Der eiserne Häuter

  • Hey Leute,
    ich habe mich aufgerafft und angefangen auch eine Geschichte zu schreiben. Da ich das Hobbytechnisch mache und keine gute Rechtschreibung besitze hoffe ich das ihr mir die eine oder andere Rechtschreibsünde zu verzeihen. :)
    Ich werde nach und nach weitere Kapitel schreiben, also keine Angst. ;)


    !Die Geschichte enthält Gewalt und sexuelle Anspielungen, wer also sowas nicht lesen möchte sollte es auch nicht tun!


    Kapitel 1
    Blauer Samt und süße Träume


    Dreck, Schlamm und Gestank. Das tägliche Bild der Gosse. Das
    Licht war gedämmt, als ob es sich ekelt diesen Ort zu erhellen und in den
    weitläufigen Schatten huschten Ratten, Schaben und andere Schädlinge. Sie
    flohen vor den Menschen. Vor den armen Teufeln die nichts zu essen hatten und
    mit Genuss einen Schädling verspeisen würden. Niemand war freiwillig hier und
    doch, eine große Zahl an Menschen lebte hier. Bettler, Krüppel, Prostituierte,
    Messerstecher, kurz gesagt der Abschaum des Imperiums.


    Dori lebte hier seit wenigen Jahren. Das kümmerliche Geld
    was sie mit dem Verkauf ihres Körpers verdiente reichte kaum um sich in der
    dreckigen Kaschemme Namens „Das Sorgentor“ ein Zimmer zu leisten. Dabei war sie
    eigentlich Hübsch. Währe sie in der Lage sich ein paar schönere Kleider zu
    kaufen, könnte sie sich an einem anderen Ort anbieten und würde das Vielfache
    verdienen können. Doch die Armut war ein Teufelskreis und die Zeit arbeitet
    stets gegen sie.


    Doch eines Tages kam ein junger Mann zu ihr. Ein Mann, wie
    sie ihn schon ab und an gesehen hat, doch nie bei sich erwartet hätte. Ein
    Adliger, gewandet in blauem Samt und teurem Schmuck. Der blaue Samtstoff
    verführte geradezu ihn anzufassen, er sah so weich und geschmeidig aus. Der
    Herr war schön Anzusehen, bewegte sich anmutig und Kräftig. Seine Augen waren
    wie grüne Edelsteine und seine Haut war hell und ohne Markel. Sein Gesicht war
    Markant und Kantig. Sie wunderte sich warum ein Mann wie er zu ihr kam. Wollte
    er einer armen Frau helfen? Hatte er ein so reines Herz? Sie träumte ein paar
    Sekunden davon wie er sie von diesem Ort vorholen würde und sie zu seiner Frau
    machte. Sie währe gewiss eine treue Frau und eine gute Mutter. Kurz huschte ein
    verträumtes Lächeln über ihr junges Gesicht. Er kam ihr vor wie ihr weißer
    Ritter der sie retten würde. Oder ehr ihr Ritter in blauen Samt. Er stellte sie
    vor sie, musterte sie, streichelte sanft über ihre Wange, lächelte sie
    vielsagend an. Dann belehrte er sie, schnell und schmerzlich, eines besserem.


    Was er mit ihr machte war ehr eine Vergewaltigung. Sie
    bettelte ihn an aufzuhören, doch er schlug nur härter zu und brachte sie zum
    schweigen. Eine Stunde lang schlug und schändete er sie. Sie blieb blutend und
    gebrochen in der Gosse liegen. Ein paar Münzen, die kaum für ein warmes Essen
    reichten würden, lagen vor ihr im Dreck. Als er gang, ohne ihr einen weiteren
    Blick würdigten, weinte sie leise und verfluchte sich ihrer Dummheit wegen…

  • Klingt mal nach einer anderen Geschichte mit ein bisschen Einblick in das Leben
    der einfachen Gesellschaft.
    Bin auf jedenfall gespannt wie es wiéiter geht.

