Legasthenie ... und die Entwicklung junger Menschen

  • Ich bin kürzlich über eine interessante Video-Reihe gestolpert, die auf sehr unterhaltsame Weise auf das Thema "Die Entwicklung junger Männer" eingeht. Das Ganze findet im Rahmen eines offenen Vergleichs von "Männern und Frauen" statt. Das Thema Legastenie - und woher sie denn oft rührt - fand ich dabei besonders spannend, da es sich ja um ein recht verbreitetes Phänomen handelt.


    Wer die Zeit investieren kann und möchte, dem empfehle ich den zweiteiligen Beitrag komplett zu schauen. (Lasst Euch von der Gesamtlaufzeit nicht schrecken! Es ist kurzweilig, erleuchtend und sehr unterhaltsam.)


    Wer nur am Thema "Entwicklung junger Männer" bzw. "Legasthenie" (welches in vorheriges Thema eingebettet mehrfach angesprochen und behandelt wird) interessiert ist, der springe in folgendem Video bitte direkt zu Zeitcode: 44:34 Ab da wird dargelegt wie der Mann seinen Platz zu finden versucht. Ab 48:33 wird auf die hormonelle Stimulation des männlichen Sprosses im Laufe seiner Entwicklung eingegangen. Da kommt es dann auch zum Thema "Legasthenie" & Co. (50:31) bzw. welche Möglichkeiten die Gesellschaft dem werdenden Mann bietet bzw. verschließt.



    Sehr spannende Themen und ich hoffe der und auch die Eine oder Andere findet ml die Zeit hineinzuschnuppern.


    Selbstverständlich interessieren mich Eure Gedanken diesbezüglich.


    Grundsätzlich kann ich auch die anderen Vorträge von Vera empfehlen. z.B. ein paar kurze und knackige Beiträge zu den Themen:


    Männer und Frauen:




    Lächeln:

  • Da du angeregt hast, die Frage der Rechtsschreibung im Forum hier weiterzudiskutieren, greife ich das mal auf. Ich finde, ein Forum sollte allen Menschen den gleichen Zugang ermöglichen. Wenn man in einem Forum aber wegen seiner Schwächen (öffentlich) gerügt wird, dann fühlt man sich weniger wohl und willkommen. Das empfinde ich persönlich als Gerechtigkeitsproblem.

    Wir sind kein Forum für deutsche Sprache, sondern für ein Hobby, das ein ausgebildeter und in der Rechtsschreibung sehr bewanderter Germanist ebenso ausüben kann wie eine weniger in Rechtschreibung geübte Chemikerin/Schreinerin/Gärtnerin/... Dann sollte unser Forum auch keine impliziten "Shaming"-Hürden diesbezüglich einführen.

    Man sollte sich um korrekte Rechtschreibung bemühen. Ja.

    Aber viele Leute können das nicht, einige sogar aufgrund einer Krankheit. Dass diese Leute sich hier rechtfertigen müssen, finde ich falsch. Ich finde es jedes Mal schockierend, dass heiner zum Beispiel die Notwendigkeit sieht, in seiner Signatur prophylaktisch sicherzustellen, dass er hier nicht angegangen und gerügt wird, indem er sich als Legastheniker zu erkennen gibt. So etwas sollte nicht nötig sein müssen.


    Die Menschen in unserem Hobby haben unterschiedliche sprachliche Ausbildungen und wir sollten jeden und jede hier willkommen heißen, solange er oder sie den Diskurs bereichert, d.h. vor allem solange die sprachlichen Fehler nicht zur Unverständlichkeit führen.


    Also ich bin kein Freund einer "Rechtschreibpolizei". Ein gelegentlicher Aufruf, sich bitte zu bemühen, okay. Aber mehr finde ich problematisch.

  • Hast Du das Gefühl, dass irgendjemand konkret bzw. persönlich gerügt wurde?


    (Bisher ist mir das in den letzten Jahren hier nur zwei Mal aufgefallen und es war dann schnell erklärt und wieder gegessen.)

