Beiträge von Merrhok

    Solche Kürzungen bzw. Begradigungen von Elementen, die in den richtigen Händen schnell zu unschönen Angelegenheiten werden können, wirken auf viele Leute die die entsprechende Armee im Vergleich eher weniger intensiv spielen schnell mal subjektiv als Kastration. Plötzlich ist das Ding worauf man sich im Zweifelsfall dann doch immer verlassen konnte nicht mehr da und man fühlt sich auf einmal deutlich perspektivloser als zuvor.


    Dem "Crack" fällt das vergleichsweise weniger stark auf bzw. kann er die Änderung oft besser ins Verhältnis setzen. Einige der versierten Vielspieler wissen sogar unmittelbar in welche Richtung sie ihre Aufmerksamkeit zu lenken haben um (zumindest auf dem Reißbrett ;) ) dennoch die Hand am Steuer zu behalten.


    Mich haben Änderungen zugegebenermaßen auch oft viel mehr getroffen als die meisten Anderen.

    (Mit Stabilität bzw. Konsistenz komme ich irgendwie in allen Dingen - nicht nur bei Spielen - besser klar als mit Veränderungen... und sei es zu Besseren.)

    Aus einer Ogerkoch-Ecke leitest du einen 10mm Maßstab ab?

    Sagt wer? :)


    Dass ich mich über eine Neuauflage von Warmaster freuen würde, war das Positive was ich aus einer Art worst case scenario (mit Veröffentlichung über Forge World und in einem für eine Kombination mit Warhammer unbrauchbaren Format) für mich ziehen würde.

    Ich habe nirgends behauptet, dass DAS (quasi Warmaster 2.0) das wäre was nun als nächstes kommt.


    Eher noch wäre das doch ein Indiz für den alten Maßstab [...]

    Hoffen wir's mal.


    [...] aber auch das ist bestenfalls eine Spekulation. Die Schrift sagt überhaupt gar nichts darüber aus, welchen Maßstab wir bekommen.

    Sehe ich genau so.


    Das Video ist aber immerhin auf dem Games-Workshop-Kanal erschienen und nicht auf dem Forge-World-Kanal.

    Weil Wade das Interview führt und mit dem Forge World Team über deren Arbeit spricht, ja. Es ist aber sicher nicht Wade, der am neuen Warhammer - The Old World arbeiten wird. ;)


    Darauf Rückschlüsse auf das System zu ziehen ist dennoch sehr gewagt. Du kannst genauso gut anders herum argumentieren, dass die "Massenschlachten", wenn sie denn überhaupt Ziel des neuen Spiels werden sollen, durch 28mm Maßstab mehr Geld in die Kassen spülen werden, weil ja nun durch Total War das Interesse geschaffen wurde, sich große Armeen zuzulegen. Aber selbst das halte ich für viel zu spekulativ. Mein eigentlicher Punkt war viel mehr, dass man in Videospielen und Tabletops jeweils andere Möglichkeiten und Grenzen hat, was man wie darstellt und wie man spielt. Die eine Spielart auf ein anderes System zu übertragen ist da der große Knackpunkt. Ich sehe deinen Punkt, dass man mit Warmaster näher an Massenschlachten von Total War herankommt, als mit WHFB, aber das ist ja nur ein Teil des Videospielerlebnisses. Was ist mit den Gamern, die von der Grafik und dem Design begeistert sind? Die wird man mit kleinen, detailärmeren Figuren weniger erreichen, um nur mal einen Gegenpunkt zu bringen.


    Ich kann dazu nicht viel sagen. Das Motiv der Massenschlachten kam (wenn ich mich recht entsinne) von Lichtbringer72 . Ich hab lediglich versucht ein paar Punkte anzuführen wie man denn darauf kommen könne. Denn danach hattest Du ja gefragt.