    MfG Warhammer Zwerg


    "Bis zum Ende, bis zum Untergang"


    Warhammer Fantasy:


    750pkt Bretonen "Die Flügel von Parravon"
    500pkt Zwerge "Grenzer der Zwergenstraße.

  • Auch wenn das Interesse gering erscheint hier das zweite Kapitel.


    Kapitel 2


    Abschied von einem Bastard


    Fast 13 Jahre später…


    … Ados hatte es geschafft. Er war den Wachen entkommen und
    hatte einem reichen Händler der Gewürze verkaufen wollte, die Geldschatulle von
    seinem Marktstand gestohlen. Mit dem Geld würden er und seine Mutter monatelang
    auskommen. Endlich hatten sie mal Glück. Ados war 12 Jahre alt und vom schmalen
    Wuchs. Sein Gesicht war dreckig, einige Narben und eine krumme Nase zeichneten
    ein Bild sein hartes Leben auf der Straße. Seine Kleidung war alt und
    Zerschlissen. Er lief nach Hause oder das was er sein zu Hause nannte. Die
    schmutzige Kaschemme „Das Sorgentor“ war alles was er kannte. Hier änderte sich
    nur selten was. Selbst die Gäste waren immer dieselben Beutelschneider und
    Hurenböcke. Die staubigen Gläser standen genau so dar wie immer, es roch nach
    schalen Bier und Pisse, die Tische und Stühle waren alt, dreckig und
    größtenteils beschädigt. Nur ein paar Kerzen und eine kleine, glimmende
    Feuerstelle erhellten den Raum, doch wie überall in der Gegend vermochten sie
    kaum die Schatten vollständig zu vertreiben. Der fette Wirt namens Bengo, mit
    der dreckigen und ranzigen Schürze grunzte nur irgendwas, den Mann konnte man
    wie üblich kaum verstehen, doch Ados wusste das es eine Begrüßung sein sollte.
    Er grüßte höflich zurück, denn er mochte den mürrischen Mann mit dem Schnauzer,
    der ihn irgendwie den Vater ersetzt hatte. Er kannte ihn sein Leben lang und
    der Schankwirt war immer freundlich zu ihm gewesen. Er verzichtete sogar auf
    die Miete von seiner Mutter. Der Wirt wusste scheinbar dass sie sonst kaum
    überleben konnten. Dann ging zu dem Zimmer das er sich mit seiner Mutter
    teilte. Hoffentlich hatte sie grade keinen Kunden. Einst hatte er gestört als
    ein Freier da war und hatte sich dafür eine Ohrfeige eingefangen. Seit dem
    Lauschte er immer bevor er hineinging und wartet notfalls bei Bengo. Er
    lauschte an der Tür. Nichts. War sie nicht da? Der Junge öffnete die Tür und
    erschrak. An einem Strick aus Hanf hing Dori und starrte ihn Leblos an.
    Zunächst wusste Ados nicht was geschehen war, doch dann begriff er und brach
    innerlich zusammen. Er weinte und schrie um Hilfe. Der Wirt kam, legte die
    speckige Hand auf die Schulter des Jungen und versuchte ihn zu beruhigen. Erst
    stunden Später hatte sich der junge Taschendieb soweit beruhig das Bengo ihm
    einen Brief gab. „Hab ich Gestern von deiner Mutter bekommen. Ist für dich.
    Sollt ich dir geben wenn sie nicht mehr ist.“ Grunzte er so verständlich es ihm
    möglich war und blickte traurig rein. Anscheinend machte sich der Fette selbst
    schwere Vorwürfe. Ados öffnete den schmucklosen Brief der auf billigem Papier
    verfasst war. Er musste sich anstrengen zu lesen, zu einen reichte das Licht
    kaum aus, zum anderen konnte er kaum lesen.



