[Armeeaufbau Highborn Elves] Gwain Celeda/Celejing

  • Ich bin immer wieder erstaunt, wie ich den Fluff von 9th Age unterschätze.

    Da ist wirklich schon viel mehr Stoff drin, als man mitbekommt.

    Da kommt einem ein einzelner Mönch in dem Sinn, der anders als seine Vorgänger lebendig aus dem Gebirge zurückkehrt.

    Und einen Phönix bezwungen/ gezähmt hat?

    Oh ja , sehr coole Idee!


    Als die Besiedlung von Gwain Celeda noch jung war, war das Gebirge, das die Elfen die Weißen Türme nennen, unbezwingbar. Niemand vermochte es, in der Höhenwelt aus Eis und Frost zu überleben. Doch mit dem Aufkommen der Verehrung der Elemente versuchten sich immer mehr Bewohner von Gwain Celeda daran, das ewige Eis und seine Bewohner zu besiegen. Die Hohe Botschafterin, die Herrscherin von Gwain Celeda, machte es sich sogar zur Aufgabe, eines der seltenen Tiere des Eises, einen Fenghuáng, fangen zu lassen und als Geschenk nach Celeda Ablan zu schicken. Zahllose große Krieger zogen in die Berge, um einen Frostphönix zu besiegen. Doch keiner kam lebend zurück.

    Auch die Kampfmeisterin und Mönchin Jiandriel kehrte für lange Zeit nicht zurück und galt allen für tot. Drei Jahre lang ward sie nicht mehr gesehen. Sie verbrachte diese Zeit auf einer Feldnadel unter dem höchsten Gipfel, meditierend, das Wesen des Eises in sich aufnehmend und den legendären Frostphönix Hui Fengli beobachtend. Dieser besiegte in jener Zeit zahllose Elfenkrieger und Jiandriel lernte seine Kampfweise zu verstehen. Schließlich stieg sie von der Felsnadel herab und Hui Fengli akzeptierte sie als seinesgleichen. Er lehrte sie, das Wesen des Eises zu meistern.

    Als Jiandriel zu den anderen Elfen zurückkam, war sie vollkommen verändert. Sie sammelte eigenhändig Holz und Stein und schleppte diese ohne Hilfe und ohne Karren ins Gebirge und erbaute bei der Felsnadel den heiligen Tempel Yongbing. Hier auf dem Gipfel der Welt lehrte sie seither gemeinsam mit Hui Fengli die Elementarlehre des Eises. Pflicht und Tapferkeit, Härte und Geduld, Gnadenlosigkeit und Tod.

    Man erzählt sich, dass Jiandriel und Hui Fengli heute, mehrere Tausend Jahre später, in stiller Meditation auf den Gipfeln über dem Kloster sitzen und Wacht halten. Yongbing wird mittlerweile von anderen geführt. Doch noch immer gehört es zum Brauch, dass ein Mönch oder eine Mönchin - als letzte Aufgabe der Weihe - von eigener Hand Material ins Gebrige bringen und das Kloster erweitern muss.

  • So... Es hat etwas gedauert, weil ich oft im Stress war, der Lockdown nicht unbednigt hilft, Begeisterung für eine im Keller stehende Armee zu entwickeln, und weil ich ehrlicherweise gerade auch keine riesige Motivation für dieses Forum hier habe. Aber ich will dann mal den naheliegenden nächsten Einheitenpost schreiben:


    Wie oben schon geschrieben, sind auf Gwain Celeda allen Göttern Elemente zugeordnet. Heute soll es um das Element des Feuers gehen, also um die Diener Yemas, des Verführers, und Tulas, der Greisin. Das Feuer symbolisiert sowohl die Leidenschaft, die Yema in den Elfen auslöst, als auch die Weisheit Tulas, die dieser Leidenschaft Grenzen setzt und sie zu formen weiß. Dieses Zusammenspiel wird im großen Tempel in der Stadt Gwain Celeda (die einzige Stadt auf der gleichnamigen Insel) durch die ewige Flamme verkörpert, die auf dem Dach des Tempels unter einem gewaltigen Pavillon wie ein Leuchtfeuer die Stadt erhellt. Einerseits der steten Verführung durch den Wind ausgesetzt, halten die Elfen sie doch seit vielen Generationen am Leben. Alter, Weisheit und Leidenschaft vereinen sich in diesem Symbol.