    Dass man die Video Spiele und das Tabletop bzw. die Aspekte daran, die die Leute begeistern, nur bedingt miteinander vergleichen kann, das sehe ich genau wie Du. Es war GW die plötzlich die Nähe zu den Video Spiel Titeln suchen (was ja immerhin in ihrem finanziellen Interesse liegt) und da eine Brücke geschlagen haben. Das ist eben neu und durchaus bemerkenswert. (Ganz gleich ob es nun tieferliegende Gründe hat oder nicht.)


    [...] aber jetzt geht die Interpretation nun wirklich fast schon in Wortklauberei über ^^

    Das will ich auf keinen Fall. :)

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nach so einer großen Ankündigung auf ein absolutes Nischensystem geht.

    Macht das die Tatsache, dass Du es Dir nicht vorstellen kannst / willst es unwahrscheinlicher, dass es vielleicht dennoch genauso kommt?


    Wenn man über so eine Ankündigung in Euphorie gerät, ist es ratsam vom Schlimmsten und Unspektakulärsten auszugehen. Es sei denn man ist ein Masochist, dann kann man gern auf den hype-train aufspringen und sich die wildesten Dinge ausmalen. :winki:


    Verstehe den Punkt nicht, entsprechendes Gelände und Festungen gibt und gabs doch schon immer bei WHFB und 40k

    Richtig. Aber die von Dir genannten Systeme waren - wie Du selbst schreibst - etwas Großes. Das Interview, in welchem Warhammer - The Old World jedoch zum ersten Mal angeteasert wurde, wurde hingegen mit einem Mitglied des Forge World Teams geführt. (Daher auch der Vergleich und Bezug zur Horus Heresy, etc.) Wir sollten uns also im schlimmsten Fall auf ein kleineres Seitenprojekt einstellen und die Kirche besser im Dorf lassen.


    Wie gesagt, Nischensystem. Schnelle Armee schön und gut, aber wenn der Maßstab einfach nicht gut ankommt ist damit auch nichts gewonnen. Woher immer der Bezug zur "Massenschlacht" kommt weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.

    - Schau Dir das Logo, mit seinen Massen an Truppen aus allen bekannten Völkern, an.

    - Man beachte ebenfalls die Erwähnung von Total War, welches unmittelbar empfohlen wurde um die Zeit des Wartens zu überbrücken. Vermintide ist auch nicht schlecht (und hat immerhin die Ubersreik five :] ), aber Ersteres und seine Verkaufserlöse dürften für GW die stärkeren Argumentw für einen "Neustart" gewesen sein. Wenn sie dieses feeling einfangen wollen, ist der Kurs zu Massenschlachten naheliegend.

    Kann ich nix zu sagen, weil ich das nie gespielt habe, aber Videospiele und Tabletop sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Das zu vergleichen oder Rückschlüsse vom einen aufs andere zu ziehen halte ich generell für sehr schwierig.

    So hat die ehemalige Führung des Unternehmens das auch mal gesehen und umschrieben. Mittlerweile hat des Genre aber eine dermaßen große Geldflut eingebracht, dass der Quereinstieg von digitalen Gamern ins handfeste Hobby ein lohnenswertes und greifbares Ziel zu sein scheint. (Ausschließlich für die alte Garde macht man es nunmal nicht. Erst recht nicht wenn sie kein Geld ausgibt.)


    Meins sagt genau das Gegenteil ;)

    Das sagt bei mir nur das Wunschdenken und das gilt es bestmöglichst zu unterdrücken, da es nicht konstruktiv ist. ;)


    1 halte ich für wahrscheinlich, [...]

    Es ist möglich, würde aber implizieren, dass der Satz "And now, we have a dedicated team in the Warhammer Studio beginning the work of bringing all that awesome back to the tabletop." eine Irreführung oder gar Lüge war.

    Es hätte niemandem weh getan zu schreiben "[...] a dedicated team is already working [...]", wenn es der Wahrheit entsprochen hätte.


    [...] 3 für unwahrscheinlich [...]

    Geht mir ähnlich.


