Skryreklan Warpschmelzer

  • Danke für das Feedback! Es freut mich, dass der Charakter scheinbar transportiert wird.

    Für mein zweites Regiment plane ich eine Szene in der ein Ork-Sklave vorangetrieben wird. Dazu ist jedoch noch etwas mehr an Bastelarbeit von Nöten und daher wird es wohl eher was für die mittelfristige Aussicht. Vielleicht klappt's ja bis Runde 5 im Malkrieg. Ich bin nur so schlecht mit Deadlines, wie die Fertigstellung des Regiments ein paar Tage nach Einreichungesende des Infanteriebeitrags zeigt... ;)


    Änliche Szenen spielen sich im heimischen Klan auch öfter mal aber, jedoch stänkern die Treiber lieber von ganz hinten herum und stehen nit inmitten der langsam aufgewiegelten Meute...

    Im Idealfall ja. Jedoch ist es schwer bei einem so unorganisierten und großteils vor Furcht wahnsinnigen Haufen die Ordnung zu wahren. Da kommt es schon mal vor, dass ein Treiber beherzt in die Menge vorstoßen muss, um sich unangenehmer Rädelsführer zu entledigen. Vor allem jene Treiber mit Schockstab sind theoretisch für solche Situationen ausgebildet.

    Wobei zuzugeben ist, dass diese häufig nicht sonderlich angetan von der Idee sind sich in den schnatternden und beißenden Haufen hinein zu begeben. Nicht selten kommt es daraufhin zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Treibern selbst, was wiederum den Aufständischen zu Gute kommt.

    Letztendlich hat es sich daher als sehr praktikabel erwiesen immer ein-zwei Flammenwerferteams in der Rückhand zu behalten. Diese können dann fix und sauber die gesamte Situation "entschärfen".

  • Sehr skavisch, gefällt mir! :thumbup:

    Solche Einheitenfüller werten Regimenter so unglaublich auf, es ist immer ein Fest. Danke fürs teilen! :)

    Ich spiele:


    Warhammer Fantasy 5., 6. und 7. Edition


    Kings of War 2. Edition


    und


    Infinity

  • Nun ein weiterer Teil zum Hintergrund. Der Text ist zudem Teaser für meine erste Schlacht mit den Warpschmelzern, die bald gegen Gervin und seine Zwerge geschlagen werden wird.


    --

    Matteck Mareksson lief über eine mit großen Findlingen übersäte Ebene, die vom Mond beleuchtet wurde. Unbestimmt aber nicht weniger dringend spürte er, dass höchste Eile geboten war. Nachdem er neulich, als er von seiner Arbeit in der Schmiede eine Pause gemacht hatte, ein seltsames Blitzen auf einem Felsplateau über ihm wahrgenommen hatte, war ein starkes ungutes Gefühl in ihm herangereift, das über die Zeit an Intensität zugenommen hatte. Als die Dampfpfeife das Ende des Arbeitstages angezeigt hatte, war das Gefühl so stark, dass er etwas unternehmen musste. Die anderen Zwerge, die im Minenbetrieb und den umliegenden Betrieben beschäftigt waren, hatten ihm allerdings keinen großen Glauben geschenkt, als er ihnen von seiner Ahnung berichtete. Auch die dauerhaft eingerichtete Wache, in dem nahegelegenen Wachtturm hatte seinen Bericht skeptisch aufgefasst. Zwar hatte man versprochen bald ein paar Grenzläufer zu der Stelle hochzuschicken, einen Boten in die etwa drei Tagesmärsche entfernte Zwergen-Wehrstadt Karak Ghirn zu entsenden war jedoch laut wachhabenden Offizier aufgrund der momentanen Besetzung gänzlich unmöglich. „…und auch absolut unnötig“, hatte Mareksson aus der Abfuhr herausgehört. Nachdem er sich anschließend zunächst in seine Schlafzelle im Wohnkomplex der Bergbauarbeiter hatte zurückziehen wollen, war das Gefühl der Dringlichkeit so intensiv, dass er statt zu den Schlafquartieren zu den Küchen gegangen war, sich ein leichtes Weggepäck hatte geben lassen und anschließend selbst in Richtung der Wehrstadt aufgebrochen war. Er musste unbedingt bewirken, dass die Stadt so schnell wie möglich Verstärkungen zur Mine entsandte. Obwohl er den gesamten Tag in der Schmiede gearbeitet hatte, marschierte er nun schon die halbe Nacht und plante auch während der restlichen Reise außer für die nötigsten Dinge nicht zu Rasten. Ein so enormes Gefühl von einem gewaltigen Schrecken, der unausweichlich vor ihnen lag, hatte Mareksson selbst in der Zeit, als er sich noch als Kundschafter verdingt hatte, noch nicht erlebt.


