Beiträge von DickerOrk

    So, zwei Anfängerspiele wurden gespielt und hier mal eine kurze Zusammenfassung, was meinem Mitspieler so durch den Kopf ging.

    Also grundlegend kann man schon mal sagen, das er es wirklich anstrengend fand :D . Das kommt mMn auch nicht unerwartet bei einem kompletten TT-Anfänger. Kommandokarten, Keywords, Synergien usw. sind schon eine ganze Menge auf ein Mal. Unser zweites Spiel (volle 800P) hat dann über 4h gedauert, was für ihn auch etwas sehr zeitintensiv war (wobei da natürlich sehr viel Zeit auch fürs erklären draufging), aber auch die 2,5h die ich ihm dann als Standardzeit genannt habe, sind seiner Meinung nach noch echt viel und nicht so leicht in seinen Alltag integrierbar. Fairer Punkt, ist ja generell eines der Probleme der "Armee"-Spiele.

    Ein Punkt der ihm aufgefallen ist war, das man immer mitdenken und adaptiv sein muss. Durch die abwechselnden Aktivierungen ist man halt immer gefordert, genauso wie der Einsatz der Kommandokarten. Er mag den Strategieaspekt zwar sehr, allerdings macht das das Spiel weniger casual geeignet für ihn.

    Da er in der gleichen Zeit ein paar Mal 40k gespielt hat, hat er auch da Vergleiche gezogen, die vor allem positiv Richtung SWL ausgingen. Die Modellzahl ist weit weniger abschreckend (finanziell, malen und spielen) für ihn. Zudem hat er sich wesentlich mehr als Teil des Spiels gefühlt, da er nicht einen ganzen Zug nichts machen durfte (Aktivierungen vs. Spielzug). Ein Punkt, den ich tatsächlich so garnicht auf dem Schirm hatte, waren die Profile. Die haben ihm bei SWL besser gefallen. Viel weniger Zahlen und feste Werte ohne Modifikatoren waren dabei seine Punkte. Gerade Letztere scheinen ihn bei 40k sehr gestört zu haben.


    Lieblingsaspekt: Kommandokarten (er ist Kartenspieler, also nicht verwunderlich :D )

    Hassaspekt: Zeit


    Er hatte sehr viel Spaß, wird vermutlich aber nicht richtig einsteigen, da ihm das Spiel etwas zu viel ist. Da er sich beim spielen ziemlich in die Geonosianer verliebt hat, hat er sich davon ein paar gekauft und wird in Zukunft von Zeit zu Zeit mal mit mir spielen (da ich mehr als genug Zeug für 2 habe).

    Also für Legion muss ich jetzt mal eine Lanze brechen.


    1. Der Preis
    Früher war leider alles besser, bei dem Punkt stimme ich dir zu. Letztes Jahr (glaub ich), gab es eine extrem heftige Preiserhöhung, das war echt bitter und stößt mir und vielen anderen SWL-Spielern doch sauer auf. Hat auch den STL-Markt dezent angefeuert. Dennoch kann man hier mMn keinesfalls einen Vergleich zu 40k ziehen, wenn man über das Budget spricht. Das hängt vor allem damit zusammen, das man viel viel weniger Zeug braucht. Ein 800p-Standardspiel besteht aus 6 bis 10 Einheiten, wobei viele Boxen auch noch die Option auf 2 Einheiten bieten, die man daraus bauen und spielen kann (teilweise nicht ganz ausgerüstet, aber dennoch machbar). Dazu kommen sehr gute Startboxen/Bundles, die einem für etwas mehr als 100€ eine 800p-Liste liefern, teilweise sogar noch mehr, also eine komplette Armee. Solche Angebote sucht man bei 40k vergeblich, selbst mit Start Collecting ist man da Welten von entfernt. Für 2000p braucht man ... einiges.

    Zudem braucht man keine Regelbücher kaufen. Die Einheitenregeln sind bei den Einheiten dabei, die Spielregeln sind kostenlos verfügbar, ein Kostenfaktor der bei GW nicht zu vernachlässigen ist.