    [...] und 2 für sehr unwahrscheinlich

    Das bleibt zwar zu hoffen, hat aber beim letzten Schnellschuss (dem General's handbook) auch nicht geklappt.


    Ich denke in der Hinsicht wie Shurion, dass GW sowas lange im Vorraus plant [...]

    Das steht außer Frage.


    Sie sagen ja selbst, dass es noch Jahre dauern wird, da glaube ich nicht, dass sie dann nach 2, 3...5 Jahren irgendein kleines Gimmick auf den Markt schmeißen.

    Dein Wort in der Götter Gehörgang!



    [Meine heimliche Hoffnung ist ja auch, dass der von GW in den memes verwendete Wortlaut so zutreffend ist wie er gewählt wurde. Aber wenn es stimmen sollte, worin genau besteht dann das Geschäftsmodell für das neue Spiel? :/ ]

    Aber warum dann das Bild mit der Eckbase und alle anderen Hinweise darauf?

    Guter Punkt und gute Frage. Meine Befürchtung ist, dass wir uns an diesem Detail allzu sehr in eine Erwartungshaltung verrennen werden (können... wenn GW da nicht entsprechend gegensteuert). Denn es kann sein, dass GW mit dem Base nur einen emotionalen Knopf drücken wollte, da sie wissen, dass wir mit dem Base die alte Zeit (bzw. die Alte Welt) verbinden und vielleicht haben sie dabei gar nicht mit dem Finger auf ein möglicherweise kommendes Produkt deuten wollen. Denn wie hieß es so schön? "Bisher haben wir dieses Logo und sonst nichts."


    "Nichts", wie in "noch nicht mal eine konrete Vorstellung davon was es überhaupt für ein Spiel werden soll/darf".

    "Nichts", wie in "es steht noch nicht einmal das grobe Konzept".

    "Nichts", wie in "es kann echt alles werden, aber versteift euch bitte nicht zu sehr auf irgendwas, denn das tut am Ende nur weh".


    Wenn das Ganze den üblichen Entwicklungszyklen und -Zeiten folgen wird, dann sehen wir in vier bis fünf Jahren die ersten Veröffentlichungen. Sollte tatsächlich schon eher was kommen, dann wohl aus drei möglichen Gründen:


    1) Die Produktion hat bereits gestartet und es steht tatsächlich schon mehr fest als nur das Logo-layout.

    2) Der mit dem Projekt verbundene Druck sorgt dafür, dass wir einen Schnellschuss aus der Hüfte erleben werden und qualitative Abstriche gemacht werden müssen, die dem Produkt und seiner Reputation möglicherweise schaden werden.

    3) Der Umfang des Produktes ist deutlich geringer bzw. überschaubarer als antizipiert, was eine Beschleunigung eventuell gerade so ermöglicht hat. (Bei 32 mm Miniaturen im üblichen Gewand dürfte der Umfang allerdings egal sein, da wir dennoch einen 4- bis 5-Jahres-Rhythmus zu erwarten hätten.)

    4) ( --- Füge hier einen weiteren Grund ein. --- )




    [Ich bin mir sicher, dass ich mit mindestens 50% meiner Annahmen falsch liege, aber damit kann ich gut leben. Wir wälzen ja immerhin nur Gedanken und versuchen unsere Erwartungshaltung in den Griff zu kriegen.]

    Mittlerweile würde ich mich wieder über einen Warmaster re-launch freuen.


    Neuer Maßstab würde bedeuten, dass die Leute nicht ihre alten Minis verwenden und somit das Geld unmittelbar in die neuen Modelle fließt. -> Das ist es was GW braucht und will. (Ein paar wenige Warmaster geeks würden sich sicher freuen, wenn der Maßstab passt. Wenn der Maßstab passt.) Die neuen Güsse wären sicher älteren weit überlegen und somit so oder so neu deutlich attraktiver.


    Fantasy im 10- oder 6mm Maßstab ist bisher nicht groß am Markt vertreten. -> Gut für GW.