    „ Mein lieber Junge,


    du bist alt genug um für dich selbst zu sorgen. Längst ist
    die Zeit um als ich mich um dich gekümmert habe und viel zu lange fütterst du
    mich schon mit durch. Meine Aufgabe ist erledigt und ich werde dir nicht mehr
    zur Last fallen.


    Doch eines musst du noch wissen. Ich weiß du wolltest immer wissen wer dein
    Vater ist. Ich selbst wollte es nie wahr haben, doch eure Ähnlichkeit ist zu
    groß das ich mich täuschen könnte. Es ist Herr Markus Fellbuschter. Ein Adliger
    aus den höheren Vierteln. Doch mein Sohn, sei vorsichtig. Er ist ein grausamer
    Mann.


    Lebe wohl mein Sohn.


    In liebe,


    deine Mutter“


    Irgendwas zerbrach in Ados. Irgendwas Schwarzes legte sich
    auf seine Seele. Er hatte einen Vater. Ein Mann dem es egal war das seine
    Mutter sich das Leben genommen hatte und einen Mann dem es egal war das sein
    Bastard existierte. Er würde diesen Mann treffen. Er würde von ihm verlangen
    ihn als seinen Sohn anzunehmen.

  • Ich hab den ersten Teil auch schon gelesen hatte nur vergessen, was zu schreiben :O
    Ich finde die Geschichte hat was^^ Rechtschreibfehler sind wenige drin, zumindest fallen sie mir nicht auf, und das reicht mir :D

    Into Battle we ride with gods by our side,
    we are strong and not afraid to die!
    -Ensiferum

  • Rechtschreibfehler sind wenige drin, zumindest fallen sie mir nicht auf, und das reicht mir :D

    Strike! Endwerte haben sich meine Mühen gelohnt ordentlich zu schreiben oder deine Deutschkenntnisse sind noch schlechter als meine! :P


    Freud mich, für Lob und Kritik bin ich offen. :)

  • Einziger Kritikpunkt ist, dass die Kapitelüberschrift mit den Nachworten "13 Jahre später" ein Spoiler waren :D

    Ömmm ja... Irgendwie schon. ?(


    Habe ich gar nicht drüber nachgedacht... WAR ABSICHT! (würde ich jetzt behaupten... :O )

  • Wieder ein Interesantes Kapitel bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

    MfG Warhammer Zwerg


    "Bis zum Ende, bis zum Untergang"


    Warhammer Fantasy:


    750pkt Bretonen "Die Flügel von Parravon"
    500pkt Zwerge "Grenzer der Zwergenstraße.

  • rechtschreibfehler entdeckt, und weitergelesen :D


    hab dir mal eine bewertung dagelassen, die sagt genug :]

    Standart... die Kunst des Stehens

  • Ich finde die Story super so.
    Ein paar Rechtsschreibfehler waren zwar drin aber hey wer macht die nicht ^^.
    Bin begeistert und warte auf mehr :]

  • Danke für die Kritik und und Lob. Als dank dazu gibt es hier jetzt Nachschub. :)