    2. Momentaner Weg den die Entwickler eingeschlagen haben
    Hier muss ich auch etwas reingrätschen. Star Wars Legion wurde von Fantasy Flight Games zu Atomic Mass Games geschoben. Der Übergang war ... holprig ... und tatsächlich sah es ein Zeit lang so aus, als ob das System keine vernünftigen Updates mehr bekommen würde. Das entpuppte sich allerdings als Trugschluss und mittlerweile wird wieder aktiv am Spiel gearbeitet.
    Wie du darauf kommst, das sich das Spiel mit resculpts über Wasser halten muss, ist mir etwas schleierhaft.
    Es werden resculpts kommen, aber die sind auch sehr gut, denn diese ersetzen die alten "Gummifiguren", sprich wesentlich bessere Figurenqualität. Einzige Ausnahme Grievous, der ist etwas unnötig, aber ansonsten eine gute Sache.

    Abgesehen von resculpts kommen zudem sehr coole Modelle raus. Immernoch relativ neu die ganzen Untergrundorganisationen und Söldner oder noch aktueller Geonosianer die unfassbar coole Modelle und Regeln mitgebracht haben. In den Startlöchern stehen Rangetrooper und Clone Commandos, fürs restliche Jahr wurden auch schon weitere Sets angekündigt. Also ich versteh wirklich nicht wo das Problem liegen soll.

    AMG hat seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrs definitiv Fahrt aufgenommen bei SWL, es ist sogar mit einer neuen Edition zu rechnen.


    3. Regeln
    Die Spielregeln sind unfassbar smooth, einfach und dennoch komplex genug für ein gutes Strategiespiel. Es lässt sich super an Anfänger vermitteln, aber hat viele Lernprozesse die einen erfahrenen Spieler von einem Anfänger unterscheiden. Es gibt auch keine wirklichen Gotcha-Momente, wie man sie mMn in 40k sehr häufig hat.
    Das Spiel ist overall extrem gut gebalanced, einzelne Ausrutscher gibt es zwar, aber selbst die sind nicht im Bereich "autowin", sondern eher "puh, ganz schon heftig die Typen, da brauch ich nächstes Mal mehr XY gegen die". Dazu kommt ein Updatesystem, das im Gegensatz zu 40k nicht nur einen Metashift verursachen will, sondern wirklich das Spiel verbessert. Punkte werden sinnvoll angepasst, fragwürdige Interaktionen limitiert usw. Und danach ist das Spiel einfach besser, bei den Updates gibt es kaum Kritik die man anbringen könnte, da die Leute dahinter einfach einen guten Job machen.

    Also ja, die Spielqualität ist schlicht weg viel besser als bei 40k, sowohl die Regeln an sich, als auch das Spielgefühl ingame. Ich stelle hier absolut die Behauptung auf, das es objektiv wesentlich besser ist.


    4. Warum ist SWL kein 40k-Killer geworden, obwohl es definitiv das Potential dazu hat?
    Die Frage ist recht einfach zu beantworten: Marketing. Bzw. viel eher die Abwesenheit dessen. Wie für quasi alle Asmodee-Produkte wird auch für SWL kein bisschen Werbung gemacht. Das Spiel verbreitet sich eigentlich nur durch hörensagen, wodurch es einfach unter dem Radar bleibt, in einer GW-dominierten Tabletoplandschaft. Hier fehlt schlicht der Wille oder der finanzielle Rückhalt der Investoren um mehr daraus zu machen. Was mMn sehr Schade ist.

    Und was ich definitiv sagen muss, ich hab ja selber einige Dinge mitgemacht bei GW, ist das GW-Fans echt viele Sch**** schlucken können und trotzdem "ihrer" Firma treu bleiben. GW macht coole Sachen, aber genauso setzt GW regelmäßig seinen Kunden einen Berg Abfall vor und will den als Gold verkaufen. Wenn wir bei 40k bleiben wollen: Der Releasezustand der 10. Edition war absolut inaktzeptabel, sowas DARF nicht erscheinen. Aber was machen die Leute ... sie kaufen die Scheiße trotzdem. Der Zustand des Spiels ist immernoch mies und es werden andauern neue Katastrophen rausgehauen, wie der kommende Custodes-Codex ... aber die Leute kaufen die Scheiße weiter.

    5. Kompatibilität und andere System
    Naja, find ich persönlich nicht so mega schlimm. Ich glaube die wenigsten hätten ein Problem damit, wenn der Gegner mit IA-Modellen kommt, solange die Basegrößen stimmen. Das sie sich für einen "moderneren" Maßstab entschieden haben finde ich auch gut, die Modelle gefallen mir so wesentlich besser.