    Man könnte ratzfatz ganze Armeen in kurzer Zeit entwerfen und in Zehnergruppen gießen. Der Arbeitsaufwant wäre überschaubar und einem Specialist Game angemessen. Man bräuchte nicht Jahre nach den Initial-Release, um den Leuten das Spielen zu ermöglichen.


    Guss in Resin wäre problemlos möglich. Man könnte - bei Erfolg des Startprodukts - auch auf Festungen und Belagerungs-Ausrüstung erweitern. Auch hier bietet sich Resin Guss an.


    Spieler könnten ihre neuen Armeen in einem Warmaster-Maßstab schnell bemalen und wachsen lassen. Erträumte "Massenschlachten" wären deutlich schneller greifbar als je zuvor (im Rahmen von Warhammer).


    Visuell und vom Spielgefühl her wäre man sehr, sehr nahe am Erlebnis welches die Leute aus Total War kennen und lieben. (Ein positiver pitch, den GW für sich nutzen könnte bzw. fast sogar müsste.)


    Im Moment sagt mein Bauch, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach in diese Richtung gehen muss.

    Ich möchte zwar anmerken, dass das nicht die offizielle Begründung war, aber die Tatsache, dass WHFB weit weit weit weit weit (...) weit weit weniger profitabel als 40k war (und ist) war sehr ausschlaggebend. Mehr dazu später.

    Dass wir da von Beträgen sprechen von denen kleinere, genügsamere (nicht börsennotierte) Firmen durchaus gut leben können, hatten wir ja schonmal vor einigen Jahren, an anderer Stelle gemeinsam festgestellt. :winki: Aber ja, für die Erwartungen auf GWs Seite war es selbstverständlich zu wenig.


    Meinst Du aber nicht, dass der goldene Kerl vor den Toren des Hauptquartiers seinerzeit den Weg in eine goldene (rechtsgesichertere) Zukunft weisen sollte?

    Oder warum sollte man den gegen den furchtlosen Sohn des Imperators austauschen?

    (Damit konnte man ja fast nur 'nen Bock schießen.)

    Doch mal abgesehen von den beiden "Insidern" von denen wir auch nicht wissen wieviel sie von wem mitgeteilt bekommen haben (wie offiziell das war, ob das die persönlichen Gedanken/Interpretationen von Mitarbeitern (welchen? Desigern, Erbsenzählern, Geschäftsleitung ) zu den Geschäftsstrategien und Planungen sowie Ansichten (damals...welche ja auch immer nur Momentaufnahmen sind) ...sind die genannten Verlautbarungen Kirbys ja hpts. gerichtet an die Aktionäre .

    Wenn ich Relativierungen wie diese lese, weiß ich dass es keinen Sinn hat weiter zu argumentieren, da Du selbst ein direktes und unmissverständliches Statement von Kirby selbst noch kleinreden würdest. 8o Also sei's drum.


    Ich sehe in den Aussagen der Firma (oben) nach wie vor beide Elemente (für mein Verständnis deutlich genug) wiedergespiegelt.

    Element A: Wir entwickeln ein System welches wir von vorn bis hinten schützen lassen können. Nicht nur im Konzept sondern in jeder einzelnen Komponente.


    Element B: Es ist völlig egal was wir machen. Die da draußen kaufen uns immer alles ab, egal was wir tun.

    Gerade im Bezug auf Letzteres waren Worte wie "Wir fragen den Markt nicht was er will" mehr als deutlich. (Einige nannten es damals "arrogant".)



    Rechtlich (per Gericht) gegen andere Hersteller vorgehen scheint ihnen ja zu mühsam und der Kosten-Nutzen-Aufwand lohnt sich nicht . Man kann eben auch schlecht andere belangen wenn die Zwerge, Elfen , Orks etc. herstellen und so nennen. Es ist viel effektiver , neben neuen, nicht klassischen Namen (Orruks, Aelf etc.), die Figurenreihen so zu gestalten, dass sie sich eben deutlicher unterscheiden von dem gängigen Bild der klassischen Fantasyvölker.

