Ein Stamm tritt aus dem Schatten!

  • Danke 😇🙂‍↕️

    Mein Anspruch damals war. So viel bemalen wie geht bis das erste Kind da ist. 🤣

    Hat ganz gut geklappt.

    Das ist jedoch Vinylboden 🙂

    Ja die Deckenhöhe..hab extra versucht bisschen zu tricksen damit es etwas angenehmer wird.

    Pass aber auf, mein Junge bringt aktuell mehr Minis ins haus, als ich auch nur ansatzweise abmalen kann :D

    Warhammer 40K Armeen:

    Orcs 4000+, Necrons 4000+,

    ToW

    Chaos Krieger 6500p, Khemrie 3500, Tiermenschen 3000.

  • Großartiger Raum! Bin beeindruckt. :)

    Wann kommt das erste Spiel?

    Ja die Deckenhöhe..hab extra versucht bisschen zu tricksen damit es etwas angenehmer wird.

    Das ist das übliche Kellerproblem... Bei guten Würfelwürfen bleibt dann lieber der Jubelsprung aus, sonst gibts Kopfschmerzen. ;-)

    Mit dem schicken Boden, den hellen bemalten Wänden und er weißen Borde oben, hast du das beste rausgeholt, denke ich. :thumbup:

  • So meine Lieben. Es ist vollbracht. Die 500 Punkte sind fertig. Dazu eine weitere Geschichte von Bjôrns Feldzug gegen das Imperium.



    Bjôrn Wolfsfang – Marsch in den Süden

    Auf seinem Marsch dachte Bjôrn, wenn er das Imperium vernichten wolle, bräuchte es mehr als eine Schar von Männern. Nur eine große Streitmacht, eine Armee aus unzähligen Kriegern, Reitern, Bestien, Monstern und verdrehten Gestalten, wäre dazu in der Lage. Dazu musste er die Stämme unter seinem Banner vereinen, Monster zähmen und mit den Göttern feilschen. Doch dies war kein leichtes Unterfangen. Dutzende Duelle gegen die stärksten Krieger jedes Stammes müsste er dafür bestreiten, damit sie ihm die Treue schworen. Sein Körper würde leiden. Narben ihn schmücken.Doch sein Geist war stark. Sein Wille unbezwingbar.

    Durch den Handel mit den umliegenden Stämmen hatte Bjôrn Bündnisse schließen können und somit auch Verbündete gewonnen. Asvald Donnerhand war so ein Verbündeter. Er war Jarl vom Stamm der Skogskinn. Sie waren Jäger und Pelzhändler. Ihr Dorf lag nordöstlich von Skâlfjôrd. Seit zwei Tagen marschierten sie schon dorthin. Am Mittag des dritten Tages konnte man am Horizont Rauchschwaden erkennen. Ein schlechtes Omen. Bjôrn war besorgt und ließ seine Männer in einen leichten Laufschritt übergehen, um die restliche Distanz zum Dorf schnellstmöglich zu überbrücken. Irgendetwas stimmt hier nicht, dachte Bjôrn.

    Das Tor stand offen. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Der Rauch hing dicht über dem Dorf, begleitet von einem beißenden Geruch. Ohne ein Wort machten sich Wolfsfangs Männer kampfbereit. Behutsam und angespannt betraten sie das Dorf, bereit, sich jedem Übel zu stellen, das für dieses Chaos verantwortlich war. Im Inneren der Holzpalisaden war es still. Beängstigend still. Weiterhin war niemand zu sehen. Die Gassen waren leer. Die Türen der Hütten standen offen. Der Geruch wurde beißender. Der Rauch, der über dem Dorf hing, hatte seinen Ursprung im Zentrum. Bjôrn kannte das Dorf gut und kannte den Weg dorthin. Vorsichtig gingen sie die Gassen entlang, weiter Richtung Zentrum. Bereit zum Kampf.

    Leise Stimmen waren zu vernehmen, bevor sie die letzte Abbiegung erreichten. Der Wind trug sie über die Dächer. Dunkle Stimmen, die eine dunkle Zeremonie aus den Schatten webten. Stöhnen und vereinzelte Schreie waren ebenfalls zu hören. Ein magisches Knistern lag in der Luft. Bjôrn trat um die Ecke. Vor ihm lag der Dorfplatz von Skogskinn. Was er dort sah, erschütterte ihn.