    Shatterpoint hat ebenfalls ein ganz anderes System und auch Klientel. Unbequem, aber an sich auch egal. Natürlich wäre es schön gewesen ein paar der Charaktere von Shatterpoint in SWL zu nutzen, aber ist jetzt auch kein Weltuntergang. Was ich aus Gesprächen und Foren kenne, ist eher das vielen SWL-Leuten Shatterpoint ziemlich egal ist.

    X-Wing und Armada sehen momentan relativ tot aus, allerdings würde ich sie noch nicht komplett abschreiben. Es gab bereits ein paar kleine Hinweise auf Lebenszeichen.



    EDIT: Es gab heute ziemich unangenehme Meldungen bezüglich Asmodee. Die Embracer Group, zu der Asmodee gehört, hat einen riesigen Berg Schulden auf Asmodee abgeschoben. Asmodee selbst ist extrem lukrativ und nicht verschuldet. Die Schulden betragen das 3-fache des Jahresgewinns von Asmodee und müssen laut Berichten in 18 Monaten getilgt werden. Auf Grund gewisser Regelungen ist so ein Unsinn leider möglich und darunter werden die kleineren Studios leiden und die Führung der Embracer Group unbehelligt bleiben.

    Welche Folgen das für SWL, X-Wing und co. haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen, vermutlich wirds aber nicht angenehm.

    Also Imperium ist leider echt stink langweilig wenn man etwas stärker aufstellen möchte, denn die Anzahl der starken Einheiten hält sich echt in Grenzen ... naja, und ohne diese Einheiten sind die meisten Auswahlen am unteren Ende der Nahrungskette.

    Demigreifen gehören zwar zu den besten Einheiten im Spiel, aber der Rest drumherum ist einfach nicht gut.

    Fernkampf und Artillerie ist ja generell spielübergreifend unbrauchbar (größtenteils), aber auch Modelle wie der Dampfpanzer stinken ab. Das die Kutschen entfernt wurden ist auch nochmal ein ziemlich mieser move von GW.


    Was sich in meinen Spielen ganz witzig angefühlt hat, war eine riesige Einheit Veteranen-Speerträger mit Ast + Klingenstandarte und einem Stufe 4-Magier mit Dämonologie.


    Den Dampfpanzer finde ich persönlich absolut unspielbar und neben den fehlenden Fraktionsregeln der Punkt der mich am meisten stört. Er kann nichts mehr außer dumm dastehen und dafür ist er einfach viel zu teuer. Wenn das Teil 150P kosten würde, könnte man vielleicht drüber nachdenken, aber so kommt der bei mir nicht ins Haus.


    Momentan sehe ich für mich keinen Grund Imperium zu nutzen. Da kann man auch einfach Zwerge nehmen und wenn man Reiter will, spielt man halt Verbündete. Schlicht weg bessere Profile und Regeln.

    1) Seit wann spielst Du Tabletop-Wargames?


    Quasi seit ich aktiv denken kann, schon vor meiner Schulzeit. Die ersten eigenen Figuren habe ich mir mit 7 gekauft, das ist 21 Jahre her.


    2) Welche Systeme sind Deine (bis zu) derzeitigen drei Lieblings-Systeme. (Unabhängig von Editions-Nummern).


    Warhammer Fantasy, Star Wars Legion, Bushido


    3) Wie häufig könntest und würdest Du gern monatlich spielen?


    Zeitlich liegt das Problem eher an meinen potentiellen Mitspielern, ich habe recht viel Zeit. Ein Spiel pro Woche strebe ich zumindest an.


    4) Wie häufig spielst Du tatsächlich monatlich?


    2-3 Tage sind Spieltage zur Zeit, da dann aber meistens 2 bis 3 Spiele.


    5) Was ist Dir persönlich beim Spielen besonders wichtig?


    Feeling und nachvollziehbare Regeln


    6) Was stört Dich beim Spielen am meisten?


    Unsinnige Regeln, unabgesprochenes powergaming




    7) Nahmst oder nimmst Du an Turnieren Teil

    7a) In welchen Systemen spielst Du Turniere?
    Warhammer Fantasy, Star Wars Legion, Herr der Ringe, Warhammer 40k
    Mein letztes Turnier war Star Wars Legion, davor 40k nach 9ter Edition, beides aber auch schon eine ganze Weile her.