    Eine mächtige Gruppe innerhalb derjenigen, die ihr Leben dem Feuer verschreiben, sind die Feuermagier. Anders als diejenigen, die Meladys, die Tochter von Eis und Feuer anbeten, kontrollieren sich die Feuermagier nicht auf die gleiche Weise. Sie lassen ihren Leidenschaften mehr Freiheit, gewinnen Stärke auch aus Wut, die ihre Flammen schürt. Diese formen sie mit Weisheit zu großer Macht.

    Tief im Gebirge der Insel toben regelmäßig zwei Vulkane, die nach den beiden Gottheiten benannt sind: Shantula und Shan-Ye-Ma. Hier leben die Feuerphönixe Gwain Celedas und die Gipfel sind bedeutsame Heilgtümer und Pilgerorte. Auch die mächtigen Feuerdrachen sieht man hier gelegentlich am Himmel.


    Was habt ihr noch für Ideen für die Feueranbeter? Welche Legenden kann es geben? Wie nutzen sie das Feuer im Kampf? Die Flame Wardens haben ja einen 4+ Aegis. Wie spiegelt sich das in ihrer Kampfweise? Was fällt euch noch so ein?



    Mehr Bilder folgen, wenn es mal wieder Live-Schlachten gibt.

  • Interessant, wie schamanisch und teilweise auch esoterisch die Elfen in diesem Fluff geprägt sind.

    Dem kommt die Bemalvariante Deiner Modelle tatsächlich näher als die klassischen 08/15 weiß-blauen Hochelfen in ihren strahlenden Rüstungen.

    Den Retter könnte ich mir in dem Kontext so erklären, dass die sie umzüngelnden Flammen auch Hiebe und Schüsse abwehren

    oder sie selbst in so flüssigen, dynamischen Bewegungen kämpfen, dass der Feind sie einfach schwerer trifft(auch wenn das streng genommen einen anderen Wurf betrifft).

  • Interessant, wie schamanisch und teilweise auch esoterisch die Elfen in diesem Fluff geprägt sind.

    Dem kommt die Bemalvariante Deiner Modelle tatsächlich näher als die klassischen 08/15 weiß-blauen Hochelfen in ihren strahlenden Rüstungen.

    Den Retter könnte ich mir in dem Kontext so erklären, dass die sie umzüngelnden Flammen auch Hiebe und Schüsse abwehren

    oder sie selbst in so flüssigen, dynamischen Bewegungen kämpfen, dass der Feind sie einfach schwerer trifft(auch wenn das streng genommen einen anderen Wurf betrifft).


    Schamanistisch will ich sie eher nicht haben, aber esoterisch. Ich habe halt so chinesische Klischees vor Augen: verschiedene Kampfstile (aber statt Tiger, Kranich und was alles so in Kung-Fu-Filmen auftaucht, halt Feuer, Eis, Erde), eine tiefe Weisheit, die aber nicht unbedingt wissenschaftlich im engeren Sinne ist (also schon strukturiert und irgendwie methodisch, aber durchzogen von religiösen Lehren und dadurch weniger "Subjekt-Objekt-Spaltung"), eine holistische Weltanschauung, wo die Elemente alles miteinander verbinden etc.

    Ich kannte die Serie nicht, als ich die Idee dieser Armee entwickelt habe (Ich hatte einfach coole Bases gesehen :)), aber in Avatar gibt es ja auch solche (allerdings sehr abgelegenen) Elementarrufer. Bei mir soll aber eher die Harmonie der Elemente den Glauben und den Alltag durchziehen... wobei auch klar ist, dass die Kerntruppen nicht so speziell sind.


    Die Idee mit dem Kampfstil gefällt mir. Ich finde es auch stilvoll, dass Eis und nicht Feuer das aggressive Element ist, während Feuer eher auf Eleganz, Verteidigung und so abzielt. Man könnte auch überlegen, ob sie (im Sinne des Verführens) den Gegner eher zu überhasteten und daher weniger effektiven Angriffen verführen, um diese magisch abgleiten zu lassen.

