Russky - Moskovskaya - 1812

  • Aalsoo... (lehnt sich in seinem Sessel zurück, will sich eine Pfeife anstecken..., steht dann aber auf und bietet den Sessel GreenTide74 an und raucht am Fenster eine Zigarette) ... als ich noch ein junger Hussar im Dienste unseres großen Alexander (man beachte die Kleinschreibung des Großen) war, während der Zeit also, als das Heilige Römische Reich sein Ende fand und in Frankreich der Revolutionspöbel wütete...


    Ich erzähle euch vom großen Vaterländischen Krieg. *zwirbelt sich den ergrauenden Schnauzer*


    In der Zeit also als der Kaiser der Franzosen, ehemals ein Freund unseres allseits beliebten Zaren, sich anschickte Mütterchen Russland zu unterwerfen, war ich in die Reihen der Hussaren aufgenommen. Jung und tollkühn wie ich war, gefiel es mir bei dieser verschworenen Gemeinschaft der stolzesten Männer Russlands. Schwere Rüstungen und langwieriges Nachladen von Musketen waren für andere. Wir waren die schnellsten Reiter und gefährlichsten Säbelschwinger des Landes.


    Auf dem ersten Gemälde seht ihr eine Darstellung meines Regiments, der Isum Hussaren. Es ist nach Augenzeugenberichten von der Schlacht von "La Rothierre" gemalt. Dort dienten wir unter dem General Wittgenstein im Jahre 1814. Zu diesem Zeitpunkt war der Aggressor Napoleon bereits aus Russland zurückgedrängt und verteidigte nun wie eine Löwin in der Enge sein Heimatland Frankreich. Doch der Mut eines Russen übersteigt den einer Löwin um ein Vielfaches.


    "Hier, diese Narbe habe ich von einem preussischen Säbel... Und die hier, ein französisches Bayonett!"


    Die Preussen kämpften eigentlich mit uns, doch Napoleon zwang sie unter seine Knute und zwang sie gegen unseren Zaren, eigentlich verwandt mit ihrem König zu kämpfen. Seinen Namen habe ich vergessen, aber "Lang lebe Alexander!" Prost!


    (mehr?)


    Massstab ist 15mm

    Schlachtbericht wird erstmal schwierig (a, noch nicht fertig/b, keine Gegner)

    "Chaos isn`t a pit..." by Littlefinger

  • So, vor ungefähr zweihundertzwanzig Jahren rief ja bekanntlich die französische Republik ihren ersten Consul zum Kaiser aus: Napoleon I. Bonaparte.

    Der war ein Provinzadliger aus Korsika und zuerst ganz gegen Frankreich eingenommen. Perfekte Bedingungen also...

    Der Artillerieoffizier und wagemutige General beschoss zuerst britische Schiffe, dann Pariser Royalisten und als Befehlshaber der Italienarmee Österreicher.

    Er befriedete Ägypten und musste es dann den Briten überlassen, wurde aber im Anschluss mit einem Staatscoup zum ersten Konsul.

    Er hatte Sophie de Behaurnais (oder so ähnlich - französisch ist nur für den Adligen Pöbel ; ) geheiratet, eine ambitionierte Witwe und Mutter zweier Kinder.


    Er plante die Invasion Englands, aber seine Schiffe unter Admiral Villeneuve sanken bei Trafalgar. Also musst er mit der Armee Besseres erledigen: Die Hegemonie über Europa sicherstellen, also von Spanien bis zur Türkei und von Italien bis Schweden. Nur an uns Russen hat er sich nicht herangetraut. Nach ein paar Gefechten an der Seite unserer Allierten, Preussen und Österreicher, kam es zum Frieden von Tilsit. Zar und Kaiser gaben sich die Hand!


    Das war auch die Zeit in der ich auf unserem kleinen Landhof das Reiten echter Pferde erlernte... Nastrovje!!!)



    (Hihi, der Hobbyhistoriker in mir kann es nicht lassen. Ich spiele eine "Field of Glory: Napoleonisch" Armee der Russen in 15mm. Vor einiger Zeit habe ich ein paar Antestspiele bei einem Bekannten gemacht und es hat mir richtig gefallen. Ziemlich kompliziert, Mensch gegen Mensch, Artillerie gegen Artillerie, Zentimeter um Zentimeter (Werst um Werst). Ich habe vor es weiter zu vertiefen und zumindest auf 800 Punkte (Standardgefechtsgröße, entspricht etwa einem Korps) angemalt zu kommen. Jetzt bin ich etwa bei 400. Die Regeln gibt es mittlerweile in der 2.0Version)

    "Chaos isn`t a pit..." by Littlefinger

  • Meine letzte Schlacht ist jetzt sicher zwei Jahre her. Als ich in das historische Tabletop eingestiegen bin, war ich überrascht, welche Mannigfaltigkeit an Regelmechanismen es gibt. Das ist auch ein Problem, bisweilen muss man sich dann nicht nur auf ein Segment zB Römer gegen Karthago, sondern auch auf das zu verwende Regelwerk einigen. Für Napoleonisch habe ich Black Powder und FoG:N gespielt und Blücher, DBN und Lasalle im Regal. Plus ein Testspiel Kugelhagel. Manche Regelbücher haben eine eher enge Epoche (napoleonische Kriege), andere decken mehrere Jahrhunderte ab (zB. Field of Glory, Art de la Guerre). Black Powder zB ist für Gefechte von 1700-1900.


    Natürlich haben alle ihre Stärken und Schwächen und so ist es super, wenn man ein RB mehrmal spielen kann ;) Hinzu kommt noch, dass man oft mit einem RB verschiedene Massstäbe verwenden kann. Das Chaos ist also komplett.

    Also: "Bleibt bei GAMES WORKSHOP, Jungs, da habt ihr alles aus einer (goldenen) Hand!"

    "Chaos isn`t a pit..." by Littlefinger

  • Es würde sicher in der Theorie Sinn machen, sich zunächst auf eine Epoche und ein Regelwerk zu einigen,

    damit man die Regelmechanismen verinnerlichen kann und die Spiele flüssig durchzocken kann.

    Und dann vielleicht sogar mehrere Spiele "schaffen" würde in einem Jahr.

    Aber es klingt bei Dir so, als dass das leichter gesagt ist als getan- mal hat einer Lust auf ACW, der nächste möchte Waterloo nachspielen usw...

    Ihr braucht so etwas wie unser Dänemark-Wochenende- 3 Tage nur zum Tabletop-Spielen, am besten dann nur mit einem System und einem Maßstab.

    Vielleicht klappt das ja eines Tages in so einem großzügigen Appartement an der Spree:alien:

  • Na, bei mir ist es so, dass in der Basisgruppe Fantasy + Saga/Frostgrave dominieren und fürs historische bin ich auf "Freelancer" angewiesen. Die Stadt hier ist nicht klein, aber es ist schwierig. Ich mache also "mein Ding" und da man normalerweise ohnehin nur angemalt spielt und ich langsam male, gehen dann auch 2 Jahre ins Land zur naechsten Schlacht. Mittlerweile bin ich auch nicht auf dem neuesten Stand, regeltechnisch.


    15mm find ich aber schon ziemlich geil. Kann man eben noch so bemalen, ich mache aber keine Highlights und fast nie Washes etc - einfach Farbe auftragen, wo sie hingehört und gut.

    Es taugt mir auch die historischen Bücher zu den Epochen zu lesen. Da lernt man was!

    Fantasybücher mag ich auch, die sind aber anders oder "cool, aber eindimensional". Youtube-Dokus FTW! (wobei ich zu dem Thema ziemlich durch bin, bis ich Russisch kann).


    Die Regeln (FoG:N), die ich spielen will, sind auch wirklich komplex. Vielleicht male ich auch noch irgendwann eine Zweitarmee (Franzosen) an, aber selbst dann wird es schwierig, weil eben zu komplex.


    "Genug gejammert!" sagte Ivan Ostrachov. "Habe ich euch schon erzählt, wie ich beim Angriff auf Liebertwolkwitz einen französischen Dragoner mitsamt Pferd zur Hölle geschickt habe?"

    "Chaos isn`t a pit..." by Littlefinger

  • mmmhhhh... pielt FoG eigentlich überhaupt noch ein Weiterer?

    War zwar jahrelang der Platzhirsch aber ich kenne niemanden mehr, der das noch spielt und grade Napo war da schon immer dünn gesäht...

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    ich hab nix zu malen .... ein ganzes Zimmer voll nix ....


    http://broncolaineswargamingsite.blogspot.com/


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    aktuelle Systeme:

    Lion Rampant / EDEN / FUBAR / Steinhagel / Kugelhagel / KoW 2.0

  • Ich höre im Hintergrund richtig die Overtüre 1812 mit Kanonenschlägen :love:

  • broncolaine : was wird denn in 15mm gespielt, derzeit, in Deutschland, bzw. Berlin?


    Moin,

    in meiner Wahrnehmung, sind die am meisten vertretenen kommerziellen Systeme hier Black Powder und Kugelhagel.

    Zu Berlin kann ich Dir leider nix sagen, da ich die Ecke von D aktiv meide.

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