    „Schickt-sendet die restlichen Sklaven rüber-hinüber zu Invasionsausgang B.“ Meister Kilowatt nagte aufgeregt am Ende seines Schwanzes. Der Zugriff seiner Krieger auf den Minenbetrieb und seine ahnungslosen Einwohner stand unmittelbar bevor. Kilowatt hatte wie es sich gehörte das Oberkommando. Auf seine Anfrage hin, waren sogar aus Skavenblight kürzlich noch einige, jedoch wie immer viel zu wenige Unterstützungsmannschaften, geschickt worden. Zu ärgerlich, dass er in einem Anflug von Güte gegenüber seinen Untergebenen eine Gesandtschaft von Sklaven in Richtung der nördlichen Wüste geschickt hatte. Diese hätte er nun gut gebrauchen können. Aber sein erster Laborant der chemischen Kampfstoffe, Herbert Beizmann, hatte ihm äußerst blumig von einem ihm bekannten Skavenklan berichtet, der sich angeblich in der Nähe von Höllengrube eingenistet haben soll. Der Klan hatte wohl kürzlich mit massiven Zucht-Experimenten begonnen und verbrauchte dabei riesige Mengen an Sklaven-Biomasse. Als Gegenleistung tauschten sie laut Beizmann ausgebildete Skaven anderer Profession, die nun aufgrund des totalitären Zuchtinteresses abgestoßen wurden. Für die hauptsächlich aus Skavensklaven niederer Kasten bestehende Rotte, die ihnen Kilowatt schon vor einiger Zeit gesandt hatte, sollten Laborassistenten für Beizmann gehandelt werden. Bislang war jedoch noch niemand eingetroffen. Gewiss war die Strecke beachtlich, doch Skaven konnten enorm schnell marschieren, wenn sie es wollten oder dazu getrieben wurden. Kilowatt nagte noch aufgeregter auf seiner Schwanzspitze. Sein ursprünglicher Plan war es gewesen die Laboranten bei seiner Invasion auf die Zwergensiedlung als Kernelement einzusetzen. Sie sollten unter Einsatz ihrer neuesten Gas- und Säurekampfstoffe, die Zwerge tiefer in die Tunnel treiben, wo Kilowatt mit den restlichen Einheiten auf sie warten und sie gefangen nehmen würde. Die Verzögerung der Lieferung hatte Kilowatt nun zum Umplanen genötigt. Sicherlich, diese ganze Angelegenheit mit den Laboranten stank zum Himmel nach List und Intrige, jedoch war sein neuer Plan nun nach seinem eigenen Dafürhalten viel besser und auch wirkungsvoller. Zudem würde er auch nicht mehr die Handschrift von Beizmann und seinen Chemikern tragen, sondern die des Meistertechnikers Isaak Kilowatt. Zufrieden beobachtete er wie nach seinem Kommando, die Sklaveneinheit Nr. 47 von ihren Treibern in einen Tunnel in Richtung der Wohneinheiten der Zwerge getrieben wurde. Von dort aus würden sie beginnen Verwirrung in den Reihen des Feindes zu stiften. Anschließend würde dann seine Geheimwaffe zum Einsatz kommen und ihm mit einem Streich den Sieg einbringen. Während er kurz freudig diesem Gedanken nachhing, erblickte er seinen dilettantischen Assistenten Transit Eisenschwanz. Er hockte verschlagen hinter einem Gestell auf dem Ladungsträger für Warpenergie aufgelagert waren und blinzelte feindselig in seine Richtung.