    7b) Was magst Du an Turnieren besonders?
    Andere Spielstile kennenlernen

    7c) Was stört Dich an Turnieren besonders?
    die negativen Seiten kompetitiven Denkens

    7d) Was hindert Dich, an Turnieren teilzunehmen?
    Lust, Entfernung

    7e) Wie müssten sich Turniere ändern, damit Du (mehr) teilnehmen würdest?
    Vor allem die Entfernung ist für mich persönlich das größte Problem. Die nächsten Standorte an denen es mal Turniere gibt sind Dresden und Leipzig, letzteres ist bei mir turniertechnisch allerdings unten durch. Berlin wäre theoretisch auch noch machbar, aber ich mag Berlin nicht :D


    8) Nahmst oder nimmst Du an erzählerischen Spielen-/Events teil)

    8a) In welchen Systemen spielst Du erzählerische Spiele-/Events?

    Star Wars Legion, Warhammer Fantasy, Necromunda, Battle Tech


    Star Wars: Ich erarbeite momentan eine Kampagne mit Legion, Armada und X-Wing, ich hoffe das ganze in diesem Jahr starten zu können
    Fantasy: Bisher zwei Kampagnen gespielt (eine erzählerische, eine Mighty Empires). Würde gerne mal wieder eine anfangen, aber hat sich bisher nicht so wirklich ergeben
    Necromunda: Früher haben wir sehr viel Necromunda gespielt (vor der Neuauflage) und dabei immer viele Kampagnen und Storymissionen gespielt. War sehr, sehr schön so.

    Battle Tech: Mit meinem Mitspieler spiele ich eine komplett selbsterstellte Kampagne, in der jede Mission erzählerische Elemente beinhaltet und der Ausgang des Gefechts die restliche Kampagne beeinflusst.


    8b) Was magst Du an erzählerische Spiele-/Events besonders?

    Es gibt einen "Grund" für das was auf dem Schlachtfeld passiert. Zudem wird eine neue Ebene geschaffen, über die man nachdenken muss (was passiert nach der Schlacht, kann ich eine Einheit wirklich einfach so opfern, etc.)

    8c) Was stört Dich an erzählerischen Spielen-/Events besonders?

    Zeitaufwändig


    8d) Was hindert Dich, an erzählerischen Spielen-/Events teilzunehmen?

    Fehlende Mitspieler


    8e) Wie müssten sich erzählerische Spiele-/Events ändern, damit Du (mehr) teilnehmen würdest?

    Sie müssen existieren :D



    9) Erzähl ein paar Höhepunkte, Deiner Wargame-Tabletop-Spiel-Erfahrungen.

    Ein Moment den ich nie vergessen werde, war als 3 Rhinoxreiter meines Cousins in 20 Nachtgoblins von mir gerannt sind ... und geflohen sind, inklusive überrannt werden.
    Mein erster Gamesday, da habe ich bei einem Wettbewerb gewonnen, bei dem man aus einem Berg Bitz eine Figur bauen musste :D .

    Ansonsten die gute, alte Zeit, in der man noch jung und dynamisch war. Schulferien hießen dann im Vereinsraum übernachten um mehrere Tage am Stück nur zu spielen.



    10) Erzähl ein paar Tiefpunkte, Deiner Wargame-Tabletop-Spiel-Erfahrungen.

    Das was nach EndTimes passiert ist <X

    Mein letztes größeres 40k-Turnier (48 Spieler). Nicht nur dass das Spielsystem ne komplette Katastrophe war, ich hab habe so abgrundtief schlecht gewürfelt, in allen 5 Spielen, einer meiner Gegner hatte sogar so viel Mitleid, das er mich einen kompletten Wurf hat neu werfen lassen ... nur damit der sogar noch schlechter wurde ;(. Nach den 2 Tagen hatte ich sowas von keinen Bock mehr auf Würfelspiele, das war hart. Damals war ich auch echt fit spielerisch und hatte mich extrem gut vorbereitet. 3 der 5 Spiele habe ich extrem knapp verloren, trotz der Würfel und wären absolut sichere Punkte gewesen. Die beiden anderen waren leider so schnell vorbei, das ich es nicht wirklich bewerten konnte. Top 10 wäre zumindest locker drin gewesen, das war damals echt frustrierend für mich.