    Kapitel 3


    Vaterliebe und Unterricht


    Vier Jahre Später…


    …Es dauerte vier Jahre bis er eine Audienz bei seinem Vater erhielt. Vier Jahre
    in den er Geschuftet und gearbeitet hatte um die Aufmerksamkeit von Herr
    Fellbuschter auf sich zu ziehen. Nun stand er hier vor ihm in einem großen Saal.
    Er bestand hauptsächlich aus Marmor und war reich geschmückt mit weißen Bannern
    worauf eine blaue Krähe zu sehen war. Staturen säumten sie Seiten des Saals in
    ewiger Wacht. Sie zeigten Helden des Imperiums, Generäle, Feldherren und
    Heilige. Sie alle bestanden aus reinem weißem Marmor. Alleine eine von ihnen
    war mehr Wert als das gesamte Schankhaus in dem er aufgewachsen ist. Riesige
    kostbare Wandteppiche zeigten die Schlachten und Heldentaten der jeweiligen
    Personen und brachten angenehme Farben in den Saal. Sein Vater war ein Mann der
    die besten Tage hinter sich hatte. Gekleidet in blauen Samt mit dem weißen
    Wappen und goldenen Schmuck in Form der Krähe. Er hatte etwas Herrschaftliches
    und Arrogantes an sich. „Sprich dein Anliegen.“ Befahl er mit rauer
    Befehlsstimme die keine Widerworte gewohnt waren. Vielleicht war er selbst auch ein Feldherr, dachte sich Ados. „Meine
    Mutter war eine einfache Frau namens Dori, ich bin dein Sohn Ados und ich
    fordere meinen Platz an deiner Seite.“ Sprach der Junge Mann ruhig und
    freundlich. Er hoffte so sehr das sein Vater ihn akzeptieren würde. Ruhe.
    Unerträgliche; unangenehme Ruhe. Der prunkvoll geschmückte Saal hüllte sich in
    einen Leichentuch aus schweigen. Die Anwesenden schienen nun selbst zu Staturen
    gefroren zu sein. Niemand wagte es auch nur zu Ahmten so ungeheuerlich was die Behauptung
    und das geforderte. Dann regte sich sein Vater. Er lachte. Doch es war kein
    Freudiges lachen eines Vaters der seinen Sohn zurückbekam. Es war das falsche Lachen
    eines beleidigten Adligen und etwas Böses war in seiner Stimme. „Vielleicht
    bist du mein Bastard, doch Forderung hast du nicht zu stellen.“ Sprach er ruhig
    mit kräftiger Stimme. „Tinius treibe ihn Manieren rein und zeige ihm was ich
    von seinen Forderungen halte.“ Starke Arme packten Ados und ehre er wusste was geschah,
    wurden ihm seine Oberteil vom Leib gerissen und er wurde umgedreht. Eine tiefe
    angenehme Stimme die er nicht kannte sprach. „Dummer Junge, ich weiß das du es
    nicht besser wußtest. Aber deine Unwissenheit wird dich nicht vor der Strafe
    schützen.“ Ein Peitschenknall, sägender Schmerz zog sich über seinen Rücken. Warum, schoss es ihm durch den Kopf, ich bin doch sein Sohn! „Auch wenn du
    der Bastard des ehrenvollen Herr Fellbuschter bist erlaubt es dir doch nicht so
    mit ihm zu reden. Als Bastard hast du gar keine Rechte. Aber wie sollst du
    Gossenkind das auch wissen.“ Sprach die angenehme Stimme. Sie war die Stimme
    eines Lehrer, genau so hatte er sich immer einen Lehrer vorgestellt. Sanft,
    gütig und allwissend. Schmerz. Der nächste Hieb hatte ihn getroffen. Doch er
    schrie nicht. Er wagte es nicht die Stille zu stören. Wenn der Mann mit der Lehrerstimme
    nicht sprach konnte er sein Blut auf den Marmorboden tropfen hören. Keiner
    wagte etwas zu sagen. War der Mann
    Tinius?
    Fragte sich Ados. Er klang so
    freundlich und fröhlich. Machte es ihm Spaß?
    Weitere Peitschenhiebe
    schlugen auf ihn ein und seine Träume zerbrachen. Er weinte. Blut und Tränen vermischten
    zu einer schmierigen Pfütze und Ados konnte sich einen kurzen Moment selbst
    erkennen. Angewidert von sich selbst schloss er die Augen und der Schmerz steigerte
    sich weiter bis er das Bewusstsein verlor. Das letzte was er hörte war die
    angenehme Stimme seines Lehrers, der ihm zeigte wo sein Platz war.


