Glaubt ihr, dass eine fortlaufende Narrative für ein (Warhammer) System relevant ist?

  • Ich kann mir bei 40k einfach nicht vorstellen, dass sie so etwas drastisches tun würden. Da haben sie immerhin ein ganzes Universum. Sie können so viel machen ohne wirklich etwas (aus dem Spiel) zu zerstören.


    Bei Warhammer Fantasy wollte auch immer keiner wahr haben, dass das was Jahre lang proklamiert wurde dann schlussendlich auch kam. Nicht nur, dass das Ende allen Lebens ein Naturgesetz ist, es gibt zudem noch eine Ansage von GW.


    Wie schon geschrieben - die Spiele kann man ewig spielen. Darum geht es weniger. Die Frage ist, ob der Hintergrund noch immer ein befriedigender Quell der Inspiration für Dich bleibt oder nicht... mit allem was da komme und gehe.

  • Wie immer hat jeder da seine eigene Meinung zu:).Schön das man sie hier so ausführlich teilen und diskutieren kann. Ich denke, das auch GW diese Diskussionen geführt hat sich dann aber für die lukrativere Möglichkeit entschied. Sind ja schliesslich ein Börsenunternehmen bei dem es um Gewinne geht

    Hobby Leidenschaft, die Leiden schafft!

  • Es passiert was großes. Find ich toll. Was genau passiert wird man sehen. Aber dass ne ganze Fraktion oder die Galaxis drauf geht oder etwas ähnlich drastisches halte ich für ausgeschlossen.

  • Um ganz ehrlich zu sein, habe ich mit den Primaris kein Problem, mir gefallen die Modelle, ich mag den Fluff dahinter und noch sind sie keine Pflichteinheit. Ich kann nach wie vor eine Armee der Erstgeborenen stellen, da gerade in den Codex Orden viele Rollen noch nicht durch Primaris ersetzt sind.
    Sollte GW mir eine Primaris Todeskompanie geben und endlich mal eine richtige Nahkampfeinheit, wäre ich eher noch begeistert.

    Das Ende des Imperiums und/oder des Universums ist ja eine konstante Bedrohung und wird schon seit mehreren Editionen immer mal angedeutet, so haben wir z.B. noch keine "richtige" Schwarmflotte der Tyraniden gesehen, alles was bisher eingefallen ist, waren immer nur Auswüchse, erklärt durch den Krieg des Silent King gegen die Tyraniden, dann führt Abaddon eine Dämonenklinge deren Bestimmung es ist, den Imperator zu töten, Sanguinius ist Dante erschienen und hat prophezeit, dass eines Tages nur Dante zwischen dem Imperator und seinem Untergang steht, usw. usf.
    Sollte das Imperium irgendwann überrant werden, der Köprer des Imperators vernichtet werden und die angedeutete Transzendenz vollendet werden, was uns ein "Age of the Imperator" bescheren würde, könnte ich mit der Neuausrichtung des Universums durchaus leben.
    Das Ende des offiziellen Supports eines System ist ja, wie du bereits geschrieben hast, nicht das Ende der Spielerschaft.


    Was den Trailer betrifft, den du ein paar Posts später verlinkt hast, glaube ich eher, dass hier der Gedanke dieser Edition einfach weitergeführt wurde. Mit der 8. hat sich der Riss geöffnet, aus vielen Nebenschauplätzen wurde ein großer Konflikt, in dem alle Parteien irgendwie involviert sind und endlich kämpft nicht nur das Imperium mal mit dem Rücken zur Wand sondern wirklcih alle Völker.
    Das Psychic Awakening wird wohl neben den obligatorischen neuen Modellen auch mit jeder Veröffentlichung andere Fraktionen thematisieren, also z.B. den Konflikt der Death Guard mit dem T'au Empire, hoffentlich die Dark Angels und die Fallen usw., da ist richtig viel Luft um sowohl Geld in GWs Kassen zu spülen, als auch den Spielern ordentlich Fleisch zu geben.
    Ich mag die Idee aus AoS, dass man im Prinzip nur Szenarien spielt und wenn mir 40k neben Ars Bellica und Datenkarten noch die Möglichkeit gibt, historische Schlachten mit vernünftigen Regeln und Siegesbedingungen zu spielen, sehe ich das als Bereicherung.