    WO IST DIE 11 :D




    12) Wenn Du Deinen persönlichen Spaß am Hobby persönlich aufteilen müsstest, wieviel Sterne* gibst Du dann jeweils:

    12a) Lesen/Glotzen/Googlen
    ***

    12b) Kaufen/Sammeln

    **

    13c) bauen/umbauen

    ****

    13d) malen

    **

    13e) Lore/Fluff/Hintergrund

    *****

    13f) Spielen

    *****

    13g) Fachsimpeln

    *****

    tja nur ist so ein drucker ja auxh nichr günstig alsonist selbst druckene eben nicht unbedingt die gute alternative. Günstige deuckee schaffen dann ja nicht die qualität

    Wie weit kommst du bei GW mit 350€ ? Der Saturn 3 beispielsweise schafft problemlos eine unglaublich gute Qualität.



    Dann hat er schliecht weg miese Einstellungen. Das Einzige was man nicht wegbekommt, sind layer lines, die sind aber bei entsprechender Schichthöhe so minimal, das man sie nach dem bemalen nicht mehr sieht (große runde Flächen muss man potentiell etwas schleifen, ist aber auch kein Aufwand). Die Schärfe ist komplett vom Nutzer abhängig, allerdings habe ich mich mit dem Problem auch etwas rumgeschlagen, da man das Problem manchmal nicht schnell findet.

    ich hab noch keine 3D gedruckte Mini gesehen, die an den GW Plasteguß rankommt.

    und wenn Du die gedruckten Minis monitär abrechnest komme ich zumindestens auf schwindelerregene preise.

    Also da muss ich wirklich widersprechen! Das stimmt so schlicht weg nicht. (selbst wenn wir die rereleases der alten Fantasymodelle ignorieren, deren Gussgrate erschreckend sind)

    Nicht die Qualität? Dann hast du noch keinen modernen Drucker mit 12k oder gar 16k Auflösung gesehen, absolute Premiumprodukte. Und der Preis? Also günstiges Resin bekommt man für 20 bis 25€ und damit kann man problemlos Masse schaffen. Wenn man wirklich Qualität will, dann kauft man eben hochwertiges Resin, das geht dann halt auf 40-50€ pro Flasche. Mit einer Flasche schafft man 80 bis 100 Infanteristen, also ich glaube das schlägt die GW-Preise dezent :) .... über große Modelle braucht man dann garnicht erst reden.

    Gute Drucker bekommt man relativ günstig und hat man mit nichtmal einer Armee schon wieder eingespart.

    Und über die Designs braucht man garnicht erst anfangen zu diskutieren. Es gibt unzählige fantastische Designer, die GW komplett alt aussehen lassen. Vor allem im Fantasybereich, wo GW uns gerade mit Nostalgie abspeist, gibt es sowas von grandiose Modelle und das in verschiedensten Stilrichtungen, da findet sich für jeden was.

    Mir kommt es immer wieder so vor, dass die Leute GW auch eine alte stinkende Socke abkaufen würden, wenn die NEU RAUSKOMMT. Natürlich wird dann gemeckert.

    Aber gekauft wird trotzdem… :arghs:

    Das kommt dir nicht nur so vor, das ist exakt so. GW´s große Spielsysteme gehören eindeutig zu den schlechtesten Systemen auf dem Markt. Die Marke verkauft sich leider trotzdem und ist durch das quasi-Monopol von GW auch immer die erste Anlaufstelle.

    Das AMG der Mut fehlt (und eventuell auch das finanzielle backup durch Investoren) mit Star Wars als Marke so richtig durchzustarten ist mir immernoch ein Rätsel.

    Der Punkt ist eigentlich ganz einfach: Marketing. Und das kann GW, ausnahmsweise, mittlerweile echt unglaublich gut.

    Also ich persönlich würde einfach Star Wars Legion nehmen. Einfach auf die Regeln zur Armeeerstellung verzichten und schon kann man mit 3 Charakteren gegen Horden von Sturmtruppen kämpfen oder sogar ein paar Minibosse einbauen (Security Droid z.B.)

    Dazu gibt es haufenweise Regeln für Einheiten und besondere Modelle, die man super einbauen kann.
    "Schleich dich in die Basis und finde den imperialen Offizier. Hol die Informationen aus ihm heraus und schlag dich durch die Sturmtrupplerhorden zum Gefangenentrackt durch. Besiege den Sicherheitsdroiden-Boss und befreie die Zielperson. Entkomme aus der Basis in dem du ein Fahrzeug XY klaust (da hat das Imperium genug Auswahl um kreativ zu sein)."