    Hoffe es gefällt. :)

  • Die Story, den Schreibstill und Atmosphäre finde ich gut; als ich das nachdem ich das erste Kapitel gelesen hab habe ich erstmal nachgeschaut ob du Autor bist.
    Rechtschreibfehler mach ich eh soviele, dass ich schon richtig geschribene Wörter führ falsch halte also ist dass für mich kein Kritikpunkt.
    Alles in allem find ich die Geschichte super auch wenn noch mehr bezug zu Warhammer schön wäre.
    Ich hoffe das bald ein neues Kapitel rauskommt :thumbsup:

  • Danke für die Antworten, hier gibs es nun Frischfleisch! ;)



    Kapitel 4


    Gerechtigkeit und Vertrauen



    Drei Stunden Später…


    …Schmerzen… das war alles was er fühlte als er erwachte. Er lag Oberkörper frei
    in der Gosse. Sein Rücken brannte wie Feuer. Dreck hatte sich in seinen Wunden
    gesammelt und peinigenden ihn noch mehr. Das
    ist nicht fair. Warum hat er das getan?
    Ich
    werde ihn anzeigen. Das darf er doch nicht einfach machen… Ich Zeige ihn an.
    Beim Imperator! Das darf nicht legal sein!
    Waren seine einzigen Gedanken.
    Er wollte Gerechtigkeit für diesen Akt sinnloser Gewalt. Schwer Taumelt,
    gebückt und fast Ohnmächtig vor Schmerz machte er sich auf zur Garnison. Die
    Menschen beachteten ihn gar nicht. Sie
    vermuteten wahrscheinlich ich sei einer dieser Fanatiker.
    Dachte er sich. Oder es interessiert sie nicht. Wurde
    ihm nach und nach schmerzvoll bewusst. Immer mehr bröckelte sein Inneres. Immer
    weiter breite sich Dunkelheit in ihm aus.
    Er ging vorbei an Bettlern die einen jämmerlichen Eindruck
    machten und Predigern die voller Inbrunst Sigma preisten, vorbei an Kaufleute
    in bunten Gewändern und Huren in gelben Kleidern. Die Häuser wurden immer
    Baufälliger umso weiter er sich von den Reichen Vierteln entfernte.
    Die Garnison an sich war ein rustikales, einfaches und altes
    Gebäude. Doch sie machte einen gepflegten Eindruck und seitlich vor der Tür saß
    ein Soldart in schöner Uniform an einen kleinen Tisch. Auf diesen Lagen
    Formulare, Säckchen und ein Schwert. Hinter ihm an der Wand hingen Zettel mit
    den typischen Werbeaufschriften. „Trete der Armee bei! Sehe die Welt! Schütze
    deine Familie! Verdiene guten Sold!“ Schon oft hatte Ados mit dem Gedanken
    gespielt Soldat zu werden und sich irgendwann einen kleinen Bauernhof zu
    kaufen. Doch der Plan seinen Vater kennenzulernen hatte ihn davon abgehalten.
    Nun bedauerte er diese Entscheidung.
    An der Garnisonstür wimmelte man ihn ab und lachte ihn nur
    aus. Was konnten sie schon gegen einen Adligen machen, fragen sie ihn und
    wollten ihm weiß machen das es das gute Recht des Mannes war. Sie wollten einfach nichts machen.
    Wusste Ados. Sie interessierten sich
    genau so wenig wie der Rest des Imperiums für mich. Was für erbärmliche
    Menschen waren sie nur. Nur durch den Ort der Geburt wurde entschieden wie viel
    ein Mensch wert war. Willst du wirklich ein Teil davon sein?
    War das seine Gedanken
    gewesen? Die Gedanken kamen ihm so fremd vor und gleichzeitig so vertraut. Sein
    Glaube in das Imperium zerbrach nun vollständig. Wo einst Vertrauen war, ist
    nun ein Loch was sich immer mehr mit Verachtung, Ekel und Dunkelheit füllte. Der Imperator hat versagt. Das leben der
    Adligen ist von Dekadenz zerfressen. Der Klerus ist pervers und gierig. Die
    einfachen Bürger denken nur an sich und ihr eignendes Wohl. Willst du Willst du
    wirklich ein Teil davon sein?
    Das können nicht meine Gedanken sein, ich
    werde nun auch noch Verrückt. Willst du
    Willst du wirklich ein Teil davon sein?
    Ados reichte es und brüllte
    innerlich. NEIN! Das Imperium müsste neu
    geordnet werden. Mit nur einen Herrscher und der Rest Untertanen. Alle gleich
    und niemand bevorzugt weil er höher Geboren wurde.