  • Hallo Arnadil, da ich das Thema angestoßen habe, hier nochmal ein kurzer Diskurs meinerseits dazu. Du bringst es sehr gut auf den Punkt und es geht gar nicht um Legastheniker Rüge sondern darum, Aufmerksamkeit von allen auf die korrekte Schreibweise zu legen. Ich heiße hier jeden willkommen, egal welchen Hintergrund er hat, denn das ist etwas, was unser Hobby auch ausmacht. Wir sind ja eh schon Exoten, da wir mit Plastikpüppis spielen ( sorry an alle Barbieisten ) aber trotz alledem sollte der Aufruf nur dazu dienen, sich mal wieder bewusst zu machen, dass es teilweise sehr sehr schwierig ist, andauernd die Sätze zu interpretieren. Und ich möchte mal ganz ehrlich sagen, das ich anfänglich bei heiner auch stutzte, wie er schrieb, aber es gibt einige die deutlich schlechter schreiben. Also Chapeau an Heiner, das er trotz dieser Schwierigkeit sich hier rege äußert und dann auch noch oft gut in der Rechtschreibung ist. Zudem weiss ich aus eigener Erfahrung und Praxis, das man auf Fehler im Sinne konstruktiver Kritik hingewiesen werden sollte. Das machen und fordern wir ja auch bei Armeelisten, warum also nicht bei der Rechtschreibung? Können wir keine Kritik mehr ertragen, die einige unserer Schwächen anspricht? Ich definiere mich ja nicht darüber, aber wenn keiner etwas sagt, dann ändert sich auch nichts, vor allem man selber nicht. Falls das jetzt als Mosern meckern oder schlecht machen gewertet wird, so ist es nicht gemeint, vor allem nicht allen gegenüber, die sich tagtäglich mit einer Legasthenie durchs Leben bewegen.

    Hobby Leidenschaft, die Leiden schafft!

    2 Mal editiert, zuletzt von Herzog Chessussys () aus folgendem Grund: Syntax

  • Und es geht ja auch nicht um mal ein den anstelle von denn ( wobei mich das mittlerweile wahnsinnig macht ), sondern mehr um die Akzeptanz des Falschen. Nebenbei bin ich mir oft genug auch sicher, das meine Syntax nicht korrekt ist und mir die Kommatas einen Strich durch meine Grammatik machen. Niemand erwartet Perfektion, aber ein wenig Beachtung. Das war's von mir

    Hobby Leidenschaft, die Leiden schafft!

  • Nein, ich hatte niemanden im konkreten im Sinn, sondern wollte vorbeugen. In den anderen Thread war ja zumindest meiner Wahnrnehmung nach erkennbar, wer da gerügt wurde. Und es ist eben doch etwas anderes, ob man für Armeelisten "gerügt wird, um die es hier ja geht, oder für etwas, das nur notwendiges Mittel, aber überhaupt nicht Gegenstand unserer Kommunikation hier ist.

    Ich persönlich würde mich angegriffen bzw. gedemütigt fühlen, aber das mag daran liegen, dass ich nun genau jemand mit einer Ausbildung bin, in der Rechtschreibung sehr wichtig ist und für den es daher auch schlimm wäre, wenn er das nicht beherrschen würde. Vielleicht ist das für andere Leute ganz anders.


    Also das muss kein großes Thema werden. Ich wollte nur darauf hinweisen. Im Zweifelsfall kann man Einzelpersonen ja vielleicht auch individuell anschreiben, wenn man das Gefühl hat, dass sie sich so gar keine Mühe geben und dass das die Kommunikation erschwert.

  • Also bei Legasthenikern ist es mir relativ egal wie sie schreiben, solange es irgendwie verständlich ist.

    Und ansonsten kann ich auch mit vielen Dingen leben, solange es sich nicht nach berliner Türkenghetto oder ähnlichen Auswüchsen der deutschen Sprache anhört.

    Bei mir passieren z.B. viele Fehler, wenn ich Texte auf dem Smartphone schreibe, meine Finger sind dafür einfach zu Fett und mit Autokorrektur wirds ja ganz schlimm. Ansonsten hängt es auch von der momentanen Laune ab, da wird eben mal ein Kommentar komplett klein geschrieben.