    Ich denke wenn es nur um Spaß geht, kann man hier mit Legion super arbeiten.
    Nur so als Beispiel. Wenn man als die Helden Profile von Luke, Han Solo und Cassian Andor nimmt, dazu noch einen R2D2 als storyrelevanten Begleiter, hat man eine enorm schlagkräftige Truppe für um die 450 Punkte. Das wären im Vergleich 36 Sturmtruppler inklusive 6 schwerer Waffen. Wenn man die auf ein Mal hinstellt, werden die Helden vermutlich abgeschlachtet, aber über ein Szenario verteilt, sehe ich da kein Problem. Mit 10-15 normalen Sturmtrupplern auf ein Mal kommen die Helden locker klar, vermutlich können da auch noch ein paar mehr stehen bevor man ernsthaften Schaden erwarten muss. Ohne zusätzliche Optionen sind Sturmtruppen in Legion echt nur Kanonenfutter, also eigentlich perfekt geeignet für so ein Szenario.

    Man könnte das ganze auch noch erzählerisch mit einigen Sonderregeln verschönern. Zum Beispiel das die Sturmtruppen fliehen oder Niederhaltenmarker bekommen, wenn man den Captain besiegt oder Ähnliches.

    Fantasy ist schon recht "einzigartig".

    Mit kings of war bin ich nie wirklich warm geworden. Dragon Rampant ist sehr interessant, aber auch stark simplifiziert, da man damit echt alle erdenklichen Völker abdecken kann/soll.

    Fantasy-Alternativen stammen für mich deshalb auch nur aus der Fantasy-Bubble, das heißt Fanmade oder Oldhammer.

    Dabei favorisiere ich stark Armies Project und die 7te Edition Warhammer Fantasy (die stimmigsten Armeebücher für mich).


    In Summe bin ich doch überrascht, wie negativ Old World hier wegkommt. Ich hab hier in der Gegend schon rund 20 Spieler (viele von AoS gewechselt) und fast alle mögen die Regeln.

    Ich glaube Old World spricht genau diese Spieler an. Meine Beobachtung ist auch, das Old World vor allem bei AoS und Warcry-Spielern enormen Zuspruch findet und die Kritik eher aus den Reihen der "Fantasy-Hardliner" kommt.

    Ich möchte damit jetzt niemanden angreifen, ich hoffe einfach mal dass das niemand falsch auffässt, aber gerade bei AoS-Spielern herrscht ein ganz anderes Denken bezüglich Tabletop vor. Es geht eher darum einfach zu spielen und es ist mehr oder weniger egal wie die Regeln sind. Quasi super casual und daran ist auch nichts falsch.

    Bezüglich Fantasy, und da spreche ich nur für mein Empfinden, habe ich das ganze immer als Strategiespiel wahrgenommen, welches mit Fluff und Lore gefüttert wurde. Geanu das ist es auch, was ich mir von Fantasy wünsche und woran ich verschiedene Varianten auch bewerte.
    Das ganze muss nicht kompetitiv sein, aber es sollte das Hirn anregen beim spielen und gleichzeitig ein gewisses Flair ausstrahlen.

    Niemand erwartet perfektes Balancing. Niemand erwartet das jedes kleine Detail durchkalkuliert ist. Aber ein gewisser Standard muss halt gegeben sein. Und ums mal ganz simpel zu formulieren. Wenn Einheit A und Einheit B gleich viele Punkte kosten, Einheit A aber doppelt so gute Profilwerte hat, dann ist das etwas, was einfach nicht existieren darf. Das zu fixen ist nicht schwer und definitiv nicht zu viel verlangt oder gar unmöglich.

    Für Tabletop benutze ich immer Punkte, alles andere fänd ich auch irgendwie komisch ungewohnt. (Ausnahme Artilleriewürfel!)


    Beim DnD hingegen haben alle Würfel Zahlen, auch der W6, damit sich dieser besser bei den anderen Würfeln einreiht.

    In sehr vielen Punkten muss ich (ganz subjektiv gesehen) DickerOrk Recht geben. Auch wenn ich manches nicht so extrem sehe.

    Ich formuliere oft sehr hart, das stimmt schon. Man kann das alles auch netter formulieren, aber inhaltlich stehe ich da vollkommen hinter meiner Meinung.