    Mitten auf dem Dorfplatz stand ein Hüne, gehüllt in eine blutrote, mit Gold verzierte Plattenrüstung. Sein Helm hatte die Form einer Rune. Eine Rune, die Bjôrn bekannt vorkam. Sie war oft in seinen Träumen zu sehen. Fast unmerklich. Sie war ihm nie aufgefallen. Doch sie musste einen größeren Sinn haben! In der Hand hielt er einen gewaltigen Zweihänder, dessen Klinge in smaragdrotem Licht glühte. Er überragte alle auf dem Dorfplatz. Auch eine Gestalt, die ihm gegenüberstand, etwa sechs Fuß entfernt. Sie war verhüllt in einen abgeranzten schwarzbraunen Mantel. Das Gesicht war unter einer tiefen Kapuze verborgen. Die Hände, die aus den Ärmeln hervorstachen, erzählten vom Alter. Lange, gelbe Fingernägel krümmten sich über aschfahler Haut. Die magische Essenz von Dhar flimmerte um seine Gestalt. Vor ihm kauerte eine Dorfbewohnerin, fest gepackt von zwei Männern, die hinter ihr standen. Kraftlos war sie dem Hexer ausgeliefert. Er packte ihren Kopf mit seiner linken Hand. Seine rechte legte er auf ihren Mund. Mit leiser Stimme murmelte er kaum verständliche Worte. Seine Handfläche pulsierte purpurn.

    Ein Moment des Wohlwollens kam bei diesem Anblick in Bjôrn auf. Der Aufschrei der Frau katapultierte ihn aus seinen Gedanken. Er musste mit ansehen, wie ihre Lebensessenz aus ihrem Mund entwich. Die glühende Hand des Hexers sog ihr regelrecht das Leben aus dem Körper. Als es so schien, dass ihr Körper nur noch eine leere Hülle war, ließ er ihren Kopf los. Dieser sackte sofort nach unten und hing erschlafft herab. Der Atem der Dorfbewohnerin war flach. Der Hexer zog einen geschwungenen Zeremoniendolch aus schwarzem Obsidian. Sein Heft schimmerte in abgewetztem Gold. Mit einer schnellen, aber kraftvollen Bewegung enthauptete er die Frau. Das abgetrennte Haupt schlug dumpf auf den staubigen Boden. Der Hexer bückte sich, packte den Kopf mit beiden Händen und legte ihn hinter sich auf einen Haufen aus abgetrennten Köpfen. Ein Mann im Hintergrund zerrte bereits einen weiteren Dorfbewohner vor den Hexer.

    Bjôrn kochte vor Wut. „Es reicht!“, brüllte er.

    Der Pulk auf dem Dorfplatz drehte sich zu ihnen um. Eine Stimme ertönte. Sie gehörte dem rot gepanzerten Krieger. Dumpf drang sie unter dem Helm hervor. „Welcher Narr wagt es, das Ritual zu unterbrechen? Wisst ihr nicht, wer ich bin?“ Der Hexer trat vor seinen Meister. Unter der Kapuze glühten zwei purpurne Punkte. Er sprach mit brüchiger Stimme: „Ihr Gesindel. Wie könnt ihr es wagen? Wisst ihr nicht, wer hier vor euch steht? Ich bin Málakar, das dunkle Omen, und das ist mein Herr – der große Vârgrim Schädelspalter, Auserwählter des Blutvaters Khorne. Für eure Verfrorenheit werdet ihr nun ebenfalls dem Schädelthron beiwohnen.“ Seine Worte wurden leiser und gingen in ein Gemurmel über. Seine Hände begannen erneut zu pulsieren. Unter seiner Kapuze zuckten Blitze hervor.

    Bjôrn erkannte, dass er unverzüglich handeln musste. Er rannte los. Seine Männer folgten ihm. Doch sie waren noch dreihundertdreißig Fuß oder mehr vom Dorfplatz entfernt. Die Luft begann zu knistern. Aus dem anfänglichen Pulsieren wurde ein wirbelnder Trichter. Blitze zuckten aus dem purpurnen Strudel. Die Beschwörung stand kurz vor ihrer Vollendung.

    Die Krieger der Ûlfskaal waren jetzt noch gute hundert Fuß entfernt. Bjôrn wusste, es war zu spät. Sie würden es nicht mehr rechtzeitig schaffen. Trauer und Enttäuschung durchfuhren ihn. Sie liefen direkt in ihren Tod. Und er wusste, sein Stamm war verloren. Ausgelöscht. Bald vergessen. Die Trauer verflog. Hass trat an ihre Stelle.