    Für Bretonen und Imperium kann ich ja auch div. historischen Figurenreihen schauen ...aber Stormcasts ? Oder die "Fischelfen" statt Hochelfen ? Die müsste ein Konkurrent erstmal nachmachen und hier wäre deutlich , dass da kopiert wird. ...und bisher hat das ja kein Hersteller gemacht. Wer also AoS spielt, kauft seine Figuren bei GW ...und zwar mehr oder minder (je nach Fraktion/Volk) ausschliesslich !

    Wer würde verneinen, dass GW nicht genau das erreichen wollte? (oder stets will) :)

    Das ist doch genau das worauf ich hingewiesen habe bzw. ein substanzieller Teil davon. :/


    Die Fragen bleiben, warum GW nun so was herausbringen möchte (naja, Kohle hole, natürlich) bzw. denkt/glaubt/meint das dies auch ein (finanzieller) Erfolg wird ?

    Herzblut. Direkt aus der Basis. Wenn man das aus den Kommentaren über die letzten Jahre nicht herausgehört hat, dann weiß ich auch nicht. :)


    Wie können sie sicher stellen, dass die Kunden möglichst bei IHNEN die Figuren dazu kaufen?

    Weil sie die besten Miniaturen innerhalb der Industrie herstellen.

    Woher weisst du das nun ? Nicht von den offiziellen Erklärungen GWs jedenfalls . Falls du nicht gerade Insiderinformationen aus dem innersten Kreis von Nottingham hast...aber der Schutzgedanke , den halte ich eher für ein nettes "Beiprodukt" bei der Entscheidung AOS zu erschaffen.

    Ich hab's mir nicht ausgedacht. Wir haben ein, zwei Leute hier die Dir da bestimmt mehr sagen könnten, da sie zu jener Zeit auf jeden Fall Kontakte nach Nottingham gepflegt haben, aber das überlasse ich denen.

    Wenn man den Geschäftsbericht von 2014 liest, wird (für britische Verhältnisse) allerdings ebenfalls recht deutlich was da die Gedankengänge waren und warum man einen Strich im Sand gezogen hat.


    Hier (oben) geht Kirby auf die möglichen Gefahren für das Geschäftsmodell ein und spielt sie teilweise erheblicher runter als es angebracht wäre... aber was er da sagt, bestimmt selbstverständlich nicht das Handeln der Firma, da diese mit ihrer Strategie (unten) eben genau diese Problematiken anpackt.


    Zitat

    Business model


    We are vertically integrated. We design, manufacture and distribute ourselves; we have our own stores and web store. With the sole, and rapidly declining, exception of products from Tolkien's books we use only our own imaginary worlds. They are rich enough and deep enough to accommodate anything we may want to make, and they remain our property.


    [...]

    Kurz und knackig: Selbst wenn in Zukunft alles mit 3D Druckern gedruckt werden sollte, müssen wir eben einfach nur sicher stellen, dass wir die Rechte an den Produkten (Designs, Namen, etc.) trotzdem haben.


    Zudem kam noch das hier:

    Zitat

    Our market is a niche market made up of people who want to collect our miniatures. They tend to be male, middle-class, discerning teenagers and adults. We do no demographic research, we have no focus groups, we do not ask the market what it wants. These things are otiose in a niche.

    Und das:

    Zitat

    Product changes and initiatives


    If we were planning radical changes in our products I certainly wouldn't publish them here.


    Eine typisch deutsche marktwirtschaftliche Denke hilft, meiner bescheidenen Meinung nach, übrigens nur bedingt wenn man die Gedankengänge und Entscheidungen von Briten nachvollziehen möchte. (Und das soll jetzt keine Wertung darstellen, aber eines habe ich in den vielen Jahren der Zusammenarbeit mit ihnen gelernt...) Briten sagen nicht was sie denken (und tun deshalb auch immer wieder andere Dinge als sie den Leuten mitteilen). Das hat Methode (und ist dabei nicht einmal sinnlos).



