-Einheit gleicher Punktkosten ebenbürtig wäre?


    Letzlich möchte ich gern kernlastig spielen, sehe aber keinen konkurrenzfähigen Schlachtplan (Skaven, Imperium, Khemri, Ravenguard, CSM, Tyraniden, T'au

    , Orks, Goblins...).


    Wie steht es übrigens diesbezüglich bei METT? Bei X-Wing finde ich das prima, hier kann mein TIE Schwarm durchaus mit Spezialisten mithalten.


    Vielleicht ist das auch ein Punkt, der mur an Battles if Westeros so gut gefällt: Stimmige Armeelisten.

    Hast du die in den letzten Tagen komplett bemalt oder hatten die schon etwas Farbe drauf? =O

    Die waren unbemalt. Hab vor etwa einer Woche angefangen.

    Wenn du die von 0 hochgezogen hast, Respekt dafür.

    Ich male im Batch-Modus und jeder Schritt ist klar. Daher geht es einigermaßen zügig.

    Vor allem die Schilde mit den Skorpionen finde ich richtig toll!

    Ich musste da aber auch etwas cheaten:
    Die Hälfte der Skelette ist 2nd-Hand, die waren schon mit verklebten Schilden. Das sind die, die man vorne sieht.
    Die anderen 20 sind von mir ohne Schilde gebaut und haben auch bislang keine (zu kalt zum Grundieren und das Grundieren der Schilde hatte ich seinerzeit vergessen).

    Die hauptschwierigkleit war die Disziplin und Motivation: Die Einheit wollte ich immer schon mal fertig haben, sehe allerdings in meinem Gruftkönige (bzw. Undying-Dynasties) Konzept gar keine Aufgabe für die, da dort im Kern Streitwagen, Bogenschützen und Skelettbogenreiter gesetzt sind. Zudem muss ich bis 26.2. auch noch für das Kasseler Turnier folgendes fertig bemalen:
    6 x Nekropolenritter
    1 x Streitwagen
    1 x Skoripon
    1 x Katapult

    Und zum gleichen termin muss ich für den Malwettbewerb unseres hiesigen Ladens etwas abliefern. Da mache ich Khalida wahrscheinlich und schlage zwei Fliegen mit einer Klappe (zweiten hübschen Todespriester brauch ich für Kassel nämlich auch noch).
    Danke für das Lob. :blush:

    "Ein Schwert-Tag, ein Blut-Tag..."


    Die Rohirrim Infanterie wird in den Filmen komplett ignoriert. Und doch war - gemäß Roman - sie es, die den Entsatz für Helms. Klamm brachte (Erkenbrandts Rotschilde von der Westfold).



    Dementsprechend freue ich mich sehr über Rohirrim zu Fuß. Mal sehen, ob die Uruks für Team Sauron oder die pferdelosen Pferdeherren in dieser Runde triumphieren. 😎

    ie kruden Gerüchte rund um die Turnierlandschaft so gar nicht bestätigen will.

    Das freut mich. Turnier "Nachwuchs" ist sehr nötig sonst wird es damit sicher bald finito sein.

    Ich muss mich beim nächsten Mal definitiv besser auf das Droppen und Aufstellen vorbereiten.

    Ja. Das ist die entscheidende Phase...

    Spiele werden einfach oft bereits hier entschieden und ich habe definitv Luft nach oben in dieser Phase.

    ... genau so ist es. Bei meinen Skaven hab ich früher (WHFB) oft Aufstellungen zu Hause durchgespielt. Es gab da so zwei drei "Drop-Plans".

    Ich bin da quasi zu langsam im Kopf. Ich hoffe, man versteht, was ich meine.

    Verstehe ich genau. Bin ich nämlich auch und das wird sich mit zunehmendem Alter auch kaum verbessern. :arghs:

    Das können andere Spieler besser als ich und daran will ich versuchen zu arbeiten.

    Daran arbeiten kann man mMn eigentlich zu 85% nur durch drei Dinge:

    1. Spielen

    2. Spielen

    3. Spielen


    :batman:

    Oh und: Ich muss mich deutlich intensiver mit den Armeen befassen, gegen die ich seltener spiele. Hier ist mir zu viel durchgegangen (siehe die Nummer mit Strider Forest).

    Das ist die zweite Baustelle auch bei mir: Game-Knowledge. Danke GW, dass Du mir mit den End-Times nicht nur mein Spielsystem genommen hast, sondern auch die auch wertvolle Game-Knowledge unbrauchbar gemacht hast! :sheuldoch: