Beiträge von Serotonin

    Also seit dem ich Warma zocke und da auch Turniere besuche, liebe ich die Schachuhr. Die Uhr wird je nach Spieler radikaler oder lockerer gehandhabt. Bei manchen ist es so: charge ansagen, fragen ob man was dagegen machen will, Uhr drücken und lächeln, andere drücken erst, wenn man die Frage mit ja beantwortet. Das funktioniert prima und erweitert die Komplexität. Beide Spieler haben den Kampf gegen die Uhr und man übt vorher schon richtige Choreographien.


    Was mir an Warma auch gut gefällt, und da muss ich sagen, dass ich Cr4ck3m verstehe: bei dem Spiel gehört es sich, harte Bandagen zu haben. Das gegneriscge Modell kann nicht direkt anvisiert werden? Gut, dann platziere ich ein eigenes davor und baller eine Schablonenwaffe drauf. Das gibt es bei WH so glaube ich nicht. Aber es ist eben im System immament und gefordert und gefördert. WHFB ist eben nie so gedacht worden und die ritterliche Art, die hier gewünscht wird, rührt aus dem Fluff und dem P&P-Background des Systems. Das Erwartungshaltungen dann schneller divergieren, liegt da eben auf der Hand.


    Aber es ist als mittlerweile hier fast Aussenstehender doch traurig, wie sich Menschen hier gegenseitig die Haare raufen beim Thema Fair Play. Das ist mir auch beim Threat zum Skaven mit Trump aufgefallen. Das mein ich an alle Parteien in der Runde hier. Da hatten wir im Forum auch mal andere Zeiten und es ist nicht nur Schuld des Anderen.

    GW und andere Fantasy/SciFi-Universen spielen mit folgendem Mechanismus:


    Um die Menschheit zu erlösen, muss sie sich einem höheren Wesen (Sigmar oder dem Imperator, dem Kwizach Hadderach oder einem anderen Mahdi/Messias) anvertrauen und hingeben. Dieses Wesen erhört die Menschheit und führt sie aus der (selbstverursachten) Kathastrophe in die goldene Zukunft. Dabei wird der Mensch transformiert und in ein neues und höheres Wesen geformt. Diese Transformation ist extrinsinsch und nicht ohne das Wesen herleitbar. Der Mensch hört dabei aber auch auf, Mensch zu sein. Die Apokalypse ist somit nicht aufgehalten sondern nur aufgeschoben. Eine kultische Kastration, wie bei den Priestern der Cybele als Form der Katharsis? Die Tragik und Trostlosigkeit dieses Gedanken verknüpft sich mit dem Wunsch eigener Stärke und Erlösersehnsucht.


    Wie kommt bei Godzilla die Katharsis zustande?


    Ist denn nicht der Reiz der GW Welten, dass weder das Gute noch das Böse, oder anders gesagt, das Bewahrende und das Zerstörende, Lösungen bieten? "Freiheit ist der Moment zwischen zwei Entscheidungen" (Andersch): diese Freiheit haben die Bewohner von GW Welten nicht. Ihnen wird die Entscheidung von einer der Seiten aufgedrückt und ein Wechsel bringt nur grösseres Verderben.


    Den einzigen Lösungsansatz bilden blinder Gehorsam und Durchhalteparolen (only in death duty ends) und rechtschaffener Zorn aufgrund von selbstherrlicher Moral.


    Mein Hirn ist vom Schnupfen leicht taub. Aber ist wirklich nur der Zorn auf das Andere und die Flucht und Hingabe zum höheren Wesen die Katharsis?

    Ui Ui Ui

    Tolles Thema! Wenn man das WHFB auf Tschnernobyl sehen möchte und für sich so reflektiert. Dafür gibt es ja die grenzenlosen Phantasie-Welten.


    Die 80er waren in der westlichen Welt eher pessimistisch-endzeitlich. Das zeigt sich an verschiedenen Strömungen, die z.B. in Musikvideos verlassene und verfallene Industrie-Komplexe mit urbaner Einsamkeit verbinden.


    Der Topos des Unheils, dass durch falsches oder fehlerhaftes Verhalten gegenüber einer Technik oder einer Apparatur in die Welt kommt, aber auch das Motiv des Gelehrten, dem sein Spiel mit höheren Mächten musslingt, sikd schon wesentlich älter als das 20. Jahrhundert. Für das Erste kann man die Büchse der Pandora nennen oder den Baum der Erkenntnis. Für das Zweite bietet uns Goethe mit dem Zauberlehrling und Faust zwei gute Darstellungen von Magie-erforschenden, die nicht ohne Hilfe von Aussen gerettet werden können.


    Die Hybris der Forschung und deren Fall durch gottähnliche Entitäten hat sich in unser kulturelles Gedächtnis gebrannt.


    Ich vermisse den karthasischen Effekt. Ist es nicht bloss eine Aufarbeitung der realen Ängste vermöge des Transfers in eine phantastische, und damit beherrschbare Welt? Vielleicht ist Katharsis für mich immer auch verbunden mit innerer Reinigung und damit auch des Entfernen immanenter Effekte. Oder siehst du den Stormcast als posthumanen Befreiungsakt, also das sich selbst loslösen von Effekten, die verstärkende Wirkungen auf die zerstörenden Kräfte haben, z.B. sexuelel Lust.

    im Grundregelwerk heisst es für die inspirierende Gegenwart das der unmodifizierte MW des Generals genommen wird. Das wurde aber so erratiert, dass Boni wie zB der Skaven-Gliederbonus oder eben das Banner den MW doch positiv modifizieren dürfen.


    Da der Meisterzüchter als Champion im ersten Glied bereits einen passenden Platz für die Charaktermodelle eröffnet werden diesen dahinter platziert. Wenn es zuviele Charaktermodelle werden und sie hinten aus der Einheit herausragen würden, machen sie allerdings stattdessen wieder eine neue Reihe neben den ROgern oder dem Meisterzüchter auf. Ein Charaktermodell darf dann Make Way machen um den Meisterzüchter zu verdrängen, andere Möglichkeiten (außer zu anderen normalen Züchtern im Falle eines Rückenangriffs etc.) Make Way zu machen gibt es nicht. (Nur gleich gebaste Einheiten dürfen verdrängt werden, und es muss immer mit einem Modell getauscht werden)


    Die Frage bezüglich der Roger und mehrerer Charaktermodelle auf nicht-40x40-Bases tauchte schon einmal auf. Es wäre interessant zu sehen, wie AlandilLenard damals auf diese Lösung gekommen ist.


    RAW wäre ich bei Shurion , RAI bei Alandil. Nach Fluff gespielt würde ich allen Charaktären ausser einem Rogerreitenden Kriegsherren das Anschliessen an eine Roger-Einheit untersagen und Kwietch und alle anderen Züchter hinter den Rogern parkieren. Das entspräche meinem ganz persönlichen Bild von Rogern. Es läuft ja auch keiner bei einer Hundemeute vorne mit. Aber Fluff-Empfinden und Tabletop sind nicht kongruent.

    Nurgle-Prinzen zählen doch als fliegende Monster und dürfen sich diese denn Einheiten anschliessen? Ansonsten ist es z.B. für Chars in Units manchmal schwierig, wenn die Einheit fliehen muss, da z.B. wenn es angeschlossen ist und die Unit ist auf unter 25% das Charaktermodell so lange mit fliehen muss, bis die Doppeleins (Wahnwitziger Mut) eintrifft. Auch können De-Buffs so leichter sowohl die Einheit als auch das angeschlossene Charaktermodell treffen.


    Es gibt noch einige Positionierungstricks, aber da müssten die Profis hier im Forum sich zu melden :O

    das Problem beim Teppich ist aber: das Charaktermodell darf sich keinen Einheiten anschliessen. Und ein Grauer hat selbst mit einem 4+ Retter kaum Chancen, eine Salve oder einen geboosteten Feuerball zu überleben. Mit Retter und Teppich ist sein Punktebudget auch (fast) augebraucht.

    vielen Dank für die tollen Berichte und ausführlichen Texte dazu. Eure Missionen und die Geschichten sind wie immer der Hammer. Die Jagd auf Verres verspricht ja eine Casino-Royale-jetzt-wird-es-persönlich-Hetze durch alle möglichen Welten.


