Antraker spielt 'Fading Flames'

    • Offizieller Beitrag

    Da sind so viele bewegliche Teile involviert...

    (Plattform, verfügbare Technik, individuelle Fähigkeiten in Sachen Nutzung, persönliche Vorlieben & Abneigungen, Kontext, Spiel System, Version, Mitspieler, Möglichkeiten der Kommunikation, Bewusstsein in Sachen fehlender Elemente der Kommunikation, Atmosphäre, Verbindungsqualität & -Stabilität, etc. pp.)

    Ohne genau zu wissen an welchen Elementen es lag, kann man auch keine Rückschlüsse ziehen.

  • Okay, Verzeihung für die Funkstille. Und Danke für die netten Rückmeldungen.

    Da sind so viele bewegliche Teile involviert...

    (Plattform, verfügbare Technik, individuelle Fähigkeiten in Sachen Nutzung, persönliche Vorlieben & Abneigungen, Kontext, Spiel System, Version, Mitspieler, Möglichkeiten der Kommunikation, Bewusstsein in Sachen fehlender Elemente der Kommunikation, Atmosphäre, Verbindungsqualität & -Stabilität, etc. pp.)

    Damit bist Du des Pudels Kern schon sehr auf der Spur.

    Mm das das Spiel keine Spaß gemacht hat ist schade aber manchmal hat man solche Spiele und online sind sie dann Doppelt anstrengend.

    Das nächste wird hoffentlich besser :thumbup:

    Ich bin mir nicht sicher, ob es ein 'nächstes' geben wird.

    hast du ein Foto der Aufstellung?

    Ja, sicher. Aber der fehlende Spielspaß hatt eigentlich wenig mit dem Spiel selbst zu tun als mit den Rahmenbedingungen.

    Aber von vorn: Tja wo fange ich an.
    Ein Spiel am Donnerstag Abend um 20:00 Uhr nach einer unglaublich stressigen Woche mit leichten Kopfschmerzen. Ich bin ja ein extrem früher Vogel morgens und dafür gern um 21:30 im Bett. Aber ich habe ja freitags frei und deshalb dachte ich, das geht. Mein Gegner war dann erst 20:45 bereit. Die Audio-Verbindung von seiner Seite war miserabel und ich habe fast kein Wort ohne Rückfrage verstanden. Englisch mit russischem Akzent. Anstrengend. Kein Vorwurf. Er musste ja mit "Englisch mit deutschem Akzent" klarkommen.

    Die ganze Situation war für mich von vorn herein so anstrengend, dass mir schon bald nur noch der Kopf gebrummt hat. Konzentration aufs Spiel viel mir extrem schwer. Auch meine Augen haben geschwächelt, so dass es mega-anstregned war, die Entfernungen der Einheiten voneinander richtig abzulesen.

    Insgesamt bin ich nun überzeugt, dass diese Art Turnier nichts für mich ist. Ich komme in der Woche nicht genug runter um da genügend wach, genügend fit und genügend konzentriert zu sein. Zudem gruselt es mir vor dem nächsten Gegner, der ja als "schwierig" einzustufen ist (siehe oben). Ich warte jetzt noch ein zwei Tage und dann ziehe ich wohl zurück.

    Die geschähe dann schweren herzens, denn ich wollte ja noch einmal reinfinden in T9A und merke jedes mal, wie schwer mir das fällt.

    Die Spiele machen mir auch nicht halb so viel Spaß wie Warhammer-Spiele, was gefühlt auch daran liegt, dass (nur ein persönliches Gefühl!?) hier stets nur nahkampf Trumpf ist. Dass die sekundären Missionsziele in der Regel ausschließlich aggressive Nahkampf-Armeen abholen ist so ein weiteres Gefühl von mir. Nun ist aber gerade aggressiv in Nahkämpfe rennen nicht das, was ich spielen will. Doch das hier soll nicht in Mimimi-T9A-mimimi münden.

    Konkret zum Spiel:

    Das hier ist der Anfang; Chaoszwerge hatten den ersten Zug und haben hier ihre Bewegung schon gemacht.

    Mein Schlachtplan war, vor dem Zuklappen seiner östlichen Flanke zunächst zurückzuweichen, was mit leichten Streitwagen, Flug-Sphinx und Skarabäen ja eigentlich prima geht. Meinerseits wollte ich mit dem großen Skellett-Block, der kriegssphinx und dem Riesen meinerseits langsam einschwenken.