    Der Hexer lachte heiser und hob die Arme zum Himmel.

    Bjôrn blieb stehen und schloss die Augen.

    Er erwartete den Tod.

    In diesem Moment blitzte der Himmel auf. Schlagartig hatte er sich verdunkelt, in ein tiefes Rot getaucht. Ein gleißendes Licht brach durch die Wolken. Ein Meteor folgte. Augenblicke später schlug er auf dem Dorfplatz ein.

    Die Druckwelle wirbelte Sand auf. Alles verschwand in einer Staubwolke. Bjôrn und seine Männer wurden umgeworfen und begraben. Es dauerte, bis sich der Staub legte. Husten durchbrach die Stille. Bjôrn und seine Krieger erhoben sich aus dem Sand, klopften sich den Staub von der Kleidung und öffneten langsam die Augen.

    Der Dorfplatz war verwüstet.

    Dort, wo Vârgrim Schädelspalter und seine Schergen gestanden hatten, waberten rote Nebelschwaden. Ein Stöhnen durchbrach die Stille. Metall schabte über Stein. Zwei große Silhouetten bewegten sich im Nebel.

    Langsam lichtete er sich.

    Zum Vorschein kamen zwei ogergroße Fleischmassen auf Beinen. Arme, Stacheln und Tentakel ragten aus ihren Körpern. Eine Kreatur trug den Helm von Vârgrim Schädelspalter. Sein Zweihänder ragte aus einem Arm. Weitere Klingen wuchsen aus ihrem Fleisch. Tentakel peitschten über den Boden.

    Das zweite Wesen trug drei miteinander verschmolzene Köpfe. Mutierte Arme hingen an seinen Seiten herab. Es schüttelte die letzten Fetzen des Mantels vom Hexer ab. Sie machten keine Anstalten die Krieger zu attackieren.

    Vârgrim Schädelspalter stand in der Gunst des Blutvaters Khornes.

    Doch der Blutwolf hatte offenbar mehr in Bjôrn gesehen, als dieser je geahnt hatte. Sein Gott hatte ihn vor der Vernichtung durch Málakar bewahrt.

    Bjôrn dachte an den Runenhelm... Dann riss ihn eine Stimme aus seinen Gedanken. Valdyr der Enthaupter, Champion der Nârber-slátr, stand neben ihm und meinte, es wäre besser das Dorf zu verlassen.

    Bjôrn nickte.

    Die Ûlfskaal verließen das Dorf durch das Osttor. Nachdenklich und missmutig marschierte Bjôrn vorneweg. Nach kurzer Zeit bemerkten sie, dass die beiden Chaosbruten ihnen folgten.

    Ob sie für ihn kämpfen würden, dachte Bjôrn…?


    Bjôrn Wolfsfang (Stammeshäuptling)


    Die Nârber-slátr“ - „Schlächter der Nârber“ (Stammesberserker)



    Die "Úlfhéðnar" Wolfskrieger (Stammesberserker)



    Vârgrim Schädelspalter (Khorne Brut)

    Málakar, das dunkle Omen (Slaanesh Brut)



    Stamm der Ûlfskaal


  • Das erste Spiel nach Beendigung unseres 500 Punkte Malprojektes. Imperium vs. Barbaren