    Erst war nichts als Stille, erdrückende, unendliche Stille,
    dann kamen die fremden und doch so vertrauten Gedanken zurück. So ein Reich gibt es. Jeder Mann kann
    Herrscher sein. Wenn er seinen Platz verdient hat und die Götter ihn für würdig
    erweißen. Und sie streben danach das Imperium neu zu ordnen. Gehe nach Norden
    und du wirst deine Bestimmung finden. Du wirst das Imperium erlösen.
    Egal
    was es war, ob es nun seine Gedanken waren oder nicht. Sie hatten recht.
    Plötzlich wurde ihm etwas Absonderliches bewusst. Ados spürte keine Schmerzen
    mehr. Er stand aufrecht vor der Garnison. Seine Gedanken sollten sich
    eigentlich überschlagen, er sollte sich wundern woher er so etwas wusste, aber
    die Dunkelheit in seinem Inneren formte sich zu einer neuem, eiskalten Form des
    Vertrauen. Die Mächte und Götter im Norden würden ihm helfen das Imperium zu
    retten.

  • So mein guter, endlich bin ich dazu gekommen deine Geschichte zu lesen 8)


    Rechtschreibung... Hab, das Problem kenne ich nur zu gut :O



    Bin schon gespannt wie es weiter geht :thumbsup:


    Gruß Elend

    Wirklich gestellte fragen im Restaurant:


    -Ist das Schnitzel Wiener art vom Kalb vom Schwein?
    -Du Meister, das Bier in meinen Glas wird immer weniger, sicher das du richtig eingeschenkt hast?
    -(Nachdem ich ein Holzfass vor den Augen des Gastes auf den Ganter gehoben und angeschlagen habe ) Das ist aber schon eine atrappe, oder? Da unten verläuft ne leitung, gell?
    - Hach ja, das waren noch zeiten als wirklich aus dem Holzfass ausgeschenkt wurde

  • Dieses mal, finde ich, sind doch starke Grammatik fehler vorhanden, aber Storytechnisch finde ich es sehr gut und auch sehr schön geschrieben!


    Bitte weiter schreiben! Wird ja nun so langsam interessant, auf dem Weg gen Norden! Sobald der angekommen ist, mach ich ne Flasche für dich auf! :sekt:

  • So hatte jetzt zwar etwas gedauert, aber hier geht es weiter. :)