    An sich spalten sich bei uns in der Gruppe die Meinungen. Aber abgesehen vom GW-Fangirl (seiner Meinung nach hatte 40k´s 10. Edition aber auch keine Probleme zum Release), haben alle definitv teilweise große Bedenken gegenüber Old World. Die einen mehr, die anderen weniger, aber so wirklich richtig glücklich ist niemand. Bei einigen merkt man schon sehr, das sie wirklich große Hoffnungen hatten, welche enttäuscht wurden und sie jetzt dadurch frustriert sind. Vor allem das nicht alle Völker unterstützt werden, stößt den meisten sauer auf.


    Eine sehr interessante Analogie die ich zu Old World gelesen habe: "TOW ist wie Gulasch. Wenn man Gulasch am nächsten Tag nochmal richtig heiß macht, schmeckt er noch besser als am Vortag. Aber leider stand der Fantasy-Gulasch nur für 30s in der Mikrowelle."

    Also zusammenfassend würde ich sagen "Netter Versuch, bescheidene Umsetzung". Man merkt deutlich das den Designern Ressourcen gefehlt haben und das ganze von GW nur halbherzig unterstützt wurde.


    1. Qualität der Regeltexte


    Hier liefert GW mal wieder die typischen Probleme, basierend auf mangelhafter Qualitätskontrolle.

    Verstreute Regeltexte im Buch, die man sich aus 123 Ecken zusammensuchen muss. Schreibfehler, grobe Übersetzungsfehler usw. sind nicht selten. Mit teilweise wirklich großen Problemen, wie die fehlenden Night Goblin Chiefs bei den Grünhäuten, die RAW einigen Unsinn verursachen.

    Die Qualität bei GW ist aber seit Jahren im Keller und das zieht sich durch alle größeren Systeme, also keine große Überraschung.



    2. Balancing


    Hier sehe ich wirklich gigantische Probleme. Sowohl extern, aber noch schlimmer intern, ist das Balancing ziemlich für die Tonne. Da GW auch sehr vehement darauf hinweist, dass die Legacy-Fraktionen keine Updates bekommen werden, wird zumindest dieser Teil für viele Jahre eine Katastrophe bleiben. Beim Rest kann man nur hoffen, das GW daran etwas ändern möchte.

    Das manche Einheitentypen extrem dominant sind und andere relativ nutzlos, macht das Ganze auch nicht gerade besser.



    3. Magie


    Die Magie ist aktuell mein größtes Problem mit dem Spiel und das aus mehreren Gründen.

    Generell ist das System "beide Würfeln 2 Würfel" absolut flach und nicht gerade interaktiv, zudem werden hohe Boni schlicht weg enorm bevorzugt.

    Die Magielehren sind ebenfalls komplett Banane. Davon abgesehen das einige schlicht weg besser sind als andere, fühlen sie sich an sich auch noch alle gleich an. Gefühlt sind sie alle gleich aufgebaut. Ein Geschoss, ein Vortex mit grob immer dem gleichen Effekt, ein Nahkampfbuff usw. Es gibt nicht mehr dieses "Ich will Schaden, ich nehm Feuer. Ich will hohe Defensive, ich nehm Leben. Ich will Debuffs, ich nehm Schatten", denn es macht einfach keinen Unterschied mehr, weshalb man einfach die beste Lehre nimmt. Natürlich gibt es Nuancen die sich unterscheiden, aber grob ist alles die selbe Suppe.

    Der Aufbau vieler Zauber ist ebenfalls nicht gut durchdacht mMn. Viele Nahkampfbuffs wirken nur im Zug des Spieler und auf die EInheit des Magiers. Entsprechend muss man seinen Zauberer im Charge in eine gefährliche Position bringen. Das ist für viele Selbstmord, für andere absolut in Ordnung --> für mich ein großes Designproblem und auch einer der Gründe warum man den "lore familiar" spammt.

    Und zuguterletzt: die völkerspezifische Magie und wie mit dieser umgegangen wird ist ... fragwürdig.



    4. Kampfsystem


    Das neue alte "wer stirbt kann nicht kämpfen" synergiert in keinster Weise mit dem Rest des Spiels, vor allem nicht mit einigen Profilwerten. Daraus resultiert auch eines der größten Probleme für normale Infanterie. Generell würde ich behaupten, dass das ganze Nahkampfsystem ein rework braucht, es funktioniert einfach nicht gut.