    Armeelisten am Ende


    **Der erste Vorgeschmack**


    Die Kriegerschar, die Bjôrn um sich versammelt hatte, erreichte Thursen-Skar. Ein düsterer Ort. Der Einfluss der Ruinösen Vier war hier allgegenwärtig. Auf einer kleinen Lichtung standen die Überreste eines von Menschenhand erbauten arkanen Spires, der so alt war, dass sein Name längst vergessen war. Nun bekannt unter Yggdras-Stumpf. Laut der Saga soll der große Krieger Yggdras Rothaar von den Südländern dort gefangen gehalten worden sein. Er verehrte den magieaffinen Gott Tchar. Rothaar beherrschte die Winde der Magie mit tödlicher Präzision, wodurch er eine immer größere Bedrohung für das Imperium wurde. Aus diesem Grunde entsandte der amtierende Imperator eine Inquisition, um Rothaar zu läutern. Er sollte in diesem Turm sein Ende finden. Was sie jedoch nicht ahnten: Er war der Auserwählte des Tchar. Und so kam die Nacht des Unheils. Morrslieb hing hoch oben am wolkenlosen Himmel. Die Hexenjäger bemerkten, dass etwas nicht stimmte. Purpurne Nebelschwaden krochen aus den umliegenden Wäldern und umschlangen den Turm. Dieser pulsierte nun in grellem Blau. Ein Beben erschütterte den Turm. Selbst die stärksten magischen Siegel der Kleriker des Sigmarordens konnten das, was nun passierte, nicht verhindern. Yggdras’ Körper zitterte in einem Todesrhythmus. Seine Ketten an Händen, Füßen und am Hals zersprangen. Sie fielen klirrend zu Boden. Er brüllte vor Schmerz auf. Er litt Qualen. Sein Körper mutierte und wuchs in rasender Geschwindigkeit. Am Ende war er zu klein für sein Gefängnis. Zwei gewaltige Flügel ragten nun aus seinem federbedeckten Rücken. Sein Hals war nun mehrere Fuß lang. Seine klauenartigen Füße warfen Schatten über den Boden. Mit einem Ruck seiner Flügel explodierte der Turm förmlich in alle Richtungen. Yggdras war nun in den Stand eines Dämonenprinzen erhoben worden. Er verschwand in die Nacht. Seine Peiniger lagen mit verdrehten Hälsen am Boden. Der Turm war zerstört. Der Boden verdreht von dunkler Magie. So endet die Saga.

    Die Ûlfskaal bestiegen eine kleine Anhöhe, welche von der arkanen Ruine überragt wurde. Von oben überblickte Wolfsfang das Gebiet. Argwöhnisch betrachtete er einen Soldatenfriedhof. Er wirkte gepflegt und nicht verlassen. In der angrenzenden Kapelle schien Kerzenlicht durch die Fenster. Leise Trommeln erklangen am Horizont. Sie erklangen im militärischen Takt und kamen näher. Eine ostermarker Patrouille bezog Stellung zwischen den Wäldern und Yggdras-Stumpf. Im Zentrum luden sechzehn Schützen ihre Musketen. Ein bäuerlicher Haufen aus dreizehn Milizionären verschwand hinter dem Turm. Am Waldsaum standen vierundzwanzig Hellebardiere in Reih und Glied. Ein brauner Wallach in voller Panzerplatte erhob sich auf seine beiden Hinterbeine. Auf ihm saß der ostermarker Hauptmann Theo von Grünwald. Bjôrns Körper erbebte, als er diesen imperialen Abschaum erblickte. Und seinen Kriegern erging es ebenso. Er brüllte seinen fünf Wolfskriegern unter Führung Javin Kopfjäger zu: „Begebt euch in die Wälder, umlauft diese Hurenböcke und fallt ihnen in den Rücken. Ich will sie alle tot sehen.“ Er schäumte vor Wut. In diesem Moment rief einer seiner Krieger: „Schaut, mein Herr! Die zwei Chaosbruten stürmen voran!“ Bjôrn drängte sich in die erste Reihe seiner neunzehn Mann starken Berserker. „Für den Blutwolf!!“, ertönte Bjôrn Wolfsfangs Stimmt, dann ging er in einen Laufschritt über. Seine Krieger folgten ihm lautstark.

    Die Musketen donnerten unermüdlich. Im Kugelhagel rückten die Schlächter der Nârber vor. Ihnen voraus torkelte die verdrehte Gestalt von Vârgrim Schädelspalter. Ein tätowierter Stammeskrieger ging japsend zu Boden, nachdem ihn eine Musketenkugel das Gesicht zerfetzte.

    Im Augenwinkel sah Bjôrn, wie die Chaosbrut, die einst der Hexer Málakar, das dunkle Omen gewesen war, auf die Ruine zusteuerte. Verärgert darüber schüttelte er nur den Kopf. Augenblicke später schwenkten die ostermarker Milizionäre um die rechte Seite des Turms. Sie ließen ebenfalls keine Zeit verstreichen und eröffneten das Feuer auf die heranstürmende Bestie. Ihre Geschosse schlugen ohne jeglichen Erfolg in ihren Körper. Folglich prallte die entstellte Hülle Málakars in den Haufen aus Bauern und Bürgern. Dem ersten Milizionär, den sie zu fassen bekam, riss sie beide Beine aus. Ein weiterer wurde unter ihr zerdrückt. Der Kampf wogte hin und her. Weitere Milizionäre fielen unter ihrer ungebändigten Wut. Hin und wieder gelang es den Kämpfern, die Brut zurückzuschieben, nur damit sie einen Augenblick später wieder in ihre Reihen krachte. Nun zeichneten auch kritische Verletzungen den Leib der Kreatur.