    „Was treibst-tust du nichtsnutziger Welpe von einem Handlanger da? Lungert-kauert hinter einer Ecke. Voran-los das große Experiment beginnt gleich-sofort! Schnell-geschwind in die Werkstatt-höhle!.“ Mit diesen Worten wurde Transit Eisenschwanz von Kilowatt gepackt und in Richtung des temporär eingerichteten Werkstattbaus gestoßen. Transits Nackenhaare waren wir elektrisiert bei dem Gedanken an ihren neuesten Protypen. Obwohl er wusste, dass dieser den Kern ihrer neuesten Invasionspläne bildete (Kilowatt hatte ständig Änderungen am Schlachtplan vorgenommen), war ihm jedoch unbekannt wie genau der neue Apparat eingesetzt werden sollte. Seit einiger Zeit hatten sein Meister und er eine Ladestation erbaut, auf der Warp-Energie direkt in ein lebendiges Subjekt injiziert werden konnte. Transit kannte den Aufbau des Apparats sehr genau, hatte er schließlich wie immer die gesamte Planung übernehmen müssen. Die Blaupausen, die er von Kilowatt erhalten hatte waren wie jedes Mal gänzlich unbrauchbar gewesen. Transit hatte sie fast von Grund auf umschreiben müssen. Das er dies so gut wie immer tat schien seinem Meister jedoch meist nicht aufzufallen. Zumindest, wenn seine Pläne funktionierten. Wenn irgendetwas schief ging hingegen, war allein seine Inkompetenz in der Ausführung der Pläne seines Meisters an dem Versagen schuld. Transit erinnerte sich an einen Zwischenfall mit der neuen Injektionsnadel, die sich, anstelle das Rückgrat anzustechen, wie sie es hätte tun sollen, einen Sklaven von Nacken bis Schwanzansatz aufgeschlitzt hatte. Transit erschauerte teils vor Abscheu, teils vor Vergnügen, als er an die Szene dachte. Der Skavensklave war noch eine beachtliche Zeit mit offenem Rücken herumgelaufen und hatte unter heftigen Zuckungen versucht in einen dunklen Gang zu verschwinden. Natürlich hatte man ihm das nicht gewährt, sondern ihn in dem Raum mit der Injektionsmaschine behalten, um die Auswirkungen des Unfalls zu studieren. Anschließend hatte Transit wüste Beschimpfungen und Gewaltandrohungen über sich ergehen lassen müssen, da wieder Material verschwendet worden war.


    Hektisches Treiben herrschte in der großen Höhle, in der die Werkstatt provisorisch errichtet worden war. Techniker unterschiedlichen Dienstgrades erteilten entweder schnatternd Befehle oder hantierten geschäftig an Schaltern, Hebeln und teils an offenen Energieleitungen. Manche standen auch auf hohen Leitern oder Plattformen, die an langen Seilen von der Decke des Skavenbaus hingen. Mittig befand sich die zentrale Energiequelle in Form eines etwa mannsgroßen, zu einem Prisma geschliffenen Warpsteins. Von ihm aus führten Leitungen zu diversen Warp-Kompensatoren, über die die Energie auf unterschiedliche Kanäle des Warps gebündelt wurde. Von dort führten sie zurück zu einem Kondensator, in dem nun reihenweise die verschiedenen Kanäle des Warps aus den Kompensatoren auf ein Trägermedium, in diesem Fall Skavenblut, übertragen wurden. Dies konnte anschließend über einen justierbaren Arm, der auf den Nacken des auf einem Stuhl Sitzenden ausgerichtet wurde, in ein Versuchssubjekt injiziert werden.