    Ich finds toll, dass Ihr in Eurer Kreativität Euch gegenseitig Flügel/Sprungpacks verleiht :thumbup::thumbup::thumbup:

    Mensch, das ist ja ein krönender Abschluss einer herzöglichen Karriere!!! Ich wollte schon länger schreiben (hier und dort) aber meine Projektarbeiten haben mir alle Schreiblust ausgesaugt.


    Khemri kenne ich kaum, der gute Kahless ist dort besser, sogar bestens bewandert. Was mir ebenfalls aufgefallen ist: die Standarten sind doof. Generell sind in kleinen Units Standarten aufgrund der Regel doof, dass die Bannerträger bei einer Flucht durch Aufreiben automatisch hops gehen. Musiker sind cool, wegen der raschen Neuformierung. Champs mit der einen Extraattacke sind immer eine Überlegung: kostet ein Champ mehr als ein zusätzlicher Krieger? Dann lieber nicht...


    Was Du im einleitenden Text erwähnst, spiegelt sich auch im Text: Deine Vorliebe für Reiterei. Bloss weiss ich nicht, ob Khemri dort den Bretonen das Wasser reichen kann. Mir fehlt etwas zum Blocken oder Umlenker. Aber 1250 sind auch immer eine Einschränkung und es geht ja auch nicht ums unangespitzt in den Boden rammen sondern um ein Gefühl für die andere Seite zu bekommen.


    Von mir bald mehr woanders. Have Fun!!!!

    Oh, Dropzone Commander ist bei uns leider eingeschlafen. Das ist sehr schade, weil das System so genial ist und der Kampf in der riesigen Stadt einfach episch ist. Welche Fraktion darf es denn bei Dir werden? Kennst Du den Widerstand und PHR? Die waren in Deiner Aufzählung nicht dabei. Welche Fraktion darf Dich denn als General gewinnen? Ich bin ein Scourge Fan. Quallenartige Aliens müssen einfach gewinnen.


    Wenn Dir Shadespire Spass gemacht hat: vom Infinity Hersteller gibt es ein ähnliches System namens Aristeia. Das ist auch witzig, aber halt moderner im Setting.


    Das Du ausgerechnet Star Quest ausgegraben hast, ist ein echter Dosenöffner! Damit lockt man müde Papas hinter der Couch hervor :]:]:]:]

    Oh, spannendes Thema!!!!


    Den Weg weg von Warhammer zu einem systemübergreifenden Namen finde ich sehr gut. Das Problem: Warhammer ist für Viele eine Art pars pro toto und damit in sich schon werbewirksam. Tabletop ist ein sehr sperriges Wort.


    Das Wort Treffen finde ich perfekt und sollte so behalten werden. Grund: Treffen ist sowohl militärisch verwendet als auch gesellschaftlich. Die Abgrenzung zum "normalen" Turnier-Event ist auch wichtig, weil ja eben auch ein gesellschaftlicher Rahmen entstehen soll und nicht nur der Akt des Spieles im Zentrum steht. Deinen Vorschlag mit der Zahl ist auch gut.


    das jährliche Friedland-Treffen XI

    Tabletop - TCG - Boardgames


    Ist doch super. Die römische Zahl ist so als Idee, obwohl die arabische auch gut ist.

    Wacken heisst ja auch nicht Metal Treff, sondern der Name ist eine Marke geworden.

    Ich finde ja Lasagne ist eine Krönung der Küche und so versorgt musste der Tag ja toll laufen! Hausgemacht ist am feinsten, aber ab und an könnte ich auch die TK-Version essen... aber die Laune ist beim Einkauf wieder weg, weswegen ich das nie umsetze.


    Nur NK und Bewegung hört sich nach extrem spannenden Spielzügen an. Klein-Krimis sind so auf jeden Fall vorprogrammiert!