    Achtsam durchquerten die Wolfskrieger den dichten Wald, um die ostermarker Patrouille zu umlaufen. Hinter jedem Busch oder auf jedem Baum könnten Späher der Südländer warten. Doch dem war nicht so. Sie traten hinter den Hellebardieren aus dem Wald. Ihr Ziel, die Musketenschützen im Zentrum der feindlichen Linie, die pausenlos ihre Waffenbrüder beschossen nahmen. Im Vorbeilaufen warfen sie Wurfäxte auf die ungeschützten Rücken der Hellebardiere. Doch bei ihrem hohen Tempo verfehlten alle Äxte ihr Ziel. Daraufhin ertönte ein Horn. Entschlossen, der Bedrohung in ihrem Rücken Paroli zu bieten, wendeten die Hellebardiere, jedoch waren sie nicht schnell genug dabei. Auch Theo von Grünwald hörte den Hornstoß, blickte in ihre Richtung und erkannte sofort, was diese Wilden vorhatten. Er gab seinem Tier die Sporen. Die Wolfskrieger und der Hauptmann trafen hinter den Reihen der Schützen aufeinander. Unter der Wucht des schwer gepanzerten Schlachtrosses wurden Wolfskrieger zurückgestoßen, wobei Javin Kopfjäger angeschlagen zu Boden fiel. Die eisenbeschlagenen Hufe des Wallachs taten ihr Übriges und quetschten das Leben aus Javin. Dies ließ die restlichen Wolfskrieger in Raserei verfallen. Sie warfen sich unerbittlich in den Kampf. Ihre Flegel droschen auf den Hauptmann ein. Ein Hieb traf dessen Brust, wodurch er aus dem Sattel gestoßen wurde. Benommen prallte er hart auf den Boden. Ohne dass er wusste, wie ihm geschah, flog eine mit Eisendornen bestückte Kugel heran und zerschmetterte seinen Helm und der darunterliegenden Kopf platzte. Theo von Grünwald wurde für seine Leichtfertigkeit mit dem Tode bestraft. Sein Pferd machte kehrt und versuchte dem Blutbad zu entkommen. In völligem Blutrausch stürmten die Wolfskrieger dem armen Gaul hinterher. Dieser schaffte es noch einige Fuß weit, dann brach er zusammen. Es wiehrte vor Erschöpfung, bevor es in einem Hagel aus Schlägen zerschmettert wurde.


    Zur selben Zeit erreichte die Khornebrut die Schützenreihe. Zwei der tapferen Schützen fielen unter ihrer enormen Wucht. Letztendlich musste sich die Kreatur aufgrund der schieren Masse der Schützen etwas zurückfallen lassen.

    Die Hellebardiere positionierten sich erneut um. Ihre Hellebarden, nun wieder auf die heranstürmenden Barbaren ausgerichtet, glänzten in der Sonne. Markus Schönebom, der unerfahrene Feldwebel der Hellebardiere, wurde nervös. Er kannte Schlachten nur aus Geschichten und seine Erfahrung hatte er bislang nur auf dem Exerzierplatz in Bechafen gesammelt. Im Angesicht der näherkommenden Gefahr befahl er selbst einen Angriff. Der zweite Fehler am heutigen Tag. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Die Musketiere ergriffen die Flucht, als ihrem Befehlshaber Josef Steiner klar wurde, dass sie in der Falle saßen. Im Rücken die Wolfskrieger, in der Front die Khornebrut. Warum sie zwischen den beiden Linien der Berserker und den Hellebardieren hindurchliefen, weiß nur Sigmar selbst.

    Zweifel kam bei den Milizionären auf, als sich die Kunde verbreitete: Hauptmann gefallen, Zentrum der Schlachtordnung stehe kurz vor dem Zusammenbruch. Und das, während sie einer Kreatur gegenüberstanden, die unsterblich wirkte. Für einige war es zu viel, sie ließen die Waffen fallen und flohen. Auch der Rest geriet in Panik und schloss sich der Flucht an, die Kampfordnung zerfiel in Sekunden.