    Viel wichtiger ist mir persönlich das inhaltliche Niveau.

  • Ich finde es jedes Mal schockierend, dass heiner zum Beispiel die Notwendigkeit sieht, in seiner Signatur prophylaktisch sicherzustellen, dass er hier nicht angegangen und gerügt wird, indem er sich als Legastheniker zu erkennen gibt. So etwas sollte nicht nötig sein müssen.

    Finde es aber gut, das er Das macht. Übers Smartphone werden die Signaturen aber leider (zumindest bei mir) nicht angezeigt. Daher weis das vielleicht doch nicht jeder.

    mit Autokorrektur wirds ja ganz schlimm.

    Die ist bei mir Grundsätzlich ausgestellt. War mehr Aufwand die "Vorschläge" zu bearbeiten als alles selber zu schreiben.

    Ansonsten hängt es auch von der momentanen Laune ab, da wird eben mal ein Kommentar komplett klein geschrieben.

    Bei mir hängt es davon ab, ob ich am Rechner oder Mobiltelefon bin. ;) Längere Texte gibt es zu 99% nur vom Rechner.

    Der Vater: 132 Machtpunkte, 2.550 Punkte Astra Militarum
    Der Sohn aka Luke: 138 Machtpunkte, 2.500 Punkte Eldar
    Der Kleine aka Shorty: 57 Machtpunkte, 1.023 Punkte Space Marines

  • Also bei Legasthenikern ist es mir relativ egal wie sie schreiben, solange es irgendwie verständlich ist.

    Und ansonsten kann ich auch mit vielen Dingen leben, solange es sich nicht nach berliner Türkenghetto oder ähnlichen Auswüchsen der deutschen Sprache anhört.

    Bei mir passieren z.B. viele Fehler, wenn ich Texte auf dem Smartphone schreibe, meine Finger sind dafür einfach zu Fett und mit Autokorrektur wirds ja ganz schlimm. Ansonsten hängt es auch von der momentanen Laune ab, da wird eben mal ein Kommentar komplett klein geschrieben.


    Viel wichtiger ist mir persönlich das inhaltliche Niveau.

    Wirklich? Du forderst inhaltliches Niveau und dann schreibst du etwas vom "Berliner Türkenghetto"? Ich würde dich bitten, solche (zumal völlig unnötigen) verächtlichen Äußerungen zu unterlassen.

  • Grundsätzlich ist ein allgemeiner Aufruf doch ein wenig auf die Schreibweise zu achten nichts schlimmes, denke ich. Genau genommen ist es nur ein Echo der von Allen akzeptierten Foren-Regeln und mehr nicht. (Eine Regelung, die - ich denke da verrate ich nicht zu viel - von jemandem gewünscht und niedergeschrieben wurde, der selbst eine Rechtschreibschwäche hat.) Damit sind weder Leute gemeint die kaum bis nichts an ihrer Rechtschreibung machen können, sondern jene die das sehr wohl könnten, wenn es ihnen nur wichtig genug wäre. Im Großteil aller Fälle ist es nämlich kein Unvermögen, welches zu den textlichen Fehlleistungen führt, sondern eher Bequemlichkeit oder der Einsatz ungeeigneter Gerätschaften. Dieser Anteil an Beiträgen ist dann einfach unnötig unschön und für ein Forum nicht geeignet. Was in einem Chat noch als vertretbar gelten mag (und wir hatten ja das Thema Verchattung auch bereits ausführlich) ist eines Forums, welches über Jahre hinweg als Lektüre und Leitfaden gelten kann und soll, nicht unbedingt würdig. Daher kommt zumindest das Anliegen in den AGB.