    Habt Ihr schon einen Termin für die Revanche?

    Oh, knappe Kiste! Ich finde es gut, dass Du Dich bei den Chaptern auch auf neues Terrain wagst. AM ist ja ne harte Nuss und recht flexibel und vielleitig in der Aufstellung.


    Was würdest Du anders machen beim nächsten Mal?

    Wir haben uns das grosse Set geleistet. Da wir nie das Original gespielt haben, kann ich dazu nix sagen. Mit einem Warlord und je einer Dreiergruppe Ritter sind die Schlachten nicht so aussagekräftig. Was uns auffiel:

    - Der richtige Waffenmix ist wichtig, man benötigt sowohl schildüberlastendes Zeug (viele Würfel) und schweren Kram, der den gegnerischen Titanen dreht oder zurückschubst.

    - so ein Warlord ist fast nicht totzukriegen. Durch sehr viel Würfelglück hat meiner fast keine Beine mehr gehabt, aber nach 7 Spielzügen stand er dennoch. Der gegnerische war viel schlimmer dran, hätte aber locker noch 1 Runde überlebt.

    - Die Ritter mit Melter haben eine witzige Aufgabe: ran wie Blücher. Aber sie sterben echt schnell weg.

    - die Geschütze, die man als Gebäude nutzen kann, sind noch schwierig für uns, da manche erst bei grösseren Spielen Sinn zu machen scheinen.


    Wir wollen auf alle Fälle noch jeder einen Reaver und ein Set Warhounds, damit es mehr Tiefe gibt. Aber es ist ein sehr witziges Spiel und auch wenn "wenig" passiert, ist das Kopfkino riesig.


    Die Regeln sind nicht leicht zugänglich geschrieben, dass muss man leider sagen. Aber nach einer Runde ist man drin.

    Hey, das sind ja wieder super Neuigkeiten, die man von Dir, Arthurius2018 hört! Es freut mich, dass Deine Bretonen so tapfer die Lanzen brechen und teils schon gebrochen haben. Ohne den Seramis-Daumen wärs auch nur halb so schön. Vielleicht solltest Du ein BCM mit Daumen entwickeln?


    Dein Projekt mit dem Jungen finde ich toll. Willst Du da lieber Richtung Fantasy oder doch eher zu 40K tendieren? Was sagt ihm denn mehr zu? Vielleicht könnt ihr gemeinsam bei AoS einsteigen, denn die Regeln dort sind ja eher intuitiv im Vergleich zu seinem Vorgänger?


    Über die Schlacht mit Seitenwechsel musst Du unbedingt schreiben, aber der Dake Khan ebenso!

    Danke wieder für die tollen Berichte!


    Spielhärte und Spielspass sind natürlich so eine Sache: so lange man das Gefühl hat, dass man sich selber und die Liste optimieren kann, um die Chancen zu erhöhen, ist Motivation gegeben. Aber wenn man merkt, dass es nahezu egal ist, was man macht, wird's haarig. AM sind gerade natürlich sehr weit oben in der Hackordnung und für die einfachen SM ist das nicht so einfach. Die Tipps von Der Sigmarpriester sind schon gut, vor allem weil sie nicht auf "schmeiss weg, was Du hast und kauf alles neu" hinauslaufen. Die Trupps in 2x 5 aufzuteilen bringt eine Menge. Welche Ordenstaktik gab es den für die (c)SM? Ravenguard wäre gegen AM vielleicht eine Überlegung wert?


    So lange Ihr Spass habt und Euch in der Listen-Härte entgegenkommt, ist aber eh das Wichtigste gebongt.


    Liebe Grüsse

    Die Bilder sehen auf dem PC deutlich besser aus als auf dem Handy, auf dem ich gewöhnlicherweise schaue.


    Mir persönlich gefällt es, aber für das geisterhafte wären eventuell Kantenakzente und Leuchteffekte (es gibt tolle Leucht-Pigment-Farben) förderlich.


    Gibt es eine schöne Geschichte wie bei der Legion of the Damned? Wenn ja: erzählen :O