    Kapitel 5


    Wünsche werden war



    1 Monat später


    Zwiespalt. Das war das einzige Wort welches er für seine
    fremden Gedanken fand. Einerseits vertraute er ihnen bild. Blind genug um ohne Vorbereitung
    seine Heimat zu verlassen und einfach gen Norden zu gehen. Doch Zweifel machte
    sich immer weiter in ihm breit. Er hatte seit Wochen nicht mehr von seinen
    fremden Gedanken gehört, er war hungrig und münde. Er schief kaum noch, denn
    ein jedes mal, wenn er die Augen schloss und schlafen wollt, kamen Träume zu
    ihm. Grässliche Träume über Schandtaten und Verbrechen. Über Tod und Verderben,
    über Perversion und Verrat. Sie waren so real, so nahe und einerseits fühlte er
    sich zu ihnen hingezogen, doch dann traf ihn jedes mal wieder das entsetzen. Der
    Selbstekel, der Scham das er mochte was er sah. Eines Nachts, die er am Wegesrand
    unter freiem Himmel verbracht, hatte träumte er von Blut. Einem Meer aus Blut
    durch das er ging. Es reichte ihn bis zu den Knöcheln und er genoss die Wärme
    welches es spendete. Das Farbenspiel war eines des schönsten Dinge die er je gesehen
    hatte, denn die Sonne ging langsam am Horizont unter und badete alles in einem rötlichen
    Schein. Er strich mit den Finger über die glatte Oberfläche des Meeres und war
    versucht es zu kosten. Es war so verführerisch und versprach ihn zu stärken und
    Macht zu geben. Dann erwachte er. Er fror schrecklich, obwohl es eine milde
    Nacht war und man gemütlich Oberkörper frei draußen schlafen konnte. Er ekelte
    sich vor sich selbst, doch wünschte er sich nicht mehr als zurück in diesen Traum.
    Doch er konnte nicht. Sein Rest an gesunden Menschenverstand hielt ihn wach.
    Den Weg ging er meist allein und traf auch so gut wie nie
    jemanden. Nur ab und an hatte er das glück auf kleiner Karawanen von Reisenden
    Händlern zu treffen. Hier machten sich seine Jugendsünden bezahlt. Er konnte
    ihnen ihr Geld abnehmen und war schon verschwunden bevor sie etwas merkten. So
    konnte er sich wenigstens ab und an einen schönen Schlafplatz in einer der
    vielen Wegtavernen leisten und musste
    nicht auf den nackten harten Boden schlafen.
    Dieses war also eine solche Taverne. Klein, dreckig und in
    einem nicht ansprechenden Zustand. Das erste Mal seit Wochen fühlte er sich
    richtig wohl. Es erinnerte ihn an „Das Sorgentor“. Ados saß an einem kleinen
    runden Tisch in einer Ecke des Raumes wo er alles in sicht haben konnte. Über
    ihn an der Wand hing ein eingestaubter, schlecht präparierter Bärenkopf, wenn
    er ein wenig nach links schaute, sah er den langen Tresen. An diesem saß ein
    Gast. Vielleicht ein Barde, denn an seiner Seite hing eine Leier und ein
    Reiserücksack stand neben ihm auf den Boden. Hinter dem Tresen stand der Wirt.
    Er war groß, schlank, ungepflegt und sein stoppeliges Gesicht war hager. Das
    einzige Farbenfrohe an ihm schienen die Weinflecken auf seiner Schürze zu sein
    und sein blick war so grimmig das man eigentlich jegliche Lust auf gute Gesellschaft
    verlor.
    Ados Blick schweifte nach rechts durch die fast leere Taverne. Nur drei Männer
    saßen noch zusammen und spielten Karten. Der eine schien nur ein armer
    Reisender zu sein. Nichts Besonderes fiel an ihm auf. Aber die anderen beiden
    machten Ados etwas Sorgen. Der eine hatte ein Gesicht wie eine Ratte. Lang,
    dürr und Hager wie das Gesicht des Wirtes. Doch dieser zog so eigenartig die
    Oberlippe hoch und biss sich auf die Unterlippe das man seine Schneidezähne
    genau sehen konnte. Und das erste was Ados dachte war… Ratte. Scheinbar hatte
    er auch einige kurze Klingen dabei was ich nicht grade sympathischer machte.
    Der andere war auch nicht besser, wenngleich auch komplett
    anders. Er hatte die Statur eines Schmiedes und trug einen alten braunen Gambeson