    „Schneller-vorwärts.“, trieb Meister Kilowatt ihn weiter voran. Transit sah wie sich die riesigen Laufräder, die sich an zwei gegenüberliegenden Seiten des Werkstattbaus befanden, bereits auf mittlerer Stärke drehten. Beide Räder wurden jeweils von mehreren Dutzend Sklaven angetrieben, die in den Rädern in panischer Angst um ihr Leben liefen. Treiber knallten elektronische Peitschen auf ihre Rücken und stachen mit Stäben nach den Flüchtenden. Die Räder hatten schon ein leistungsfähiges Drehmoment erreicht und Transit beobachtete begeistert, wie Blitze auf den Leitungen zu dem großen Warpstein in der Mitte lagen. Ein reiner Warpstein dieser Größe benötigte einen kräftigen externen Spannungsstoß, damit die benötigte Initialelektrizität im Stein erreicht wurde und dieser selbstständig Energie produzieren konnte. Der Stein begann auch bereits langsam in einem tiefen Smaragdgrün aus seiner Mitte heraus zu leuchten. Bald würde die Spannung ausreichen um ihn zu aktivieren. Transit und Kilowatt standen nun auf halber Strecke zwischen dem Tunnel, aus dem sie gekommen waren und dem Injektionsapparat. „Los-geschwind setz-schnall dich auf den Stuhl-Sessel.“ Vollkommen aus seinen Tagträumen gerissen, benötigte Transit einen Moment um diese Anweisung seines Meisters an ihn zu registrieren und versprühte, als ihr Inhalt in seinem Bewusstsein angekommen war, unwillkürlich und heftig den Geruch der Angst. Er? Auf welchen Stuhl? Doch nicht der zur Warpinjektion?! Nie zuvor war einer der Techniker das Experimentalsubjekt gewesen! Versuche wurden immer nur an Sklaven ausgeführt und von diesen hatte bislang so gut wie keiner das Experiment überlebt. Obwohl Transit den Oberbefehl für den Bau der Maschine gehabt hatte, hatte er nicht mal eine Sekunde daran verschwendet sich vorzustellen, dass er selbst einmal auf dem Versuchsstuhl Platz nehmen würde. Erneut entleerten sich seine Angstdrüsen und ein bedrückend-süßlicher Geruch erfüllte die Umgebung. „Deine minderwertig-erbärmliche Ängstlichkeit wird nur noch von deinem kriecherisch-abartigen Gestank übertroffen.“, fauchte Kilowatt ihn an. Sein Gesicht war eine irrsinnige Fratze der angespannten Erwartung, die Transit nur zu gut kannte. Jeder Skaven kannte sie. Sie kündete von unmittelbar bevorstehender Gewalt und Macht. Transit konzentrierte sich auf das nun sehr real vor ihm liegende Unheil. Es ging hier darum sein Leben zu retten. „Aber oberster-vollkommenster Meister aller Stätten-Werkstätten. Vor euch steht-kniet doch nur ein unbedeutend-wertloser Gehilfe-Lakai. Euch und eurer Großartigkeit-Genialität ist doch gewiss nicht entgangen, dass eine unwürdige Kreatur-Welpe wie ich nicht im Stande-fähig…“, weiter kam sein unterwürfiges Gewinsel nicht. Ein starker elektronischer Schlag hatte ihm am Rücken getroffen. Ruckartig blickte Tranist sich um und zwei äußerst übellaunig aussehende Treiber hatten ihre Stäbe auf ihn gesenkt. Einer war ihm damit so nahe, dass er einen Schlag von den an der Spitze offenliegenden Drahtenden bekommen hatte. Transit wollte sich nicht vorstellen welchen Schmerz sie auslösen würden, wenn man mit ihnen zustach. „Kein Gequieke-jammer! Geh-lauf-vorwärts! Nichtsnutzig-unbrauchbarer. Nun wirst du uns deinen Wert-Nutz zeigen-demonstrieren.“ Es schien ihm absolut Ernst. Hinterhältig fügte er hinzu: “Du hast mein Versprechen-Ehrenwort, dass du es nicht bereuen-bedauern wirst…“, er gab ein keckerndes Lachen von sich, "es wird dich stärker machen… oder töten.“ Wahnsinn funkelte in seinen Augen. „Wenn ich überlege-nachdenke weiß ich nicht, welchen der beide Fälle-Ausgänge ich mir mehr wünschen würde.“ Wieder ein heiseres irrsinniges Kichern. Höchst zufrieden mit seiner Pointe und der Gesamtsituation, grinste Kilowatt ihn breit an und zeigte Transit seine nadelspitzen Zähne. Auf einen kurzen hohen Pfiff hin, der aus Kilowatts Kehle kam, spürte Transit einen erneuten elektrischen Stoß. Diesmal war er so heftig, dass Transit zusammenknickte und für einen Moment das Bewusstsein verlor. Schon stieß der zweite Treiber, der scheinbar auch etwas vom Treiben verstand, nach und unter weiteren Stößen und Tritten brachte man Transit dazu sich unweigerlich auf den Experimentalstuhl zu begeben. Nachdem man ihn dort fixiert hatte, spürte Transit noch den Stoß der Nadel, dann wurde er vollends bewusstlos.

  • Echt cool!

    Dein Regiment und der Einheitenfüller sind echt klasse...Und natürlich auch die Erklärungen dazu!

    Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, Deine ganzen Geschichten zu Deinen Rattenjungs durchzulesen, aber das hole ich (hoffentlich) noch irgendwann nach...Mache Du auf jeden Fall weiter so!

    :bear:

    Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein; es ist noch trauriger, keine zu sein...!


    8)

  • An dieser Stelle mögest du bitte die Entschuldigung für das verspätete Eintreffen der versprochenen Hilfstruppen annehmen, oh großartig-kreativster Schreiberling, aber wie du dir sicher vorstellen kannst, beruht der Wert dieser Truppen ebenfalls nur auf dem Standart, welchem sie sich bei Klan Skryre anzueignen vermochten (wo doch jeder weiß dass es ein offenes Geheimnis ist, dass dieser es mit Zuverlässigkeit und pünktlicher Termineinhaltung nie allzu ernst nimmt)...


    Solltest du jedoch Interesse an Tunnel säubernden Wolfsratten oder mehreren Kadaverreissern zeigen, welche natürlich von Robigo's besten und zuverlässigsten Meisterzüchtern begleitet werden, würden diese für nur einen geringen Aufpreis von 3 mit dem Bau der Injektions-Maschine betrauten Ingenieuren, 95 gefangenen Zwergen und einen kleinen Teil ihres Waffenarsenals schnellstmöglich losgeschickt werden und träfen höchstwahrscheinlich sogar mit den schon auf dem Weg befindlichen Giftkriegern ein...

  • Die erste Schlacht nach langer Pause wäre geschlagen. Skaven gegen Zwerge. Die Warpschmelzer gegen die Minengesellschaft. 750 Punkte auf beiden Seiten.


