[AoS] Der Hintergrund wird zunehmend dichter

  • Was mich an dem neuen Hintergund stört, ist die Tatsache, dass er in bezug auf die Einzelnen Fraktionen in meinen Augen so unendlich blass bleibt. Ich habe den Battletome der Fyreslayers hier und habe beim Lesen feststellen müssen, dass zu beginn mal kurz angerissen wird, wo sie überhaupt herkommen und was sie erreichen wollen, dann nix mehr. Ok schon noch etwas, wie die Beschreibung der einzelnen Einheiten, ist man ja von GW so gewohnt, aber der rest macht auf mich den Eindruck von: "Ey, ich hab mir einen coolen Namen ausgedacht, können wir den irgendwo einbauen?" "Klar, mach einfach schnell einen Dreizeiler draus und wir packen ihn ins Buch."
    Wenn ich mir den "Zeitstrahl" ansehe, stehen da so Sachen, wie "Die Sieben Kristallstädte verweigern der Hermdar-Loge die Bezahlung und werden daraufhin Zerstört" "Der Dämonenprinz Za´tarlac führt die Ulgrim-Loge ind die Irre" Jetzt stellt sich mir als Leser die Frage, wer sind die Namen und warum ist es für die Geschichte und entwicklung dieses Volkes wichtig, sie zu erwähnen? diese Namen tauchen nirgendwo sonst wieder auf (Außer Hermdar, aber die auch nur als Farbschema). Auch die großen Schlachten, die als Einleitung für die Battleplans liegen, sind völlig losgelöst von irgendwelchen größeren Zusammenhängen. Ich weiß nicht genau, wie es in den anderen Battletomes aussieht, aber die, die ich schon einmal in der Hand hatte, machten auf mich beim kurzen Drüberschauen einen sehr ähnlichen Eindruck. Rein subjektiv hab ich das Gefühl, dass in alten Warhämmer die Geschichte und die Geschicke der einzelnen Fraktionen deutlich sträker ineinander verzahnt waren. Ja, diese (alte) Erzählweise geht stark auf Kosten der individuellen Kreativität. Allerding bietet sie auch deutlich mehr Inspiration. Und dass man eine Umfangreiche und verzahnte Hintergrundgeschichte schreiben kann und trotzdem viel Freiraum für Kreativität lassen kann, zeigt doch Warhammer 40.000. Dafür haben wir doch diese unendlich großen Reiche, oder etwa nicht? Man kann eine gute Geschichte und glaubwürdige Welt erschaffen und trotzdem kann sich jeder was eigenes Ausdenken, ohne sich dabei Gedanken darüber machen zu müssen, ob sich das mit dem Hintergrund widerspricht.

    Gaaaanz wichtig:


    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.

  • Ich weiß nicht genau, wie es in den anderen Battletomes aussieht, aber die, die ich schon einmal in der Hand hatte, machten auf mich beim kurzen Drüberschauen einen sehr ähnlichen Eindruck. Rein subjektiv hab ich das Gefühl, dass in alten Warhämmer die Geschichte und die Geschicke der einzelnen Fraktionen deutlich sträker ineinander verzahnt waren.

    Ja. Es bessert sich (im Batteltome Nurgle wird zb. bezug genommen auf ein AoS Roman und eine Figur darin). Aber ja ich gebe dir Recht. Ich denke aber das ist extra, um wie du sagst lineare Zeitstränge nicht entstehen zu lassen sondern jedes Reich jeden Bereich eher als isolierte Blasen nebeneinander exestieren zu lassen.


    Was dann nämlich passiert sieht man bei 40k und den (sry für mich dämlich) Einbauen neuer Einheiten/Waffengattungen etc. Wo dann Sachen auftauvhen aus der Versenkung (auch die Geschichte der Primaris finde ich "nicht gut" um es nett zu sagen)


    Mit Freiheiten hat man halt.... Freiheiten.

  • Dake Khan schrieb:

    Wenn ich mir den "Zeitstrahl" ansehe, stehen da so Sachen, wie "Die Sieben Kristallstädte verweigern der Hermdar-Loge die Bezahlung und werden daraufhin Zerstört" "Der Dämonenprinz Za´tarlac führt die Ulgrim-Loge ind die Irre" Jetzt stellt sich mir als Leser die Frage, wer sind die Namen und warum ist es für die Geschichte und entwicklung dieses Volkes wichtig, sie zu erwähnen?