    Staatstruppen und Berserker prallten aufeinander. Ein wildes Handgemenge brach aus, das jedoch nur kurz andauerte. Bjôrn tauchte unter einen Hieb auf Kopfhöhe hindurch, machte kehrt und trennte dem überrumpelten Gefreiten mit einem kraftvollen Aufwärtshieb beide Unterarme ab. Mit schmerzerfülltem Gesicht sank er zu Boden. Zwei Hellebarden durchbrachen die Verteidigung der Barbaren und trafen auf menschliches Fleisch. Fünf weitere Staatstruppen wurden von eisernen Kugeln der Kriegsflegel niedergestreckt. Markus Schöneboms Männer verloren mehr und mehr an Boden. Seine Entscheidung, das wusste er jetzt, würde ihr aller Ende sein. Angesichts der großen Verluste durch diese fanatischen Krieger brach Panik in den Reihen der Hellebardiere aus. Sie versuchten zu entkommen. Zwecklos – die in Blutrausch verfallenen Stammeskrieger erschlugen jeden von ihnen auf ihrer Flucht.

    Der Kampf war vorbei.

    Bjôrn wies seine Männer an, jeden gefallenen Soldaten zu enthaupten. Ein Opfer, Schädel für den Blutwolf. Am Abend zogen sie weiter. Ihm war dieser Ort nicht geheuer. Hier wollte er nicht übernachten. Sie hinterließen eine blutgetränkte Lichtung.


    Imperium

    ===

    Ostermarker Patrouille [497 Pkte.]

    Warhammer: The Old World, Imperium der Menschen, Open War

    ===

    ++ Charaktere [89 Pkte.] ++

    Hauptmann des Imperiums [89 Pkte.]

    - Handwaffe

    - Plattenrüstung

    - Schild

    - General

    - Schlachtross mit Rossharnisch

    - Schwert der Macht

    ++ Kerneinheiten [408 Pkte.] ++

    24 Staatstruppen [159 Pkte.]

    - Handwaffen

    - Hellebarden

    - Leichte Rüstung

    - Feldwaibel (Champion)

    - Standartenträger

    - Musiker

    16 Staatstruppen-Schützen [164 Pkte.]

    - Handwaffen

    - Musketen

    - Leichte Rüstung

    - Feldwaibel (Champion) [Repeater handgun]

    - Standartenträger

    - Musiker

    13 Freischärler [85 Pkte.]

    - Zusätzliche Handwaffen

    - Wurfwaffen (gemischte Waffen)

    - Feldwaibel der Miliz (Champion)

    ---

    Erstellt mit "Old World Builder"

    [https://old-world-builder.com]

    Ûlfskaal

    ===

    Stamm der Ûlfskaal [500 Pkte.]

    Warhammer: The Old World, Krieger des Chaos, Wolves of the Sea, Open War

    ===

    ++ Charaktere [130 Pkte.] ++

    Bjôrn Wolfsfang (Stammeshäuptling) [130 Pkte.]

    - Handwaffe

    - Flegel

    - Leichte Rüstung

    - Schild

    - Mal des Chaos [Mark of Khorne]

    - General

    - Zu Fuß

    - Dämonenplattenpanzer

    ++ Kerneinheiten [264 Pkte.] ++

    19 Nârber-slátr“ - „Schlächter der Nârber“ (Stammesberserker) [191 Pkte.]

    - Handwaffen

    - Flegel

    - Leichte Rüstung

    - Kopfjäger (Champion)

    - Standartenträger

    - Musiker

    5 "Úlfhéðnar" Wolfskrieger (Stammesberserker) [73 Pkte.]

    - Handwaffen

    - Flegel

    - Leichte Rüstung

    - Wurfäxte

    - Überfall

    - Kopfjäger (Champion)

    - Unnatural Fortitude

    ++ Eliteeinheiten [106 Pkte.] ++

    1 Vârgrim Schädelspalter (Khorne Brut) [53 Pkte.]

    - Flailing appendages (Hand weapons)

    - Scaly skin (Heavy armour)

    - Spawn of Khorne

    1 Málakar, das dunkle Omen (Slaanesh Brut) [53 Pkte.]

    - Flailing appendages (Hand weapons)

    - Scaly skin (Heavy armour)

    - Spawn of Slaanesh

    ---

    Erstellt mit "Old World Builder"

    [https://old-world-builder.com]


    Leider haben wir nicht mehr Bilder gemacht.


  • Es geht weiter meine Freunde. Es hat etwas gedauert.