    [Ich muss jetzt hier erstmal pausieren, da ich noch was zu tun habe. Zudem will ich niemanden langweilen.] :winki:



    So oder so, ich bleibe bei meinen weiter oben genannten Hauptgründen für den damaligen Systemwechsel. Jeder darf aber natürlich seine Meinung behalten (und gern auch hochhalten).

    Man sollte nicht vergessen, dass das Gehen von Warhammer und das Kommen von Age of Sigmar damals nicht darin begründet war, dass man mit Warhammer kein Geld mehr verdienen konnte. Die Entscheidung war reine Politik und hatte zwei Hauptelemente. Element A: Wir entwickeln ein System welches wir von vorn bis hinten schützen lassen können. Nicht nur im Konzept sondern in jeder einzelnen Komponente. Element B: Es ist völlig egal was wir machen. Die da draußen kaufen uns immer alles ab, egal was wir tun.


    Das war damals selbstverständlich noch eine andere Firma, unter anderer Leitung und mit einer Herangehensweise wie wir sie heute am liebsten vergessen würden. Aber so war es eben. Diese Voraussetzungen sind natürlich auch nicht fair gegenüber den neuen Produkt und ich muss zugeben, dass ich Age of Sigmar nicht zugetraut hätte sich so positionieren zu können wie es das getan hat. (Fast will ich meinen, dass das nicht möglich gewesen wäre, wenn man politisch bzw. generalideologisch innerhalb von GW nicht einen neuen Kurs - erneut mit der Kundschaft, anstatt nur ge- bzw. ertragen von ihr - eingeschlagen hätte.)


    Dass Warhammer nun zurückkehrt, ist deshalb für mich gar nicht wirklich so verwunderlich. Denn damals musste es eben aus dem Weg, um im Vakuum seines Verschwindens das Bedürfnis nach Neuem zu wecken. Das ist klar und hat auch funktioniert.


    Mittlerweile kann "das neue GW" eigene Entscheidungen treffen und tut das ganz offensichtlich nun auch. :sekt:

    Wo siehst du da einen Fehler?

    Wieviele Mitspieler bieten sich Dir, die Dir mit einer Armee (auf Augenhöhe) gegenübertreten können?


    Die marktwirtschaftlichen Schwächen der 8. Edition, inklusive der Einstiegshürde durch ein (für die Jugend von damals) zu massives Regelwerk und sehr hohe Ansprüche an die Bereitschaft der Kunden Arbeit in den Zusammenbau und die Bemalung von Modellen zu stecken, sind ja hinreichend diskutiert worden.


    (Dass Dein Konsumverhalten nicht ausgereicht hat, um das Ruder dennoch rumzureißen und eine nahtlose Zukunft für die Alte Welt zu sichern, gilt leider ebenfalls als historisch gesichert.) ;) (Leider!)

    mit der Erwähnung von Gotrek Gurnisson in der Ankündigung bzw. Hinweis auf ihn

    https://www.games-workshop.com…n-2019?_requestid=5710894


    kommen wir in die Zeit von Karl Franz etc.

    Gotrek hat einige Imperatoren erlebt, nicht nur Karl Franz. Und auch wenn man versucht hat es ihm als "Wunschtraum" bzw. "Illusion" auszureden, so hat er doch ein Portal gefunden, welches aus den Reichen der Sterblichen in die Welt-die-war führt. (Zeit und Raum spielen im Warp ja keine Rolle. Ein Weg zurück ist also ansich kein Ding der Unmöglichkeit.)


    Den Fehler der 8. Edition (sprich, Massenschlachten) wird man hoffentlich nicht nochmal machen. Nie hab ich mehr unbemalte Armeen auf Tischen gesehen als in jener Zeit. Den meisten Leuten war es ja schon fast zu viel die Minis alle überhaupt zusammenzubauen. Als Püppi-Liebhaber ist mir sowas ein Graus. ;(