    Ich habe mir die gleiche Frage über den Zeitstrahl auch bei den alten Armeebüchern gestellt. Klar, es gab immer wieder lustige Erzählungen, wie über den Chaosgeneral, der den ungeliebten Adeligen einer Stadt erschlägt, dabei von den Bewohnerinnen derselbigen angefeuert wird und danach so "gebauchpinselt" ist, die Stadt in Ruhe lässt und abzieht. Aber große Überschneidungen habe ich auch vermisst, obwohl es ein paar gab.
    Ich werde mir mal mein Battletome (Stormis) angucken, wie es mit dem Hintrgrund da aussieht.

    Ich spiele:


    Warhammer Fantasy 5., 6. und 7. Edition


    Kings of War 2. Edition


    und


    Infinity

  • das Serphon Buch ist mMn das schlimmste. Dort steht praktisch gar nichts an festen Hintergrund drin und die paar sinnvollen Sätze, die es gibt widersprechen sich. Außerdem ist jeder zweiter Satz: die Seraphon/Seraphon-Einheit hassen Chaos wirklich sehr sehr doll.

  • Aber da muss man GW die Zeit einräumen. Bei der Welt, die nicht mehr ist, gab es auch diese Events, die auf der Zeitlinie fixiert waren und erst nach und nach deutlicher ausgearbeitet wurden.


    ZB dachte man jahrelang, dass die Erdbeben, die das Zwergenreich letztlich in die Knie zwang, einfach so kamen, bis das Armeebuch Skaven den Grund nannte.

  • Niemand hat das Zwergenreich in die Knie gezwungen, die Erdbeben wurden durch ein missglücktes zwergisches Waffenexperiment ausgelöst.
    Mithin verstehe ich dieses kunfuse Geschreibsel hier nicht, wieso sollte es die alte Welt nicht mehr geben?
    Unsere Stollen sind alle intakt.

    Hochkönig und Hohepriester des BACKWAHN

  • Ich werd' mir wohl bei Gelegenheit mal das hier zu Gemüte führen müssen:



    Ich grübel' noch, ob ich es nicht eventuell doch im Original lesen soll. :hmmmm: Kann man der Übersetzung vertrauen?

    'I thought the beasts were simply mutants, human exiles devolved into man-beasts, altered by the power of warpstone. Certain of our learned professors claim as much.' Gotrek shook his head as if despairing at the folly of mankind. - Blood & Darkness (S.167)


    #MakeGorsGreatAgain

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  • Ist ja voll NIZE (auch wenn ich viel zzuwenig zum lesen kommen :) )


    Werde hier wenns ihr mögt übernächste Woche mal ne Rezenssion zum Indokeeth Fluff machen. Bestelle mir das BT Übermorgen vor. Hab es hoffentlich dann nächsten Do. Freitag :D

  • Irgendwo, meine ich mich dunkel daran zu erinnern, habe ich mal eine Ankündigung für ein AoS RPG gesehen. Das hätte mich bezüglich der Verdichtung des Hintergrunds auch sehr interessiert. Kurzgeschichten sind zwar schön, aber ich würde gerne mal detailliertere Welten/Regionenkarten und Mythen/Religionen/Kultur-Hintergrund lesen. Weniger Held XY ist ein "toller Hecht mit Superartefakt" mehr Landeshintergrund mit eingewobenen Völkerbeschreibungen und Legenden.


    Ja - ich bin für ein AoS RPG


    *Reißt seinen Schild hoch und springt in Deckung*

    Der Auf- und Ausbau einer Welt ist auch wichtig.


    Das "Warum" ist hier besser zusammengefasst als ich es je könnte:



    Manchmal wünschte ich, dass man sich in Nottingham auch solche Beiträge ansehen würde, um die Triebfedern hinter den eigenen Produkten besser zu verstehen.

    'I thought the beasts were simply mutants, human exiles devolved into man-beasts, altered by the power of warpstone. Certain of our learned professors claim as much.' Gotrek shook his head as if despairing at the folly of mankind. - Blood & Darkness (S.167)


    #MakeGorsGreatAgain

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