    Aufstellung:


    Die Skavenliste basiert auf einem großen Block Sklaven, einer Rotte Klanratten, in der sich die Warlocktechniker Kilowatt und Eisenschwanz befinden. Die Flanken werden von einer Einheit Giftwindkrieger um Herbert Beizmann und Zzzapp in seinem Todesrad geschützt. Wie so oft folgen den Skaven eine wuselnde Menge an gewöhnlichen Ratten (Rattenschwärme).


    Gegenüber stehen die Verteidiger der Minengesellschaft. Diese bilden sich aus einer Einheit Klankrieger, welche sich aus den gewöhnlichen Arbeitern und Personal der Besatzung rekrutiert, einem Regiment Bergwerker, die sich zu Beginn der Schlacht noch in ihren Minen befinden und einer kleiner Einheit Eisendrachen, welche als Beschützer der Minen fungieren. Hinter dem zwergischen Wirtschaftsgebäude befindet sich noch ein Gyrokopter und innerhalb der Klankrieger führt ein Runenschmied die kleine Armee als General an.


    1. Runde Skaven:

    Skaven beginnen und bewegen sich voran. Magie (Warpblitz) ergibt eine Rückkopplung auf Kilowatt, welchen er jedoch unbeschadet überlebt. Ein Versengenzauber kostet einen Eisendrachen das Leben.

    Das Todesrad verhindert es erfolgreich zu schießen indem Zzzapp seinen Moralwerttest besteht. Somit endet der erste Zug der Skaven.


    1. Runde Zwerge:

    Zu Beginn kommen die Bergwerker aus einen Minenausgang zur Linken der Skaven.


    Der Gyrokopter umrundet das Gebäude und Hubschrab-schapt in den Rücken der Giftwindkrieger, auf welche er seine Bomben fallen lässt, wobei drei der Laboranten aus dem Leben scheiden.


    Die Eisendrachen schießen auf den Warpflammenwerfer, können ihn aber nicht verwunden.


    2. Runde Skaven:

    Die Sklaven sagen einen Angriff auf die Klankrieger an und überwinden die Strecke problemlos.


    Das Todesrad wendet auf der Stelle und versucht die Bergwerker anzugreifen, hält jedoch einen Zoll vor ihnen an. Hebel klemmt, oder so.


    Auf Transit Eisenschwanzs Befehl hin, sticht eine Flamme aus dem Boden und verbrennt fünf Klankrieger. Der Beschuss des Todesrades haut drei Bergwerker raus.


    Die verbleibenden Giftwindkrieger (Beizmann und Kollege) wenden sich dem Gyrokopter zu, treffen ihn, verwunden aber nicht.


    Im Nahkampf werden zwei Klankrieger von den Sklaven zerrissen, woraufhin ihre Kameraden fünf Sklaven mit ihren Äxten erledigen. Die Sklaven verlieren den Nahkampf, stehen aber.


    2. Runde Zwerge:

    Die Bergwerker greifen das Todesrad an, der Gyrokopter fliegt hinter die Klankrieger und bläst heißen Dampf und Schrapnell auf sie. Die Eisendrachen schießen ebenfalls auf die Klanratten, was zusammen etwa zehn Skaven erledigt.


    Im Nahkampf rollt das Todesrad auf der Stelle und zermalmt zwei Bergwerker. Den Rebound überlebt es nicht.


    Erneut werden eindeutig mehr Sklaven als Klankrieger erledigt, woraufhin die Sklaven in Panik geraten und in Todesangst in alle Richtungen das Weite suchen. Dabei reißen sie einige Klankrieger der Zwerge, Klanratten der Skaven und auch den Warpflammenwerfer mit sich in den Tod.


    Der Rattenschwarm wird auf einen Lebenspunkt von den Eisendrachen reduziert.


    3. Runde Skaven:

    Das Schlachtfeld hat sich beängstigend geleert. Leider etwas zu Ungunsten der Skaven. Es steht noch das Regiment der Klanratten und zwei der Giftwindkrieger.


    Magie verbleibt ergebnislos, die Giftwindkrieger schaffen es jedoch den Gyrokopter auf einen Lebenspunkt zu reduzieren, jedoch nicht mehr.


    3. Runde Zwerge:

    Vereint erledigen Eisendrachen und Gyrokopter die Klanratten bis auf Champion und Standartenträger. Auch der letzte gemeine Giftwindkrieger geht im Geschosshagel unter. Am Ende stehen noch genau: Meister Kilowatt, Transit Eisenschwanz, Herbert Beizmann, der Champion der Klanratten und ihr Standartenträger. Einstimmig entschließt sich diese Gemeinschaft das Heil in der Flucht zu suchen und rennt in Richtung Schlachtfeldrand.