    Dabei wollte ich seinen wichtigen Einheiten mit (magischem) Beschuss so weit einheizen, dass diese sich nicht mehr alle Freiheiten erlauben und zutrauen dürfen.
    Die Lade steht leider ziemlich doof und ich hab Runde um Runde vergessen, dass die sich in T9A ja auch gern bewegen darf. Bin halt noch ein Warhammerer. :/

    Die zweiten Skellettreiter da nach ganz links zu schicken war nicht so doll, glaube ich.

    Woran ist mein Spiel nun gescheitert ist?
    Meine Liste ist mMn leider ziemlich kompliziert. Es gilt massiv viel allein bei der Aufstellung zu bedenken: Wer kann marschieren (12" Blase der Arche), kann der Titan dem 3"-Reichweitenboost der Arche verwenden? Wer hat welchen Zauber mit welcher Reichweite? Ich hatte satte 11 Zauber auf dem Brett, den Heilungs-Zauber nicht mitgezählt. Um damit klarzukommen brauchte es eine genaue Kenntnis, mit welchem Zauber ich welcher Einheit des Gegners wirklich Danmpf machen kann.

    Mein Gegner hat meiner Flug-Sphinx mit der Quecksilber-Peitsche drei lebenspunkte rausgezappt in Runde 1. Dann kam eigentlich schon ein blöder Fehler von mir: Anstatt die Sphinx einfach zu evakuieren und für das Endgame langsam wieder zu heilen, hab ich meine erste Magiephase auf das Heilen der Sphinx ausgerichtet. Das ist auch gelungen, aber ich hab dann halt keinen Druck aufgebaut.

    Meine Magiephasen waren durch das Soul Counduit richtig stark, meist 9 gegen 5 Würfel und ich konnte stets 2 Sprüche durchbringen. Wenn ich also eine Ahnung gehabt hätte, was ich mit meiner reichhaltigen Magie-Auswahl so anstellen will, wäre da sicher etwas gegangen.

    Leider hat der Kadim-Titan einen Angriff in meinen Titan geschafft und war danach in meiner Kriegssphinx. das war alles blöd, ungeduldig und genervt gespielt von mir. Daher hat es auch keinen Spaß gemacht.

    Mein Gegner war okay, abgesehen davon, dass wir sehr viele Selbstverständlichkeiten nachlasen mussten, da er mir kaum vertraut hat, was Regeln angeht.

    Ich hatte mich auf das Spiel versucht gut vorzubereiten, doch fällt mir das schwer, da meine Familie mich normalerweise voll in Anspruch nimmt. Was ich in jedem Fall hätte machen sollen: Mal für alle Spielfelder meine Aufstellung besser planen. ich hätte hier wohl die andere Seite zum Aufstellen nehmen müssen.

    So weit von mir.

    "Machen" ist eigentlich wie "Wollen" - nur krasser!

  • Vorher auf jeder map seine Aufstellung zu planen ist bestimmt eine Super Vorbereitung, aber dauert auch dem entsprechenden. Und du kannst ja nicht wissen wie dein Gegenüber stellt das beeinflusst deine Aufstellung auch.

    Das mit der Konzentration nach einer langen Woche ist der größte Nachteil bei der FF. Wenn man dann immer genervt spielt kann es ja kein Spaß machen, aber das sollte die Hauptsache daran sein.

  • Bei mir geht es derzeit so weit, dass ich mich vom kompetetiven Spiel vielleicht ohnehin weitgehend verabschiede: Die schönsten Tabletop-Momente meiner letzten Jahre, waren meist erzählerische Schlachten und historische Systeme.
    Egal ob Warhammer AoS, Warhammer 40.000 oder T9A: in jedem der Systeme wird die ganze Zeit die Meta gequirlt. Das nervt und überfordert mich. Herr der Ringe hab ich kompetetiv noch nicht gespielt, aber ich glaub das wäre das kompetetive Spiel für mich, denn es ist extrem gut ausbalanciert und die Meta steht für Jahrzehnte.

    Wenn als nächstes ein Spiel gegen jemand auf meinem FF-Plan stände, der in der gleichen Zeit-Zone wohnt und der vielleicht Deutsch spricht und die Regeln ein bisschen kenn, wäre ich mit Sicherheit noch mindestens ein Spiel dabei.