  • Das letzte der drei Basiselemente ist die Erde. Sie repräsentiert Fruchtbarkeit, Fürsorge, aber auch das Überleben des Stärkeren. Für die Hochelfen ist sie vor allem verkörpert durch Naram, die Mutter. Sie steht für die Wiedergeburt des Lebens, die auf Gwain Celeda zentraler Bestandteil des Glaubens ist. Alles Leben bleibt der Harmonie der Elemente erhalten. Es wird wiedergeboren in einem ewigen Kreislauf des Lebens. In der Natur zeigt sich dieser Kreislauf deutlich im Wechsel der Jahreszeiten. Aber auch das elfische Leben wandelt sich nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten über die Jahrhunderte.

    Naram ist die Hauptgöttin vieler Elfen auf Gwain Celeda. Sie ist vor allem im "einfachen Volk" sehr beliebt, spiegeln sich ihre Lehren doch im Alltag der Elfen auf den Reisterassen, in den Wäldern und so fort.

    Ihr Gegenpart ist Cadaron, der Jäger. Auch er steht für das Element Erde. Doch Cadaron hat unter Hochelfen, anders als unter den Elfen des Waldes von Wyscan und unter den Daeb, eine eher geringe Stellung. Er wird von Jägerinnen und Jägern angebetet. Doch abseits dessen haben die Hochelfen wenig Bewunderung für den Ruf der Wildnis übrig. Auf Gwain Celeda stellt er jedoch als Teil der Elementelehre den harmonischen Eingriff in den Kreislauf des Lebens dar: In der Jagd tötet man jenes Leben, das einem unterlegen ist, und ermöglicht ihm die Wiedergeburt. Gleichsam erlangt man genau durch dieses Streben nach Stärke das Recht an den Früchten des Lebens. Viele Elfen fürchten die Nähe dieser Lehre zur Verkommenheit ihrer dunklen Brüder und Schwestern. Doch als Element in der Harmonie der Welt können und dürfen sie es zugleich nicht verleugnen.


    Die Erde prägt als Element des normalen Lebens die meisten Einheiten meiner Armee. Doch auf die einfachen "Milizen" will ich hier nicht eingehen. Es gibt nämlich auch jene herausragenden Kämpferinnen und Kämpfer, die sich der Erde verschrieben haben: die Schwertmeister oder Samurai. Ihr Kampf ist auf ein gleichmäßiges Wachsen und Nachgeben gegründet, das letztlich Cadarons Lehre des Überlebens des Stärkeren in der Harmonie der Mutter folgt: Man akzeptiert die Rolle im Kreislauf des Lebens, und versucht gleichsam, selbst durch Stärke der aktive, nicht der passive Part dieses Kreislaufs zu sein.

    (So kann man vielleicht auch erklären, warum Schwertmeister offenbar den Tod nicht fürchten, wenn man sieht, wie sie auf T9A-Schlachtfeldern in Scharen sterben. :D )



    Ohne expliziten religiösen Hintergrund und doch gänzlich der Lehre Cadarons verschrieben haben sich einige junge (meist adlige) Elfen, die ausziehen, um ihre Stärke zu beweisen, indem sie sich eine der mächtigsten Kreaturen der Welt, einen Drachen, unterwerfen. Es gibt jedoch nicht allzu viele Drachen (und noch weniger Elfen, die in der Lage dazu wären, einen Drachen zu besiegen). Was es auf Gwain Celeda jedoch gibt, sind die sogenannten Drachenschlagen, pferdegroße drachenähnliche Kreaturen, die in den Wäldern hausen. Und so ist es schon eine große Ehre und Errungenschaft unter den jungen Elfen, eine solche Drachenschlange zu zähmen und in die Schlacht zu reiten. Drachenprinzen werden die Drachenschlangenreiter auf Gwain Celeda genannt. Immer auf der Suche nach mehr Macht, um eines Tages einen echten Drachen zu reiten, sind sie in jedem Heer eine der stärksten und gefürchtetsten Einheiten.




    Soweit meine Gedanken. Was habt ihr noch für Ideen? Ich bin dankbar für allen Input. Er muss auch gar nicht super durchdacht sein. Findet ihr, es sollten vielleicht doch richtige Drachen sein (junge Drachen vielleicht oder Drachen, die sich heutzutage nicht mehr weiterentwickeln)? Wie kann man Cadaron besser einbauen? Was genau ist der Orden der Samurai? Ich bin da noch verhältnismäßig ratlos.