    (Und diese Ansicht wird auch von einigen Legasthenikern geteilt.) ;)


    Einem "Aufruf" nicht Folge zu leisten steht natürlich nicht unter Strafe, also kann jeder es halten wie er will. Viele Leser würden sich lediglich freuen (so wie Mutti am Muttertag, über Blumen). ;)



    P.S.: Das Problem mit der oben benannten Randgruppen-Sprache ist, dass es sich um eine eigene Sprachgattung handelt, derer die wenigsten Deutschen und genauso wenige Türken mächtig sind. Weder können sie sie sprechen noch ausreichend verstehen. Daher kommt in der Regel die Ablehnung und das Unverständnis. Zudem erinnert es uns bitter daran, dass auch hier bei einem Thema im Sozialbereich wieder einmal bei allen Beteiligten versagt wurde.

  • Wirklich? Du forderst inhaltliches Niveau und dann schreibst du etwas vom "Berliner Türkenghetto"? Ich würde dich bitten, solche (zumal völlig unnötigen) verächtlichen Äußerungen zu unterlassen.

    Ich glaube jeder versteht was damit gemeint ist, oder?

    Von mir aus benutze ich auch "Wohngegend mit hohem Migrantenanteil, in dem Bildung nicht gerade weit verbreitet ist", wenn dir das Wort Ghetto nicht passt. Das ist leider Gottes ein Fakt, da soziale Einrichtungen, Schulen etc. vollkommen überfordert sind und es den Staat kein bisschen juckt. Die Bewohner trifft dabei größtenteils keine Schuld, die Lebensumstände dort sind trotzdem beschissen.


  • Dass jeder versteht, was gemeint ist, heißt nicht, dass sich niemand durch eine Redeweise verletzt fühlen kann.

    Ich bin einigermaßen sicher, dass ich weiß, welche Wohnviertel Berlins du meinst, weil ich dort selbst gelebt habe. Einige meiner Bekannten dort waren Libanesen, die bevorzugt von Menschen, die glauben, dass sie auf ihre Sprache gegenüber diesen Menschen nicht achten müssen, als Türken bezeichnet wurden. Einigen von denen war das egal, einige hat das verletzt, weil es ihnen gezeigt hat, dass sie immer durch diese Brille gesehen werden.

    Diese Leute konnten im Übrigen zum Teil besser Deutsch als viele hier. Warum sie also, nur weil sie in einem (angeblichen) Ghetto leben, (offenbar sogar in Anerkennung ihrer diskrimierten Situation) als Teile einer Sprachkultur herhalten müssen, ist mir schleierhaft.


    Im Übrigen stammt der Begriff Ghetto nicht aus der gegebenen Definition, sondern bezeichnet eigentlich abgegrenzte Stadtviertel, die eine besondere Diskriminierungspraxis darstellten. Auch im Duden wird an deine Definition der Zusatz "abwertend" angehängt. Aber wenn du das nicht verächtlich gemeint hast, umso schöner. Dann kann man es ja darauf beruhen lassen.

  • Guten Abend allerseits:),


    Ich weis noch vor langer zeit hatte ich mit Heiner mal ein gespräch bezüglich posten hier im Forum.Er hatte bedenken wegen der Schreibweise E.t.c und fühlte sich nicht richtig wohl bei dem gedanken hier zu schreiben.Ich sagte zu ihm mach nur,die leute hier sind cool genug und werden das denke ich nicht rügen.Dann gab es mal eine situation die aber schon länger her ist die aber im handumdrehen geklärt war.Was mich besonders gefreut hat war das ich mit meiner aussage recht hatte.Er kann hier posten und sich mittlerweile "Zuhause" fühlen d.h mein dank an alle dafür.


    Greets


    Elo

    7k Kdc
    6k Woodis


    Hossa Baby!

  • Wer gar nichts für seine Schwächen kann und diese auch nit in absehbarer Zeit beheben kann, sollte nit noch dafür getreten werden, wirklich schlimm sind allerdings die Leute, welche aus reiner Gemütlichkeit oder Nachlässigkeit ständig die deutsche Sprache vergewaltigen (wäre wohl zum Teil nun auch Selbstkritik, da stets nicht aus Gewohnheit als nit geschrieben wird, aber bisher hat sich zumindest öffentlich auch noch niemand darüber beschwert ¯\_(ツ)_/¯ )...