    Im Turnier zu schmeissen kommt für mich eigentlich ohnehin nicht infrage und fand das immer komisch, wenn auf den Turnieren dann manche Spieler nach Spiel 4 am Sonntag (oder nach Spiel 2 am Samstag bei eintages Turnieren) abgefahren sind mit der Ansage: "Ich kann hier eh nix mehr reißen und der Fahrweg ist so lang...".

    "Machen" ist eigentlich wie "Wollen" - nur krasser!

    Einmal editiert, zuletzt von antraker (14. Februar 2022 um 11:09)

  • Bei mir geht es derzeit so weit, dass ich mich vom kompetiven Spiel vielleicht ohnehin weitgehend verabschiede

    Das kann ich total gut nachvollziehen. Kompetitives Spiel raubt dem Tabletop meiner Meinung auch viel von seinem Flair und baut eine Art Druck (vor allem Zeitdruck) für etwas auf, das ich lieber in Ruhe genieße.


    Ich spiele am liebsten gemütlich und atmosphärisch mit viel Zeit fürs Drumherum (inkl. netter Gespräche). Kann dann auch gerne den ganzen Nachmittag/Abend dauern :-)

  • Update: Es gab einen Interessenten, der gern in die FF-Liga nachrücken wollte. Ich hab Platz gemacht.
    Nun bin ich für diese Saison raus und mir geht es gerade sehr gut damit. Erleichterung pur bei mir, das hier hat mich ganz schön belastet.

    Mit der Erfahrung von diesem Versuch kann ich ja dann überlegen, ob ich es nächste Season noch einmal versuche. Da würde ich mir dann eine einfach(-er) zu spielende Fraktion auswählen und mit einer einfachen Liste antreten. Was käme da so infrage?

    "Machen" ist eigentlich wie "Wollen" - nur krasser!

  • Was hast du den an Armeen zur Auswahl?

    (mir ist schon kalr, dass auf UB und Warhall die Auswahl unendlich ist, aber idealerweise wäre das eine Armee, die du in RL auch spielst.)

    Dieser Account dient alleinig der Vermittlung von Informationen über Entwicklungen und Facetten von Fantasy Battles: The ninth Age (http://www.the-ninth-age.com) und seiner Ableger sowie der Möglichkeit der Kontaktaufnahme zum T9A Team.

  • Eigentlich fast alle:
    Skaven, 3xElfen (H-D-W), Imperium, Bretonia, Gruftkönige, O&G, Chaoskrieger, Zwerge.
    Aber Spielerfahrung in T9A ist halt überall gering.

    Skaven scheiden aus wegen des römischen Hintergrundes.
    Imperium und Waldelfen wären recht weit oben auf der Liste, ebenso Bretonia.

    "Machen" ist eigentlich wie "Wollen" - nur krasser!

  • Ich schließe mich da meinem Vorredner an, die Warriors of the Dark Gods dürfen für ein reinkommen ideal sein.

    Kaum bis keine Bubbles die eingehalten werden müssen.

    Starke Einezlmodelle,

    Überschaubare Menge an Magie.

    Meist eine überschaubare Menge an Einheiten.

    Dieser Account dient alleinig der Vermittlung von Informationen über Entwicklungen und Facetten von Fantasy Battles: The ninth Age (http://www.the-ninth-age.com) und seiner Ableger sowie der Möglichkeit der Kontaktaufnahme zum T9A Team.

  • Ich würde auch über Zwerge nachdenken. Sehr stabile Moralwerte,

    solide Kampfblöcke und teilweise fiese matchups für die Gegner(seeker oder Kanonen). Die Bewegugsphasen sind vielleicht mal öde, aber man hätte hier auch schneller mal Erfolgserlebnisse

    und wird nicht dauernd überrannt, wenn mal was schief läuft.

  • WDG, Zwerge und BH zählen als einfache Armeen, würde ich sagen.

    Prinzipiell gehen Todessternlisten auch. Also ne Einheit in Kombination mit Helden. Dir fehlt zwar Mobilität, aber die Stärke einer solchen Einheit ist, dass sie auch ohne Magie erstmal stark sind.