    Danke für eure Hilfe!

  • Bei den Reittieren passt der Name "Drachenprinzen" tatsächlich viel besser, als wenn die auf "nem ollen Gaul" sitzen.

    Die Geschichte mit dem Zähmen der Drachenschlangen gefällt mir gut.

    Das verleiht ihnen das Selbstvertrauen, was sie so hart zuschlagen lässt(jeder 2 Attacken Stärke 6 oder gar 7 mit entsprechendem Banner im Angriff).

  • Ich denke, Drachenschlangen passt. Wenn die alle auf echten (kleinen) Drachen reitern würden, wären das doch sehr viele Drachen. So bleibt es dann auch was besonderes, wenn noch dazu ein großer Drachen auf dem Spielfeld steht.

    Toll die ganzen Einheiten hier zu sehen! Die Einheitenfüller gefallen mir auch gut. :thumbup:

  • weil ich ehrlicherweise gerade auch keine riesige Motivation für dieses Forum hier habe

    Oh - was können wir da machen?

    Viel Feedback wäre vielleicht ein Anfang. Also los...

    Schamanistisch will ich sie eher nicht haben, aber esoterisch. Ich habe halt so chinesische Klischees vor Augen: verschiedene Kampfstile (aber statt Tiger, Kranich und was alles so in Kung-Fu-Filmen auftaucht, halt Feuer, Eis, Erde),

    Also mir gefällt diese Idee sehr!
    Ein leises Bedenken habe ich aber: Wird das nicht auf dem Spielfeld gar zu bunt und man sieht nicht mehr so gut, dass die auch alle zusammengehören, Deine Spitzohren?

    "Machen" ist eigentlich wie "Wollen" - nur krasser!

    Einmal editiert, zuletzt von antraker ()

  • Ich muss hier mal wieder was schreiben. Ich versuche das in den nächsten Tagen zu machen, aber schon einmal die lange überfällige Antwort auf die letzte Frage:


    Ein leines Bedenken habe ich aber: Wird das nicht auf dem Spielfeld gar zu bunt und man sieht nicht mehr so gut, dass die auch alle zusammengehören, Deine Spitzohren.

    Die Bedenken hatte ich auch für lange Zeit. Ich habe hin und her überlegt, wie ich das lösen kann. Jetzt ist es darauf hinausgelaufen, dass es sehr klare Grundfarben (rot und grün) gibt, die die einheitlichen Bases ersetzen. Ob eniem das dann einheitlich genug ist, ist sicherlich Geschmackssache - und ich kann mir gut vorstellen, dass viele die zu bunt finden werden.

    Hier ist ein Gesamteindruck:



    Was würdet ihr sagen? Ist euch das zu bunt?

  • Nö...Ich finde es vor dem Hintergrund sogar weit passender so, als wenn es farblich zu monoton gehalten wäre!

    Als bretonischer Ritter bin ich eh Farben gewöhnt (und mag sie auch)...Und entscheidend ist doch, ob und wie es Dir gefällt!

    Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein; es ist noch trauriger, keine zu sein...!


    :bear:


    Gerade gelesen und genau mein Ding:

    "Do more things that make you forget to check your phone"


    :winki:

    Einmal editiert, zuletzt von Arthurius () aus folgendem Grund: Man, man, man...Etwas Müdigkeit und schon werden Worte einfach vergessen!

  • Ja, die hatte ich mir auch grün mit roten Details vorgestellt, aber ich finde sie so auch sehr hübsch. Danke jedenfalls für eure Meinungen! Letztlich zählt ja, dass ich die Armee nicht zu bunt finde und das ist nicht der Fall. Aber es ist spannend, auch eure Meinung zu hören.

  • es gibt viele gut bemalte Armeen wobei ich grade Themen Armeen besonders schön finde sie Stellen für mich etwas besonders da

    und ragen aus der mase heraus dehalb gefällt mir deine Hochelfen Armee besonders gut

    Hallo tut mir leid wenn ich eine schlechte Grammatik habe bin Legastheniker.