    Die Schlacht endet somit mit einer Niederlage für die Skaven, welche sich in ihre schmuddeligen Tunnel zurückziehen, ihre Wunden lecken und einen Schuldigen für das Desaster suchen... dies wird jedoch nicht die letzte Schlacht gewesen sein!


    Eine blumige Umsetzung in Fluff wird demnächst folgen. Vor der Schlacht habe ich mir grob überlegt, wie sich das Sieg/Niederlage auf die Entwicklung des Klans der Warpschmelzer auswirken würde. Da sie verloren haben ist die neue Ausgangssituation die folgende:

    Die Mine der Zwerge konnte nicht erobert werden. Die Warpschmelzer bleiben weiterhin in ihren behelfsmäßig gekratzen Höhlen wohnen und haben daher nun keinen Zugriff auf neue technische Waffen. Stattdessen muss Nachschub aus Skavenblight geordert werden (ggf. auch von Klan Robigo?!). Der Einfluss des Klans sinkt.

  • Insgesamt eine sehr spannende und kurzweilige Schlacht. Schlüsselmoment war definitiv das zerbrechen der Sklaveneinheit. Skaven ohne AST zu spielen macht sie schon enorm fragil. Als auch noch die Bergwerker das Todesrad zerlegen, ist das Ergebnis mehr oder weniger besiegelt. Vielleicht hätte es anders ausgesehen, hätte das Rad den Angriff geschafft. Kleine verpatzte Momente machen bei so kleinen Spielen schon eine Menge aus.


    Wie gesagt, nichtsdestotrotz eine tolle Schlacht und ich bin froh nun endlich wieder auch zum Zocken zu kommen. Beim nächsten Mal müssen wir uns mehr Zeit einplanen und können dann ggf. auch noch ein zweites Mal am Tag spielen, Herr Gervin . ;)

    Die Warpschmelzer werden es auf jeden Fall erneut probieren.

  • Danke für den schön geschriebenen Spielbericht!

    Vor meinem geistigen Auge ziehen gerade meine Sklaven vorbei, die ich noch zusammenbauen und bemalen muss und ich möchte sie weitermachen...

    Ich spiele:


    Warhammer Fantasy 5., 6. und 7. Edition


    Kings of War 2. Edition


    und


    Infinity

  • Na dann willkommen zurück in der aktiven Spieler-Gemeinschaft!

    :sekt:

    Ausreichend Zeit ist immer wichtig, gerade bei unserem Hobby...Wer ist als nächster Gegner geplant oder gibt´s eine direkte Revanche...?

    Im Grunde hätte die ganze Schlacht anders ausgehen müssen, wenn die Würfel nichts dagegen gehabt hätten.

    Den Spruch muss ich mir merken!

    :nummer1:

    Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein; es ist noch trauriger, keine zu sein...!


    8)

  • Ausreichend Zeit ist immer wichtig, gerade bei unserem Hobby...Wer ist als nächster Gegner geplant oder gibt´s eine direkte Revanche...?

    Fluff-technisch werden es erneut die Zwerge sein. Immerhin ist der Übergriff fehlgeschlagen und die Warpschmelzer müssen es erneut versuchen. Sollte sich allerdings ein anderer Gegner ergeben, kann man das Setting gewiss auch unterbringen.


    Hier übrigens noch die Armeelisten:



  • Ich habe es schon einmal erwähnt, aber ich muss es einfach nochmals tun: Deine Hintergrundgeschichten finde ich große Klasse. Ich lese sie super gerne, wenn ich dazu komme. Ich freue mich schon auf weitere Zeilen. Immer weiter so :thumbup:


    Ich bin gespannt, was mit dem guten Transit passieren wird. :] Oder ist er zum Todesrad-Fahrer geworden? :/

    Bretonia: 3000 Punkte, Krieger des Chaos: 4500 Punkte, Orks und Goblins: 3700 Punkte


    Blood Angels: 4200 Punkte, Imperiale Armee: 2200 Punkte, Tyraniden: 1500 Punkte


    Erebor: 1800 Punkte

  • Ne, das Todesrad wird von Zzzapp ins Feld geführt, welcher auch sehr zufrieden mit dieser Rolle ist. Die Injektion ist Transit auch gar nicht so schlecht bekommen. Aber lies selbst:


    „Unfähigster aller Feigling-Nichtsnutze! Verbrenn-seng diese Zwergdinge da!“ Meister Kilowatt war aufs äußerste aufgebracht und piepste in einem fort. Sein Handlanger Transit Eisenschwanz war von einer seltsamen Stimmung beseelt und schien wenig von ihm Notiz zu nehmen. Wie seinen Berechnungen nach vorgesehen, hatte die Injektion eines Trägermediums, das mit kanalisierter Warpmagie geladen war, seinen Lakai mit magischen Fähigkeiten ausgestattet, die dieser nun ausgiebig zur allgemeinen Schau stellte. Leider fehlte es ihm an jeglichem taktischen Verständnis, wodurch seine Attacken willkürlich auf ihre Feinde verteilt wurden. Nachdem er Transit die Injektion aufgezwungen hatte und er sicher gewesen war, dass dieser den Eingriff überleben würde, hatte er sofort gehandelt und den Angriff auf die Gesellschaft der Zwergenmine befohlen. Schnell hatte er alles in die Wege geleitet und sogar noch Zeit gefunden einer persönlichen Angelegenheit nachzukommen. Zu seiner Überraschung waren nämlich tatsächlich einige Warlock-Ingenieure von Klan Robigo aus dem Norden eingetroffen, die Herbert Beizmann binnen verdächtig kurzer Zeit organisiert und zur Schlacht vorbereitet hatte. Es war klar, dass Beizmann damit beabsichtigte ihm den Triumph streitig zu machen. Aus diesem Grund hatte sich Kilowatt gezwungen gesehen einige der flüssigen Giftgasreserven durch einen harmloseren Stoff zu ersetzen. Da das Experiment mit Transit so gut funktioniert hatte, war der Sieg ihnen so oder so gewiss und da brauchte er Beizmann nicht die Blöße eines geteilten Verdienstes daran einzuräumen. Sicher war sicher. Erneut verengte Transit, der in Kilowatts Leibgarde aus Klanratten unmittelbar neben ihm stand, die Augen zu Schlitzen, während elektrische Entladungen um seine Gliedmaßen tanzten. Sie gewannen an Intensität wodurch sich starke endotherme Energien entwickelten, was die Klanratten der Umgebung einen Schritt zurückweichen ließ. Kilowatt gab einen schrillen Pfiff von sich, der in dem Frequenzmuster seine Klanratten adressiert und durch die Intonierung so viel wie „standhalten, Reihe bilden, jeder auf seine Position“ bedeutete. Sogleich wurden die zurückweichenden Skaven rund um Eisenschwanz von ihren Kameraden, die der Gefahr nicht so nach standen, zurück auf die ihnen zugestammten Plätze im Regiment gedrängt. Einen Augenblick lang ließ sich Kilowatt von dieser gelungen Demonstration seiner Befehlsgewalt zu einem selbstgefälligen Knurren hinreißen. Wurde aber von Transit jedoch dabei unterbrochen, bevor sich die bei den Skaven so allgegenwärtigen Wahnvorstellungen von Macht und Zerstörung manifestieren konnten. Jener kanalisiert, währen der irrsinnig schnatterte und kicherte, momentan mit seinen Klauen einen etwa kopfgroßen Ball aus grün-blitzender Plasma-Energie, die er in die steinige Erde zu ihren Füßen lenkte. Es ertönte ein lauter Knall, gefolgt von einem synthetischen Knistern, als sich die Plasmaenergie mit enormer Geschwindigkeit knapp unter der Grasnarbe auf eine Einheit von in Metall gekleideter Zwerge zubewegte. Unmittelbar darauf stieß dort eine unnatürlich grüne Stichflamme aus dem Boden, die mindestens ein Dutzend der Zwergenkrieger einhüllte. Todesschreie erklangen, jedoch schien, nachdem der Rauch sich großteils verzogen hatte, die Flamme bis auf ein-zwei Ausnahmen wenig Schaden am feindlichen Regiment verursacht zu haben. Kilowatt versetzte der Anblick von wirkungslosen Attacken der Skaven in wütende Verzweiflung und er schlug Transit kräftig in sein wahnsinniges Rattengesicht, wobei er das elektrische Messinstrument, das er gerade in seinen Klauen hielt, zu Hilfe nahm. „Ich sagte-befehligte dich diese dort-da anzugreifen!“, quiekte er und fuchtelte mit dem nun zerbrochenen Spannungsmesser in die Richtung eines Regiments aus gewöhnlichen Zwergenkriegern. Im Gegensatz zu seinem nichtsnutzigen Gehilfen hatte er erkannt, dass diese Einheit viel anfälliger für die Stichflammenattacke sein würde. Zudem war es strategisch von Vorteil Angriffe zu koordinieren und er hatte soeben eine große Einheit Sklaven in Kontakt mit dieser Einheit treiben lassen. Sogleich fummelte er an der Apparatur herum, die an seinem rechten Arm befestigt war, woraufhin diese eine warp-elektrische Entladung produzierte, die mit tödlicher Präzision in ebendiesem Zwergenkriegerregiment einschlug und dort mehrere Zwerge und eine Handvoll Sklaven unter wilden Nervenzuckungen zu Boden gehen ließ. Böse funkelte er seinen Lakaien an, versetzte ihm einen erneuten Schlag mit seiner Linken und bereitete einen neuen Schuss seiner Handfeuerwaffe vor. Diesmal schlug der Blitz jedoch unmittelbar vor ihm in den Boden ein, sogar noch bevor er den Abzug hatte betätigen können. Ein schrilles Kichern neben ihm ließ ihn gewahr werden, dass dies die Revanche für seine Schläge gewesen war. In wütendem Zorn überlegte Kilowatt kurz die nächste Entladung auf Transit zu richten, besann sich dann aber aufgrund des feindseligen Funkelns in dessen Augen. Er musste unbedingt eine direkte Konfrontation mit seinem Untergebenen verhindern, da dieser nun über Kräfte verfügte, die einen Zweikampf wahrscheinlich zu Kilowatts Ungunsten ausgehen lassen würden. Nicht zum ersten Mal frage er sich, ob es tatsächlich so klug gewesen war das Experiment an seinem Lakaien und nicht an ihm selbst durchzuführen. Doch letzteres hatte er sich schlicht und einfach nicht getraut.