    Was mir dabei aber grundlegend erstmal sehr gut gefällt, ist das abgestufte "Brechen", das gibt wesentlich mehr Tiefe, liefert in der momentanen Art und Weise aber auch einige Probleme.

    Das AP-System fühlt sich auch nach einigen Spielen immernoch absolut falsch an, vor allem da es einfach nicht greifbar ist. Das sind komplett zufällig gewählte Werte, ohne einen Sinn dahinter, für mein Empfinden einfach eine absolut unsinnige Änderung, nur um das Spiel in eine Linie mit den anderen Systemen zu bringen.



    5. Listen bauen


    Leider macht mir das bei den meisten Fraktionen sehr wenig Spaß.

    Durch Armies Project bin ich sehr viel Freiheit, gepaart mit sehr viel Fluff, gewohnt, Wobei es auch da Beschränkungen gibt, diese aber auch sinnvoll sind. Old World beschneidet die Optionen teilweise extrem, teilweise auch sehr unlogisch und unausgeglichen, wodurch sich für einige Völker auf bestimmten Punktgrößen nur einzelne, funktionable Konzepte ergeben. Von Themenlisten will ich garnicht erst reden.

    Dazu kommen sehr viele Armeebuchleichen, welche schlicht weg keinen Einfluss aufs Spiel nehmen können oder durch ähnliche Einheiten mit einem Vielfachen an Potential verdrängt werden (oder auch oft beides gleichzeitig).

    Das auch noch Auswahlen gestrichen wurden, macht es nicht besser.



    6. Was hätte ich mir gewünscht


    Meine Wünsche waren absolut unrealistisch, das war mir bewusst, weshalb ich auch nie darauf gehofft habe.

    Ich hätte mir viel mehr Liebe zum Detail und Fluff im Spiel gewünscht, was beides leider so garnicht im Spiel zu finden ist. Zudem hatte ich mich über coole, neue Figuren gefreut und keine über 20 Jahre alten Staubfänger, die GW irgendwo ausgegraben hat. Z.B. wäre die Integration von passenden AoS-Modellen toll gewesen (Nachgoblins als Beispiel). Dazu gehört auch der Release von Cathay und Kislev als Fraktionen. Das diese anscheinend komplett gestrichen wurden, ist für mich absolut unverständlich. Wenigstens eine der Fraktionen hätte in der Starterbox sein MÜSSEN.



    Fazit


    Auch wenn es einige Punkte gibt, die mir wirklich gut gefallen (Moral, Bewegung), muss ich zusammenfassend einfach sagen, das für mich Old World ein ziemlicher Flop ist.

    Es bietet mir einfach nichts, was ich nicht in anderen Systemen finde und das eigentlich sogar in besser.

    Selbst die 8te Edition hat mir schlicht weg mehr zu bieten. Die 6te und 7te, an die Old World stark anlehnt, setzen z.B. das Kampfsystem wesentlich besser um und liefern extrem coole Armeebücher. Armies Project, als mein persönlicher Goldstandard, stampft Old World qualitativ und inhaltlich komplett in den Boden.

    Der einzige Pluspunkt, und bei dem sehe ich für mich persönlich ehrlich gesagt nicht wirklich den Pluspunkt, ist das Old World ein offiziell supportetes System ist. Aber was gibt mir das als Spieler? Ich ziehe daraus echt garnichts.

    Die simple Lösung ist doch eigentlich das der Träger keine eigenen Attacken macht, sondern das Fernkampfprofil der Schusswaffe benutzt, die im Normalfall eine (1) Attacke hat. Seine eigene Attacken-Charakteristik wird garnicht genutzt. Die Sonderregeln werden aber auf diese angewandt.

    TOW ist insgesamt ein Armutszeugnis. Vom eher verkackten Release, über den fragwürdigen Support, bis hin zu den fehlenden Inhalten .... für mich einfach nur erbärmlich und zeigt eindeutig, das GW eigentlich keinen Bock drauf hat.


    Vor allem da Cathay und Kislev direkt zu Beginn eigentlich schon geteasered wurden, macht das ganze noch dümmer.


    Ich werde das System noch ein bisschen testen, aber allein das list building ist so langweilig im Vergleich zu gewissen Alternativen.