    Wer Lust hat, findet hier Schlachtberichte von mir:
    (Hauptsächlich Waldelfen, Vampire, Tiermenschen)

  • Von BH rate ich ab. Die zählen als einfach, aber deswegen denken die Leute auch, dass sie so schlecht wären, weil die einfache Spielweise mit denen oft nicht sehr erfolgreich ist. Sie haben sehr viele Schwächen und sind sehr anfällig. Wenn man sie einfach nach vorne schiebt, wie viele es machen, haben die sehr viele üble Matchups. Dafür sind WDG meiner Meinung nach viel besser geeignet. Wenn man BH aber flexibler spielt, sind sie nicht mehr so einfach... aber vielleicht spricht da auch nur der Stolz eines BH-Spielers aus mir. ;)

    Wenn BH, dann am ehesten mit einem Minotauren-Todesstern und dazu 2 kleine billige Einheiten Langhörner im Hinterhalt und 1-2 richtig dicke Blöcke Wildhörner, die man mit Schamanismus (Spruch 1) und Evocation (Spruch 1 und 2) sowie den Blooded-Horn-Totems zu Kampfmaschinen machen kann und dann 2-3 Umlenker. Dazu dann Kleinigkeiten, die einem gefallen, z.B. passende Monster oder Zentauren und so weiter. Für den Anfang kann auch der Dark Rain nicht schaden.

    Einmal editiert, zuletzt von arnadil (15. Februar 2022 um 11:55)

  • Ich glaube, dass sind mehr oder weniger auch die Armeen, die Abrasus in seinem Video auch "Neueinsteigern" ans Herz gelegt hat.(abrasus tierlist for beginners) Du bist zwar ein alter Tabletop-Veteran antraker , aber bei 9th age hast Du ja immer längere Pausen und einen manchmal schwierigen

    Wiedereinstieg gehabt.

    btw: nach einem langen Arbeitstag noch 4+ Stunden online wargaming wäre für mich auch eher Belastung als Vergnügen.

  • Ist natürlich aber auch einen Gedanken wert, ob man dann nicht lieber von solchen Turnieren fernbleibt. Wir können ja auch einfach narrativ spielen.

    Mit Warhall könnte man ja sogar mit Leuten hier aus dem Bord eine narrative Kampagne starten.

  • Du bist zwar ein alter Tabletop-Veteran antraker , aber bei 9th age hast Du ja immer längere Pausen und einen manchmal schwierigen

    Wiedereinstieg gehabt.

    btw: nach einem langen Arbeitstag noch 4+ Stunden online wargaming wäre für mich auch eher Belastung als Vergnügen.

    Das ist genau das Problem. Um 9th Age flüssig zu spielen und die eigene Armee so souverän zu beherrschen, dass man in einem Turnier-/Ligaspiel zügig durchkommt, dafür braucht es eine Menge Übung. Möglich ist es definitiv, man muss aber willens und auch in der Lage sein um diese Zeit regelmäßig zu investieren. Ich finde das System schreckt dadurch viele potentielle Spieler ab.

  • Das ist schon richtig, nur aus meiner Sicht kein 9th Age spezifisches Problem. Auch warhammer fantasy battle war hochkomplex und nie einsteigerfreundlich.

    Ein ausgewachsenes rank and file-System mit entsprechendem Anspruch und Balance wird man nie nebenbei oder als Zweitsystem spielen können, genausowenig wie warmachine bei den skirmishern. Essence of War wurde als 9th Age-Vereinfachung extra für Neueinsteigern angeboten.

    Wem das auf Dauer zu einfach und trocken ist, der wird sich schon voll einbringen müssen und dafür auch die entsprechende Zeit aufwenden.

    Wenn man das tut, kann es sehr bereichernd und befriedigend sein.

    Aber ein gleichzeitig komplexes, ausgeglichenes, anspruchsvolles, forderndes und abwechslungsreiches System, das gleichzeitig

    eingängig, schnell lernbar und flüssig spielbar ohne Einstiegshürde ist, beschreibt für mich die Quadratur des Kreises.

  • Tatsächlich hat man aus diesen Gründen ein "Komplextitätsbudget" für neue Armeebücher eingeführt(uns kommen die neuen Bücher komplex vor, das alte whfb OnG Buch hatte mehr Sonderregeln und Einheiten) und neben Essence of War auch noch veil of the ages angeboten für Beginner und im homebrew gibt's noch einen Mortheim-Klon.

    Es wird so vieles unternommen,

    damit niemand überfordert wird.

    Aber es wird immer einen gewissen

    Komplexitätsgrad geben wie bei jedem

    anspruchsvollen rank and file System.

    Ich könnte warmachines auch nie zu zusätzlich(auf akeptablem Niveau) spielen.

    Man müsste sich darauf schon entsprechend einlassen. Man kann es ja aber auch prima ohne kompetitiven Druck in Kampagnen oder ausgefallenen Szenarien spielen.