    Mit einem weiten Bogen schlug Matteck Mareksson seine Axt durch die Reihen der Rattenmenschen vor ihm und hinterließ dabei Tod und Verstümmelung. Seine Klansbrüder und er standen in vorderster Front den Skaven gegenüber und kämpften gegen eine Einheit, die scheinbar in die Schlacht getrieben wurde. Neben Rattenmenschen befanden sich auch einzelne Zugehörige anderer Rassen unter seinen Feinden, was den Verdacht, dass es sich hier um unfreiwillige Kämpfer handelte, noch verstärkte. Der Angriff war urplötzlich aus dem Nichts heraus geschehen. Zu seiner Überraschung war er mit seinem Ersuch in Karak Ghirn um Verstärkung auf offenere Ohren gestoßen. Dort waren schon häufiger ähnliche Beobachtungen berichtet worden und man hatte sogleich ein Schwadron Gyrokopter entsandt, mit denen Mareksson in kürzester Zeit wieder zurück bei der Bergwerkgesellschaft angekommen war. Mit den offiziellen Unterstützern hatte man auch die restlichen Zwerge endlich von der Dringlichkeit überzeugen und rasch eine Verteidigungsmannschaft ausheben können, die sich hauptsächlich aus den Zwergenkriegern der Gesellschaft, den Bergwerkern der Mine und einigen Eisendrachen der Wachmannschaft zusammensetzte. Ein lautes Krachen zu seiner Rechten ertönte und Mareksson erblickte wie das abartige Gefährt der Rattenmenschen von den mit Spitzhaken bewaffneten Bergwerkern zerschlagen wurde. Die gesamte Zwergenstreitmacht stieß einen gemeinsamen Schlachtruf aus, woraufhin sie sich mit doppeltem Eifer daran machten die Rattenmenschen zu erschlagen.

  • Das soll es nun auch zu dieser Schlacht an Hintergrundgeschichte gewesen sein. Wie schon erwähnt, ging sie nicht sehr vorteilhaft für die Skaven aus. Jedoch haben sich alle Protagonisten noch schnell in Sicherheit bringen können. Ja, selbst Zzzapp scheint es noch aus dem Todesrad geschafft zu haben, bevor es von den Minenarbeitern zerschlagen wurde. Es wird viele Kratzfüße und Einschmeichelungen (kombiniert mit der ein oder anderen Gewaltandrohung bzw. -ausübung bei Geringer-Gestellten) bedürfen, um weitere Truppen aus Skavenblight bekommen zu können. Dann steht man dort natürlich in der Kreide und wird sich zu späterer Stunde revanchieren müssen, was das Wachstum des Klans der Warpschmelzer weiter behindert. Man wird auch die Schmelzversuchen zunächst nicht fortführen können. Kilowatt hatte für letztere nämlich fest die hydraulischen Pressen und Hämmer der Werkzeug- und Waffenschmiede eingeplant, die es nun erstmal um jeden Preis einzunehmen gilt. Gleichzeitig ist das Machtgefälle, das immer relativ naturgemäß zwischen Kilowatt und Transit geherrscht hatte (Kilowatt ist Transits älterer Wurfbruder und von kräftigerer Statur und zudem ungleich verschlagener), ins wanken geraten. Transit besitzt durch die Injektion nun magische Fähigkeiten und es wird sich zeigen, ob Kilowatt in der Lage sein wird durch geschickte Manipulationen die bisherige Befehlshierarchie aufrecht zu erhalten.


    Alles wird komplizierter und es dürfte spannend beim Klan der Warpschmelzer bleiben. ;)