    Das Banner

    Der Geruch von Eisen lag in der Luft. Man konnte ihn förmlich schmecken. Hier wurde viel Blut vergossen. Die ersten Aasfresser segelten zur Erde und ließen sich auf ihrem Mahl nieder. Vereinzelte Schreie hallten hier und dort über das Feld. Männern wurden die Augen ausgehackt, während sie mit dem Tod rangen. Ihre Henker traten in Gestalt von Geiern, Krähen und Raben über sie.
    Erst jetzt zeigte sich das ganze Ausmaß der letzten Stunden.

    Der Weg der Ûlfskaal führte über die Schwarze Lichtung von Ghark. Fichten und Kiefern ragten über den Horizont der Lichtung hinaus. Das Gras wuchs hier in einem fast schwarzen Grün. Fast mittig auf der Lichtung wurden die Ûlfskaal von einem ihnen unbekannten Stamm überfallen. Horden von Kriegern, eingehüllt in schwere Tierfelle, drangen aus zwei Richtungen aus den umliegenden Wäldern hervor. Angeführt wurden sie von einem Krieger in schwarzer Vollrüstung. An einer Leine führte er eine wilde Bestie mit sich. Sie wirkte, als wäre sie Hund und Dämon zugleich.

    Ein weiterer schwer gepanzerter Krieger trug das Banner des Stammes. Seine Rüstung schimmerte rot und golden. Auf dem Banner prangte ein roter Seedrache auf schwarzem Grund.
    Ein wildes Handgemenge entfachte. Durch die Wucht des Aufpralls und die schiere Masse der Angreifer verloren die Ûlfskaal immer weiter an Boden. Gegen die mächtigen Hiebe der beiden schwer gepanzerten Krieger half selbst der übernatürliche Widerstand der Nordmänner nicht. Dutzende Ûlfskaal-Krieger wurden erschlagen. Bjôrn und „Skâlfang“ – Fellreißer vergossen ihrerseits reichlich Blut der Fremden.

    Die Situation wäre aussichtslos gewesen …

    Da bebte der Boden. Kiefern begannen wie wild hin und her zu schwanken. Vogelscharen stoben kreischend in den Himmel. Mit einem brachialen Grölen stürmte ein gigantisches Geschöpf aus dem Wald. Weit über zwanzig Fuß hoch und mit einer keulenartigen Hellebarde bewaffnet, walzte der Riese durch die feindlichen Reihen. Zum Schutz seiner Arme trug er die Schilde jener Feinde, die er zerschmettert hatte. Sein verbeulter Spangenhelm saß tief im Gesicht. Mit geübten Bewegungen packte er während seines Sturmlaufs immer wieder nach seinen Feinden. Manchen biss er ganze Glieder ab, andere stopfte er kreischend in den Leinensack, der an seinem Hintern baumelte.

    Mit dem Riesen im Rücken begann die Moral der fremden Krieger zu brechen. Der Anführer in schwarzer Panzerplatte trieb seine Kämpfer an und nahm ihnen die Furcht. Er stellte sich dem Riesen entgegen. Mit hocherhobenem Schwert schritt er voran. Für einen Moment stockten die Kämpfe um ihn herum. Alle Augen waren auf das ungleiche Duell gerichtet. Der Riese stürmte ihm entgegen. Er senkte seine Waffe, holte aus und ließ die Obsidianspitze vorschnellen. Mit einem dumpfen Knall von Obsidian auf Eisen barst die dunkle Rüstung des Anführers. Er wurde förmlich durch die übergroße Obsidianklinge in zwei geteilt. So schnell, wie das Duell begonnen hatte, genauso schnell war es auch wieder beendet. Die Panik machte sich unter den fremden Kriegern breit. Sie rannten um ihr Leben. Bjôrn erkannte diese Chance und brüllte zum Angriff.

    Die Ûlfskaal befreiten sich aus der Umklammerung. Viele der Angreifer schafften es nicht, den in Raserei verfallenen Berserkern zu entkommen. Die Schlacht wendete sich.

    Nur eine Handvoll Krieger blieb, Veteranen vergangener Schlachten. Unbeugsam sammelten sie sich um das rote Drachenbanner. Bjôrn und seine Männer umstellten sie. Trotz der aussichtslosen Situation machten sie keine Anstalten, sich zu ergeben. Immer wieder warfen sich die Veteranen gegen die Wand aus Fleisch und Eisen, bis nur noch der rot gerüstete Krieger mit der Standarte in der Hand stand. Ûlfskaal-Krieger nach dem anderen wurde von seiner Rage gepackt, löste sich aus der Reihe und attackierte den rot gerüsteten Krieger. Jeder einzelne fand sein Ende durch den Flegel des Armeestandartenträgers. Trotz zahlreicher Treffer kämpfte er unbeirrt. Bjôrn beobachtete das Schauspiel. Er war beeindruckt von dieser Entschlossenheit und davon, mit welcher tödlichen Präzision er den Flegel führte. Er hob die Hand. Keiner rührte sich mehr.