    Auch wenn ich mit der Aussage jetzt wahrscheinlich keine Sympathipunkte einfahre, habe ich um 2003(oder so) als das Armeebuch der Hochelfen für Fantasy veröffentlich wurde, auch eine kurze Zeit in das System reingeschnuppert. Damals konnte ich den taktischen Ansatz nicht nachvollziehen und habe das System wieder aufgegeben, weil ich mir eher was im Format von 40k mit Fantasy gewünscht habe (also AoS).
    Ich kann verstehen, dass GW es sich bei der Fanbase aus dem Bereich WHFB komplett verscherzt hat, aber AoS sieht durch den Wegfall der Formationen für mich wieder so sympathisch aus, dass ich in unserer Spielgruppe schon Mitstreiter suche um zumindest mal kleine Schlachten austragen zu können.
    Ich kann den Unmut verstehen, gerade wenn man in WHFB einsteigen will und man kann z.B. keine Armeen mehr aufbauen, weil die Modelle einfach nicht mehr erhältlich sind oder man bei eBay jagd auf Schnäppchen machen muss.
    Wenn man so viel Liebe, Geld und Zeit in etwas gesteckt hat, wie in eine schöne Warhammer-Armee ist es nicht einfach nur ärgerlich, wenn dann von offizieller Seite dann einfach der Hahn zugedreht wird, aber das System macht ja (soweit ich das hier im Forum lese) nicht Eindruck, tatsächlich erledigt zu sein.

  • Auch wenn das vielleicht etwas off-Topic ist: Was ist da weggefallen

    Gemeint sind die Regimentsblöcke und wie sie bewegt werden. Wie gesagt, ich verstehe dei taktische Tiefe, die einem Drehbewegungen und Flankenangriffe bieten, aber ich mag die lockeren Formationen, wie sie die Hochelfen Waldläufer hatten, oder wie man sie in 40k und jetzt AoS findet.

  • ... aber ich mag die lockeren Formationen, wie sie die Hochelfen Waldläufer hatten, oder wie man sie in 40k und jetzt AoS findet.

    ... oder wie sie eine Tiermenschen Herde in Warhammer Fantasy auch ganz regulär haben kann, wenn man das will. (Grad für Spiele im kleineren Maßstab echt praktisch.)


  • Ich finde ein fortlaufende Narrativ durchaus interessant. Damit meine ich jetzt aber nicht dieses "wir-holen-jetzt-all-die-Jahre-ohne-auf-einmal-nach", wie bei der Umstellung von Fantasy zu AoS. Die "neuen" Armeebücher (Khemri und Oger) aus der 6. Edition, oder die Ansätze, die beim Sturm des Chaos, Schatten über Abion oder auch der Nemesis Krone begonnen, aber nicht weitergeführt, wurden fand ich gut. Eben das, was jetzt bei AoS versucht wird (mMn nicht mal so schlecht). Andere Systeme machen es ähnlich, wie z. B. KoW oder Infinity.

    Ein kontinuierliches, "sanftes", fortführen der Geschichte finde ich gut. Ein fehlendes Narrativ regt natürlich dazu an, sich ein eigenes aufzubauen, was toll ist, aber auch Probleme mit sich bringen kann, da andere dieses Narrativ eben nicht kennen oder auch die Besonderheiten nicht mögen.

    Bei einem zu statischen Narrativ kann es dazu kommen, dass es langweilig wird.

    Wahrscheinlich kommt es wieder auf die Frage zurück, welchen Stil man bevorzugt. Ist man ein kompetativer Spieler oder ein Fluff Bunny. Ich zähle mich zur zweiten Kategorie und deshalb ist mir das Narrativ wichtig. Anderen nicht und das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Und es gibt noch unendlich viele Abstufungen dazwischen.

    Ich spiele:


    Warhammer Fantasy 5., 6. und 7. Edition


    Kings of War 2. Edition


    und


    Infinity

  • Wahrscheinlich kommt es wieder auf die Frage zurück, welchen Stil man bevorzugt. Ist man ein kompetativer Spieler oder ein Fluff Bunny. Ich zähle mich zur zweiten Kategorie und deshalb ist mir das Narrativ wichtig. Anderen nicht und das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Und es gibt noch unendlich viele Abstufungen dazwischen.

    Der fortlaufenden Narrative stehen ja aber auch Alternativen gegenüber, wie man es z.B. in der 4. Edition gemacht hat, wo die Grundbox eine historische Schlacht erzählt, welche weit in der Vergangenheit liegt. (Schlacht um den Maugthrond Pass) Auch hier wurde man gut unterhalten und hat zudem noch im Detail nacherleben können wie die Warhammer Welt dereinst an einem spannenden Scheideweg stand. Den Ausgang bereits zu kennen, hat meines Wissens nach die wenigsten gestört und man konnte ja trotz Allem seine Schlachten gewinnen.


    Die Warhammer Historie ist sehr reich, wie ich finde. Man hätte viel, sehr viel da rausholen können (und auf jeden Fall auf diesem Wege auch neue Minis auf den Weg bringen können).

  • Das damalige Kampagnenbuch Lustria in der 6. Edition hat ja weitestgehend auch in der Vergangenheit gespielt. Der Krieg der Echsenmenschen gegen die Skaven fand ja zu Sigmars Zeit statt.

    Magie ist Physik durch Wollen. Muss man wissen!

  • Der fortlaufenden Narrative stehen ja aber auch Alternativen gegenüber, wie man es z.B. in der 4. Edition gemacht hat, wo die Grundbox eine historische Schlacht erzählt, welche weit in der Vergangenheit liegt. (Schlacht um den Maugthrond Pass) Auch hier wurde man gut unterhalten und hat zudem noch im Detail nacherleben können wie die Warhammer Welt dereinst an einem spannenden Scheideweg stand. Den Ausgang bereits zu kennen, hat meines Wissens nach die wenigsten gestört und man konnte ja trotz Allem seine Schlachten gewinnen.