    und recht neben ihm am Tisch stand ein abgegriffener Streithammer. Sein Gesicht
    war grobschlächtig und Fleischig wie seine Statur. Er erinnert Ados an einen an
    einen Kampfhund mit flacher Schnauze. Und beide schienen zusammen den Mann gewaltig
    zu betrügen. Ados hatte keine Ahnung vom Kartenspiel doch, ohne dass es selbst
    gemerkt hatte, kamen seine fremden Gedanken zurück und flössten ihm das Wissen
    ein. Ohne selbst zu wissen warum Stand er auf und ging zu den Männern. Er setzte
    sich schweigend dazu und verlangte nach Karten. Sein Einsatz überzeugte die
    anwesenden, denn dann den ausgeraubten Händlern hatte er viel Geld dabei. Er
    spielte mit ihnen viele Runden und gewann jede. Er wusste genau wann er
    verloren hatte und wann er nicht mehr setzten durfte. Er wusste wann welche
    Würfel fielen und was sie zeigten. Nach einer Stunde besaß er alles Geld der
    drei. Er freute sich und merkte erst dann, dass er keine Ahnung hatte was er da
    tat und wie das Spiel funktionierte. Ihm fiel auch erst jetzt wieder die Gedanken
    auf die ich geradezu Anschriehen sich zu ducken. Er tat es. Grade in diesem
    Augeblick flog der massive Kopf des Streithammers über seinen Kopf. Der
    Hundegesichtige brüllte ihn an das er ein Betrüger sein und das er ihn zu Brei
    verarbeiten würde. Auch die Rattenfresse war aufgestanden und zog zwei kleine
    Klingen. Der dritte Floh vor Panik. Ados war total überrumpelt. STUHL! Brüllte ihn die fremde und
    vertraute Stimme an. Er wusste was sie wollte. Beim aufstehen packte er den
    Stuhl bei der Lehne und in einer Drehbewegung holte er Schwung. Er sah Bilder
    in seinem Kopf wie die Rattenfresse sich unter seinen Schlag hinwegduckte und korrelierte
    gleich seine Schlagbahn. Der Stuhl traf die Ratte mitten in ihr hässliches
    Gesicht und trieb ihr das falsche Grinsen aus. Ados hörte das Knacken von Holz
    und Knochen. Wirf dich hin! war wieder
    die Stimme in seinem Kopf. Sein inneres Auge zeigte ihm wie der Hundsgesichtige
    ihn den Hammer in den Rücken trieb. Ados lief die blutverschmierten Reste des Stuhles
    fallen, drehte sich halb um die eignende Achse und lies sich fallen. Er sah den
    Hammer auf sich zukommen. Bedrohlich und Tödlich kam er näher. Seine Hände griffen
    aus Reflex nach dem Hammer. Der Treffer kam hart und plötzlich. Er konnte
    spüren wie seine rechte Hand unter der Wucht nachgab und brach. Doch sein Gesicht
    wurde verfehlt. Ados lag auf seinen Rücken und der Kampfhund baute sich vor ihm
    auf. Sein Lächeln war böse und voller hasst. Verachtung und reine Freude am
    Blutvergießen lag in seinen Gesichtszügen und Ados merkte wie es ihm gefiel. Der
    Schmerz in seiner Hand war stark, doch sein Körper trieb die Schmerzen nur
    weiter an, seine Sinne wurden schärfer. Er fühlte sich großartig. Links! Die fremde Stimme brüllte wieder
    in seinem Kopf und Ados folgte, aufgeschreckt aus seinem Tagtraum. Er rollte
    sich nach links und hörte wie der Hammer sich dort in die Holzdielen grub wo er
    ebne noch lag. Er griff nach einem abgebrochenen Stuhlbein und sprang auf. Der Kampfhund
    war vollkommen überrascht und Ados nutze seine Chance und rammte ihm die spitze
    Bruchstelle des Stuhlbeines in den Hals. Blut spritze ihn entgegen und besudelte
    sein Gesicht. Er genoss die Wärme des Blutes, die ihn ans einen Traum
    erinnerte. Er spürte das Entsetzen des Wirtes und des Baden, die Panik die sich
    in ihnen ausbreitete. Er hörte wie sie ihn anbettelten sie zu verschonen. Er
    hörte den Schädels des Wirtes splittern als er ihn mit dem Hammer einschlug. Er
    hörte das Genick des Barden knacken als er es mit bloßen Händen brach. Erstand
    da in einer Lache aus Blut und sah aus dem Fenster die Sonne rot untergehen. Er
    genoss den Spaß.