    Dann sprach er mit bestimmter Stimme: „Wer seid ihr?“
    Keuchend und außer Atem antwortete er: „Mein Name ist Thorgar Rotfaust. Bannerträger der Roten Seedrachen!“
    „Ich bin Bjôrn Wolfsfang. Häuptling der Ûlfskaal und Auserwählter des Blutwolfes. Ihr habt mich beeindruckt. Jemand wie ihr, dem das Töten in die Wiege gelegt wurde, sollte mit uns ziehen. Euer Stamm war schwach. Euer Anführer töricht. Folgt mir. Schwört mir eure Treue. Tragt mein Banner mit derselben Hingabe, mit der ihr das der Roten Seedrachen geführt habt!“, sprach Bjôrn euphorisch.
    Thorgar Rotfaust schwieg. Er ließ die Standarte in den Dreck fallen, sank auf ein Knie und setzte den Helm ab.
    „Ich erkenne den blutigen Segen Khornes in eurer Existenz. Ihr seid für Großes bestimmt. So schwöre ich, Thorgar Rotfaust, euch meine Treue. Auf dass mich Khornes Dämonen heimsuchen, wenn ich in Missgunst falle!“, schwor Thorgar Rotfaust und legte seinen Kriegsflegel zu Bjôrns Füßen. Dieser half Thorgar auf die Beine. Beide besiegelten den Schwur mit Blut. Zwei Krieger drängten sich mit einer Truhe zu den beiden durch. Hart prallte sie auf den Boden. Nur mühsam ließ sich das uralte Behältnis öffnen. Bjôrn griff in das Innere der Truhe. Als er sich zu Thorgar wandte, hielt er das Stammesbanner in den Händen. Er reichte es ihm mit den Worten: „Blut für den Blutwolf!“ und seine Krieger grölten seine Worte im Einklang.

    Gezeichnet, aber siegreich verließen sie die Schwarze Lichtung von Ghark. Vorneweg ging Thorgar Rotfaust mit erhobenem Stammesbanner. Aus menschlicher Haut gefertigt, trug das Banner einen goldenen Chaosstern. In seinem Herzen brannte das Zeichen des Blutwolfes. Hraggoth der Rastlose stampfte missmutig hinterher.


    Thorgar Rotfaust


  • Hraggoth der Rastlose

    Hraggoth der Rastlose würde man eher zu den gewitzteren seiner Art zählen. Ein Riese, der schon auf unzähligen Schlachtfeldern der Alten Welt stand. Seine Haut, vom Alter längst ledrig geworden, war übersät von Tattoos, die seine Geschichte erzählten. Er durchstreifte Norsca, immer gewillt, sich einer weiteren Schlacht anzuschließen. Seinen größten Groll hegte er gegen die Südländer. Als Mahnmal ihrer Niederlagen trug er ihre Schilde und Rüstungen an seinen Armen. Sein Gesicht lag verborgen hinter einem Nordmannhelm, gefertigt von einem Stamm, den er einst vor dem Untergang bewahrt hatte.

    Bjôrn kannte Hraggoth von früher, als er selbst noch ein junger Bursche war. Hraggoth hatte den Ûlfskaal schon öfter zur Seite gestanden. Viele Jahre waren seitdem ins Land gegangen, ohne dass man etwas von dem alten Riesen gehört oder gesehen hatte.

    Die Nachricht von der Vernichtung des Dorfes der Ûlfskaal durch die Südländer erreichte Hraggoth den Rastlosen. Außer sich vor Wut schwor er ewige Rache an den Menschen aus dem Süden. Er machte sich auf die Suche nach Bjôrn, da er gehört hatte, dass dieser das Massaker überlebt habe und nun in den Süden marschiere, um Rache zu nehmen.

    Nach der Schlacht bei Yggdras-Stumpf traf er auf die Streitmacht der Ûlfskaal. Wolfsfang war erfreut, nun solch massive Verstärkung in seinen Reihen zu haben.