    Die Warhammer Historie ist sehr reich, wie ich finde. Man hätte viel, sehr viel da rausholen können (und auf jeden Fall auf diesem Wege auch neue Minis auf den Weg bringen können).

    Stimmt und ich glaube wir beide erinnern uns noch an die Zeit, in der GW einige "historische" Kampagnen im Programm hatte. Groll des Drong oder Tränen der Isha zum Beispiel (es gab noch mehr, aber das sind die einzigen die ich grade mit Namen aufzählen kann...). Großartige Sets! Und zumindest bei Groll des Drong gab es Minis, die extra dafür hergestellt wurden (Drong, Helga, die betrunkenen Zwerge, ich glaube auch ein Elf aber da bin ich mir nicht so sicher...). Aber nicht jedem gefielen diese Kampagnen. In meiner damaligen Spielgruppe hatte ich nur einen von insgesamt fünf Spielern, der auch auf solche Spiele stand. Der Rest lehnte es ab, weil der Ausgang ja schon fest stand.

    Ich glaube, dass viele Spieler unterhalten werden wollen, ohne selbst etwas dafür zu machen. Bitte nicht falsch verstehen, das ist nichts schlimmes und ich verurteile niemanden, sondern zähle mich selbst dazu. Es ist vielleicht das gleiche Phänomen, das auch bei TV Serien zum Tragen kommt. Man möchte bei der Entwicklung der Geschichte dabei sein, man möchte mitfiebern und überrascht werden aber vor allem, man möchte es präsentiert bekommen um abzuschalten und es sich nicht selbst ausdenken zu müssen. Oder bei Pen & Paper Rollenspielen, denke ich mir ein Abenteuer aus oder kaufe ich ein Modul? Früher hätte ich mich immer für selber ausdenken entschieden, inzwischen eher nicht mehr. Wahrscheinlich gibt es zurzeit einfach viele, die ein fortlaufendes Narrativ schätzen um unterhalten zu werden. Das man es einer Firma damit leicht macht neue Einheiten oder Armeen/Völker (siehe die neuen Untoten bei AoS) auf den Markt zu werfen, sollte einem klar sein.

    Ja, es gibt Alternativen, aber keine der Möglichkeiten wird alle zufriedenstellen. Deshalb gehe ich, wie bei fast allem im Leben, von einer Kurven- oder Wellenbewegung aus. Mal ist das eine gefragt, mal das andere, ob es mir gefällt oder nicht. :O

    Das damalige Kampagnenbuch Lustria in der 6. Edition hat ja weitestgehend auch in der Vergangenheit gespielt. Der Krieg der Echsenmenschen gegen die Skaven fand ja zu Sigmars Zeit statt.

    Und ich fand es super! :]

    Ich spiele:


    Warhammer Fantasy 5., 6. und 7. Edition


    Kings of War 2. Edition


    und


    Infinity

  • Aber das bleibt ja frage des Interesses (persönlich oder gruppenintern) und dann der jeweiligen Aufbereitung.

    Nehmen wir dein Beispiel des PnP: vorgefertigte Abenteuer haben ihren Reiz, weil sie leicht vorbereitet sind und oft einen schönen Plot haben. Sie gehen aber in ihrer Konzeption nicht auf die konkrete gruppensituation ein.


    selbstgeschriebene Abenteuer sind deutlich aufwändiger, aber eben auf die spielgruppe zugespitzt. Gerade das hat ja auch einen Reiz :) (vielleicht rede ich mir das auch ein, ich muss die Abenteuer schreiben an Ermangelung von Kauf-Abenteuern ;) )


    Auch bei Filmen und Serien gibt es einen gegenläufigen Trend. Nicht umsonst wird mehr und mehr mit interaktiven Konzepten experimentiert.



    Zur eigentlichen Frage: es braucht glaube ich nicht zwingend eine fortlaufende (im Sinne: zukunftsorientierte) Narration. Ich möchte aber trotzdem eine Narration haben. Mit Veränderungen und Ergebnissen, Konsequenzen und Veränderungen. Und das ist bei einer fortlaufenden Narration leichter einzubetten. Natürlich bedeutet das, das der Ausgang nicht jedem gefallen muss, Einheiten verschwinden, Helden sterben, liebgewonnene Charaktere abtreten. Das würde nicht jedem gefallen, aber das wäre eine Konsequenz die ich gefeiert hätte.


    Das kann aber natürlich auch eine Edition leisten, deren Ablauf geschichtlich früher datiert ist als Vorgänger Editionen (siehe die genannte startbox). Um mich dann aber abzuholen bräuchte es Erweiterungen der Story durch Kampagnen, Erweiterungen und ähnliches...


    Aber manches bleibt eben einfach nur ein Wunsch ;)